Beiträge von timte

    Wenn Touristenströme und Fahrradverkehr zusammen geführt werden passiert sowas.

    Wenn ich ein bisschen Brooklyngefühl haben möchte, fahr ich über die Hohenzollern Brücke in Köln.

    Ich muss mich dann immer ein bisschen entspannen. Die Touristen können ja am wenigsten für die bescheuerte Infrastruktur.

    Danke für die Fotos zud_ritt .

    Hätte natürlich heißen müssen: " Eigene Infrastruktur für Fahrräder habe ich kaum gesehen".

    Ich war auch nur eine Woche da und bin nur an drei Tagen dort Fahrrad gefahren.


    Ansonsten decken sich unsere Beobachtungen. Ich hab auch nur in Osaka wild parkende Fahrräder gesehen. Ich hab direkt mal bei meiner japanischen Schwägerin nachgehakt. Sie meinte die Menschen in Osaka würden allgemein als unhöflich und wenig diszipliniert gelten. Originalzitat: "Stell dir Tokyo und Osaka vor wie München und Berlin. Osaka ist Berlin ":D

    Von Fahrradparkplätzen habe ich auch einige gesehen. Von der normalen Abstellanlage, über bewachte Parkplätze, bis zum vollautomatischen Fahrradparkhaus. Die letzteren Beiden natürlich nur gegen Geld.

    Letzteres ist wirklich so. Was mich persönlich genervt hat: Sobald Gehwege existieren, werden diese zum Radfahren benutzt. Keine Ahnung, eventuell ist das auch Pflicht, ich weiß es nicht, aber es hat hart genervt.

    Ging mir genauso. Wir haben uns in Hiroshima und in Osaka Räder geliehen und überall waren die Räder auf dem Gehweg unterwegs. Wir haben es dann bis auf ein paar Ausnahmen auch so gemacht.

    Eigene Infrastruktur für Fahrräder gibt es gar nicht. Einzig in Hiroshima habe ich mal 200 m Radweg gesehen. Der wurde aber von allen ignoriert.

    Die Parkplatzpflicht nimmt dem Individualverkehr eine ganze Menge an Attraktivität. Wahrscheinlich einer der Gründe warum in Japan so wenig Autos, aber auch so wenig Fahrräder unterwegs sind.

    Wie auch immer, das Strassenbild ohne Autos hab ich jedenfalls, nachdem es mir aufgefallen ist, bewusst genossen. Jedes Mal wenn ich auf die Strasse trat, dachte ich "wow, ist das leer und entspannt hier."

    Ein Gefühl das ich dafür im ÖPNV Japans dann schnell wieder verloren habe:D.

    Es ist aber trotzdem ein völlig anderes Gefühl dort im Straßenverkehr unterwegs zu sein. In Deutschland wird uns schon sehr früh eingeprägt wie Gefährlich es auf der Strasse ist. Mit genau diesem Gefühl verlassen wir hier auch das Haus. In Japan habe ich dieses Gefühl ganz schnell abgelegt.

    Wie eine Maus die auf einmal feststellt, dass sie sich nicht mehr unter Katzen befindet.

    Man glaubt garnicht wie entspannend es sein kann, nicht mehr in ständiger Habacht unterwegs sein zu müssen.

    "Noch um 1950 war es den meisten Autobesitzern kaum vorstellbar, ihr Auto einfach auf der Straße abzustellen. Zum Auto gehörte eine Garage. Wer keine hatte, der mietete einen Parkplatz".


    Zeitzeugen dieses Autoparken-Verhaltens werden inzwischen um die 80 bis 90 Jahre alt sein, sofern sie die 50er und 60er Jahre als 20 bis 30jährige erlebt haben.

    In Japan ist das bis heute so.

    Obwohl japanische Großstädte sich nicht besonders von Europäischen unterscheiden kamen mir die japanischen Städte irgendwie anders vor, als ich vor drei Jahren da war.

    Mir ist sofort aufgefallen, dass es weniger MIV gibt, aber mir ist erst nach einigen Tagen aufgefallen, was mich so irritiert hat.

    Keine parkenden Autos auf der Strasse! Nirgendwo!

    Es gab hier und da Parkplätze und Parkhäuser, aber die Strassen war herrlich leer und alles kam mir wesentlich großzügiger Gestaltet vor.

    Der Nachteil: Für Fahrräder gilt dasselbe. Als wir uns Fahrräder ausliehen wurden wir sofort darauf hingewiesen unsere Räder nur in dafür gekennzeichneten Bereichen abzustellen, da wir sonst "abgeschleppt" werden würden.

    Gibt es ja so ähnlich schon. Bei uns in der Nachbarschaft steht so ein Fahrrad- EAuto-Hybrid. Während dem Fahren kann man durch pedalieren die Akkus weiter aufladen. Sieht ein bisschen aus wie ein Velomobil in größer.

    Mir gefällt diese Terminologie und Einordnung überhaupt nicht. Etwa 2 Wochen im Jahr mache ich mit meinem Sohn eine Radwanderung. Dann bin ich ein "Torkelradler" der rücksichtslos auf "seinem" Wegelchen unterwegs ist und sich devot dem Autoverkehr unterordnet.

    Den Rest des Jahres nutze ich mein Fahrrad für alles andere, auch auf der Fahrbahn und bin dann was?

    Das bringt uns doch nicht weiter.

    Wege wie die Siegtalroute u.a. sind für Touristen/ Radwanderer. Dafür sind sie auch gut( mit viel Luft nach oben). Daneben gibt es halt auch noch die Menschen die nicht touristisch unterwegs sind und ein Interesse haben so schnell und sicher wie möglich von A nach B zu kommen.

    Politiker neigen dazu diese Gruppen gegeneinander auszuspielen indem sie Forderungen nach Radinfrastruktur oder Tempolimits von Radfahrern entgegnet:"Aber wir haben doch diesen schönen xy-Radweg warum benutzt ihr nicht den".

    Wir sollten das Spiel aber nicht mitspielen.

    Beide Gruppen haben ein berechtigtes Interesse an "ihre" Infrastruktur.

    Wobei das ja auch keine klar abgenzbaren Gruppen sind. Wie in meinem Fall sind Freizeitradler auch mal Alltagsradler.

    Diese Diffamierungen gegenüber anderen Radfahrern finde ich ehrlich gesagt daneben.

    Jemand anderen zu beleidigen führt nie irgendwo hin. Das gilt für "Torkelradler" genauso wie für "Dosentreiber" oder "Kampfradler".

    Freizeitradler nehmen einem auch nichts weg. Wenn eine Radroute für Freizeitradler gebaut wird aber für die Alltagsradler nichts gemacht wird, ist das wohl kaum die Schuld der Freizeitradler.

    Gut finde ich auch den Hinweis rechts: " Kein Radweg/schmaler Streifen bei hohem Verkehrsaufkommen "

    Die warnen einen vor ihrer eigenen Infrastruktur.

    Sowas ähnliches kenne ich aus dem Siegtal. Dort mit der expliziten Aufforderung doch für die nächsteTeilstrecke den Zug zu nehmen, weil keine Radroute vorhanden ist. Ich glaube irgendwo zwischen Betzdorf und Wissen.

    Meiner Meinung nach hat eine Beleuchtung mit Nabendynamo nur Vorteile. Bei richtiger Montage braucht man sich um die Beleuchtung keine Sorgen mehr machen. Man setzt sich aufs Rad und fährt los.

    Kein "Mist, ich hab vergessen die Akkus zu laden" oder " Wo hab ich nur die Lampen hingelegt", wenn man eh schon spät dran ist.

    Und auch kein "Die Akkus geben langsam den Geist auf, ich muss zusehen, dass ich nicht länger als eine Stunde unterwegs bin".

    Ich spendiere seit Jahren jedem meiner Räder eine vernünftige Lichtanlage und hab es noch nie bereut.

    Als mein Sohn sein neues Rad bekam und noch keine richtige Beleuchtung dran verbaut war, haben wir das mit Akkulichtern überbrückt und ich habe mich schon nach kurzer Zeit gefragt, warum sich das überhaupt jemand freiwillig antut.

    Der einzige Haken ist der relativ hohe Anschaffungspreis eines guten Nabendynamos +Licht.

    Ich glaube aber, dass es sich trotzdem auf Dauer lohnt. Eine gute Akkuleuchte ist auch nicht billig und wie man sieht auch alle paar Jahre erneut fällig. Die Nabendynamo die ich fahre, nutze ich alle seit vielen Jahren und tlws. sind sie auf neue Räder "umgezogen".

    In den letzten ca 8 Jahren hatte ich nur einmal ein defektes Rücklicht und musste es austauschen. Ansonsten mal ein abgebrochenes Steckerchen oder so, aber nichts kostspieliges oder kompliziertes was ich nicht schnell selbst reparieren Könnte.


    Und besser für die Umwelt ist es auch.

    Ich hab sogar damals eine Stromweiche mit Steckanschluss selbst zusammengelötet um das Rücklicht unseres Kinderanhängers mit Strom vom Nabendynamo zu versorgen. Diese andauernde "Akkusorge" ist mir einfach zu nervig.

    Mein Rat: Kauf dir einen vernünftigen Nabendynamo!

    Ich hab da "meine" Marke gefunden, bei der ich gute Erfahrungen vor allem zu Thema "leichtläufigkeit und Leistung VS. Preis" gemacht habe, aber wenn Leichtläufigkeit nicht so wichtig ist, geht auch ein günstiger Shimano Allerweltsdynamo.

    Selbst einspeichen senkt den Preis natürlich und ist auch nicht allzu schwer.


    Edit: bei einem Bahnhofsrad, würde ich mich für die günstigere Variante entscheiden;)

    Ein Artikel der mit der Behauptung beginnt, dass es mehr Radwege geben muss, weil so viele Radfahrer getötet werden und in der Aussage gipfelt, dass ein Radweg ohne Schild kein Radweg sei. Wohin mit dem Rad? auf ZeitOnline.

    Wie soll es der gemeine Radfahrer verstehen, wenn nicht mal Journalisten nach "hüstel" gründlicher Recherche es richtig wiedergeben können.

    das fasst doch die aktuelle Verkehrspolitik ganz passend zusammen.

    Fahrradfahrer haben Vorfahrt. Allerdings auf eigene Gefahr und durch ein Minenfeld.