• Die Rückfahrt zwei Tage später hat sich auch geändert, da bekomme ich bestimmt auch noch irgendwann eine Nachricht

    Na, da ist sie ja schon. Die Bahn weiß schon seit einiger Zeit, dass mein Zug nicht wie geplant fährt, schickt mir aber lieber 26,5 Tage vor Abfahrt eine Nachricht. Ich mein, ist ja schon nett, dass sie mir überhaupt schreiben.

    Die Suche nach Alternativen fördert übrigens folgendes zu Tage:

    Ich wollte von Berlin über Hannover nach Lüneburg fahren, dieses Mal fällt der ICE 1586 von Hannover Hbf bis Lüneburg ersatzlos aus. Immerhin habe ich ja schon eine Ersatzverbindung über Hamburg gebucht. Mal sehen, wie lange die denn noch im Fahrplan steht. Ich denke, es ist langsam mal Zeit für einen Fahrrad-Transportkoffer. Ich weiß allerdings noch nicht so ganz, wo ich mein Fahrrad im ICE 4 dann deponieren soll, ohne die Fluchtwege zu blockieren.

  • Da dein Rad dann eingepackt ist, musste dir auch keine Gedanken um den LAck machen. :whistling:

    Höchstens wie du den Koffer anschließt. ;)^^

    Und vielleicht vorher ein paar Mal über das Bike soweit nötig zu zerlegen und zusammen zu bauen.

    Ich kann dabei auch gern unterstützen. Wollte sowieso den Raum Lüneburg mal in meine STRAVA-Heatmap aufnehmen. :D

  • Okay, das mit dem Koffer wird jetzt ernst. Die Bahn hat mir jetzt auch meine Fahrt nach Dresden Mitte August storniert und mir diese Alternative angeboten:

    Die ursprüngliche Fahrt war übersichtlich: Von Lüneburg nach Hannover Hbf mit dem ICE 1205, von dort mit dem IC 1947 weiter nach Dresden. Offenbar sind beide Züge aus dem Fahrplan verschwunden. Das ist einfach nur noch inakzeptabel.

  • Tja, ich sage ja schon lange, was wir für Nah- und Fernverkehr dringend brauchen, ist eine (zur Not einklagbare) Beförderungsgarantie.

    Garanten sind die Landesverkehrsministerien für den Nahverkehr und das Bundesverkehrsministerium für den Fernverkehr.

    Man sollte ergo schauen, dass die Leute dort das dann auch gut gewuppt bekommen...

  • ganz ehrlich Malte? du hast ne BC100. Ich würd mir den Stress mit Fahrradstellplatz nicht mehr antun.

    Koffer und fertig. Bei bestimmten Reisen sonst halt einfach noch mehr Geld investieren und Versand wählen. Ist dann eben so.

    Andere Sportarten / Freizeitformen zahlen auch gutes Geld für Mobilität mit Gerät. Kite-Surfen, SUP, Segelfliegen, Boote etc.

    Ist eben so, dass "Fahrrad & Zug" in der Vergangenheit besser funktionierte. Gefühlt.

  • Das war mein Rad im ICE von Hamburg nach Frankfurt/M Der Platz ist eigentlich für Kinderwägen vorgesehen. Aber ein zusätzlicher Kinderwagen hätte auch noch hinein gepasst.



    Auf dem Rückweg hatte ich einen Sitzplatz im ersten Waggon, wo auch die Fahrradstellplätze sind, gehabt. Das Klapp oder Faltrad habe ich zwischen den letzten Abstellplatz und der Wand gestellt. Ärger gabs in beiden Fällen nicht.

    Das nicht so praktische des Rades ist, das auch das Vorderrad raus muss.

  • Malte besitzt doch ein Faltrad wenn ich mich recht erinnere. Aber in den angesprochenen Fällen geht es ja um Radsportveranstaltungen, und dort möchte er verständlicherweise sein Rennrad nutzen.

  • Wusstet ihr, dass wir alle Sozialisten sind? Sagt jedenfalls der Otto Fricke von der FDP.

    Am 22.2.2024 hielt Bernd Riexinger eine Rede im Bundestag:

    Zitat

    Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Was sich Bahnfahrende wünschen, ist ziemlich einfach: Haltestellen sind gut mit dem Fahrrad, zu Fuß oder Bus zu erreichen. Fahrräder können problemlos an den Bahnhöfen abgestellt werden. Bahnhöfe sind für Bahnfahrende Servicestationen, die zur Fahrt mit der Bahn einladen. Man kommt ohne Verspätungen zuverlässig und günstig von A nach B. Anschlusszüge werden ohne lange Wartezeiten erreicht. Züge sind im Regelfall nicht überfüllt.

    (Beifall bei der Linken)

    Unternehmen können problemlos Güter mit der Bahn auf den Weg bringen. Dazu kommen Beschäftigte, die ihren Job gerne machen, die stolz auf die Bahn sind, auch weil Gehalt und Arbeitsbedingungen stimmen.

    (Beifall bei der Linken – Otto Fricke [FDP]: So war es im Sozialismus!)

    Da fragt man sich: ist der so blöd oder tut er nur so? Und dann schlägt man bei Tante Vicky nach:

    Zitat

    Anfang Februar 2014 wurde Fricke Partner im Berliner Büro der Unternehmensberatung „CNC – Communications & Network Consulting AG“,[1] wo er bis zum Beginn der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages tätig war.[2] Seine dortige Lobbying-Tätigkeit für das Unternehmen Uber wurde 2022 durch die Veröffentlichung der Uber Files bekannt.[3] Im Rahmen der zwischen 2013 und 2017 besonders aggressiv betriebenen weltweiten Expansionsstrategie von Uber koordinierte Fricke in unmittelbarer Absprache mit dem Uber-Cheflobbyisten für Europa die Kampagne des Unternehmens in Deutschland, die zeitweise von vier Agenturen parallel geführt wurde, um politische Widerstände und rechtliche Hürden zu überwinden, die der Ausbreitung des kalifornischen Anbieters entgegenstanden. Nach eigenen Angaben will Fricke allerdings nur von September 2014 bis März 2015 für den Konzern tätig gewesen sein. Sein Team soll unter anderem eine fragwürdige Studie in Auftrag gegeben und für einen Zeitungsartikel bezahlt haben.[4] Fricke persönlich bot an, zum Vorteil von Uber den damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu kontaktieren, traf Parlamentarische Staatssekretäre verschiedener Ministerien, einen Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium und sprach mit Jens Spahn.[3]

  • Wusstet ihr, dass wir alle Sozialisten sind?

    Mist, ertappt ...

    Im Inneren des Herzens ja, da hat er womöglich Recht, trotz einiger konservativer Abschweifungen bei einigen Punkten (und nein, dieser mein Mix passt absolut nicht zum Mix des BSW ...)

    Dummerweise war der Sozailismus "drüben" kurz vor der Wende ja selbst kurz vor der Wende in die Pleite, die alten Rezepte waren also wohl suboptimal ....

  • Zitat

    So war es im Sozialismus!

    Nein, so war es eben nicht im Sozialismus. Weder war die Bahn schnell, noch zuverlässig, noch pünktlich. Fahrräder konnten nicht problemlos am Bahnhof abgestellt werden. Bahnhöfe waren keine Servicestationen, die zur Fahrt mit der Bahn einluden. Die Nutzung der Bahnhofs"gastronomie" ging mit Wartezeiten bis zu Stunden einher. Das Personal war *immer* pampig. Züge waren regelmäßig überfüllt, Toiletten meist nicht benutzbar, entweder technisch oder hygienisch bedingt oder beides.

    Die "Deutsche Reichsbahn", wie dieser Verein in der DDR noch hieß, war ein einziger Drecksladen, innen wie außen.

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    Peter Viehrig

    "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."
    (Andreas Müller)

  • Die Bahn hat mir jetzt auch meine Fahrt nach Dresden Mitte August storniert und mir diese Alternative angeboten:

    Noch mal kurz dargestellt, wie es denn so läuft, diese Fahrkarten umzubuchen.

    Erstmal schaue ich nach, ob es an dem Tag noch andere akzeptable Verbindungen gibt. Das ist im Sommer drei bis vier Wochen vor dem Termin für eine Fahrt zwischen Freitag und Sonntag eher selten der Fall, zumal ich ja auch nicht der einzige bin, der sein Fahrrad mit zu einem Radrennen nehmen möchte. Aber ich bin flexibel genug, um auch zu unchristlichen Uhrzeiten zu reisen, im Zweifelsfall komme ich auch einen Tag vorher an, muss dann noch mein Hotel umbuchen, oder übernachte irgendwo in der Mitte der Strecke. Was für ein Aufwand.

    Dann rufe ich an der BahnBonus-Hotline an. Die Wartezeit beträgt dort in der Regel weniger als eine Minute, es kann aber auch mal eine halbe Stunde dauern. Für die Fahrt nach Dresden erfahre ich, dass ich bitte ins Reisezentrum gehen möchte, weil ich die Fahrradreservierungen auch dort gebucht hatte. Das ist schon komisch, denn die Fahrt nach Berlin hatte ich beim gleichen Besuch gebucht, die konnte aber am Telefon umgebucht werden. Ist wohl abhängig vom Mitarbeiter, ob das geht oder nicht geht.

    Früher habe ich im Reisezentrum in der recht kurzen Warteschlange meine BahnBonus-App vorgezeigt und bekam eine Wartenummer für BahnBonus-Kunden, mit der ich in der Regel nicht mehr als fünf Minuten warten musste. Die eigentliche Umbuchung ging dann schnell vonstatten, das konnte ich also bequem auf dem Weg zur Arbeit erledigen.

    Nun gibt es in einigen Reisezentren, etwa in Köln, Hannover und in Hamburg, erst einmal eine Art Rezeption mit zwei Menschen, die schon mal die gröbsten Fälle klären und aussortieren. In den Stoßzeiten laufen auch noch Mitarbeiter die Warteschlange auf und ab und erklären den Leuten, dass sie ihr 49-Euro-Ticket auch in der App kaufen können oder bei Verspätungen einfach in einen anderen Zug steigen können, ohne eine Bescheinigung abzuholen. Soweit, so sinnvoll.

    Leider steht man sich jetzt schon die Beine in den Bauch, bevor man die Wartenummer in die Hand bekommt. Und je nachdem, wie die eigentlichen Schalter besetzt sind, gibt es auch keine BahnBonus-Wartenummern mehr. Das heißt, ich warte erst vor der Rezeption eine halbe Stunde, bis alle anderen Anfragen verarztet und noch ein bisschen Small-Talk gehalten wurde, bekomme dann eine Wartenummer, auf der dann „20-30 min Wartezeit“ aufgedruckt werden, aus denen dann aber wie vor zwei Tagen eher 53 Minuten werden. So kann man natürlich auch seine Zeit verbringen.

    Bei mir als Sonderfall mit BahnCard 100 ist es natürlich schon kompliziert, den hilfsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Warteschlange und an der Rezeption deutlich zu machen, was ich eigentlich möchte: Meine Fahrradreservierung umbuchen, weil mein Zug ausfällt. Dieser Fall ist natürlich nicht vorgesehen, beziehungsweise kann für Reisende mit digitalem Ticket gar nicht auftreten, weil deren Fahrkarten inklusive Fahrrädern automatisch umgebucht werden, soweit ich das jetzt rausgekriegt habe.

    Ich hingegen muss mich gegen die ganzen Ratschläge erwehren, dass ich mein Fahrradticket ja auch im DB-Navigator oder am Automaten kaufen könnte. Dass ich mit einer BahnCard 100 kein Ticket, sondern nur eine Reservierung benötige, kann ich den Leuten gar nicht vernünftig erklären. Das führt dann auch mitunter dazu, dass ich keine Wartenummer bekomme, weil es meiner Ansprechpartnerin zu dumm wird, und ich dann wütend mit dem nächsten Zug von Hamburg nach Hannover ins andere Reisezentrum fahre, bis sich meine Wut ins Unermessliche steigert, weil meine Trotzreaktion gänzlich unnötig war, denn in Hamburg-Dammtor, -Harburg und -Altona hätte es ja auch noch Reisezentren gegeben. Nun.

    Aber sobald ich dann am Schalter stehe und mein Leid vortrage, ab dann läuft alles super. Die Leute wissen sofort Bescheid, welche Knöpfe sie in ihrem Programm drücken müssen. Und: Sie buchen mir auch eine neue Sitzplatzreservierung. In meiner BahnCard 100 sind einhundert kostenlose Sitzplatzreservierungen inbegriffen, die allerdings bei Zugverspätungen oder -ausfällen nicht erstattet werden. Das ist den Leuten am Schalter aber offenbar egal. Ich finde, das kann man auch mal positiv hervorheben: Da hatte ich wenigstens bei dieser Thematik überhaupt gar keine Probleme mehr.

    Aber trotzdem kostet es mich eben jedes Mal anderthalb Stunden Zeit, die ich eigentlich besser zu verbringen gedenke.

  • Aber trotzdem kostet es mich eben jedes Mal anderthalb Stunden Zeit, die ich eigentlich besser zu verbringen gedenke.

    müsste in die Gesamtrechnung auch eingehen ;)

    Wenn man alles in einen Topf wirft, kommt vielleicht raus, dass der Fahrradversand in einer Holzkiste per Spedition über die Autobahn günstiger ist als alle Aufwendungen, die bei Buchung via DB anfallen :|

  • ... Toiletten meist nicht benutzbar, entweder technisch oder hygienisch bedingt oder beides.

    Gab es damals nicht nur im Osten, sondern auch noch im Westen Deutschland noch sehr verbreitet diese Zug-Klos, bei denen das Geschäft auf den Schienen "verklappt" wurde und die deshalb im Bahnhofsbereich nicht benutzt werden durften? Hygienisch - naja. Aber funktioniert hatten die doch eigentlich recht zuverlässig.

    Fallrohrtoilette ist wohl der amtliche Ausdruck:

  • Heute hab ich echt einen Lauf: ICE fällt aus, also Regionalverkehr. Dann flog ich aus der 1. Klasse, damit dort eine Gruppe älterer Fahrgäste auf dem Weg zum Kreuzfahrtschiff sitzen konnte. Fand ich schon mäßig geil, dass ich eingequetscht im Gang stehe, aber durch die Glastür sehen kann, wie die Junggebliebenen ihre Piccolos tranken. Aber die hatten schon in Berlin einen ausgefallenen Zug und unser Zug fuhr nur mit einem Teil statt mit zweien, ich seh’s auch irgendwo ein, dass Leute mit Stock nunmal sitzen müssen.

    Die Rückfahrt fiel für mich auch aus, weil das Zugpersonal serviceorientiert eine Schulklasse in der 1. Klasse platziert hatte. Der Rest des Zuges war dem Freitag angemessen komplett zum Bersten gefüllt, also schaffte ich es zehn Minuten vor Abfahrt nicht mal bis in den Zug, um den jungen Leuten beim Schnapstrinken zuzusehen.

    Aber wenn ich mich in meiner Bahn-Bubble umhöre, dann gibt es für mich wenig Hoffnung, dass hier noch mal irgendwas besser wird. Stattdessen sollen wir im Interesse der schwarzen Null noch mehr sparen, also Verbindungen streichen und den Ausbau der Strecken unterlassen. Ich bin ja sehr gespannt, ob die U 5 in Hamburg oder die Bahnstrecke von Lüneburg nach Soltau überhaupt noch in Betrieb gehen.

  • wow. In der Metropolregion wohnen muss Hölle sein.

    Hier im bla... grünen Herzen Deutschlands wohnt kaum einer. Hat Nachteile, aber die Züge sind seltenst derart über!füllt wie bei dir da oben

  • Hier im bla... grünen Herzen Deutschlands wohnt kaum einer. Hat Nachteile, aber die Züge sind seltenst derart über!füllt wie bei dir da oben

    Tjoa. Wollte ja eigentlich heute zum Christopher Street Day nach Pirna fahren. Was für eine absurde Idee, dass so eine Fahrt über fünf Stunden mit zwei großzügigen Umstiegen funktionieren könnte. Der ungarische EuroCity fuhr nicht und dem tschechische EuroCity zwei Stunden später fehlten drei Wagen, natürlich auch der, in dem ich sicherheitshalber reserviert hatte.

    wow. In der Metropolregion wohnen muss Hölle sein.

    „Hölle“ möchte ich es nicht nennen. Aber was öffentliche Verkehrsmittel angeht, fliegt momentan tatsächlich alles auseinander. Wäre mein Vater nicht gerade im Krankenhaus, weswegen ich alle zwei Tage nach Kiel fahre und überdies gern einigermaßen pünktlich dort wäre, ginge ich dem ganzen Zirkus einfach aus dem Weg und bliebe zu Hause, bis Europameisterschaft, Ferien und Baumaßnahmen vorbei sind. Aber man kann’s sich nicht immer aussuchen.