Woche 14 vom 30. März bis 05. April 2026

  • In Paris wurde nach Anne Hidalgo eine neue Person ins Amt gewählt: Emmanuel Grégoire. Mit knapp 50% gewählt möchte er die "Anti-Auto-Politik" seiner Vorgängerin fortsetzen.

    Bürgermeisterwahl von Paris : Paris wählt den Mann der leisen Straßen
    Emmanuel Grégoire ist mit einer radikalen Anti-Auto-Politik Bürgermeister von Paris geworden. Warum gelingt ihm, woran andere Metropolen scheitern?
    www.zeit.de
    Zitat

    Laut einer Studie profitierten [durch die Mobiltätspolitik] zumindest bis 2010 vor allem Besserverdienende – also die zentral Wohnenden. Und die sind es auch, die Grégoire mehrheitlich gewählt haben. Der neue Bürgermeister will nun das ärmere Umland besser anbinden – mit Park-and-Ride-Plätzen am Stadtrand und neuen Expresszügen. Bislang spielten die Menschen jenseits der Stadtautobahn in der Pariser Politik kaum eine Rolle.

    Naaaaja. mal gucken, was das wird. Vielleicht am Ende total geil für ganz ganz viele...

  • In Paris wurde nach Anne Hidalgo eine neue Person ins Amt gewählt: Emmanuel Grégoire. Mit knapp 50% gewählt möchte er die "Anti-Auto-Politik" seiner Vorgängerin fortsetzen.

    https://www.zeit.de/politik/auslan…utos-mobilitaet

    Naaaaja. mal gucken, was das wird. Vielleicht am Ende total geil für ganz ganz viele...

    Und was hatte die bundesdeutsche Presse schon für die Trommel für Rachida Dati gerührt: sie liege in Führung, sie mache Politik für die Mehrheit, und sie sei ja auch nett ("rechtskonservativ" als Camouflage für eine Mischung aus Thatcher, Weidel und La Pen)...

  • Und was hatte die bundesdeutsche Presse schon für die Trommel für Rachida Dati gerührt: sie liege in Führung, sie mache Politik für die Mehrheit, und sie sei ja auch nett ("rechtskonservativ" als Camouflage für eine Mischung aus Thatcher, Weidel und La Pen)...

    Hab gerade den WP-Artikel der Dame gelesen, "nett" ist vermutlich eine nette Bezeichnung für die dort aufgezeigten Fälle von Raffgier und Korruption - passt also hervorragend zu der kriminellen Le Pen, der Vetternwirtschaft und Bigotterie der AFD und dem Sozialdarwinismus von Thatcher.

  • Hab ich was verpasst? 2027 werden doch bloß die Bussgelder für E-Rollern fürs fahren auf dem Gehweg erhöht, bzw. auf den gleichen Satz wie für Radler gehoben. Und blinken müssen sie dann ab 27.

    Zitat

    Bei den Verkehrszeichen wird den Kommunen die Möglichkeit eröffnet, auf für den Radverkehr freigegebenen Flächen ggf. Verkehrsverbote für Elektrokleinstfahrzeuge anzuordnen. Bislang galt umgekehrt, dass die Benutzung für Elektrokleinstfahrzeuge mit einem Zusatzzeichen freigegeben werden muss. Damit werden die Verkehrszeichenregelungen vereinfacht.

    und:

    Zitat

    Die bisher teils in der eKFV und teils in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) enthaltenen verhaltensrechtlichen Regelungen zu Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) werden vollständig in die StVO überführt und an die Vorschriften zum Radverkehr angeglichen.

    e-Scooter sind dann quasi Radfahrer.

    praktische Bedeutung an einem Beispiel

    aufgestellt ist [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10]

    2026 = Radfahren erlaubt, e-Scooter verboten

    2027 = Radfahren erlaubt, e-Scooter erlaubt

    möchte die StVB ab 2027 auf dieser Fläche weiterhin den Verkehr mit e-Scootern ausschließen, muss also ein weiteres Verkehrszeichen/ZZ angebracht werden. Wir wissen alle, wie wahrscheinlich das ist. :evil:

  • Heise meldet:

    [Studie-Aeltere-Maenner-auf-E-Bikes-verletzen-sich-oefter-schwer]

    "Die Ärzte machten auch auf den erheblichen Anstieg der Unfallzahlen allein im Untersuchungszeitraum aufmerksam. Knapp die Hälfte der Unfälle ereignete sich allein 2023 – ein Anstieg um das Anderthalbfache im Vergleich zum Vorjahr."

    Da dieser Trend in der Bundesstatistik nicht auftritt, kann es sich bei der kleinen Stichprobe, die in München untersucht wurde, auch nicht um ein repräsentatives Abbild des Gesamtgeschehens handeln. Alle verallgemeinernden Schlussfolgerungen auf der dünnen Datenbasis (wir reden hier über ganze 11 Traumapatienten in 7 Jahren...) sind somit unzulässig.

    Baden-Württemberg hat gerade die Jahresstatistik 2025 veröffentlicht. Wie jedes Jahr liegt die Helmquote der tödlich verunglückten Radfahrer (46,7%) über der Helmquote, die die BASt parallel dazu bei ihren alljährlichen Zählkampagnen auf der Straße beobachtet (2024: 42,6%). Entweder, der Helm nutzt nichts, oder Helme schützen, vergrößern aber das Sturzrisiko um so viel, dass mit Helm netto mehr als das gleiche Sterberisiko wie ohne Helm herauskommt. Der Schadeffekt durch mehr Stürze wäre dabei um so größer, je höher man den potentiellen Schutzeffekt des getragenen Helmes ansetzt. Sucht's euch aus.

    Zur Männerquote: Männer sind in meiner Verkehrstoten-Statistik der Radfahrer stark überrepräsentiert (was vor allem an ihrer 10:1-Dominanz bei Alleinstürzen liegt, die wiederum mehr als 1/3 aller Toten insgesamt ausmachen). Dass Männer in der Seniorengruppe seltener Helme als Frauen tragen, würde ich entschieden verneinen. Der Schluss liegt nahe, dass die kausale Verknüpfung daher einfach nur "Mann->Unfall" und keineswegs "Pedelec->Mann ohne Helm->Unfall" lautet.