Woche 27 vom 29. Juni bis 5. Juli2026


  • Ein Radweg, 2,1 km für 3 Mio Euro. Sieht nach einer ganz wichtigen und viel befahrenen Verbindung aus.

    Vielleicht wissen die Münchner Nordler ja mehr über die Verkehrsbelastung dieser Strecke.

    Baldham-Dorf ca. 800 Einwohner, Purfing keine 300. Gut, Dahinter liegt auch Frotzhofen und Anzing und der Weg ist vielleicht interessant für Pendler, in Vaterstätten/Baldham gibts Zuganbindung.

  • Sieht nach einer ganz wichtigen und viel befahrenen Verbindung aus.

    Wie teuer wären Modalfilter auf halber Strecke? *flöt* ;)

    Zitat

    Hier könnte ein Kreisverkehr eingebaut werden, der Fußgängern und Radfahrern eine sichere Querung der Kreisstraße ermöglicht.

    Kreisel außerorts: Verkehrssicherung druch kleine 205 = Schuldverschiebung aufs Opfer?

    Dort endet übrigens heute schon ein anderer Radweg

    Street View-Ansicht von „Purfing“ · Google Maps
    85646 Vaterstetten
    www.google.com
  • Vielleicht wissen die Münchner Nordler ja mehr über die Verkehrsbelastung dieser Strecke.

    Gezählt nicht, aber ich bin sehr sicher, dass das Belastungsbereich I ist. Am Ende wäre es wohl sinnvoller (und billiger), dass Ding als Fahrradstraße auf T30 zu beschränken...


  • Ein Radweg, 2,1 km für 3 Mio Euro. Sieht nach einer ganz wichtigen und viel befahrenen Verbindung aus.

    https://www.merkur.de/lokales/ebersb…u-94376301.html

    Vielleicht wissen die Münchner Nordler ja mehr über die Verkehrsbelastung dieser Strecke.

    Baldham-Dorf ca. 800 Einwohner, Purfing keine 300. Gut, Dahinter liegt auch Frotzhofen und Anzing und der Weg ist vielleicht interessant für Pendler, in Vaterstätten/Baldham gibts Zuganbindung.

    Das allererste und preiswert umzusetzen wäre doch eine Tempobegrenzung, gerne auf Tempo 30, wie simon es vorschlägt. Aber wenn das Zeitungsfoto korrekt die Straße darstellt, die mit einem zusätzlichen Radweg beglückt werden soll, weil das Fahrradfahren auf der Fahrbahn angeblich zu gefährlich sei, dann wäre es doch wichtig wegzukommen von dem generellen Tempo 100 max., das für Landstraßen gilt. Dort ist aber, soweit das Zeitungsfoto das erkennen lässt, kein Tempolimit angeordnet. Und dass Autofahrer vernünftigerweise dort langsamer als 100 km/h fahren... (Autofahren ist so ziemlich das exakte Gegenteil von vernünftig.)

  • Wie teuer wären Modalfilter auf halber Strecke? *flöt* ;)

    Kreisel außerorts: Verkehrssicherung druch kleine 205 = Schuldverschiebung aufs Opfer?

    Dort endet übrigens heute schon ein anderer Radweg

    https://www.google.com/maps/place/856…SoASAFQAw%3D%3D

    Man könnte den Kreisel ja auch ohne Radwege-Konstruktionen bauen. Aber er würde in erster Linie für Autos gebaut werden, dass heißt dann für Fahrradfahrer*innen Fahrbahnnutzung in einem Kreisel, der für PKW und LKW gebaut ist. Auch das ist keine gute Idee.

  • Fahrbahnnutzung in einem Kreisel, der für PKW und LKW gebaut ist.

    Dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut ist, wäre nur der Fall, wenn es einen benutzugnspflichtigen "Radweg" gibt.

    Die Unfallforschung hält es übrigens für eine sehr gute Idee, mit dem Fahrrad auf der Kreisfahrbahn zu fahren, weil es die sicherste Führungsform ist. Umlaufende Radwege mit bevorrechtigtem Radverkehr ist hingegen die unsicherste Variante.

  • Kreisel sind so oder so Mist für den Radverkehr. Es gibt allerdings Beispiele für reine Radverkehrkreisel. Das kann Sinn machen, allerdings habe ich das selbst noch nirgends ausprobiert.

    Wo Mischverkehr inklusive regelmäßiger LKW-Verkehr herrscht, ist eine Kreuzung sicherer für den Radverkehr. Jenachdem ab welcher Verkehrsbelastung eine Ampelkreuzung. Aber auch ein Kreisel lohnt sich erst ab erhöhter Verkehrsbelastung. Dann lieber eine Kreuzung mit Ampeln.

    Für weniger versierte Fahrradfahrer*innen bietet sich ggf. dort in der Regel das indirekte Linksabbiegen an. Das ist dann auch keine längere Fahrt, als ein Dreiviertelkreis um den Kreisel.

  • Kreisel sind so oder so Mist für den Radverkehr

    Das stimmt nicht. Kreisverkehre gelten als sicher, weil sie bei richtiger Ausführung geschwindigkeitssenkend wirken. Radfahrer profitieren allerdings am wenigsten von der erhöhten Sicherheit eines Kreisverkehrs, wenn es umlaufende "Radwege" gibt. Alleine schon deshalb, weil sich die Anzahl der möglichen Konfliktpunkte verdoppelt, wenn man auf einem umlaufenden "Radweg" fährt und nicht auf der Kreisfahrbahn.

    Auch mit dem Fahrrad ist man schneller durch einen Kreisverkehr, als wenn man erst an einer Ampel warten muss.

  • Dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut ist, wäre nur der Fall, wenn es einen benutzugnspflichtigen "Radweg" gibt.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut sei. Aber in den meisten Fällen ist es so, dass der Kreisel für PKW und LKW gebaut ist. Dass es auch noch Radverkehr gibt, spielt beim Bau entweder gar keine Rolle oder es werden Extra-Radwege außen rum gelegt, die dann benutzungspflichtig ausgeschildert werden und bei denen der Radverkehr bei jedem Überfahren einer Ein- in oder einer Ausfahrt aus dem Radverkehr ein [Zeichen 205] vor die Nase gestellt bekommt. Daran siehst du sehr gut: Kreisel werden in der Regel für Autoverkehr gebaut.

    Reine Radverkehrskreisel gibt es nur sehr wenige. Und auch Verkehrskreisel, bei denen der Extra-Radweg beim Queren der Ein- und Ausfahrten vorrangberechtigt ist, gibt es nur selten. Und selbst wenn ist das nicht unbedingt eine sichere Sache.

    Überlege doch selbst: Da ist eine Kreuzung, es wird überlegt, diese Kreuzung zu einem Kreisel umzubauen. Was meinst du welche Rolle dabei die Wünsche von Fahrradfahrenden spielen? Für die wird die Kreuzung nicht zu einem Kreisel umgebaut. Und das würden ich und viele andere Fahrradfahrer*innen auch gar nicht wollen.

    Meines Erachtens gibt es aus Radfahrersicht keinen Grund, Kreisverkehre schönzureden. Weder gemischte Kreisverkehre, noch solche mit Extra-Radwegen.

  • Das stimmt nicht. Kreisverkehre gelten als sicher, weil sie bei richtiger Ausführung geschwindigkeitssenkend wirken.

    Wessen Geschwindigkeit wird denn dort gebremst? Die der Radfahrer*innen, von denen die meisten im Bereich 15-20 km/h unterwegs sind?

    Stattdessen soll die Geschwindigkeit der Autofahrenden gebremst, sozusagen als Service-Leistung? Wir wissen ja, sagt sich die Verkehrsverwaltung, dass Autofahrende gerne zu schnell fahren. Und damit sie wenigstens hin- und wieder mal verlangsamen, bauen wir jetzt häufiger mal einen Kreisel für die Autofahrerenden? ;)X/

    Und in der Regel sind Kreisel auch für LKW-Verkehr gebaut. Wäre ja auch sonst ein gefundenes Fressen für die Autolobby, wenn eine Verkehrsverwaltung einen Kreisel baute, in dem dann der LKW-Verkehr stecken bleibt.

    Für LKW gebaute Kreisel jedoch bedeuten mehr Platz als notwendig, um mit dem PKW zu passieren. Der PKW-Verkehr wird durch den LKW-gängigen Kreisel nicht gebremst oder nur sehr wenig gebremst.X/

    Von zweispurigen Kreisel will ich hier gar nicht erst groß anfangen zu reden. Ich vermute, denen würde selbst ein Yeti nicht viel abgewinnen.:rolleyes:

  • Kreisel sind praktisch das Ideal für Radler und viel sicherer für den Radverkehr als eine klassische Kreuzung.

    In den meisten Fällen kann man fahren ohne das Tempo rausnehmen zu müssen, er ist übersichtlich, die Vorfahrtsregeln sind einfach und eindeutig, der vfb-Verkehr kommt nur von einer Seite, man kann im Ernstfall nach innen ausweichen und hat massig Platz.

  • Kreisel sind praktisch das Ideal für Radler und viel sicherer für den Radverkehr als eine klassische Kreuzung.

    In den meisten Fällen kann man fahren ohne das Tempo rausnehmen zu müssen, er ist übersichtlich, die Vorfahrtsregeln sind einfach und eindeutig, der vfb-Verkehr kommt nur von einer Seite, man kann im Ernstfall nach innen ausweichen und hat massig Platz.

    Das entspricht absolut nicht meinen Erfahrungen. Versuche ich in einem einspurigen Kreisel möglichst mittig auf der Fahrbahn zu fahren, wird von hinten gedrängelt und gehupt. Häufiger ist es mir schon passiert, dass Pedelecs oder schnelle Fahrradfahrer*innen mich dann rechts oder links überholten. Und Autofahrer versuchen sofort, sich vorbeizudrängeln, wenn ich nicht konsequent in der Mitte fähre, oder die Fahrbahn so breit ist (wegen dem LKW-Verkehr), dass mittig fahren nicht ausreicht.

    Kreisel sind schon bei vielen Autofahrer*innen nicht sehr beliebt, bei den meisten Radfahrer*innen noch viel weniger.

  • [Fahrrad-Risiko im Kreisverkehr]

    Eines kann man sich jedefalls abschminken: nämlich dass die Niederländer irgendwie besser wüssten, wie Kreiverkehr geht, und dass man deshalb bloß die niederländische Strickmasche kopieren müsste, um auch in Deutschland Kreisverkehre sicherer zu machen. Das ist genau so eine naive Illusion wie die von Radwegefreunden vorgebrachte Hypothese, es gäbe spezielle "niederländische Kreuzungen" (ohne Kreisbahn) mit immanent größerer Fahrrad-Sicherheit.

    roaddanger

  • Das entspricht absolut nicht meinen Erfahrungen. Versuche ich in einem einspurigen Kreisel möglichst mittig auf der Fahrbahn zu fahren, wird von hinten gedrängelt und gehupt. Häufiger ist es mir schon passiert, dass Pedelecs oder schnelle Fahrradfahrer*innen mich dann rechts oder links überholten. Und Autofahrer versuchen sofort, sich vorbeizudrängeln, wenn ich nicht konsequent in der Mitte fähre, oder die Fahrbahn so breit ist (wegen dem LKW-Verkehr), dass mittig fahren nicht ausreicht.

    Kreisel sind schon bei vielen Autofahrer*innen nicht sehr beliebt, bei den meisten Radfahrer*innen noch viel weniger.


    Ihre Befindlichkeiten haben nichts mit Sicherheit zu tun, sondern (wieder einmal) nur mit Gefühl.

  • Wie groß sind denn Deine Kreisverkehre? So wie Horner Kreisel in HH oder Siegessäule in B?

    Diesen Kreisel befahre ich nie auf der Fahrbahn:

    Immerhin ist er seit einigen Jahren ampelgesteuert und es gibt Fuß- und Radwege im inneren des Kreisels:

    Deisterkreisel
    www.google.com

    Diesen Kreisel befahre ich immer auf der Fahrbahn. Und genau da kommt es regelmäßig zu den oben beschriebenen Problemen:

    Deisterkreisel
    www.google.com

    Es gibt Fahrradfahrer*innen, die um abzukürzen auf der Fahrbahn entgegen der Fahrtrichtung fahren. Andere steigen dazu ab und gehen auf dem Fußweg den kürzesten Weg. Wieder andere fahren mit dem Rad auf dem Fußweg. Fußgänger gehen relartiv häufig den kürzesten Weg, indem sie tangential an dem Zaun rund um die Innere Grünfläche vorbeigehen oder sie steigen darüber und gehen den Durchmesser.