Woche 09 vom 23. Februar bis 01. März 2026

  • eigentlich nicht rüber darf

    Wegen der fehlenden Radstreuscheibe und zugleich fehlenden Sonstigerfahrverkehrsampel?

    Ich übersetze mal für Dich:

    "Freie Fahrt für freie Radler!!1!" ... natürlich unter Beachtung des § 10, angesengter Bordstein oder so ...

    Wo Du legal hinkommst, darfst Du auch legal queren.

  • Wegen der fehlenden Radstreuscheibe und zugleich fehlenden Sonstigerfahrverkehrsampel?

    nein, wegen fehlender Radverkehrsfreigabe auf der anderen Seite.

    Wenn etwas nicht aussieht wie Radweg, nicht beschildert ist wie ein Radweg oder nicht baulich hergestellt ist wie ein Radweg, dann ist es auch kein Radweg.

    aber gibt auch noch die Unterführung:

    Mapillary

    kommt auch ohne explizite Rad-Beschilderung aus, geht aber von einem gem. Geh- und Radweg mit Blauschild ab.

    Öffnet der Diskussion "durfte dort fahren! nein! doch! Schrittgeschwindigkeit! gar nicht! wohl!" dann Tür und Tor :S

  • Wenn etwas nicht aussieht wie Radweg, nicht beschildert ist wie ein Radweg oder nicht baulich hergestellt ist wie ein Radweg, dann ist es auch kein Radweg.

    Bei straßenbegleitenden Teilen stimmt das nach § 2 und § 25 halbwegs ("andere Radwege" sind ein Spezialthema, können wir hier weglassen), bei eigenständigen Wegen, wie hier, bin ich nicht bei Dir. Die sind m.E. ohne Beschilderung erst mal offen für alle vom Fußgänger bis hin zum Lkw (unabhängig von den evtl. physikalischen Hindernissen ...) (ausgenommen klar als Feld-/Waldweg erkennbar, dann nach Naturschutz-/Waldgesetz, oder als Grünanlagenweg erkennbar, dann nach lokaler Satzung ... Hier ist zwar viel Grün, aber die Anwendbarkeit von Grünanlagensatzungen/Polizeiverordnung(Karlsruhe)/... würde ich noch verneinen)

  • Mein Gott, Zone 20, aber die Radler eiern über den Gehweg und brauchen eigenen Verkehrsraum.

    Was mir bei Google-Maps auffällt, ist das offensichtliche Empfinden der Radfahrer, ein Verkehrshindernis darzustellen. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sich auch dort in der 20er-Zone die Radfahrer auf der Fahrbahn extrem an den rechten Fahrbahnrand quetschen. Die Mehrzahl der Radfahrer aber fährt natürlich in völliger Selbstverständlichkeit auf dem Gehweg herum. Solange Radfahrer sich nicht selbst als vollwertige Verkehrsteilnehmer verstehen, werden sie auch vom Kraftverkehr nicht als solcher akzeptiert.

  • Solange Radfahrer sich nicht selbst als vollwertige Verkehrsteilnehmer verstehen, werden sie auch vom Kraftverkehr nicht als solcher akzeptiert.

    Frag mal, wie viele Menschen (v.a. Frauen) zustimmen, dass sie mit dem Wagen nur deswegen so (zu) schnell fahren, weil sie Sorge davor haben, dass sonst dem Hintermann der Kamm schwillt. Frag mal Kleinkraftradfahrer, warum sie eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für ihre Mopeds von 45 auf "mindestens 55" vehement befürworten. Auch die Diskrepanz zwischen hoher Umfrage-Zustimmung für ein Autobahntempolimit und real beobachteter Fahrgeschwindigkeit auf der Autobahn hat ihre Ursache in dieser "Verkehraufhalte-Scham". Wir haben es hier mit einem Grundproblem zu tun, das primär unabhängig von der Frage besteht, ob es überhaupt muskelbetriebene Zweiräder gibt.

    Die allgemein verbreitete Sorge, ein gehasstes Verkehrshindernis zu sein, bedingt aber natürlich auch und erst recht die rege Nachfrage nach Radwegebau. Der Vorwand mit der Verkehrssicherheit als Begründung für Radwege entzieht sich nur deshalb der Demaskierung als Solcher, weil buchstäblich alle -Politik, Verwaltung, Polizei, Rechtsprechung, vermeintliche Täter und vermeintliche Opfer- einhellig davon ausgehen, dass riskante Kurzschlusshandlungen wegen der vom Langsamverkehr verschuldeten Behinderungen selbstverständlich nachvollziehbar und deshalb irgendwie auch legitim sind. Der Radfahrer wird so zum eigentlichen "Störenfried" (= Störer des gesellschaftlichen Friedens), und nicht der durch diesen Störenfried bloß provozierte Kraftfahrer. Paradoxerweise trägt auch die kürzlich eingeführte Regel zum Mindestabstand keineswegs zur Lösung des Konflikts bei, denn der verbriefte Anspruch auf größere Seitenabstände vergrößert die vom Radfahrer verursachte Störung ja nur.

    Diese verzerrte Perspektive wird natürlich nicht schwächer, wenn man sie unermüdlich bestärkt, indem man da draußen immer mehr Radwege in die Landschaft rotzt und jedes Projekt als Meilenstein der Verkehrssicherheit feiert.

  • "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen? Ich bin nun schon viele Jahrzehnte Verkehrsteilnehmer. Ich erlebe auf jeder Fahrt, wie andere Radfahrer auf die Vorschriften sche..en. Vor allem bei Radfahrern ist die Einsicht in die Einhaltung der Regeln eher gering ausgeprägt. Es wird in die falsche Richtung gefahren, über Rot, im Dunkeln ohne Licht, über Gehwege und mit dem Handy in der Hand. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine entsprechende Kontrolle erlebt zu haben. Das passiert eher nur für reißerische Fernsehserien a la "Vorsicht Kontrolle". In der Praxis kann sich jeder Regelrüpel sicher sein, unbehelligt zu bleiben. Daher: Wer soll da was wann wie kontrollieren? Und wo soll dieses Personal herkommen? Wollen wir da mal auf Deutschland hochrechnen?

    Schade, dass die Kontrollen des Anzeigenhauptmeisters sich nur an den Kraftverkehr gerichtet hatten und nie gegen den Radverkehr.

  • Es wäre überhaupt kein Problem, das zu kontrollieren, der Tatbestand des Gehwegradelns ist einfachst nachzuweisen, es will nur niemand.

    Das liegt zum einen daran, das niemand die Radler vom Gehweg auf der Fahrbahn haben will, zum anderen an der Faulheit vom Personal.

  • Frag mal, wie viele Menschen (v.a. Frauen) zustimmen, dass sie mit dem Wagen nur deswegen so (zu) schnell fahren, weil sie Sorge davor haben, dass sonst dem Hintermann der Kamm schwillt. Frag mal Kleinkraftradfahrer, warum sie eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für ihre Mopeds von 45 auf "mindestens 55" vehement befürworten. Auch die Diskrepanz zwischen hoher Umfrage-Zustimmung für ein Autobahntempolimit und real beobachteter Fahrgeschwindigkeit auf der Autobahn hat ihre Ursache in dieser "Verkehraufhalte-Scham". Wir haben es hier mit einem Grundproblem zu tun, das primär unabhängig von der Frage besteht, ob es überhaupt muskelbetriebene Zweiräder gibt.

    Die allgemein verbreitete Sorge, ein gehasstes Verkehrshindernis zu sein, bedingt aber natürlich auch und erst recht die rege Nachfrage nach Radwegebau. Der Vorwand mit der Verkehrssicherheit als Begründung für Radwege entzieht sich nur deshalb der Demaskierung als Solcher, weil buchstäblich alle -Politik, Verwaltung, Polizei, Rechtsprechung, vermeintliche Täter und vermeintliche Opfer- einhellig davon ausgehen, dass riskante Kurzschlusshandlungen wegen der vom Langsamverkehr verschuldeten Behinderungen selbstverständlich nachvollziehbar und deshalb irgendwie auch legitim sind. Der Radfahrer wird so zum eigentlichen "Störenfried" (= Störer des gesellschaftlichen Friedens), und nicht der durch diesen Störenfried bloß provozierte Kraftfahrer. Paradoxerweise trägt auch die kürzlich eingeführte Regel zum Mindestabstand keineswegs zur Lösung des Konflikts bei, denn der verbriefte Anspruch auf größere Seitenabstände vergrößert die vom Radfahrer verursachte Störung ja nur.

    Diese verzerrte Perspektive wird natürlich nicht schwächer, wenn man sie unermüdlich bestärkt, indem man da draußen immer mehr Radwege in die Landschaft rotzt und jedes Projekt als Meilenstein der Verkehrssicherheit feiert.

    Die Angst ein Störenfried zu sein, weil man langsamer als andere fährt, ist meines Erachtens noch sehr viel stärker bei Männern als bei Frauen ausgeprägt. Siehe zum Beispiel diese beiden "Kronen der Schöpfung" die im Video einen adaptiven Abstandsregelautomaten testen, der das Auto automatisch den Tempovorgaben entsprechend fahren lässt.

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    An dieser Stelle im Video philosophieren die Tester darüber, was die automatische Temporegulierung können muss. Zitat: "Mir ist persönlich wichtig, dass wir nicht zu schnell fahren und nicht zu langsam. Und dass sich das Auto ein bisschen menschlich verhält, mitschwimmt im Verkehr, dass wir nicht ein Verkehrshindernis sind."

    Wenn alle zu schnell fahren, dann will ich nicht derjenige sein, der sich an Tempovorgaben hält. Oder mente er, dass er kein Verkehrshindernis sein möchte, indem er zu schnell fährt? ?( Ich fürchte es war so zu versehen, auf keine Fall langsamer fahren und damit ein Verkehrshindernis sein. Eine weitere Gruppe mit Langsamfahrängsten ist also diejenigen, die ein Fahrzeug fahren, dass automatisch angepasst an die Vorgaben die Geschwindigkeit begrenzt.

  • "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen? Ich bin nun schon viele Jahrzehnte Verkehrsteilnehmer. Ich erlebe auf jeder Fahrt, wie andere Radfahrer auf die Vorschriften sche..en. (...) Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine entsprechende Kontrolle erlebt zu haben. Das passiert eher nur für reißerische Fernsehserien a la "Vorsicht Kontrolle". In der Praxis kann sich jeder Regelrüpel sicher sein, unbehelligt zu bleiben.

    Es wäre überhaupt kein Problem, das zu kontrollieren, der Tatbestand des Gehwegradelns ist einfachst nachzuweisen, es will nur niemand.

    Das liegt zum einen daran, das niemand die Radler vom Gehweg auf der Fahrbahn haben will, zum anderen an der Faulheit vom Personal.

    Kommt gerne mal nach Hannover, da ist die Kontrolldichte auf den Radwegen nach meiner Beobachtung deutlich höher als beim Autoverkehr.

    HAZ vom 23.5.25: "Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300 Verstöße. Am häufigsten waren Menschen auf der falschen Straßenseite unterwegs."

    Mehr als 300 Verstöße: Polizei kontrolliert Rad- und Autofahrer
    Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300…
    www.haz.de

    Kontrolliert wird der Radverkehr aber nicht nur im Rahmen von Aktionswochen, sondern in Hannover muss man ständig mit Polizeikontrollen rechnen, bei denen der Radverkehr ins Visier genommen wird. Dass ich an solchen Kontrollen selbst mit dem Rad vorbeifahre, ist mir schon häufiger passiert. Einmal wurde ich angehalten, vermutlich weil die Polizei befürchtete, dass an meinem Museums-Schmuckstück das Licht nicht funktioniert. (Ist schon ein paar Jahre her, da galt noch die Regel fest verbaute Lichtanlage.) Ich bin kein Vielfahrer aber alle paar Monate komme ich selbst an einer polizeilichen Fahradfahrer-Verkehrskontrolle vorbei. Über mangelnde Kontrolldichte kann ich nicht klagen.

  • "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen?

    ich wohne in Jena. Jena hat einen Profi-Fußballverein, der seit langem in der Regionalliga-Nordost spielt. Zum Stadion, das seit Jahren mit Millionen-Kosten neu gebaut wird, kann ich fast hingucken. Was an einem Freitag/Samstag/Sonntag großflächig rund um das Stadion an "Dunkelblau" aufgeboten wird, wenn Fußballclubs aus dem benachbarten Erfurt, aus Leipzig, Halle, Chemnitz etc zu Gast sind, ist grotesk.

    Da macht man "Prävention" und traut sich gleichzeitig nicht, sogenannte "Hochrisiko-Spiele" unter Ausschluss von Fans durchzuführen.

    Ich wüsste, wo ich Personal herbekäme, wenn ich wollte. :|

    aber hey, nicht einmal dem von Bremen erstrittenen Grundsatzurteil (Kostenübernahme Polizeieinsatz durch Profi-Fußball) möchte man sich hier anschließen...

    Gleichzeitig kommt von der lokalen Polizei die Ausrede, dass so viele Überstunden angefallen sind etc., so dass man unmöglich gezielt Kontrollen machen könne, sondern nur "während Einsatzfahrten" das "Geschehen im Auge behält". Wem der Duktus bekannt vorkommt: hat die Polizei in Hamburg als StVB ja stets auch angegeben bei der Frage nach Verkehrsschauen: "während der Einsatzfahrten bzw. der Rückkehr" :whistling::saint:

  • Immer wieder Ärger um E-Scooter: Nun macht Frankfurt strengere Vorgaben
    Sie stehen kreuz und quer oder werden trotz Verbots auf dem Bürgersteig genutzt: E-Scooter sorgen immer wieder für Ärger. Die Stadt Frankfurt beschränkt die…
    www.hessenschau.de
    Zitat

    Die Anbieter müssen künftig beispielsweise nachweisen, dass sie gegen Verstöße wie Fahren in der Fußgängerzone, auf dem Gehweg oder zu zweit vorgehen.

    Zitat

    Zudem werden weniger der Roller unterwegs sein. Die Höchstzahl wird zur Jahresmitte von derzeit 12.000 auf 10.500 beschränkt, im Stadtkern auf 2.400.

    Man stelle sich vor, Kommunen müssten solche Nachweise führen oder sich solche Ziele für den Elefanten im Raum setzen :D:D:D