Laservermessung von Radwegen

  • Zitat von kobL

    Irgendwie überflüssig, nicht?

    Nein, wieso? Wie soll man denn sonst den Zustand von Radwegen ermitteln? Etwa den Azubi mit nem ungefederten Fahrrad alles abfahren lassen? Nenene, das grenzt doch an Unzumutbarkeit.


    Und was kostet das Ding? Die Radwege dürfen nicht durch Laub verdeckt sein!?

    Aber mal im Ernst. Bei der Prüfung von 20km pro Tag kann 1 Personal alle 3 Monate die 910km abfahren (und die 7200km in 2 Jahren). Fotos mit GPS-Standort machen und die Mängel gleich per App in Kategorien einteilen.

  • Bei der Prüfung von 20km pro Tag kann 1 Personal alle 3 Monate die 910km abfahren (und die 7200km in 2 Jahren)

    Und wenn man sich alle Abschnitte spart, auf denen sowieso schon bekannt ist, dass der "Radweg" kacke ist, dann schafft man die verbleibenden Wege auch in einer Woche.


    *edit: oder wenn man auf unbenutzbaren "Radwegen" nicht noch weitere Schilder aufstellen, sondern vorhandene Schilder demontieren würde, dann könnte man ganz einfach aufhören, von "Radwegen" zu sprechen und müsste die gar nicht mehr als solche überwachen.


  • https://www.heise.de/news/Lase…von-Radwegen-5022288.html


    Mit einem Beschleuningssensor geparrte Kamera mit GPS Empfänger auf einem Fahrrad würde wohl den gleichen Zweck erfüllen.

    Dazu müßte der Radfahrer dann auch durch die Schlaglöcher fahren. Willst du das jemanden zumuten ?

    Im zweiten Bild des Berichtes steht das Fahrzeug auf einem Drecksweg. Ist so ein Weg sauber genug um von so einem Fahrzeug vermessen zu werden ?

  • Willst du das jemanden zumuten ?

    Das wird doch jeden Tag Millionen von Radfahrern zugemutet. Normalerweise braucht man allerdings auch keine Lasertechnik, um festzustellen, dass die "Radwege" in völlig desolatem Zustand sind, sondern da würde es ausreichen, wenn die Verantwortlichen sich selbst mal auf ein Fahrrad setzen würden.




  • Und wenn man sich alle Abschnitte spart, auf denen sowieso schon bekannt ist, dass der "Radweg" kacke ist...

    Das ging mir auch durch den Sinn. Hier in FFB und Umgebung kämpfen wir mit ganz anderen Problemen: Nämlich, dass wir gar keine Radwege haben, sondern auf Gehwegen fahren müssen.


    Das Ding hätte m.E. einen Sinn, wenn es nach der Befahrung ausspucken würde: "Das ist ja gar kein Radweg. Wollt ich mich verarschen?"

  • Das wird doch jeden Tag Millionen von Radfahrern zugemutet.

    Die fahren allerdings so gut wie geht um ein Schlagloch herum. Und wenn sich ein Erfasser mit seinem Fahrrad ( wie es kobL vorschlägt) sich genau so verhält, bekommt man einen beschönigten Zustand des Weges.

    Der Zustand von Fahrbahnen wird ja bereits mit der gleichen Technik erfasst. Wichtig ist am Ende vor allen auch welche Konsequenzen es aus den erfassten Daten gibt.

    Bin gepannt, wie das Fahrzeug mit einer Umlaufsperre klarkommt. Vier Mann, vier Ecken? :D

    Dumm nur, wenn man, wenn das Fahrzeug dann auf den Schienen steht, feststellt, das ein Zug kommt.

  • Vielleicht geht es auch gar nicht um so offensichtliche Schlaglöcher oder Aufbrüche. :/


    Möglicherweise ist das Ziel eher ein Monitoring, um sich ankündigende Schäden vor Realisierung zu erkennen und zu beseitigen.

    Ich mein: NRW = Bergbauregion. Was sich da an ungleichmäßigen Setzungen abspielt, ist eigentlich irre.


    Könnte auch sein, dass man von der "Mini-Flickschusterei" weg will, bei der man stets nur einen Flicken auf den Wurzelaufbruch klebt und hofft, dass das wenigstens 2 Jahre hält. Mit der Laserscantechnik könnte man direkt man 10, 20, 30m davor und dahinter gucken, wie sich die Oberfläche im ganzen verhält, ob sich da schon die nächsten Setzungen/Aufbrüche ankündigen. Und dann eben im ganzen sagen: "wir machen direkt mal 100m neu".


    Aber zugegeben: da fängt man eben an, die "guten" Radwege zu unterhalten, anstatt den richtig grottigen Mist in einen guten Zustand zu versetzen. Wohl auch eine Frage der begründeten Priorisierung. :/

    Ich würde mich auch eher dafür entscheiden, die "relativ guten" Radwege in Schuss zu halten, als mit dem gleichen Geld den üblen Mist zu sanieren und dann auch die "relativ guten" Radwege wieder zu "verlieren". :/

  • Mit der Laserscantechnik könnte man direkt man 10, 20, 30m davor und dahinter gucken, wie sich die Oberfläche im ganzen verhält...

    Das Laserprofil möcht ich sehen. Ständiges Auf- und Ab, Rauf- und Runter an jeder Kreuzung.


    In Emmering gibt es einen "unerwarteten Handkantenschlag" quer über den RadGehweg, der seit Jahren(!) im Mängelmelder steht. Mein Gegenvorschlag: Alle Verantwortlichen eine Woche lang jeden Tag 50 mal drüber fahren lassen...

  • und genau dieses auf-ab-Kreuzung-Bordstein rechnest du raus. :)

    du erstellt n Querprofile pro zurückgelegtem Meter. Und am Ende erhältst du eine Punktwolke mit absoluten Koordinaten (North/East) und zusätzlicher Z-Komponente. für jeden einzelnen Punkt.

    und daraus leitest du ab, wie "wellig" oder "buckelig" die Fläche ABCD ist. Erfüllt die deine internen Kriterien von "glatt", muss nichts gemacht werden.

    Hast du an den Seiten deutliche Abweichungen nach unten, weist das möglicherweise auf Senkungen im Randbereich hin. Und bald bricht die Kante ganz ab...


    Ich bin kein Bau-Ing, aber für große Datenmengen (also kilometer Radweg) ist sowas vermutlich durchaus tauglich für die Früherkennung.

  • Beim Laser-Buggy fehlt eigentlich noch ein eingebauter Schredder für blaue Verkehrszeichen. Sollte das Land Niedersachsen auch solch ein Fahrzeug anschaffen, bewerbe ich mich auf die Stelle und fahre dann den ganzen Tag auf "Radwegen".


  • Beim Laser-Buggy fehlt eigentlich noch ein eingebauter Schredder für blaue Verkehrszeichen. Sollte das Land Niedersachsen auch solch ein Fahrzeug anschaffen, bewerbe ich mich auf die Stelle und fahre dann den ganzen Tag auf "Radwegen".


    Ihr habt sie also auch, diese grünen Wegweiserchen? Soweit ich weiß, ist das der (einzige) Beitrag unseres ADFC zu unserer Radinfrastruktur.


    Auf deinem Foto empfinde ich persönlich dieses Wegweiserchen als zweite Ohrfeige zusätzlich zu der vom blauen Lolli. Die Verantwortlichen sollten sich m.E. ein Schild ins Büro hängen: "Verkehrswende? Mit uns ganz sicher nicht."

  • Man hat bei dem Fahrzeug sogar an einen Bügel (Rammschutz) vorne gedacht. Das Teil wird ja bestimmt oft übersehen, wenn es auf Radwegen fährt ... :whistling:

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

  • Ihr habt sie also auch, diese grünen Wegweiserchen? Soweit ich weiß, ist das der (einzige) Beitrag unseres ADFC zu unserer Radinfrastruktur.

    Die Wegweiser sind ganz offizielle Radführungen/Radrouten und werden von den Gemeinden oder dem LRA aufgehängt.

    Die Dinger, dieses Jahr neu aufgestellt, sind bis jetzt der einzige "Output" des Radverkehrskonzepts in FFB, nach 2 Jahren forschen und zählen.

  • Beim Laser-Buggy fehlt eigentlich noch ein eingebauter Schredder für blaue Verkehrszeichen. Sollte das Land Niedersachsen auch solch ein Fahrzeug anschaffen, bewerbe ich mich auf die Stelle und fahre dann den ganzen Tag auf "Radwegen".


    Vor allem: da steht auch ein VZ 220 Vorbeifahrt rechts. Dagegen werde ich doch nicht verstoßen wollen!!!

  • Nicht nur an jeder Kreuzung sondern auch an jeder Grundstücksein- und ausfahrt. Ob diese ständigen Bodenwellen auch als Mangel erfasst werden?

    Eine automatisierte Auswertung wird es nach meiner Erfahrung nicht geben, bei Fotos schon gar nicht. Insofern müsste sich vermutlich irgend jemand die Daten persönlich anschauen. Ich halte das für eine typische technische Spielerei, um irgendwie modern daherzukommen.


    Ein Feigenblatt, um nicht sagen zu müssen: "Lasst und doch mal um das Wesentliche kümmern. Radfahrer brauchen einfach mehr Platz". Das ist vermutlich auch in NRW der Fall. Noch lange vor halb-automatisiert erfassten Schlaglöchern.

  • Die Wegweiser sind ganz offizielle Radführungen/Radrouten und werden von den Gemeinden oder dem LRA aufgehängt.

    Die Dinger, dieses Jahr neu aufgestellt, sind bis jetzt der einzige "Output" des Radverkehrskonzepts in FFB, nach 2 Jahren forschen und zählen.

    Genau so hab ichs auch verstanden

    • Folge den illegalen Gehwegbenutzungspflichten und halte dich von der Fahrbahn fern
    • Hinterfrage nicht, weshalb du einmal auf dem Gehweg radeln musst, ein andernmal aber nicht darfst. Das verstehst du nicht, dafür hast du den Arsch zu weit unten.