„Radmesser“ des Tagesspiegels, Unfälle im Längsverkehr

  • Jetzt Köln. Das mit den Bussen war aber teilweise noch hier:

    https://www.google.de/maps/@49…8o-_3Q!2e0!7i13312!8i6656

    Ein paar Busfahrer meinten, man dürfe dort kein Fahrrad fahren und haben mich täglich versucht zu belehren.

    Huh, da hätte ich mir aber auch eher eine Alternativstrecke gesucht. Im Wald nebenan z.B.

    Ich stürze mich ja durchaus furchtlos in den Fahrbahnverkehr in HH, aber mehrspurige Bundesstraße mit zHg 100 km/h? Nee, lass ma.

  • Huh, da hätte ich mir aber auch eher eine Alternativstrecke gesucht. Im Wald nebenan z.B.

    Ich stürze mich ja durchaus furchtlos in den Fahrbahnverkehr in HH, aber mehrspurige Bundesstraße mit zHg 100 km/h? Nee, lass ma.

    Aber gerade die Mehrspurigkeit ist doch der entscheidende Vorteil für den Kraftverkehr: Es kann problemlos überholt werden. Und durch den Fahrbahnteiler ist auch nicht mit Gegenverkehr zu rechnen. Was will das Kraftfahrherz mehr?

  • Richtig, die Straße ist breit genug für einen Radfahrer und zwei Autos. Ja sogar für ein Auto, einen Bus und einen Radfahrer. Lärm gibt es zwischendurch, wenn die Ampel vor dieser Straße grün schaltet. Danach ist erstmal Stille angesagt.

    Das Abdrängeln/Berühren dort war eine rein provokative Angelegenheit.

    (In der Gegenrichtung ist es nicht so angenehm zu fahren. Da behindert man den Verkehr als Radfahrer ordentlich, z.B. hier. Aber da fuhr ich nur zu Zeiten, zu denen kein Bus unterwegs war.)

  • Wir könnten ja mal zählen, wie viele Berührungen beim Überholen es bei uns schon gab.

    Ich komme da auf mindestens vier seit 2012 :rolleyes:


    Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht, der mich angesichts des Radweges und meines provokanten Fahrstils „mitten auf der Straße“ am Hamburger Jungfernstieg abgedrängt und anschließend ein bisschen vertrimmt hat (und auf meine Anzeige mit einer so genannten Gegenanzeige mit dem vollen Programm bis hin zur Vortäuschung einer Straftat antwortete):




    Dann der Handwerker, der mich frontal abdrängen wollte, weil er den Gehweg mit einem Radweg verwechselt und den morgendlichen Konsum von Kampfradlern-Artikeln in Abendblatt und Morgenpost nicht so ganz vertragen hat (und auf meine Anzeige mit einer so genannten Gegenanzeige wegen Sachbeschädigung und Beleidigung geantwortet hat):




    Dann der Busfahrer an der Kieler Straße, der mich anhupen und abdrängen wollte, weil ich nicht auf dem gesperrten Radweg durch die Baugrube gefahren bin — ganz in der Ferne kann man das Ende der Absperrung erkennen (sein Arbeitgeber hat ihn nach meiner Beschwerde zu einer kleinen Runde mit Kaffee und Keksen eingeladen, um noch mal über die Verkehrsregeln zu sprechen):




    Und dann vor ein paar Wochen ein „Auch-Radfahrer“, der mich innerhalb einer Kieler Fahrradstraße auf den „RAAAAAADWEEEEEEG“ verweisen wollte. Braucht man auch gar nicht erst zur Polizei tragen, wird eh eingestellt:



    Darf ich noch mal die Frage stellen, warum ich immer an die Falschen gerate? :/

  • Malte

    Hat den Titel des Themas von „„Radmesser“ des Tagesspiegels, Umfälle im Längsverkehr“ zu „„Radmesser“ des Tagesspiegels, Unfälle im Längsverkehr“ geändert.
  • Wir könnten ja mal zählen, wie viele Berührungen beim Überholen es bei uns schon gab.

    Ich fang mal an:

    1

    2 und eine beobachtete bei einer Radfahrerin vor mir. Seitdem ich in Köln wohne also ca. 18 Jahren. Einmal Rückspiegel- Lenker und einmal Pedale -Kotflügel. Beides ohne Sturz. Beinahe Berührungen: unzählbar.

  • Ein Unfall wäre überraschend gewesen.

    Nur mal angenommen, es hätte einen Unfall gegeben und wir betrachten das als repräsentativ. Bei 13.000 km. Ein Alltagsradler mit 50km/Woche würde dann alle fünf Jahre von einem überholenden Auto angefahren werden. In einem Radfahrerleben also 10 mal.


    1, 3, 0, 1, 0, 0, 1, 0, 2, 0, 0, 0, 12, 0, 4, 2

    Macht 1.6 Berührungen pro Teilnehmer der Umfrage, den Ausreißer hugo790 mitgerechnet.

    Scheint mit der Zahl "alle fünf Jahre" grob zusammenzupassen, zumindest von der Größenordnung her.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ich komme da auf mindestens vier seit 2012 :rolleyes:

    Moment, ich habe noch zwei Vorfälle aus der Schanzenstraße vergessen:


    vlcsnap-2016-09-23-18h33m27s366.jpg


    Beim ersten Foto fuhr ich zuvor auf der Fahrbahn und wollte auch nach der Kreuzung auf der Fahrbahn weiterradeln, zumal rechts neben mir gerade ein anderer Radfahrer fährt, das Ausweichen auf den Streifen für 50 Meter sich also allein deshalb verbot, beim zweiten Foto verengte sich die Fahrbahn und die Kraftfahrerhin zog mit ihrem SUV halt einfach nach rechts rüber.


    Bei beiden Berührungen stellte sich heraus, dass die Kraftfahrer vorsätzlich gehandelt hatten, um das Radfahren „trotz Radweg mitten auf der Straße“ zu maßregeln. Die beiden machten gegenüber der Polizei keinen Hehl aus ihrer Unkenntnis gegenüber den Verkehrsregeln und so lief das dann auf eine Art Putativnotwehr heraus: Die beiden gingen davon aus, dass ich auf dem Radweg hätte fahren müssen, so dass Vergeltungsmaßnahmen gerechtfertigt wären — denn: Wenn der Radfahrer sich nicht an die Regeln hält, dann darf er auch nicht erwarten, dass Kraftfahrer sich an die Regeln halten. Die Staatsanwaltschaft stellte beide Verfahren leider sehr schnell in Ermangelung öffentlichen Interesses ein, immerhin wurden auch die jeweiligen Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Beleidigung eingestellt — schließlich habe ich ja das gegnerische Auto berührt und Beleidigung ist halt immer plausibel bei solchen Vorfällen.


    Aber angesichts solcher Vorfälle wundere ich mich dann auch nicht, warum die meisten Radfahrer dort auf den untermaßigen Gehwegen herumkurbeln und lieber Fußgänger anklingeln, als sich mit womöglich renitenten Kraftfahrern herumzuärgern.

  • ich kann nicht sicher zählen, wie oft Kontakte im Längsverkehr vorkommen.


    3x im Jahr bestimmt

    dazu noch weitere x-mal im Jahr, bei denen ich durch vermutlich ordnungswidrige Wahl meiner Fahrlinie in der Mitte der Fahrspur gegen das Rechtsfahrgebot verstoße, aber ein Engüberholen verhindere. Lieber lass ich mich anpöbeln, als den Außenspiegel am Ellenbogen zu haben.


    Warum wird hier gleich noch nach Anzahl der "Kontakte" beim Überholen gefragt? Weils gar nicht so schlimm ist und "scheiße" ist immer nur dann, wenn ein Unfall passiert mit Sturz und mind. Sachschaden?

  • 3x im Jahr bestimmt

    dazu noch weitere x-mal im Jahr, bei denen ich durch vermutlich ordnungswidrige Wahl meiner Fahrlinie in der Mitte der Fahrspur gegen das Rechtsfahrgebot verstoße, aber ein Engüberholen verhindere. Lieber lass ich mich anpöbeln, als den Außenspiegel am Ellenbogen zu haben.

    Das wäre die Frage, die wohl noch eindeutig zu klären wäre. Ob das Mittigfahren wirklich dazu führt, seltener Kontakt mit Autofahrern zu haben?


    Mein erster Eindruck (als jemand, der wenn rechts frei ist(!), auch relativ weit rechts fährt) ist eher, dass einem das Mittigfahren grade dann nix nützt, wenn man auf diejenigen trifft, die allgemein besonders rücksichtslos unterwegs sind? Man vermeidet zwar in der Summe wohl öfter mal fahrlässiges Engüberholen von Tante Erna und Onkel Jupp - aber hat trotzdem Ärger grade mit den Asis, die sowieso vorsätzlich engüberholen...!? Weil die das Mittigfahren als "Provokation" betrachten.

  • Das wäre die Frage, die wohl noch eindeutig zu klären wäre. Ob das Mittigfahren wirklich dazu führt, seltener Kontakt mit Autofahrern zu haben?

    Gefühlt ja. Man muss aber soweit links fahren, dass Überholen vollkommen klar nicht möglich ist.

    Auch die allermeisten Asis fahren niemanden absichtlich über'n Haufen.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Man muss aber soweit links fahren, dass Überholen vollkommen klar nicht möglich ist.

    Für den Anfang ja. Wenn sich dann aber im weiteren Verlauf eine Möglichkeit ergibt...!? Und der hinter dir eh schon auf 180 ist, weil du so unverfroren bist, mitten in "seinem" Weg herumzuradeln...!?

    Auch die allermeisten Asis fahren niemanden absichtlich über'n Haufen.

    Natürlich nicht. Gibt ja hässliche Kratzer im Lack. Angstmachen durch enge Vorbeifahrt reicht ja. Ab und zu geht's dann aber halt schief - und der Radfahrer wird dann doch mind. vom Spiegel gestreift.

  • Für den Anfang ja. Wenn sich dann aber im weiteren Verlauf eine Möglichkeit ergibt...!?

    Wenn genug Platz ist, lasse ich überholen. Wenn nicht, dann halt nicht.



    Angstmachen durch enge Vorbeifahrt reicht ja. Ab und zu geht's dann aber halt schief - und der Radfahrer wird dann doch mind. vom Spiegel gestreift.

    Dann ist man zuweit rechts gefahren. Ist aber einfach gesagt als getan. Ich hatte bei meinem "Kontakt" auch eine Lücke übersehen, die der Idiot ausgenutzt hat.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ich fahre wie gesagt tendenziell eher rechts, mittig nur dann, wenn ich mich oder andere zu weit rechts gefährden würde. Ich fahr damit nun schon seit 20 Jahren kontaktfrei... Daher zweifle ich weiterhin an, dass allzu "übertriebenes" Mittigfahren wirklich viel bringt?


    Das entspricht auch simpler Logik - je weiter links man fährt, umso wahrscheinlicher ist im Falle eines besonders asozialen Hintermanns dann eben auch ein Kontakt.


    Ich glaube Thomas hatte das doch vor einer Weile hier mit "man wird am Ende nicht vom Mittelwert gestreift, sondern den extremen Ausreißern" zusammengefasst?