Beiträge von Pankowitz

    Und warum soll deswegen auch der Sicherheitsabstand quadratisch zunehmen?



    Naja du hast schon recht, wenn man annimmt, dass der Notsicherheitsabstand sich am Vordermann orientiert. Dann verlängert sich der Abstand nur um die Reaktionszeit mal Geschwindigkeit, also linear mit der Geschwindigkeit.


    Der Ansatz mit der Geschwindgkeit zum Quadrat orientiert sich an den physikalischen Gegebenheiten.


    Rechnerisch komme ich für ca. 200 km/h mit meinem Ansatz auf einen Abstand von etwa 180 m. Das wäre mir im echten Leben eher etwas zu knapp bemessen.


    Der lineare Ansatz hat zudem (vermutlich) eine Schwäche: er berücksichtigt nicht die Abstände der hinter mir Fahrenden: Angenommen, allen in einer Reihe würden den Abstand immer linear anpassen. Kann das, wenn angenommen alle den Abstand linear anpassen, ausreichen? Oder pflanzt sich die Verzögerung der Reaktion mit Zuwachs nach hinten in der Reihe fort?


    Das Unfallbild bei vielen Massenkarambolagen auf der Autobahn würde das jedenfalls nahelegen. Ich räume aber gerne ein, dass ich das gedanklich noch nicht schlüssg darstellen könnte.

    Du möchtest also, dass der Hintermann noch anhalten kann, wenn sich der Vordermann plötzlich in eine Mauer verwandelt. Dann müsstest Du aber den Anhalteweg an Stelle des Bremswegs verwenden. Also die Reaktionszeit des Fahrers müsste noch berücksichtigt werden.

    Nein. Der Ansatz sagt nur, dass der Notsicherheitsabstand quadratisch mit der Geschwindigkeit zunimmt.


    Dazu könnte noch eine kleine quadratische Komponente nötig sein, um Unterschiede in der Bremsverzögerung zwischen verschiedenen Fahrzeugen auszugleichen.

    Der Bremsweg nimmt bei allen Fahrzeugen quadratisch mit der Geschwindigkeit zu.


    Ich weiß aber jetzt gerade nicht mehr, wo uns das alles hinführt

    Zur Erleuchtung :)

    Nochmal zum Thema Tempolimit und Straßenkapazität


    Man könnte die Kapazität einer Straße ungefähr so beschreiben:


    Der Durchsatz D sei die Anzahl der Fahrzeuge n , die pro Zeiteinheit t die Straße passieren.

    Man nehme an, der Durchsatz D ist Funktion der Durchschnittsgeschwindigkeit v (Länge pro Zeit) . Also D(v)= f(v).

    Analog zu einem Teilchenstrom kann der Durchsatz jetzt beschrieben werden durch das Produkt von

    a)„Dichte“ c der Fahrzeuge: Anzahl der Fahrzeuge n pro Längeneinheit l

    b) Durchschnittsgeschwindigkeit v: Längeneinheit l pro Zeiteinheit t


    Ganz zwanglos ergibt sich D (v) = c * v


    Danach wäre der Durchsatz umso höher, e größer die Geschwindigkeit wäre.


    Die Dichte c ist aber nun ihrerseits eine Funktion der Geschwindigkeit v, also c (v) = g (v).


    Das liegt an dem auch im Artikel thematisierten „Notsicherheitsabstand“, der mit höherer Geschwindigkeit größer wird.

    Wird der Abstand größer, sinkt die Dichte.


    Ein einfacher Ansatz wäre folgender: es wird immer ein geschwindigkeitsunabhängiger Abstand a eingehalten. Dazu addiert sich ein Abstand b, der quadratisch mit der Geschwindigkeit v ansteigt. Hintergrund ist hierbei die Annahme, dass der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit ansteigt.


    Folglich könnte man die Fahrrzeugdichte als Funktion der Geschwindigkeit beschreiben als: c(v) = n / (a + b*v^2)


    Jetzt setzt man in D (v) ein und erhält:


    D (v) = n * v / ( a + bv^2)


    Um das Maximum zu erhalten, bilde ich die erste Ableitung (oder nutze https://www.ableitungsrechner.net/):


    D‘(v) = n * (a – bv^2) / (a + bv^2)^2


    Und suche Nullstellen, (hier vereinfacht auf die Annahme einer Geschwindigkeit größer Null):


    vn = (a / b)^0,5


    Jetzt mach ich Annahmen für a und b, um auf die ideale Geschwindigkeit zu kommen:


    a sei eine Wagenlänge also 5 Meter.

    Nimmt man weiterhin an, dass die Regel „halber Tacho“ bei 100 km/h gilt, erhält man für b ungefähr:


    50 Meter = 5 Meter + b * (100 km/h)^2

    nach Umrechnen auf m/s und freistellen nach b ungefähr

    b = 0,0574 mit der Einheit Dimension (Zeit^2 / Länge^3)


    Das setze man in die Nullstelle ein und erhält:


    vn = 29,5 m/s = 106 km/h


    Der Durchsatz einer Straße ist also bei ca. 100 km/h am größten.

    Die "Achse des Guten" kennt man als konservative Plattform. Neben Altherren-Gefauche und Grünen-Bashing finden sich aber auch vernünftige Beiträge aus der liberalen Ecke.


    Nun hat es ein Autor gewagt, für ein Tempolimit auf Autobahnen Stellung zu beziehen, die Begrüdung lest sich schlüssig.


    Warum ich für ein Tempolimit bin


    Der Kommentarmob tobt.


    Eine echte Perle ist die "Gegenrechnung" eines Kommentators, der ausrechnet, dass das auto weniger verbraucht, wenn es schneller fährt


    Zitat

    Joachim Kloecker / 21.11.2019

    Ihre Argumentation enthält 2 systematische Fehler,dei selbst gestandenen “Wissenschaftlern” unterlaufen: 1. “Verbrauchzeit” nicht berücksichtigt” Ein Beispiel aus der Praxis: mein PKW (ein Seat Leon, 150PS) benötigt nach Verbrauchsanzeige (ist ziemlich genau - Kontrolle via Tankmengen) bei konstan 120km/h exakt 6.0l/100km. Bei 160km/h sind es 7,5l/. Daraus folgt: bei 120km/h braucht man für 100km 0,833 Stunden also 6,0lx0,833h= 5,00l/h bei 160km/h braucht man für 100km 0,625 Stunden also 7,5lx0,625h= 4,68l/h, Also habe ich 100km zurück gelgt und dabei 0,32l weniger Sprit gebraucht als bei 120 km/h. Ursache: jede Maschine lässt sich in einem verbauchsoptimierten Bereich betreiben das nennt man dann Wirkungsgrad Optimierung. Obige Rechnung lässt sich für jeden PKW erstellen. Mein vorheriger PKW (ein Audi A8 mit 4l V8 Motor, immerhin 15 Jahre alt) fuhr am günstigsten bei 160-180km/h. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Geschwindigkeit konstant halten kann, was aktuell bekanntlich nicht möglich ist und zur Frage führt, ob statt Tempolimit nicht eine Mindestgeschwindigkeit ja nach Fahrspur vorgeschrieben sein sollte um den Verbrauch deutlich zu senken. Der vermeintlich höhere Verbrauch bei höherer Geschwindigkeit wird nicht durch die Geschwindigkeit selber verursacht, sondern ausschließlich dadurch, dass man immer wieder gewungen ist das Tempo anzupassen, z.B. wegen notorischer Links- oder Mittelspur-Schleicher. 2,. “Fahrtzeit” nicht berücksichtigt: Zwar passen bei Tempo 180km/h auf eine Strecke von 120km wegen des Sicherheitsabstandes nur 1.325 PKW mit 5m Länge. Die durchfahren diese Strecke aber auch viel schneller als bei 120km/h und deswegen passieren pro Stunde 1,5 mal so viele PKW (also 1.988) die Strecke. Auch hier gilt: je schneller, je mehr. Das ist schließlich auch der Grund, warum Autobahnen als Hochgeschwindigkeitsstrecken konzipiert und gebaut werden.


    Ui Ui Ui. Aua Aua Aua. Da hat wohl jemand einen Doktor in angewandter Milchmädchenrechnung.



    Auch das Kapazitätsargument wird - äh- wissenschaftlich widerlegt.


    Und natürlich ist es so, dass der 6- oder 8 Zylinder viel weniger Schadstoffe ausstößt als ein Kleinwagen mt wenig Hubraum, wegen der Drehzahl.



    Klasse fand ich auch das Gerechtigkeitsargument:


    Zitat

    Andreas Rochow / 21.11.2019

    Tempolimit ja, aber nur, wenn Bahn- und Flugverkehr ebenfalls verlangsamt werden! Alles andere wäre eine unerträglich bevormundende Diskriminierung. Künftig wird das “Strom-aus-dem-unerschöpflichen-Netz-Tanken” auch zu einer weiteren Verlangsamung letzlich aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse führen. So oder so: Die staatlich organisierte Vollbremsung wird nur am Anfang noch zu kontrollieren sein. Die Maoisierung ist in vollem Gang.


    Auweia, das muss schon weh tun....


    Oder ganz einfach:


    Zitat

    Gottfried Meier / 21.11.2019

    Ich bin gegen ein Tempolimit, weil die Grünen dafür sind!


    Insgesamt liefert der Kommentarbereich ein wunderschönes Potpourri an Pseudowissenschaft, kruden Freiheitsdeutungen, Missgunst, identitärem Denken, peinlichen intellektuellen Fehlleistungen oder schlichtweg Nonsens.


    Danke für die Unterhaltung!

    Ich fahre seit vielen Jahren jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, auch in den Wintermonaten.


    Bislang reduzierte sich die Zahl der Radfahrer ab etwa Ende Oktober immer deutlich.


    Dieses Jahr ist nach meiner Wahrnehmung nur ein leichter Rückgang vorhanden.


    Teilt jemand diese Wahrnehmung? Jedenfalls in Berlin?


    Wenn es so wäre: woran könnte das liegen? Am milden und trockenem November? An einer immer weiter wachsenden Anzahl der Ganzahresradler? An Greta?

    Nicht nur der pseudoliberale Marktfetischist kann seinen Fahrradhass mit der Imitation von Rationalität verbrämen.


    Nein!


    Auch der linksintellektuelle Salonsozialist kann das und dreht es in schön schnörkeliger Sprache auf -äh- links ins Progressiv-Gesellschaftliche-Trallala-Hoppsassa.

    Bei der Gefährdung unterscheiden die Juristen zwischen abstrakten und konkreten Gefährdungen. Strafrechtliche Relevanz besitzen dabei "konkrete" Gefährdungen, für die die Justiz eine sehr hohe Hürde (nicht nur bei Unfällen zwischen Rad und Auto) aufgebaut hat

    Auf die Gefahr hin, als Querulant zu gelten: dieses Juristenuniversum hat sich doch weit vom echten Leben entfernt.


    Wenn mich jemand zu einer Notbremsung zwingt oder mit <50cm und 70 Sachen überholt, bin ich ganz konkret gefährdet.


    Wie gerne würde ich mit einem der Herren Richter mal ein paar bestimmte Strecken abfahren.....

    Pirminator, mit Verlaub, du schreibst wirres Zeug.


    Welche Rechte Radfahrer gegnüber Autofahrern haben , oder ob manche sich qua Radfahren für bessere Menschen halten, oder oder: Das sind alles Verallgemeinerungen, aus denen sich keinerlei echte Erkenntnisse ziehen lassen. Und schon gar nicht lassen sich Fragen der Ordnung oder der Gestaltung so produktiv diskutieren.


    Und du legst maximal für dich selber fest, wer echter Radfahrer ist. Kannste machen, bitteschön, deine Meinung, kannste behalten, kannste vertreten, alles gut.


    Aber aus deiner persönlichen Sicht der Dinge irgendetwas ableiten? Dafür gibt es ein Wort: Egoismus.

    Pirminator, ich glaube, es hackt.


    Niemand muss sich für seine individuelle Fahrweise, für sein Beweggründe zum Fahren oder für sonst irgend etwas bei dir oder jemandem sonst rechtfertigen.


    Und es ist auch nicht an dir, festzulegen, wer "echter" Radfahrer ist und wer nicht.


    Mag ja sein, dass dich was stört. Musste halt mit klarkommen. Aber dass du aus deiner Befindlichkeit irgendwelche Standards oder Benimmregeln oder sogar Nutzungsrechte ableitest, geht nicht.

    Oder

    Ich übersetze mal von SPD-Sprache in Klartext:

    Oder ganz kurz: Es muss etwas passieren, aber geschehen darf nix.


    Und wo wir gerade beim SPD-Bashen sind: die ärgsten Fehlleistungen beim Klimapaket sind die Erhöhung der Pendlerpauschale und der Max-Wert von 10 € pro Tonne Kohlendioxid.


    Beides wohl auf Betreiben der Sozialdemokraten so ausgestaltet worden.