Beiträge von Pankowitz

    Noch ein Medienhinweis, der den Kontext mit dem Mobilitätsgesetz vielleicht nochmal verdeutlicht (einiges ist redundant zu bereits geposteten Literaturstellen):


    EPaper


    und noch ein Sinnbild (Foto ist aus Twitter, aber ich fahr da jeden Tag lang): das MobG wird auch anderswo und im kleinen Karo missachtet. Beschwerden zwecklos, Behördenignoranz vom Feinsten:


    Bild


    Benutzungspflicht wird bei Baustelle angeordnet, wo vorher keine war. Radverkehr in den Fußverkehr geleitet, direkt vor den Schönhauser Allee Arkaden, einer sehr sehr gut besuchten Einkaufsmeile mitsamt Tram, SBahn und UBahn Haltestelle. Währenddessen büsst der KfZ-Verkehr drei Parkplätze Parkplätze ein und rollt wie gehabt auf zwei Fahrspuren an der Stelle vorbei. Laut MobG wäre das anders zu regeln, nämlich mit temporärer Führung, die die Verkehrsmittel des Umweltverbundes priorisiert.

    ber es ist etwas dran. Auf der Karte des ADFC sind die beiden Radfahrer die Ziffern 4 und 10. Das sind sogar verschiedene Kreuzungen.

    ...die miteinander verbunden sind, mindestens über die Taktung der Grünphasen. Man kann das im Wortsinne erfahren, indem man sich aus nordöstlicher Richtung (also aus Richtung Greifswalder oder P'Berg) in Richtung Friedenstraße bewegt: vergleichend mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß hat man da ganz unterschiedliche Erfahrungen. Vice versa genauso. Man wird mit dem Rad auf der Fahrbahn entweder vom Spurwechsel physisch oder akustisch abgehalten oder gejagt, weil der KfZler hinter einem un-be-dingt noch die Grünphase erwischen will.


    Von den diskriminierenden Taktzeiten für Fußgänger und den Drängelgittern will ich gar nicht erst anfangen. Das ganze Ensemble ist so auf MV konditioniert, dass es als Lehrbuchbeispiel für Autozentrismus geeignet ist. Fußgänger und Radfahrer existierten im Kopf des Planers offensichtlich gar nicht oder nur als Störfaktor.


    Ich hatte eine Zeitlang im Umweltforum zu tun und das war mein Weg. Irgendwann habe ich es gelassen mit dieser Ecke und bin Umwege gefahren.


    Damals war zwar die Friedenstr. noch zur Landsberger geöffnet, aber das hat das Problem dieser Kreuzungsanordnung nur quantitativ gemildert, nicht qualitativ.


    Vor Jahren gab es mal einen online-Gefahrstellen-Melder für Radfahrer. Hat eine Menge Daten produziert, und ich meine, diese Ecke war ganz weit vorne. Weiß jemand, was aus dem Melder und aus den Daten geworden ist?

    a da hast du Recht, aber der Senat kann bspw. weder Abbiegeassistenten verpflichtend machen noch entgegen §45 StVO überall Tempo 30 einführen.


    Und z.B. getrennte Ampelphasen müssen nicht unbedingt radfahrerfreundlich sein...

    T30 kann die Verkehrsverwaltung bei Gefahrenlage einführen.

    Fahrspuren kann man anders führen.

    Ampeln kann man so schalten, dass keiner mehr zum Gas-bei-Gelb animiert wird. Man kann Räumzeiten verlängern, Richtungsampeln einrichten, Einbahnstraßen ausweisen, Aufstellflächen für Radfahrer markieren....das Instrumentarium ist da.


    Was ist denn in deinen Augen "radfahrerfreundlich"? Sicher oder schnell? Ich bin für sicher. Und genau das hat der Senat versäumt, das moniert CC völlig zu Recht.

    or allem den unachtsam fahrbahnquerenden Jogger mit fürs Radwegkesseltreiben instrumentalisiert. Da hätten sie auch gut noch den letztes Jahr im Volkspark gleich nebenan tödlich verunglückten Mountainbiker einschließen können.

    Sehr selten lasse ich mich zu emotionalen Antworten hinreißen, aber hier kann ich nicht anders: diesen Quatsch angesichts eines durch Infrastruktur mitverursachten tragischen Unfalls zu schreiben finde ich zum Kotzen. Die geistige Haltung, die man haben muss, um so eine Scheiße abzusondern, finde ich nur noch armselig.

    Zum Unfallhergang ist nichts bekannt, aber Hauptsache mal irgendwelche wilden Forderungen aufgestellt.

    In der Tat: Zum Unfallhergang ist nichts bekannt.

    Darauf bezieht sich der Standpunkt von Changing Cities aber auch gar niicht.


    Wir haben in Berlin ein Mobilitätsgesetz, das regelt, wie mit unfallträchtiger Verkehrinfrastrultur umzugehen ist. Hier haben wir eine Ecke mit drei Toten, und das Gesetz wird ignoriert. Es ist keineswegs eine "wilde Forderung", wen man dn Senat daran erinnert, dass er sich an die von ihm selbst beschlossenen bittschön auch zu halten hat.

    Aus dem Foto und dem Standort kann ich mir keinen stimmigen Ablauf zusammen reimen.

    Ich spekuliere mal über den Ablauf: Radfahrerin fährt Am Friedrichshain und möchte nach links in die Friedensstraße abbiegen. Dazu wechselt sie von der Busspur auf die Fahrspur. LkW kommt mit Tempo von hinten (vielleicht mit etwas über zHg, weil er die Ampel Ecke Greifswalder noch kriegen möchte) und schafft es nicht mehr, vor der langsamen Radfahrerin zum Stehen zu kommen.


    Die Ecke ist der Horror. Auch aus der Friedenstraße kommend hab ich schon oft nur noch das Bremsen/Reifenquietschen hinter mir gehört, wenn ich links abbiege. Ich habe dort Angst. Zum Queren fahr ich dort auf dem FGÜ,wenn es sich anbietet.

    An dieser Stelle vielleicht noch ein zarter Hinweis auf den Unterschied zwischen Wahrscheinlichkeit und Statistik.


    Statistik umfasst reale Ereignisse, Wahrscheinlichkeit hingegen mögliche Ereignisse. Man kann aus der Statistik eine Wahrscheinlichkeit ableiten. Andersherum führt das nicht zu sinnvollen Aussagen.

    Meine letzte Erfahrung mit Anzeige war doch letzlich positiv: Fahrer im Firmenauto drängt mich (übelst, mit leichtem Kontakt) ab und belehrt mich -> Anzeige wg. Nötigung. Fahrer behauptet, nicht gefahren zu sein -> Lichtbildabgleich bei der Polizei mit Volltreffer. Gerichtsverhandlung nach zwei Jahren (ob es ein Verwarngeldangebot gab, weiß ich nicht) -> Einstellung gegen 1.000€. Insgesamt wird das für den geschätzten Verkehrsteilnehmer auf grob taxiert 2.500€ plus ordentlich Ärger mit dem Arbeitgeber hinausgelaufen sein. Finde ich angemessen bis ausbaufähig (Fahrverbot fehlt mMn).


    Es kommt auf den Polizeiabschnitt und den StA/AmtsA an. Und ja, da könnte ein Justizsenator/Justizminister durchaus den Rahmen setzen.

    Die Kiezblock-Malaktion sorgt witerhin für Diskussionen:


    Pinselrevolte


    Die Initiative hat inziwischen auch eine Twitter-Account (ich selbst bin Twitter-Verweigerer)


    Vineta-kiezblock


    An diesem Freitag zwischen 16 und 19 Uhr ist an der Kreuzung ein als Demo angemeldetes Straßenfest, bei dem Unterschriften für den initiativ-Antrag gesammelt werden.


    1000 Unterschriften sind das Ziel, und ich schätze das so ein, dass diese Zahl erreicht werden wird.

    Die Polizei war vor Ort und hat mit den Initiatoren Gespräche geführt. Ob ermittelt wird, ist mir nicht bekannt.


    Der Initiator ist eine in diesen Dingen recht erfahrene Person (anders als meine Wenigkeit), überdies bekannt für ähnliche Aktionen. Ich rechne nicht mit einem Nachspiel.