• Fun Fact: In Bayern muss in ICE/IC keine Maske getragen werden, denn die DB hat verordnet: "Es gelten die gesetzlichen Regelungen gemäß der Landesverordnungen", und die superprofessionelle bayerische Staatsregierung hat in ihrer Verordnung das Maskentragen nur für Verkehrsmittel "des öffentlichen Personennahverkehrs" angeordnet ...

  • Und heute in einem amerikanischen Schnellrestaurant, dessen vegetarisches Angebot ich mal ausprobieren wollte, wurde ich auch gleich darauf hingewiesen, dass ich keine Maske mehr tragen bräuchte. Auf meinen Einwand, dass an der Tür sogar noch ein Schild von einer Maskenpflicht kündete, ging die Angestellte erst einmal hin und riss das Schild herunter, bevor sie meine Bestellung entgegen nehmen konnte.

    Kann ich sehr gut verstehen, die Maskenpflicht halte ich nach wie vor für geboten, wenn es denn nachweislich nutzt. Aber in dem Moment, in dem es nicht mehr notwendig ist, mit einer Maske sich zu schützen, sollte das bitteschön auch nicht mehr kultiviert werden.


    In der gegenwärtigen Situation, in der der Bundestag komplett versagt hat bei der Verabschiedung der Impfpflicht, ist es erst recht schwierig noch irgendwelche Corona-Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen.


    Ganz übel ist der Umgang mit der Maskenpflicht in den Schulen.

    Mir haben mehrfach Bekannte darüber berichtet, dass die vorgeschriebenen Maskenpausen (alle 20 Minuten auf Abstand hinsetzen und Stoßlüften und dabei Maske abnehmen) in den Schulen vielfach nicht eingehalten wurden.

    Haben Schüler*innen darauf aufmerksam gemacht, wurde das vom Lehrer und vom Klassen-Streber damit abgetan, man solle sich nicht so anstellen. Und das waren leider keine Einzelfälle.

    Zum Glück sieht es so aus, dass auch in den Schulen das Maskentragen bald hinfällig wird. Hoffentlich!


    Beim Bäcker um die Ecke wurde das Masken-Hinweisschild abgenommen, aber das Schild bitte einzeln eintreten, blieb hängen, denn der Verkaufsraum ist sehr klein. Finde ich gut so!

  • In unserer Grundschule war kaum die Maskenpflicht abgekündigt, und schon war ein Drittel der Klasse in Quarantäne.

    Ein kleiner Bonus für die Osterferien, man weiß ja als Elternteil im Homeoffice sonst nicht mehr wohin mit all den unnötigen Urlaubstagen.

  • Seit gestern ist auch in Hamburg die Maskenpflicht aufgehoben. Trotzdem liefen beim Einkaufen fast alle (ich und ne ältere Dame nicht) mit Maske rum. Mal schauen wie sich das entwickelt.


    Auf den Hadag-Fähren ist nun immerhin auf dem Deck die Maskenpflicht aufgehoben, nutzlosere Orte dafür gab's ja kaum.


    n.b.: Meiner Meinung nach hätte man die Maßnahmen bereits Ende September einstellen sollen, wo alle die Möglichkeit (ja, Teils noch keine Empfehlung oder Zulassung) zur Impfung hatten. FFP2-Masken schützen technisch vor Infektionen, aber ich halte sie für den falschen Weg, eben weil sie Infektionen verhindern. Besser jetzt im Sommer paar mehr Infektionen als im kommenden Winter den nächsten Lockdown. Schade dass wir keine Impf-Pflicht bekommen haben, das wäre im Vergleich zu weiteren Lockdowns das wirksamere und vor allem mildere Mittel gewesen.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Irgendwie ist man als Infizierter derzeit fein raus: Nach fünf bis sieben Tagen einfach freitesten und weiter geht's.

    Das Problem liegt bei den Kontaktpersonen. Wenn die Infektion im Wochentakt von einem zum nächsten Verwandten weitergegeben wird, muss man als Elternteil jedes Wochenende zittern, ob die Kinder am Montag ausnahmsweise mal wieder zur Schule gehen dürfen, oder ob schon wieder eine Woche Urlaub dahin ist.

  • Letzten Montag habe ich ja mit meiner Tochter mal in der neuen Kleiderkammer unserer Stadt geholfen, die wesentlich von Ukrainerinnen getragen wird. Dort gilt offiziell Maskenpflicht für alle, aber man erkennt die Deutschen sofort an der Maske im Gesicht. Konflikte gibt es aber keine deswegen.

  • Seit gestern ist auch in Hamburg die Maskenpflicht aufgehoben. Trotzdem liefen beim Einkaufen fast alle (ich und ne ältere Dame nicht) mit Maske rum. Mal schauen wie sich das entwickelt.


    FFP2-Masken schützen technisch vor Infektionen, aber ich halte sie für den falschen Weg, eben weil sie Infektionen verhindern. Besser jetzt im Sommer paar mehr Infektionen als im kommenden Winter den nächsten Lockdown.

    Das mit dem Tragen wird recht flott weniger. Hier in KA war's so: Anfangs nach Aufhebung der Pflicht waren die maskenlosen die Ausnahme, inzwischen sind ie Maskierten schon eine Minderheit.

    Im Moment trage ich noch eine, aber ich hatte, nachdem ich letzte Wo. Fr. mit 30-40 Leuten im Keller zusammenhockte und das eine oder andere Bierchen genoss, schon fast vermutet, dass danach anders genossen, äh, genießt wird, und in der Tat seit Mo. Halsbeschwerden und seit Fr. Schnupfen, C-Test gestern aber negativ. Letzte Woche schon prophylaktisch "Home-Office" gemacht, werde ich nun wohl noch etwas fortsetzen ...

    Tja, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Immunsystem inzwischen nicht genug trainiert ist. "Früher" nur rund 1x im Jahr eine Erkältung eingefangen immer dann, wenn alle drei Vereinsweihnachtsfeiern an einem Tag sind un ich von der einen zur anderen hoppe, zuletzt im besagten Keller ende ;) Das ist dann zu viel Trainig auf einmal ... Von daher werde ich das Maskentragen im Alltag auch nach Ende des jetzigen Schnupfens wohl einstellen ... Irgendwann ist's eh so warm, dass man mangels Jacke keine mehr in der Jackentasche dabei hat ...

  • Ich bin in den örtlichen Supermärkten auch an der FFP3-Maske zu erkennen. Nachdem ein Mitglied der näheren Verwandtschaft plötzlich die Diagnose Magenkrebs erhalten hat, kippte dort die Stimmung von wegen Corona wäre nur eine Grippe zu „Mit Corona oder Erkältung komme ich nicht zur Chemotherapie und das darf nicht passieren“. Insofern behalte ich die Maske momentan noch bei und habe in den nächsten Wochen auch nicht die Absicht, etwas daran zu ändern.


    Und ehrlich gesagt stört mich diese Maske überhaupt gar nicht. FFP2-Masken kann ich nicht ordentlich tragen, weil mir nach einer Weile die Ohren schmerzen, aber bei FFP3-Masken, die ja um den Hinterkopf geführt werden, merke ich kaum eine Beeinträchtigung.

  • FFP2-Masken kann ich nicht ordentlich tragen

    Probiere die. Ich erhielt nach 2 Jahren Ohrenschmerzen und beschlagenen Brillengläsern den Tipp von der Mutter eines Schülers. Alle anderen sind seitdem kaum noch tragbar.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Ah, lustig. Hier in Hamburg kaufe ich manchmal mein Mittagessen bei einer Filiale einer größeren Bäckerei-Kette. Dort hat man sich wohl für die Gläubiger des Lauterbachs, die wie ich die Filiale mit Maske betreten, einen neuen Spruch ausgedacht: „Entschuldigen Sie, ich kann Sie mit Maske leider nicht verstehen!”


    „Schade“, antwortete ich, „die letzten zwei Jahre ging das mit der Kommunikation doch ganz problemlos?“


    Gut, wenn die mein Geld nicht wollen, dann halt nicht. Der Schaden für die Leute wird sich wohl in Grenzen halten, während ich meinen Magen nicht gefüllt habe. Also zur nächsten Filiale: „Hallo, keine Maske bitte!”


    Dann geht es halt hungrig ins Bett.

  • Und ehrlich gesagt stört mich diese Maske überhaupt gar nicht. FFP2-Masken kann ich nicht ordentlich tragen, weil mir nach einer Weile die Ohren schmerzen, aber bei FFP3-Masken, die ja um den Hinterkopf geführt werden, merke ich kaum eine Beeinträchtigung.

    Wir haben hier seit Anfang an die 3M aura 9320, zwei Gummis um den Kopf, extra Schaumstoffdichtung um die Nase, geringer Luftwiderstand, gute Mundbeweglichkeit. Merke ich beim Tragen fast gar nicht (Ausnahme: wenn man sich schreiend unterhalten muss).


    n.b.: Meiner Meinung nach hätte man die Maßnahmen bereits Ende September einstellen sollen, wo alle die Möglichkeit (ja, Teils noch keine Empfehlung oder Zulassung) zur Impfung hatten.

    Das Problem ist halt, dass die Inzidenzen auch Auswirkungen auf andere Bereiche hat. Ich habe eine enge Verwandte, die jetzt seit Monaten mit starken Schmerzen auf eine OP wartet, sich aber aufgrund der zusätzlichen Corona-Belastung so viel zurückgestaut, dass sie keinen Termin bekommt. Sie ist geimpft & geboostert und kann selber überhaupt nichts für diese Situation. Da zu sagen "hätte sich ja jeder impfen können" ist zu kurz gesprungen.


    In der Schule ist ab jetzt auch keine Maskenpflicht, aber es wird noch zweimal die Woche getestet. Das bedeutet jetzt: alle Kinder gehen zusammen ohne Maske in die Klasse, testen sich (das dauert bei Vorschülern), und falls ein Kind positiv ist, muss es abgeholt werden. Kontaktzeit mit dem positiven Kind für die anderen Schüler sind dann so 20 Minuten.

  • Ich werde weiterhin meine Maske tragen. Eine Infektion samt Isolation (die ich befürworte) mit dem Schiet reicht mir. Zumal ich ja auch immer noch 'ne vulnerable Person in meinem engsten Kreis habe, die mit einer Infektion SOFORTEST ins KH soll. Nicht irgendwie erstmal abwarten, sondern: Schnelltest positiv, Rettungswagen rufen. Denn sie braucht dann garantiert jede Hilfe, um das zu überleben...


    Also trage ich weiterhin auf dem Markt und in dicht bevölkerten Gegenden (Mönckebergstraße etc.) meine FFP2. Außerdem sind die so hübsch bunt :)

  • Sie ist geimpft & geboostert und kann selber überhaupt nichts für diese Situation. Da zu sagen "hätte sich ja jeder impfen können" ist zu kurz gesprungen.

    Deine Verwandte ist dann leider ein Opfer der Impfgegner und der Politiker, die es ablehnen, eine Impf-Pflicht einzuführen.


    Zumal ich ja auch immer noch 'ne vulnerable Person in meinem engsten Kreis habe

    Immunsupprimiert? Ist natürlich Mist, aber letztlich allgemeines Lebensrisiko, wenn in dem Fall auch stark erhöht.


    Aber auch abgesichts solcher Fälle halte ich das allgemeine Maske-Tragen für kontraproduktiv. Mehr Infektionen -> höhere Grundimmunisierung der Bevölkerung -> weniger und schwächere Infektionen.

    In bestimmten Situationen (z. B. Kontakt mit vulnerablen Personen) macht Testen + Maske-Tragen natürlich Sinn.


    Die Alternative wäre es, nun überall und bis ans Lebensende mit Maske rumzulaufen.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Nicht nur immunsupprimiert, nene, das wäre zu einfach.


    Von Geburt an nur ein Lungenflügel, der ist auch noch futsch (sowas wie Mukoviszidose, nur nicht ganz), krasses Kreislaufproblem (sitzt deswegen im Rolli), achja, sie ist auch noch fast gehörlos (ich sage gern: Schwersthörig).


    Sie bekommt also den Ableismus der Gesellschaft seit ihrer Geburt hautnah mit. Nun heißt es: Ja, eigenes Risiko, ist ja immer so, auch mit der Grippe. Als könnte sie etwas dafür, dass sie so eine marode Gesundheit hat, als sei sie deswegen weniger wert, als sei es ihre Schuld, dass sie bei einer Infektion mit einem schnöden Erkältungsvirus fast draufgeht, weil sie sich zur Lungenentzündung noch 'ne Rippenfellentzündung holt und 4 Wochen im KH verbringen darf.


    Viele Leute schnallen nicht: Die vulnerablen Leute leben nicht in Altenheimem und Krankenhäusern. Sie fahren mit den Öffis, sie gehen zur Uni, sie wollen mal 'nen gemütlichen Abend in der Kneipe verbringen oder auf eine Party gehen. Sie sind nicht 90 Jahre alt und nierenkrank, sie sind manchmal erst 23 Jahre alt und wollen ganz normal studieren, bitte.


    Oder sind 3 Jahre alt und gehen in die Kita.

    Oder 12 Jahre und fangen gerade an, zu pupertieren.


    Aber ja, verzichtet gern auf die Maske. Meine Maske ist so schick, ich trage sie weiterhin gern und mit Stolz, denn ich schütze meine Freundin und bin für sie da, achte ihre Gesundheit und respektiere, dass sie verletzlicher ist, was das angeht. Und dass sie unfassbar wertvoll ist und erhaltenswert. Ohne sie wäre diese Welt sehr viel dunkler.

  • als sei es ihre Schuld

    Nein, einfach Pech.


    Aber ja, verzichtet gern auf die Maske.

    Covid19 ist dann ja nur eine von vielen Gefahren für sie. Jede "normale Erkältung" oder Grippe könnte tödlich enden.

    Ginge es danach, müssten nun alle bis an ihr Lebensende mit Maske rumlaufen. Ach, das schrieb ich ja schon.


    Letztlich ne Abwägung zwischen der (für den Einzelnen nicht all zu großen) Belastung ganz vieler und den großen gesundheitlichen Vorteilen von relativ wenigen. Aus meiner Sicht wäre die Impfpflicht (3 Dosen) verhältnismäßig, aber dauerhafte Maskenpflicht nicht. Magst du natürlich anders sehen, weil dir deine Freundin mehr wert ist als mir, der sie ja nichtmal kennt.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ohne Maske ESWE fahren: 50 Euro


    Viele Leute schnallen nicht: Die vulnerablen Leute leben nicht in Altenheimem und Krankenhäusern. Sie fahren mit den Öffis, sie gehen zur Uni, sie wollen mal 'nen gemütlichen Abend in der Kneipe verbringen oder auf eine Party gehen. Sie sind nicht 90 Jahre alt und nierenkrank, sie sind manchmal erst 23 Jahre alt und wollen ganz normal studieren, bitte.

    Deshalb hat es mich sehr gewurmt, dass die Impfpflicht für alle nicht gekommen ist. Stattdessen die einrichtungsbezogene Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen, Pflegeheimen usw.

    Aber eben nicht die Impfpflicht für alle.

    Stattdessen die Maskenpflicht für alle in den Öffis (und in den genannten Einrichtungen.)

    Müsste vielleicht nicht sein, wenn die Impfpflicht gekommen wäre und mit dem Impfen eine so weit gehende und breite Immunisierung, dass man beim Bahnfahren nicht mehr an "Maske" denken muss und man nicht mehr übel hart zur Kasse gebeten wird, wenn man mal nicht dran denkt. In Wiesbaden zum Beispiel ist man mit 50 Euro dabei: Link zur Internetseite des Wiesbadener Verkehrsunternehmens ESWE: https://www.eswe-verkehr.de/corona.html#heading-12290

  • Die vierte Impfung (=die Alternative zur Maske?)

    Was ist das für eine Partei, die maßgeblich dazu beigetragen hat, die Impfpflicht-Gesetzgebung zu boykottieren und deren Abgeordnete jubelnd aufspringen, wenn es darum geht, die Bevölkerung zur Kasse zu bitten, um die Militärausgaben zu erhöhen?

    Bleibt die Hoffnung, dass auch ohne Impfpflicht möglichst viele Menschen sich die vierte Impfung holen. Lauterbach hat heute dafür einen erneuerten und verbesserten Impfstoff angekündigt:

    "Bis zum Herbst soll jeder Bürger das Angebot für eine vierte Impfung bekommen. Dafür schafft der Bund für 830 Millionen Euro Impfstoff von Moderna an. Er soll gegen herkömmliche Varianten ebenso wirken wie gegen Omikron."

    FAZ vom 18.5.2022

    Corona im Herbst: Bundesregierung will vierte Impfung für alle
    Bis zum Herbst soll jeder Bürger das Angebot für eine vierte Impfung bekommen. Dafür schafft der Bund für 830 Millionen Euro Impfstoff von Moderna an. Er soll…
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