Beiträge von timte

    Und Merkel? Ich weiß gar nicht, wann ich sie vor ihrer Ansprache letzte Woche überhaupt noch wahrgenommen habe. Nach meinem Gefühl ist sie vollkommen von der Bildfläche verschwunden, was natürlich auch daran liegen mag, dass ich keinen direkten Blick aufs politische Parkett habe, sondern alles nur durch die Filter der Nachrichten wahrnehme.

    Ich finde Merkels Art eigentlich sehr angenehm. Sie spielt sich nicht in den Vordergrund und macht einen auf martialisch um einen politischen Nutzen aus der Krise zu ziehen, wie so viele andere. Sie bespricht z.b. mit dem Gesundheitminister welche Massnahmen umgesetzt werden müssen und der erledigt seine Aufgabe und stellt sich vor die Presse.

    Merkel muss medial nicht präsent sein, es reicht wenn sie ihren Job macht und ich finde es eigentlich ganz Vernünftig wie sie das grad macht.

    Also ich mache im Alltag alles mit dem Rad. Arbeitswege, Freizeitwege, einkaufen mit dem Hänger und hin und wieder leihe ich mir ein Lastenrad für größere Besorgungen.

    Im Sommer mache ich immer mit meinem Sohn eine Radwandertour.

    Ansonsten schwinge ich mich auch gern mal aufs Rad um einfach nur mal den Kopf frei zu kriegen.

    Bei uns ist geplant den ohnehin anstehenden Kozeptionstag vorzuziehen und zwei Tage draus zu machen.

    Gestern und heute erstmal Grundreinigung.

    Außerdem erstellen wir Newsletter mit Spiel und Lernvorschlägen für die Kinder zuhause.

    Geplant ist auch ein Einkausdienst für Menschen die nicht mehr so einfach aus dem Haus kommen. Wir überlegen auch, wie wir die freigewordenen Kapazitäten der Küche sinnvoll nutzen können. Vielleicht um Essen für die Menschen zu kochen, die sich garnicht mehr aus dem Haus trauen (können). Da unsere KiTa zu einem Bürgerzentrum gehört in dem es auch einen gut besuchten Seniorenbereich gibt, könnte da Bedarf bestehen.


    Vielleicht ist aber auch das, was wir heute planen morgen schon wieder obsolet.


    Bei einigen Kindern mache ich mir tatsächlich Sorgen, wie sie demnächst zurück kommen, aber auch nicht mehr wie zu normalen Ferienzeiten.

    Den Kindern grundsätzlich mehr Gehör zu verschaffen finde ich immer gut. In diesem Fall wird den Kindern aber ja nichts verwehrt was andere bekommen. Wir müssen ja alle Zuhause bleiben.

    Die Eltern die ihr Kind eh immer vor dem Fernseher oder Computer parken, werden das auch jetzt wieder tun und diejenigen die sich gern und viel mit ihren Kindern beschäftigen, werden versuchen, dass auch in dieser Zeit zu tun.

    Wir scherzen schon über die Zuckerjunkies mit viereckigen Augen, die demnächst die Kita stürmen, aber ganz ehrlich, so schlimm sind die Eltern dann auch nicht.


    Die Spielplatzschliessungen halte ich eher für sinnvoll, wenn auch ätzend. Das konnte man gestern von unserer Kita aus beobachten, wie auf dem proppevollen öffentlichen Spielplatz nebenan sich die Hälfte unserer Kinder zusammen mit anderen tummelte. Da mischen sie fröhlich die Keimmilieus. Da ist die Übertragungsrate vermutlich höher als wenn die Kinder weiter in die Kita gehen würden.

    Es muss ja auch nicht gleich der Wald sein, Kinder finden eigentlich überall was zu spielen, das kann auch eine Brachfläche oder ein Hinterhof sein. Zeit für die Eltern kreativ zu werden.

    Eine Zeiteinteilung der Spielplatzzeiten ist theoretisch eine gute Idee, kann aber praktisch eigentlich nur scheitern. Ich lasse mich da aber gern eines besseren belehren. Wenn du es schaffst einen sinnvollen Nutzungsplan für einen öffentlichen Spielplatz zu erstellen an den sich auch alle halten, ist dir meine Bewunderung gewiss.

    Kita Spielplätze gehen leider nicht. Es gilt ein Betretungsverbot für Eltern und Kinder. Wir dürfen Z.zt niemanden hinein lassen. Nich mal Eltern die noch kurz etwas abholen müssen.

    Ich bin auch Erzieher und mein manchmal scherzhaft geäußertes: " Was hab ich einen schönen Job, wenn nur die Kinder nicht wären" kann ich jetzt mal ausprobieren. Wir sind jetzt täglich von 10 -15 Uhr auf Arbeit und machen jetzt mal alles was sonst so liegen bleibt.

    Ab nächster Woche sollen wir dann ein Kind betreuen. Der übliche Betreuungsschlüssel, 8:1, nur diesmal andersherum.

    Und wenn der Bericht aus der Kölnischen Rundschau zutrifft, dann scheint es zumindest die britische Regierung nicht für nötig zu halten, solche Veranstaltungen abzusagen, bzw. Empfehlungen auszusprechen, bzw. Maßnahmen zu ergreifen, die dazu führen, dass solche Veranstaltungen abgesagt werden, bei denen eine hohe Ansteckungsgefahr besteht.

    Ist jetzt auch schon wieder überholt. Zeit.de

    Und ich nenne diese Strategie fatalistisch.

    Du musst schon genau bleiben. In dem Post auf den ich geantwortet habe, nennst du die britische Strategie der Durchseuchung fatalistisch.

    Darauf habe ich geantwortet, dass diese Strategie auch hier angewendet wird und die einzig vernünftige ist.


    Nun behauptest du, die Strategie sei unterschiedlich, weil sich die getroffenen Maßnahmen unterscheiden.


    Also was stört dich genau?

    Stört es dich, dass die Briten ebenso wie wir auf eine langsame Durchseuchung setzen, oder hältst du die Maßnahmen, die die britische Regierung dazu ergreift für unzureichend?

    Wo wir gerade bei den Populisten sind:

    "Anders als China will die britische Regierung die britische Bevölkerung bewusst an dem Virus erkranken lassen, damit sie langfristig Immunität gegen das neue Virus aufbaut. Werde die Bevölkerung nur einige Wochen zu Hause eingesperrt, sei nichts gewonnen, meinte Vallance. Im Gegenteil: Sobald die Quarantäne aufgehoben sei, breche das Virus wieder aus. Die Epidemie müsse so gesteuert werden, dass die Bevölkerung durch die Krankheit geschleust werden könne, ohne dass das Gesundheitssystem zusammenbreche." Quelle: Zeit online vom 13.3.2020: Boris Johnson: Bloß nicht zu früh in Quarantäne https://www.zeit.de/politik/au…?utm_source=pocket-newtab

    Das ist doch aber die Gleiche Strategie die wir hierzulande auch fahren. Ich halte das auch für vernünftig. Den Virus unter Kontrolle hätte man mit viel Glück ganz zu Anfang bekommen können, als er noch auf lokaler Ebene in China aufgetreten ist.

    Jetzt ist er halt in der Welt und es geht im Grunde nur darum die Krankheitswelle zu verlangsamen.

    Der Virus wird auch nicht mehr verschwinden, da ist es ganz egal welche Massnahmen man jetzt noch trifft.

    Eine Durchseuchung der Gesellschaft ist unumgänglich, wir müssen jetzt halt nur zusehen, dass die Risikogruppen möglichst nicht betroffen sind. Falls doch, und auch das ist kaum zu vermeiden, dann in einer Anzahl die unser Gesunheitssystem auffangen kann.

    Das Virus ist da und Menschen werden daran sterben. Wieviele, hängt mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit und der damit einhergehenden Kapazität der medizinischen Versorgung für schwer Erkrankte zusammen.

    Die Hoffnung für die Zukunft liegt einerseits in einem noch zu entwickelnden Impfstoff und andererseits in der Annahme, dass Menschen die einmal erkrankt waren, entweder Immun sind, oder zumindest ein auf diese Krankheit trainiertes Immunsystem haben und so die Krankheit weit besser überstehen.

    Ich halte das für die bessere Strategie, denn selbst wenn das Unwahrscheinliche gelänge und man Corona komplett aus seinem Land fern halten könnte, müsste man die dazu notwendigen Massnahmen quasi unbegrenzt verlängern, damit es auch dabei bleibt.

    Das mit dem Toilettenpapier ist ein Ding, das ich echt nicht verstehe. Aber es gibt Menschen, die sich wirklich darum streiten:


    Heute war ich auch kurz einkaufen und bei uns waren die Regale auch leer. Nudeln, Reis, Mehl, Hefe ( wir wollten Pizza machen) Sonnenblumenöl, Magarine und Klopapier war alles weg.

    Bin dann kurz in ein Gespräch mit zwei Mitarbeitern eingestiegen, die es mit Galgenhumor nahmen. Die erzählten dann auch die Anekdote der zwei Kunden, die sich gestern im Markt um das Mehl geprügelt haben.

    Wenn jetzt eine Hungersnot wäre, könnte ich das ja noch verstehen, aber der Supermarkt ist ja ansonsten noch voll mit Lebensmitteln.

    Die Menscheit ist wohl tatsächlich immer nur zwei warme Mahlzeiten von der Barbarei entfernt.

    Ich nutze mittlerweile unseren alten Kinderanhänger als Lastenanhänger und bin heilfroh, mich damals für das teuerste Modell entschieden zu haben. Mit der stabile n Aluwanne kann man auch mal was schweres reinwuchten ohne Angst haben zu müssen, dass etwas kaputt geht.

    Der Kindercar Anhänger tut seit fast 10 Jahren zuverlässig seinen Dienst. Hab ihm bisher einmal neue Mäntel gegönnt und vielleicht 3 Mal einen Platten gehabt.

    Die Firma stellt auch Transportanhänger her, ist aber vermutlich nicht die Preisklasse die du suchst.

    Man bekommt allerdings sehr gute Qualität fürs Geld und die Anhänger sind extrem leichtläufig.

    Ich hab auch noch einen zweiten, den ich noch nicht fertig gemacht habe. €25 auf eBay Kleinanzeigen. Im Grunde nur ein Rahmen mit Rädern. Werde mir noch eine Wetterfeste Platte drauf montieren und eine Anhängerkupplung besorgen, dann ist der für Besorgungen auf kurzen Wegen gut genug.

    Bei Kleinanzeigen kann man hin und wieder mal echt Glück haben und billig etwas schießen. Wenn du dann noch etwas handwerklich Geschick hast, kannst du dir den nach Bedarf umbauen.

    Straße gesperrt -> Mehr Lebensqualität

    https://www.ksta.de/koeln/inne…lebensqualitaet--36367720

    Da ich in unmittelbarer Nähe der Inneren Kanalstrasse arbeite, kann ich das voll und ganz bestätigen. Es ist zwar nicht der gesperrte Teil, aber natürlich hat die Teilsperrung auch auf den weiteren Verlauf der Inneren seine Auswirkungen.

    Kommt hin und wieder mal vor, dass die Innere gesperrt werden muss, wegen Demos, Unfällen usw. . Jedes Mal bin ich wieder erstaunt, wie entspannend das Fehlen des Lärmes ist, den man sonst bewusst fast garnicht mehr wahrnimmt.

    Lärm ist Stress und das ewige "Grundrauschen" hat Auswirkungen, die man erst bewusst bemerkt wenn es auf einmal fehlt.

    ja ganz unglücklich. Diese Radfahrer haben auch immer so viele herausragende Teile, an denen man sich verfangen kann. Letztens erst wieder ein Lkw mit seinem Reifen am Oberkörper eines Radfahrers hängen geblieben..... Sarkasmus off <X

    Die Presse ist manchmal wirklich nur noch zum Reinschlagen. Die Überschrift soll wohl Schadenfreude erzeugen.

    Tatsächlich ist die Staatsanwaltschaft zuerst in Berufung gegangen. Dem hat sich der Autofahrer quasi nur angeschlossen, da er sich davon eine bessere Position im Berufungsprozess versprochen hat.

    Danke für die Ergänzung.

    Mein erster Gedanke war: "Was für ein A...., kommt mit 200€ davon und selbst das ist ihm zuviel."

    Du hast Recht, so eine Info wegzulassen um beim Leser ein wohliges Gefühl der Schadenfreude zu erzeugen ist das Letzte.

    Und das geht, ohne seine Personalien anzugeben?:/

    Dreistigkeit siegt.

    Geht halt nur so lange bis die Polizei merkt was für ein Spiel gespielt wird und die Beamten entsprechend sensibilisiert sind. Dafür muss aber erstmal jemand sein Fahrrad als gestohlen melden UND ein Beamter einen Zusammenhang zwischen dem "Helfe Bürger in der Not" -Einsatz und dem Diebstahl herstellen.

    Da bei Fahrraddiebstählen jetzt,sagen wir mal, nicht allzu intensiv ermittelt wird und Viele einen Fahrraddiebstahl nicht anzeigen, kann das eine Weile gut gehen.

    Muss man auch erstmal drauf kommen, dass jemand die Polizei ruft um vor deren Augen einen Diestahl zu begehen.


    Ich hatte vor Jahren mal die Situation, dass ich meinen Schlüssel verloren hatte.

    Es war Spätabends und weil grad zufällig ein Streifenwagen an der Straße stand hab ich die beiden Beamten kurzerhand angesprochen und gefragt, ob sie ein Werkzeug in ihrem Wagen hätten mit dem ich das Schloss knacken könnte.

    Die waren sehr hilfsbereit, hatten aber leider nur eine Kombizange an Bord und wir waren uns einig, dass man für mein Schloss mindestens einen Bolzenschneider bräuchte.

    Ich hatte aber das Gefühl, dass die mir auch damit geholfen hätten, wenn sie einen gehabt hätten.


    Ich hab damals noch mit meiner Frau gescherzt, was für eine grandiose Masche das wäre, so Fahrräder zu stehlen.


    Im Nachhinein betrachtet, war das natürlich eine saudumme Idee die beiden Beamten anzusprechen und wären die nicht so gutgläubig und entspannt gewesen, hätte das noch ein "lustiger" Abend werden können.


    Einem Bekannten ist mal ein Fahrrad gestohlen worden, dass er neben einer Baustelle abgeschlossen hatte. Er hat die Bauarbeiter gefragt, ob sie wüssten wo das Fahrrad sei, in der Hoffnung, es wäre von Ihnen auf Grund der Bauarbeiten entfernt worden.

    Die Bauarbeiter erzählten ihm dann stolz, wie sie am Vortag dem verzweifelten "Besitzer" des Fahrrads geholfen hatten das Schloss zu knacken. Sie hatten es kurzerhand abgeflext.

    Der "Besitzer" war wohl so einnehmend und überzeugend, dass die Männer nicht mal den Hauch eines Verdachts verspürt haben.

    Wenn Touristenströme und Fahrradverkehr zusammen geführt werden passiert sowas.

    Wenn ich ein bisschen Brooklyngefühl haben möchte, fahr ich über die Hohenzollern Brücke in Köln.

    Ich muss mich dann immer ein bisschen entspannen. Die Touristen können ja am wenigsten für die bescheuerte Infrastruktur.

    Danke für die Fotos zud_ritt .

    Hätte natürlich heißen müssen: " Eigene Infrastruktur für Fahrräder habe ich kaum gesehen".

    Ich war auch nur eine Woche da und bin nur an drei Tagen dort Fahrrad gefahren.


    Ansonsten decken sich unsere Beobachtungen. Ich hab auch nur in Osaka wild parkende Fahrräder gesehen. Ich hab direkt mal bei meiner japanischen Schwägerin nachgehakt. Sie meinte die Menschen in Osaka würden allgemein als unhöflich und wenig diszipliniert gelten. Originalzitat: "Stell dir Tokyo und Osaka vor wie München und Berlin. Osaka ist Berlin ":D

    Von Fahrradparkplätzen habe ich auch einige gesehen. Von der normalen Abstellanlage, über bewachte Parkplätze, bis zum vollautomatischen Fahrradparkhaus. Die letzteren Beiden natürlich nur gegen Geld.

    Letzteres ist wirklich so. Was mich persönlich genervt hat: Sobald Gehwege existieren, werden diese zum Radfahren benutzt. Keine Ahnung, eventuell ist das auch Pflicht, ich weiß es nicht, aber es hat hart genervt.

    Ging mir genauso. Wir haben uns in Hiroshima und in Osaka Räder geliehen und überall waren die Räder auf dem Gehweg unterwegs. Wir haben es dann bis auf ein paar Ausnahmen auch so gemacht.

    Eigene Infrastruktur für Fahrräder gibt es gar nicht. Einzig in Hiroshima habe ich mal 200 m Radweg gesehen. Der wurde aber von allen ignoriert.

    Die Parkplatzpflicht nimmt dem Individualverkehr eine ganze Menge an Attraktivität. Wahrscheinlich einer der Gründe warum in Japan so wenig Autos, aber auch so wenig Fahrräder unterwegs sind.

    Wie auch immer, das Strassenbild ohne Autos hab ich jedenfalls, nachdem es mir aufgefallen ist, bewusst genossen. Jedes Mal wenn ich auf die Strasse trat, dachte ich "wow, ist das leer und entspannt hier."

    Ein Gefühl das ich dafür im ÖPNV Japans dann schnell wieder verloren habe:D.

    Es ist aber trotzdem ein völlig anderes Gefühl dort im Straßenverkehr unterwegs zu sein. In Deutschland wird uns schon sehr früh eingeprägt wie Gefährlich es auf der Strasse ist. Mit genau diesem Gefühl verlassen wir hier auch das Haus. In Japan habe ich dieses Gefühl ganz schnell abgelegt.

    Wie eine Maus die auf einmal feststellt, dass sie sich nicht mehr unter Katzen befindet.

    Man glaubt garnicht wie entspannend es sein kann, nicht mehr in ständiger Habacht unterwegs sein zu müssen.