Woche 45 vom 05. bis 11. November 2018

  • Man könnte auch einfach mal fragen: Wer macht denn so alles einen Führerschein? Bei durchschnittlich 782.000 Geburten (1993-2000) waren es im Jahr 2017 ca. 830.000 Führerscheine bei 17-25-jährigen. Ein Abgesang sieht anders aus. Vielleicht wird ja auch die Fahrprüfung immer schwerer oder die Leute immer dümmer bzw. immer weniger der deutschen Sprache mächtig:

    https://www.tagesspiegel.de/we…ie-pruefung/21244016.html

  • Noch eine Woche fahren 100 freiwillige Radfahrer für das Tagesspiegel-Projekt „Radmesser“ durch die Stadt und messen, wie dicht Autofahrer überholen. Aus jedem Bezirk haben wir einem Teilnehmer drei Fragen gestellt: warum er beim Projekt mitmacht, was die gefährlichsten Strecken sind und was er sich von der Politik wünscht.

  • Im Umfeld gab es ein Interview mit den Verantwortlichen. Dabei fiel eine Aussage, die mich hellhörig gemacht hat. Sinngemäß:

    "Keiner von uns kann den Überholabstand beim Radfahren wirklich gut einschätzen. Gemessene Fakten und gefühlter Abstand sind sehr unterschiedlich.".

    Das kann ja alles bedeuten von "alles halb so wild" und "viel schlimmer als Radfahrer denken".


    Ich bin wirklich gespannt auf die Ergebnisse am Ende.

  • Interessant wäre auch, das subjektive Empfinden mit den Messwerten abzugleichen. Da wird man vermutlich eine große Bandbreite finden: Während manche Radfahrer bereits einen Überholvorgang mit 1,60m Seitenabstand als "Nahtoderlebnis" empfinden, sind andere vermutlich unempfindlicher. Einige empfinden es ja bereits als zu gefährlich, dass sie überhaupt auf einer Fahrbahn von Kfz und LKW überholt werden.


    Mir persönlich macht es mittlerweile nicht mehr viel aus, wenn ich mit weniger als 1,5m Abstand überholt werde, solange der Abstand konstant bleibt und der Überholer nicht vor mir dicht macht. Viele Autofahrer unterschätzen vermutlich meine Geschwindigkeit und daher kommt es regelmäßig zu knappen Überholmanövern, die nicht rechtzeitig vor dem Gegenverkehr beendet werden. Und es kommt natürlich regelmäßig zu völlig sinnlosen Überholvorgängen, nach denen der Überholer an der nächsten Kreuzung/Ampel sowieso wieder vor mir steht.

  • Man könnte auch einfach mal fragen: Wer macht denn so alles einen Führerschein? Bei durchschnittlich 782.000 Geburten (1993-2000) waren es im Jahr 2017 ca. 830.000 Führerscheine bei 17-25-jährigen. Ein Abgesang sieht anders aus. Vielleicht wird ja auch die Fahrprüfung immer schwerer oder die Leute immer dümmer bzw. immer weniger der deutschen Sprache mächtig:

    https://www.tagesspiegel.de/we…ie-pruefung/21244016.html


    Mein Vorschlag: Denb Führerschein mit einem Ablaufdatum versehen. Zum erneuern alle 5 Jahre auf eine Schulung wo die neusten Reglungen und die am wenigsten bekannten Reglungen bei gebracht werden, plus eine erneute Fahrprüfung. Das ganze unabhängig vom Alter.


    Viele Gefahren durch Unwissenheit würden verschwinden und unfähige Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

  • Mein Vorschlag: Denb Führerschein mit einem Ablaufdatum versehen. Zum erneuern alle 5 Jahre auf eine Schulung wo die neusten Reglungen und die am wenigsten bekannten Reglungen bei gebracht werden, plus eine erneute Fahrprüfung. Das ganze unabhängig vom Alter.

    Halte ich dann doch für arg überzogen, weil sich alle X Jahre dein notwendiges Wissen nicht komplett verabschiedet. Die Mehrheit verhält sich ja überwiegend regelkonform und gewinnt durch die stetige Teilnahme am Straßenverkehr an nicht unwichtiger Erfahrung. Ich hielte einen verpflichtenden Kurs alle 5 Jahre für ausreichend. Wer ihn schwänzt, kriegt 'ne saftige Geldbuße und ein Fahrverbot.

    Viele Gefahren durch Unwissenheit würden verschwinden und unfähige Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

    Sie werden ja nicht "aus dem Verkehr gezogen". Keinen Führerschein zu besitzen, hält besonders Unbelehrbare auch nicht davon ab, Auto zu fahren. Ich verweise auf die regelmäßigen Meldungen, bei denen bei einer Routinekontrolle dann mal wieder ein 60-jähriger erwischt wird, der seit 42 Jahren ohne Führerschein Auto fährt. Ich bin 15 Jahre lang (nicht wenig) Auto gefahren - und musste meinen Führerschein nur ein einziges Mal bei der Wiedereinreise aus der Schweiz einem deutschen Bundespolizisten vorzeigen...

  • Mein Vorschlag: Denb Führerschein mit einem Ablaufdatum versehen. Zum erneuern alle 5 Jahre auf eine Schulung wo die neusten Reglungen und die am wenigsten bekannten Reglungen bei gebracht werden, plus eine erneute Fahrprüfung. Das ganze unabhängig vom Alter.

    Viele Gefahren durch Unwissenheit würden verschwinden und unfähige Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

    Eine Notwendigkeit für eine Nachschulung sehe ich nicht. Schließlich ist man auch jetzt schon verpflichtet sich auf dem Laufenden bezüglich neuer Regelungen zu halten. Prüft halt nur keiner nach. Deshalb wäre eine Überprüfung alle fünf Jahre sicherlich sinnvoll. Allerdings auch nur im Zusammenhang mit Überprüfungen im Verkehr.


    Die einzigen, die regelmäßig meinen Führerschein sehen wollen sind die Leute von der Autovermietung und die Verwaltung bei uns in der Firma. Und letztere auch nur, weil die Leute von der Autovermietung das gerne so möchten.

  • neunetz.com - Die deutsche Autobranche vor dem Abstieg

    Das Problem ist, dass die deutsche Politik nachwievor viel zu nachsichtig mit den deutschen Automobilherstellern ist. Das geht nicht nur zu Lasten der Konsumenten und unbeteiligter Dritter (Stichwort Dieselbetrug), sondern senkt den Druck für die Autohersteller in ihrem Heimatmarkt zu stark. Sie brauchen aber den Druck, um sich für die (globale E-)Zukunft konkurrenzfähig aufzustellen, solang sie noch die Ressourcen dafür haben.

  • Das Problem sind die Kunden. VW hat in diesem Jahr wohl in einigen Monaten in Deutschland mehr Touran als Golf verkauft. Der Trend zu größeren und sinnloseren Autos ist ungebrochen. Soll man einem Industrieunternehmen vorwerfen, die Nachfrage zu bedienen? Wir haben keine Planwirtschaft, wo der Staat den Unternehmen vorschreiben kann, was sie produzieren sollen.


    Der Druck muss auf die Verbraucher (Autokäufer) wirken, indem ineffiziente und schmutzige Fahrzeuge höher besteuert werden und sich darüber die Nachfrage verändert. Es müssen die Alternativen stärker gefördert werden, damit die Leute gar kein eigenes Auto mehr brauchen (oder im ersten Schritt schon mal nicht mehrere pro Haushalt). Es muss bequemer und einfacher sein, auf das eigene Auto zu verzichten anstatt eines zu besitzen. Welche Regierung sollte das aber gegen die Interessen der Autolobby und der autoverrückten Deutschen durchsetzen? Das würde wohl nicht einmal passieren, wenn die Grünen bei der nächsten Wahl die absolute Mehrheit erreichen würden.

  • Wir haben keine Planwirtschaft, wo der Staat den Unternehmen vorschreiben kann, was sie produzieren sollen.

    Siehe beispielsweise Glühlampen...

  • Der Touran basiert auf der gleichen Plattform, ist allerdings mind. 200kg schwerer

    Der Touran wiegt leer 1.436 bis 1.615 kg.

    Der Golf wiegt als Kombi 1.285 bis 1.574 kg.


    Der Laderaum ist beim Touran weit größer als beim Golf.


    Eigentlich müsste man den Touran daher mit dem Passat Kombi vergleichen: 1.367-1.776 kg.


    (Davon abgesehen scheint der Touran auch für Leute in Frage zu kommen, die sich vor seiner Existenz einen VW-Bus hätten zulegen müssen ...)

  • Zur Abwechslung mal eine gut geschriebene Pressemittleilung zu einem Pkw/Rad-Unfall:

    Link

    Die Überschrift suggeriert einen Alleinunfall.


    Bessere wäre:

    Zitat

    Berkheim - Radfahrer angefahren - 55-Jähriger wurde am Mittwoch bei einem Unfall bei Berkheim tödlich verletzt.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.