Stresemannstraße-Experience

  • Ich weiß nicht so richtig, wohin mit diesem Video, also mache ich mal einen neuen Thread auf, vielleicht können wir ja noch ein paar mehr dieser Videos sammeln. Ich bin heute mal die Stresemannstraße entlanggefahren, so wie man als normalsterblicher Radfahrer eben fährt — also artig auf dem bestens ausgebauten und breiten Radweg, nicht mit mäßiger Geschwindigkeit, sondern volle Kanne in der Doorzone und mit mittlerer Rücksichtslosigkeit. Kids, don’t try that at home.

    Eigentlich ist diese Straße wirklich die absolute Hölle. Und wenn man das wirklich mal aus der Perspektive eines „normalen Radfahrers“ betrachtet, ist umso unverständlicher, warum überhaupt jemand in Hamburg mit dem Rad fährt. Diese Straße ist eine reine Zumutung für den nichtmotorisierten Verkehr. Und, nicht vergessen, da fahren eben auch mal locker ein paar hundert Radlinge pro Stunde durch.

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    Wir können ja mal einen kleinen Wettbewerb starten: Wer findet eine noch schlimmere Straße und kann eine Durchfahrt auf Film bannen?

  • Wer findet eine noch schlimmere Straße und kann eine Durchfahrt auf Film bannen?

    Wie soll man das noch toppen? Im ersten Teil ist ja oft nichtmal ein Radweg zu erkennen.
    Ganz am Anfang ist das streckenweise eher Kleinpflaster, das den Gehweg zur Fahrbahn abgrenzt.
    Danach kommt dann ein Abschnitt, in dem scheinbar unterirdisch ein Rohr verlegt wurde und das Loch nur notdürftig verschlossen wurde.
    Sehr peinlich!

  • Du hast den schweren Fehler gemacht dich nicht sofort an die junge Frau zu hängen, die dich an der Holstenstraße überholt hat. Meiner Erfahrung nach haben die keinerlei Hemmung Fußgänger aus dem Weg zu klingeln und garantieren so ein zügiges Vorankommen in ihrem Windschatten.

  • Bin schon lange nicht mehr da lang gefahren, obwohl weil ich da ganz in der Nähe wohne. Hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, die Situation noch weiter zu verschlimmern - und dass die Stadt Verkehrsbehörde Polizei das anscheinend auch noch genehmigt.

  • Ich finde die Darstellung der Mängel kontraproduktiv.

    Bitte lösche dieses Video und erstelle ein neues von dieser Strecke, in der Du regelkonform fährst: Jedesmal, wenn ein Teil Deines Fahrrades in den Gehwegbereich ragen würde, steigst Du ab und schiebst. Das wird ein wesentlich besseres Video.

    Indem Du einfach weiterfährst, verdeckst Du die Mängel.

    Das Problematische am jetzigen Video ist doch, dass Radwegplaner schon einrechnen, dass Radfahrer den Gehweg mitbenutzen, obwohl das keiner offiziell zugibt und man als Radfahrer dann trotzdem bestraft wird, wenn man erwischt wird oder es zum Unfall kommt.

  • Zitat

    Bitte lösche dieses Video und erstelle ein neues von dieser Strecke, in der Du regelkonform fährst: Jedesmal, wenn ein Teil Deines Fahrrades in
    den Gehwegbereich ragen würde, steigst Du ab und schiebst. Das wird ein
    wesentlich besseres Video.

    Ich halte solche Nicht-Gut-Genug-Forderungen für kontraproduktiv, inbesondere mit der gleichzeitigen Arbeitsaufforderung an Malte. Erstelle doch erstmal selbst das bessere Video, vielleicht lässt sich Malte dann ja überzeugen. Bis dahin sollte das momentan beste Video, das die Mißstände aufzeigt, ruhig verfügbar bleiben.

  • Moment mal: Regelkonform würde in meinen Augen bedeuten, dass ich mich als Radfahrer auf die Fahrbahn begebe, sobald ein Hindernis den benutzungspflichtigen Radweg blockiert und diesen unbenutzbar macht. An der nächsten Möglichkeit (Absenkung) wechsele ich dann wieder auf den benutzungspflichtigen Radweg. Das wird auf dieser Strecke so oft wiederholt, wie es die Anzahl der Hindernisse erfordert. Oder ich erkenne die Radwegbenutzungspflicht im betreffenden Abschnitt aufgrund der Nichtbenutzbarkeit pauschal nicht an und bleibe somit gleich auf der Fahrbahn. Zugegeben: Meine Fahrzeit wird sich dadurch erheblich verlängern, da ich beim Wechseln vom Hochbord auf die Fahrbahn stets meinen Geschwindigkeit massiv reduzieren, nötigenfalls anhalten und warten muss. Und schließlich wird sich bei stockendem oder stehendem Verkehr in der Stresemannstraße auch dort nochmals mein zeitlicher Aufwand vergrößern, da ich nur mit größter Vorsicht und in Schrittgeschwindigkeit rechts an den wartenden Kraftfahrzeugen vorbeifahren werde. Man stelle sich vor, diese korrekte Vorgehensweise würde j e d e r Radfahrer an den Tag legen. Den Aufschrei unter den übrigen Verkehrsteilnehmern möchte ich hören! Den Fußgängern hingegen würde es freuen.

    Natürlich kann ich auch - wie vorgeschlagen - jedes Mal absteigen, um mich in einen Fußgänger zu verwandeln. Dies lehne ich jedoch aus Prinzip generell und ausnahmslos ab, da ich Radfahrer bin und dies auch bleiben möchte. Wenn ich ein Fußgänger sein möchte, lasse ich mein Fahrrad zu Hause.

    Das Problematische am jetzigen Video ist doch, dass Radwegplaner schon einrechnen, dass Radfahrer den Gehweg mitbenutzen, ...

    Es sind eher diejenigen, die den Radweg mit Hindernissen garnieren. Hier wird die Existenz des Radwegs schlichtweg nicht erkannt oder vorsätzlich ignoriert. Der Bürgersteig und die mehrspurige Fahrbahn hingegen werden als solcher jeweils anerkannt und bewusst freigehalten.

  • Am schönsten fände ich ja, wenn man mehrere Varianten einer Strecke nebeneinander stellen könnte:
    a) nur Fahrbahn
    b) Radweg-/Fußweg-Kombi (mindestens so flott wie die Überholerin im Video oben)
    c) Radweg + bei Hindernissen Wechsel auf Fahrbahn
    d) Radweg + bei Hindernissen absteigen und auf Gehweg schieben

    Jeweils mit einem Timer versehen und alle 4 per splitscreen in ein Video packen. Das sollte sich prima als Armutszeugnis für die verantwortlichen Behörden eignen...

  • Das sollte sich prima als Armutszeugnis für die verantwortlichen Behörden eignen...

    pfffft, wir reden hier vom Wirkungskreis der Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariates 21 in Hamburg. Da ist Hopfen und Malz verloren bzw. StVB-PK21 zeigt bei jeder Baumaßnahme, dass die etliche Armutszeugnisse auf Halde haben...


  • pfffft, wir reden hier vom Wirkungskreis der Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariates 21 in Hamburg. Da ist Hopfen und Malz verloren bzw. StVB-PK21 zeigt bei jeder Baumaßnahme, dass die etliche Armutszeugnisse auf Halde haben...

    Ich muss mal eine ganz blöde Frage stellen: Inwieweit kann in Hamburg eine Straßenverkehrsbehörde ihren Ermessensspielraum ausdehnen? Ich hatte ja drüben in Wedel hin und wieder das Vergnügen mit der örtlichen Straßenverkehrsbehörde und habe meine Sorgen hinreichend oft nach oben zur Landesbehörde eskaliert, die für die Wedeler Späßchen im Straßenverkehr relativ wenig Humor zeigte. Gibt es in Hamburg eine vergleichbare Kontrollinstanz?

  • Gibt es in Hamburg eine vergleichbare Kontrollinstanz?

    Es gibt die obere Straßenbehörde (VD 51), ich weiß aber nicht in wieweit die sich kümmert, wenn die untere Behörde Mist baut.
    Ansonsten haben wir die Judikative als Kontrollinstanz für die Exekutive.

    Edit: Auf der überörtlichen Straßen ist sowieso die VD 51 zuständig.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Also ich finde das Video ist astreine Realsatire.
    Bei mir im Kopf lief schon die Kommentar-Tonspur mit, ähnlich wie bei einem Gelände-Reit-Wettkampf, die die Glanzleistungen, Nahtoderfahrungen und routinierte Hindernisbewältigung des Teilnehmers euphorisch beschreibt und bejubelt. :thumbup:
    Ich werde auf jedenfalls nur noch in ärgster Demut über Radwege meckern... So was habe ich selbst noch nicht bewältigen müssen :D

  • Erstmal sorry, das war nicht meine Absicht böse rüberzukommen. Der Sarkasmus ist mir wohl nicht so gut gelungen und natürlich war das mit dem Löschen nicht ernst gemeint. Ich schätze Deine Arbeit wert! Ausserdem habe ich nicht richtig hingeguckt: Der größte Teil des Radweges ist 240er, dass habe ich nicht gesehen.

  • Erstmal sorry, das war nicht meine Absicht böse rüberzukommen.

    Alles gut — mich nerven nur diese „Bitte sofort löschen“-Witze so langsam ein wenig, weil ich die mittlerweile überall höre. Fotos auf Fahrradstadt.Hamburg bitte sofort löschen, denn sonst denken alle, die Hamburger Radfahrer wären in ihrem Moloch zufrieden. Fotos auf Cycleways bitte löschen, denn negative Meldungen über die Radverkehrsinfrastruktur hält die Menschen vom Radfahren ab. Und Fotos von criticalmass.in bitte auch löschen wegen Persönlichkeitsrechten und so.