Woche 21 vom 18. bis 24. Mai 2026

  • Überholabstand verdeutlichen durch "Raum beanspruchen":

    LaneSaber: Radfahrender Maker baut sich LED-Lichtschwert gegen zu enge Überholer
    Um sich vor zu eng überholenden Autos zu schützen, hat ein radfahrender US-Maker eine LED-beleuchtete Sicherheitsflagge in Form eines Lichtschwertes gebaut.
    www.heise.de

    "dann traue ich mich nicht mehr ..."

    Streit um Tempo 50 auf Berliner Hauptstraße: „Dann traue ich mich mit dem Fahrrad nicht mehr in den Verkehr“
    Auf der Marienfelder Allee in Berlin soll bald wieder Tempo 50 gelten. Der Senat sieht keine ausreichende Grundlage mehr für die bisherige Tempo-30-Regelung.…
    www.tagesspiegel.de

    Helme retten Händlllll....llleben:

    „Jeder zweite Helm sitzt falsch“: Diese fünf Fehler sollten Sie beim Kauf eines Fahrradhelms unbedingt vermeiden
    Immer mehr Radfahrer in Deutschland tragen einen Helm, viele allerdings den falschen. Eine Expertin erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte und was der…
    www.tagesspiegel.de

    Servicestation... kaputt:

    „Das ist traurig“: Freude an Radservicestation in Rudolstadt währte nur kurz
    Gerade eingeweiht, schon wieder kaputt. Was bleibt ist die Frage: Wer macht so etwas?
    www.otz.de

    Alkoholgrenze?

    (S+) Vatertag: Heute passieren die meisten Unfälle im Straßenverkehr
    Nach dem Bollerwagen kommt das Blaulicht: Christi Himmelfahrt ist seit Jahren der Tag mit den meisten Alkoholunfällen. Braucht es eine Null-Promille-Grenze im…
    www.spiegel.de
  • Welche der beiden Maßnahmen wird früher umgesetzt, um das Leben sicherer zu machen? Philippi wird in der verlinkten t-online-Nachricht so zitiert: "Jeder Verkehrstote ist ein Toter zu viel." 3

    1. Die Null-Promille Grenze für Autofahrer*innen kommt früher als ein generelles Tempolimit auf Autobahnen. (1) 33%
    2. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen kommt früher als eine Null-Promille Grenze für Autofahrer*innen. (2) 67%

    Der traut sich was! Und das aus dem Hause SPD, eine der Parteien, die sich sonst eher schwer tun damit, Autofahrer*innen Grenzen zu setzen:

    "Niedersachsens Gesundheitsminister fordert strengere Regeln im Straßenverkehr. Nach neuen Unfallzahlen drängt er auf eine klare Linie – ohne Alkohol und Cannabis am Steuer.

    Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi spricht sich für eine Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr aus. "Ich halte es definitiv für ratsam, nur mit 0,0 Promille am Straßenverkehr teilzunehmen", sagte der SPD-Politiker laut "HAZ". Hintergrund sind aktuelle Zahlen zu Unfällen unter Alkohol- und Drogeneinfluss."

    Kein Feierabendbier mehr? Minister aus Niedersachsen will 0,0 Promille am Steuer
    Niedersachsens Gesundheitsminister fordert strengere Regeln im Straßenverkehr. Nach neuen Unfallzahlen drängt er auf eine klare Linie – ohne Alkohol und…
    hannover.t-online.de

    Ich finde das gut, allerdings ist es ja mit einer Null-Promille-Grenze für die Autofahrerei nicht getan. Zumal die Autofahrerei selbst Züge einer Drogenerkrankung hat, worauf unter anderem renommierte Verkehrswissenschaftler hinweisen. Auf die Frage von Deutschlandfunk Kultur, ob Autofahren eine Sucht sei, antwortet Hermann Knoflacher: "Es ist auch eine Sucht, aber es ist schlimmer als die üblichen Süchte. Das Auto sitzt viel tiefer im Stammhirn, dort, wo Energie verrechnet wird. Süchte sind meistens erst bei den Biomolekülen anzutreffen. Das heißt, das Auto ist noch etwas stärker als die üblichen Süchte. Und, was natürlich dazu verstärkend kommt, es wird von der Gesellschaft akzeptiert. Wir bringen weltweit 1,2 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen um. Wir bringen ungefähr fünf bis sechs Millionen Menschen durch die Abgase um. Und wir verletzten jedes Jahr ungefähr zwischen zwanzig und fünfzig Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen."

    Auto und Mensch - "Autofahren ist schlimmer als eine Sucht"
    "Der Autofahrer unterscheidet sich vom Menschen wesentlich mehr als jedes Insekt", behauptet der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher. Denn: Kein Insekt ruiniere…
    www.deutschlandfunkkultur.de

    Der Geschwindigkeitsrausch, eine der unheilvollen Ausprägungen des "Virus-Auto", muss genau so, wie die anerkannte Drogenerkrankung Alkoholismus viel schärfer bekämpft werden.

    Man darf gespannt sein:

    Wird es die Null-Promille-Grenze vor einer generell geltenden Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen geben?

    Oder wird ein generelles Tempolimit früher eingeführt als die ebenfalls dringend gebotene Null-Promille-Grenze, die aktuell Niedersachsens Gesundheitsminister fordert?

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (20. Mai 2026 um 15:42) aus folgendem Grund: Link-Angaben veressert

  • [Alkoholunfälle an Himmelfahrt]

    JFTR:In diesem Jahr bisher drei Kandidaten für Alkohol-Tote an Himmelfahrt (3x Alleinsturz außerorts und aus „ungeklärter Ursache“ vom Weg abgekommen, teils in Radler-Gruppe), aber ohne Erwähnung einer Alkoholisierung als Ursache. Keine Vorfälle mit KFZ am 14.5., ergo auch nichts mit betrunkenen KFZ-Führern.

  • JFTR:In diesem Jahr bisher drei Kandidaten für Alkohol-Tote an Himmelfahrt (3x Alleinsturz außerorts und aus „ungeklärter Ursache“ vom Weg abgekommen, teils in Radler-Gruppe), aber ohne Erwähnung einer Alkoholisierung als Ursache. Keine Vorfälle mit KFZ am 14.5., ergo auch nichts mit betrunkenen KFZ-Führern.

    Dieser Statistik zufolge ist Christi Himmelfahrt allerdings tatsächlich ein Tag, der prädestiniert ist für Unfälle, bei denen Alkoholmissbrauch mit im Spiel ist:

    Verkehrsunfallkalender

    Und der dvr (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) schreibt:

    2025 waren es bundesweit 284 Unfälle unter Alkoholeinfluss: "Christi Himmelfahrt markiert regelmäßig einen negativen Rekord in der deutschen Unfallstatistik. Neue vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) vorliegen, belegen die Gefahr: Am sogenannten Vatertag ereigneten sich im Jahr 2025 bundesweit 284 Unfälle unter Alkoholeinfluss. Der DVR warnt eindringlich, dass das Risiko für Alkoholunfälle an Himmelfahrt damit etwa dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag ist – und damit höher als an jedem anderen Tag des Jahres." https://www.dvr.de/presse/284-alkoholunfaelle-an-himmelfahrt

    Möglicherweise lassen immer mehr "trinkfreudige" Autofahrer*innen an Christi Himmelfahrt das Auto stehen und benutzen stattdessen das Fahrrad, um sich vermeintlich "Folgenfrei" betrinken zu können?

    Entsprechend dieser Strophe aus dem Lied "Joh, mir sein mit'm Radl da": "Zum Zechen fährt der kluge Mann seit neuestem mit'm Radl an..."

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    Einen Führerschein zu machen, soll für Fahrschülerinnen und Fahrschüler günstiger und flexibler werden. TÜV und Fahrlehrer warnen: Das könnte die…
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  • Nicht zu Ende gedachte Idee: Das Fahren eines Autos wird immer komplexer und die Anforderungen an die Fahrer*innen steigen, aber die Ausbildungszeit und -qualität wird reduziert.

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (22. Mai 2026 um 06:45) aus folgendem Grund: Den ersten Link von littlet gelöscht, denn der war zu einem anderen Thema

  • Nicht zu Ende gedachte Idee: Das Fahren eines Autos wird immer komplexer und die Anforderungen an die Fahrer*innen steigen, aber die Ausbildungszeit und -qualität wird reduziert.

    Was uns auf der Straße ärgert und gefährdet, lernt man nicht in der Fahrschule. Kinderstube kann man durch nichts ersetzen außer durch Kinderstube.

  • Nicht zu Ende gedachte Idee: Das Fahren eines Autos wird immer komplexer und die Anforderungen an die Fahrer*innen steigen, aber die Ausbildungszeit und -qualität wird reduziert.

    Wieso wird das Führen eines Kraftfahrzeugs immer komplexer. Eher im Gegenteil. In den 1930 musste der Zündzeitpunkt manuell verstellt werden. Die Straßen waren schlechter,ebenso die Bremsen und die Reifen. Es gab wohl deutlich mehr Radfahrer als heute.

    Aber auch andere langsame Verkehrsteilnehmer, wie Leute mit Handwagen und Pferdefuhrwerke.

    Jetzt wird dem Autofahrer doch mehr und mehr abgenommen.

    Durch die fortschreitende elektrifizierung braucht es noch nicht einmal mehr kuppeln und schalten

    Sensoren warnen vor das Verlassen der Spur, vor Annäheruung zum Vormann,ect.

    Das Problem heute, ist die Leistung und Beschleunigung der Fahrzeuge und der Fahrer, der die Helfer ausschaltet, weil das Piepen nervt.

  • (S+) Warum junge Dänen das Fahrrad stehen lassen
    Wer nach Vorbildern für fahrradfreundliche Politik sucht, schaut oft nach Dänemark. Neue Daten zeigen jedoch, dass dort vor allem junge Leute zunehmend ins…
    www.spiegel.de


  • Die anfänglichen Hürden, ein Auto in Betrieb zu setzen waren vor allem "handwerkstechnischer" Natur. Weil Frauen damals traditionell handwerkliche Kompetenz nicht zugetraut wurde und sie von der Ausbildung in handwerklich-technischen Berufen ausgeschlossen wurden, ist das ein wichtiger Grund dafür, dass das Autofahren lange Zeit eine fast reine Männerdomäne war. Und auch unter den Männern traute sich längst nicht jeder zu, diese Aufgabe zu bewältigen.

    So gesehen war der "Startassistent" (Anlassermotor) eine wichtige Voraussetzung dafür, das Autofahren für breite Bevölkerungsschichten zu erschließen. Denn eine frühe Hürde war das Ankurbeln des Motors. Gewissermaßen umgekehrt war der Bremskraftverstärker wichtig, dass die immer größeren und schweren Fahrzeuge auch ohne großen Kraftaufwand zum Halten gebracht werden konnten.

    Ich reihe ISA da einfach mal mit ein in die Abfolge von zahlreichen Assistenzsystemen. Beim ISA wie vielen anderen modernen Assistenzsystemen geht es jedoch nicht darum menschliche Körper-Kräfte zu schonen, sondern das eigene Fahrverhalten so zu optimieren, dass die ungeheuerlich vielen KFZ, sich nicht dauernd gegenseitig zu Klump fahren.

    Der Fahrer müsste das Piepen nicht ausschalten, wenn ISA so verbaut ist, dass ein größeres Beschleunigen als erlaubt, erst gar nicht möglich ist.

    Kuppeln und Schalten muss man schon sehr lange Zeit nicht mehr, wenn man das nicht will. Ich erinnere mich da gerne an die Gemeindeschwester in den 70er-Jahren in einer Kommune im ländlichen Raum, die einen daf 66 mit Variomatic-Getriebe fuhr. Dass sich trotzdem PKW mit Schaltgetriebe so lange gehalten haben, hat vermutlich vor allem mit männlichem Imponiergehabe im Sinne von "ich beherrsche die Technik" zu tun.

    Ich weiß nicht ob es seriös möglich ist, das zu untersuchen oder ob es vielleicht sogar schon mal wer versucht hat. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es weniger Auto-Unfälle gäbe, wenn man Fahrzeuge mit Schaltgetriebe einfach verbieten würde. Immerhin ist es bereits so geregelt, dass ein Führerschein teurer kommt, wenn er die Berechtigung beinhalten soll, dass auch Wagen mit Schaltgetriebe gefahren werden dürfen.

    Komisch, dass gerade dieser Aspekt bei dem Mimimi-Gejammer über angeblich zu teure Führerscheine geflissentlich übersehen wird.

    Der Führerschein wird immer teurer? Du kannst ihn billiger kriegen, wenn du auf das lange schon überflüssige Extra, Fahren mit Schaltgetriebe, verzichtest!