Therings kleine Anfrage zu Aggro-Bikern, Radrambos, Kampfradlern und Zweiradraudis

  • Die ZEIT sieht das ganz ähnlich: Laut, aber nicht effektiv


    Zitat

    Die Strategie der kleinen CDU-Fraktion ist seither vor allem, mit Lautstärke auf sich aufmerksam zu machen. Entsprechend schrill wirkt die politische Debatte in Hamburg oftmals – besonders, wenn es um Straßenverkehr oder Umweltschutz geht. Regelmäßig wirft die Opposition den Regierungsparteien vor, das Land aus ideologischen Motiven heraus in den Abgrund zu treiben. Die Zahlen von Forsa legen nahe, dass diese Debatte an der Wirklichkeit vorbeigeht, wie die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler sie erlebt.

  • Erst dann, wenn Verkehrsexperten von Oppositionsparteien abends bei grüner Ampel über die Straße wollten und von einem der Raser übergemangelt wurden, deretwegen jetzt Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.


    Und dann die Idee, bei Stau in der Wandsbeker Chaussee würden Autofahrer in »Seitenstraßen« ausweichen ... irre - denn die enden ja alle im Nichts oder der Sackgasse oder lassen keinen Rückweg auf die Wandsbeker Chaussee in der ursprünglichen Fahrtrichtung zu.


    P.S.: Hat den umliegenden Gewerbetreibenden mal jemand gesagt, dass der »gut fließende Verkehr« an ihnen vorbeirauscht?

  • P.S.: Hat den umliegenden Gewerbetreibenden mal jemand gesagt, dass der »gut fließende Verkehr« an ihnen vorbeirauscht?

    Genauso sieht es nämlich aus. Selbst bei den Läden die eigene Parkplätze haben (z.B. Edeka) muss man – wenn man wieder in die gleiche Richtung weg will – zumindest einmal um viele Ecken fahren denn direkt links abbiegen ist auf der sechsspurigen Straße einfach nicht drin.


    Und Seitenstraßen werden bestimmt nicht weiter belastet – genauso wie es Fahrbahnradler geschrieben hat. Der Kandidat am weitesten oben wäre höchstens der Eilbeker Weg (zweispurige Einbahnstraße Richtung Osten). Die ist aber auch heute schon gut befahren und hat eine schlechte Radinfrastruktur, schlimmer wird's da nimmer.


    Die Hasselbrookstr. im Süden ist in wenigen Teilen mWn eine Tempo 30 Zone (die man bestimmt noch weiter ausbauen könnte wenn man denn will) und funktioniert derzeit (mit der Baustelle an der S Landwehr) gut im Mischverkehr. Diese explizit als Umfahrung zu nutzen machen bestimmt einige, bietet sich aber aufgrund der Ampel- und Kreuzungsgestaltung nur bedingt an.

  • Genauso sieht es nämlich aus. Selbst bei den Läden die eigene Parkplätze haben (z.B. Edeka) muss man – wenn man wieder in die gleiche Richtung weg will – zumindest einmal um viele Ecken fahren denn direkt links abbiegen ist auf der sechsspurigen Straße einfach nicht drin.


    Und Seitenstraßen werden bestimmt nicht weiter belastet – genauso wie es Fahrbahnradler geschrieben hat. Der Kandidat am weitesten oben wäre höchstens der Eilbeker Weg (zweispurige Einbahnstraße Richtung Osten). Die ist aber auch heute schon gut befahren und hat eine schlechte Radinfrastruktur, schlimmer wird's da nimmer.


    Die Hasselbrookstr. im Süden ist in wenigen Teilen mWn eine Tempo 30 Zone (die man bestimmt noch weiter ausbauen könnte wenn man denn will) und funktioniert derzeit (mit der Baustelle an der S Landwehr) gut im Mischverkehr. Diese explizit als Umfahrung zu nutzen machen bestimmt einige, bietet sich aber aufgrund der Ampel- und Kreuzungsgestaltung nur bedingt an.

    Der Eilbeker Weg ist eigentlich keine »Seitenstraße«. Die Wilhelmsburger Reichsstraße würde man ja auch nicht als Seitenstraße zur A255 ansehen. Dieser Weg ist ebenso wie in Gegenrichtung Eilbekstraße/Eilenau eine Parallelstraße, die als Durchgangsstraße angelegt ist. Unter »Ausweichen in die Seitenstraßen« fiele für much etwa: Conventstraße - Papenstraße oder in Gegenrichtung Börnestraße - Schellingstraße.

  • Ach Gottchen! Sogar das Hamburger Abendblatt, das traditionell Therings Forderungen quasi im Wortlaut abdruckt und zu seinem wichtigsten Sprachrohr zählt, findet: CDU kann bei dem Thema Verkehr überhaupt nicht punkten

    Zitat

    Thering sei zwar sehr rührig, aber in Wahrheit sei dahinter kein eigenes Verkehrskonzept zu erkennen, räumt ein führender CDU-Stratege ein. Das müsse man nun erst einmal erarbeiten.

    Und das, obwohl die CDU an jeder Stelle ihr tolles Radverkehrskonzept (Tenor: Dem Kraftverkehr keinen Platz wegnehmen) anpreist. Im Artikel bekommt aber jede Partei die verdiente Ohrfeige, beispielsweise auch die SPD für ihre Absage an die Stadtbahn (Tenor: Dem Kraftverkehr keinen Platz wegnehmen).

  • Der Abendblatt-Artikel geht ja runter wie Öl:


    »Auch Linke, SPD und Grüne werfen Thering vor, ständig alles aus Prinzip zu bemängeln und sich dabei selbst zu widersprechen. Heute kritisiere er Raser und morgen Radaranlagen; einmal schimpfe er über kaputte Straßen, dann über Baustellen – das könne niemand ernst nehmen. Politikwissenschaftler Wiesendahl sieht einen anderen Grund dafür, dass die CDU mit Verkehrspolitik nichts reißt: „Die Leute erinnern sich, wie der Beust-Senat die Stadt hat vergammeln lassen und nichts in den Erhalt investiert hat.“ Das sei ja auch keine Option.«