Beiträge von Pankowitz

    Danke für den Link, das ist neu für mich.


    Die Therapieansätze wurden augenscheinlich nicht weiterverfolgt.


    Ich habe noch dazu gefunden, dass mit Konzentrationen im Bereich <30ppm getestet wurde. Das ist etwa das 1000fache des Grenzwertes für Außenluft.

    Exponiert wurde zweimal täglich für max. 30 min.


    Wirklich interessant, mich würde ehrlich interessieren, wie die Ergebnisse bewertet wurden und warum nicht weiter geforscht wurde.

    Seltsamerweise korrelliert die NO2-Belastung der verkehrsnahen Messstationen eher mit steigenden Temperaturen.

    Zwischen Emission und Immision gilt es genauso feinsinnig zu unterscheiden wie zwischen Kausalität und Korrelation.


    Auf die Gefahr hin, hier mit Besserwisser-Attitüde rüberzukommen: die mechanistische Betrachtung im Parameterraum Luftschadstoff - Feinstaub - Wetter - Mikroklima ist nicht trivial. Schlussfolgerungen wie:


    Entweder, das "Temperaturfenster" und seine behauptete Auswirkung ist eine Legende. Oder PKW-Diesel tragen weniger als gedacht zur NO2-Belastung der Luft bei.

    sind da m.E. voreilig.


    Als gesichert kann aber gelten, dass der KfZ-Verkehr Hauptquelle der NOx-Belastung ist. Und in dieser Kohorte ist der Diesel ohne SCR ganz weit vorne.

    Der Messung des Summenparameters NOx geht eine Oxidation des NO zu NO2 voraus. Steht übrigens auch in der Wiki.


    Das Äquivalent kann man man dann als NO2 angeben, es ist aber dennoch ein Summenparameter.


    Die Umwandlung von CO/NO zu CO2/N2 findet in der Anlagentechnik tatsächlich Anwendung, allerdings braucht es dazu keinen Dreiwegekat, sondern einen Adsorber. Ein beladener DPF kann in der Tat als Adsorber wirken. Den Wirkungsgrad in einem Motor bei wechselnden Lasten würde ich aber in erster Näherung als nicht hinreichend einschätzen.


    Mir wäre es neu, wenn Dieselmotoren mit Dreiwegekats betrieben werden, aber da lerne ich gerne dazu.


    Das mit der heilsbringenden Wirkung des "physiologischen" NO würde ich nicht so unterschreiben. Salzsäure ist auch physiologisch, trotzdem kämen nur Exoten auf die Idee, damit morgendliche Gesichtspflege zu betreiben. Und auch die Vorstellung, einer Erektion mittels Schnüffeln am Dieselauspuff nachzuhelfen, mutet doch eher abseitig an.


    Im Ernst: ja, NO ist Botenstoff, wird aber in pharmazeutischen Produkten immer "in-situ" verabreicht - also gebunden an einen Rest. Die Kunst ist es, den Rest so zu gestalten, dass der Botenstoff zur richtigen Zeit am richtigen Platz und in der richtigen Menge entsteht. Meist werden NO-Präparäte in fester Form verabreicht. Es gibt auch wenige gasförmige Verbindungen, die z.B. in der Intensivmedizin gegeben werden. Eine direkte Gabe ungebundenen NO gibt es meines Wissens nicht. Wäre m.E. auch wenig erfolgversprechend, weil das NO beim Übergang in der Lunge sofort assoziiert.


    Wer schon einmal das Vergnügen hatte, frisch erzeugten nitrosen Gasen ausgesetzt zu sein, der vergisst das wahrscheinlich niemals. Wenn man im Winter mit dem Fahrrad hinter einem Schummeldiesel im Stadtverkehr steht oder fährt, stellt sich ein Hauch dieser Erinnerung ein.

    Zum Thema Stickoxid steht eigentlich alles in der Wiki.


    Stickoxide


    Gemessen wird immer der Summenparameter NO/NO2. Eine Unterscheidung ist nicht sinnvoll, da sich das Verhältnis der beiden Spezies schnell verschieben kann - je nach Temperatur, Lichteinstrahlung, Luftfeuchte, Partikelkonzentration, usw.


    Die Aussage, dass NOx an 3-Wege-Kats zu Stickstoff reduziert wird, irritiert mich. 3-Wege-Kats sind Oxidationskatalysatoren, die mit Überschuß-Sauerstoff unverbrannte Kohlenwasserstoffe und CO oxidieren. NOx kann man damit m.E. nicht mindern, eher im Gegenteil noch zur NO-Belastung beitragen.


    Stickoxide im Abgas zu mindern ist relativ einfach, ist eine etablierte Technik und wird seit Ewigkeiten so praktiziert:


    Selektive Katalytische Reduktion

    In Berlin bilden sich an vielen Orten Kiezblock-Initiativen, die den Durchgangsverkehr in Wohnvierteln verringern möchten. Die Situation von Fußgängern und Radfahrern in den Vierteln steht ebenfalls auf der Agenda.


    Der Kick-Off der Initiative in "meinem" Block hat unlängst stattgefunden, und ich freue mich, dass ich nun wieder aktiv (wenn auch nur lokal und in kleinem Rahmen) an der Verkehrsgestaltung mitwirken kann.


    Kiezblock Vineta


    Sind hier Unterstützer anderer Kiezblock-Initiativen unterwegs? Wie sind eure Erfahrung mit Anwohnerresonanz, Behördenumgang und Gruppendynamik?

    Richter: "Hand aufs Herz: das hätte uns auch passieren können"

    Gutachter: "Keine Zweifel daran, dass dieser Unfalltod vermeidbar gewesen wäre, wenn sich der Angeklagte an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten hätte"


    Wen meint denn der Richter mit "uns"? Mich schließt dieses "uns" nicht mit ein.


    Ansonsten eine schöne Ausrede für alles: schlag deinen Partner, misshandle dein Kind, bescheiß bei der Steuer, .... hätte "uns" doch auch schon alles passieren können, oder?


    Im Schlussbeitrag der heute-show vom 12. März geht es um autofahrende Greise Senioren (ab ca. Minute 30)


    Lustiger Beitrag, lustigster Satz über Radfahrer: "(...) da müssen Sie eben hupen. Als Autofahrer haben Sie die Pflicht, die anderen Verkehrsteilnehmer zu erziehen."

    Ich bin früher das ganze Jahr gefahren. Einfache Strecke 5 km, immer auf der gut geräumten Fahrbahn. Mit dem ÖNV hat es doppelt so lang gedauert.


    Jetzt ist die Strecke einfach 13 km, führt über Nebenstraßen, Parks und schlecht beleuchtete Schleichwege. Der ÖNV dauert vielleicht 5 min länger. Mein AG zahlt ganzjährig ÖNV-Fahrtkosten. Und siehe da: ich bin zum Gutwetter-Saisonradler mutiert. Die Jahres-Fahrleistung ist trotzdem erheblich gestiegen.

    Online Treffen im Februar


    Ok, die Sache mit der Gleimstraße hat mich veranlasst,wieder aktiver zu werden. Die Frustrationserfahrung mit der Ossietzkystraße war zwar nachhaltig, ist aber schon eine Weile her. Werde heute mal beim Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow vorbeischauen und mal schauen, was da so passiert.

    Altes Thema: Die Gleimstrasse


    Ich habe ja lange kein SPD-Bashing mehr betrieben, aber manchmal geht es nicht anders. Gleimstrasse und Stargarder Strasse gehören zu meinen täglichen Wegen.


    Gerade die Gleimstraße ist totales Chaos, eng, Zweite-Reihe-Parker, T30 interessiert keine Sau, Hupen, Überholzwang, Zebrastreifen werden ignoriert, rechts eine Kita, links eine Schule, dann noch ein gutbesuchter Park, ein Kino an der Ecke und dutzende Kneipen entlang der Straße usw. usf.


    Da kritisiert dann ein SPD-Hinterbänkler aus dem Nachbarbezirk Pläne für eine Fahrradstraße in Pankow, weil dann sein Hobbyobjekt nicht mehr so gut mit dem Auto erreichbar sein wird. Mit dem ÖNV ist der Jahn-Sportpark übrigens bestens erreichbar.


    Die SPD in Berlin ist auto- und betonfixiert, und daran ändern auch einige Ausnahmen nix. Spandau -Saleh regt sich über Pop-Up-Radwege auf und Tempelhof-Müller bringt es fertig, sich über den Wegfall von 3 (in Worten: drei) Parkplätzen für bessere Sichtbeziehungen öffentlich zu beklagen.


    Hoffentlich bekommt die SPD im September ein richtige Klatsche in Berlin. Was mich hoffen lässt: Giffey arbeitet dran.

    Zum Thema Rumtrollen: Wie wäre es denn, wenn man ein paar lustige Themen so knapp oberhalb vom Postillon platziert:


    Ein paar lose Gedanken:


    "Bürgerinitiative gründen: Kita abreißen, damit Parkplätze geschaffen werden"


    "Führerschein ab 12, damit die Kinder alleine in die Schule fahren können"


    "Wohnstraßen überdachen: oben wird gefahren, unten gibts trockene Parkplätze"


    "Fußgänger- und Radfahrverbot zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr"

    Und wie ist das mit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren? Reicht da nicht auch der Wasserstoff mit geringerer Reinheit?

    Ja aber da gibt es andere Probleme. Stichwort Wasserstoffversprödung.



    Dann muss der Wasserstoff, den man an rund 100 Tankstellen in Deutschland kaufen kann (für 9,50 E je kg), aber diese Kriterien und Normen erfüllen.

    Die Tankstellen behaupten das jedenfalls....