Woche 34 vom 17. bis zum 23. August 2020

  • Besser als [Zeichen 242][Zusatzzeichen 1022-10], denn das wäre die Alternative gewesen. Autos raus aus der Friedrichstraße: Klasse!

    In Hamburg Große Johannisstraße (?) ist Tempo 25 per Verkehrszeichen angeordnet. Finde ich mit dem Fahrrad auch entspannt und habe kein Problem, da mal etwas langsamer zu fahren. Und die meisten Radfahrer sind ja ohnehin nicht schneller, also verstehe ich die Aufregung gar nicht, die es um das Tempolimit gegeben hat. Das soll eine Flaniermeile werden und Radfahrer dürfen da trotzdem fahren und das nicht nur mit Schritttempo.

  • Zitat

    FDP-Verkehrsexperte Henner Schmidt erfand das Wort „Fahrradpiste", mit der die „angebliche Fußgängerzone nicht zum Flanieren und Einkaufen einlädt".

    Einladender als ein paar 20 km/h schnelle Fahrräder auf einem 4m breiten Streifen sind natürlich aneinandergereihte PKW auf einer mindestens doppelt so breiten (?) Fläche, die wahlweise mit mindestens 30 km/h unterwegs sind oder stinkend im Weg rumstehen ... naja FDP halt.


    Das Tempolimit finde ich auch in Ordnung. Es wird mit erhöhtem Fußgängeraufkommen zu rechnen sein, besonders in der Weihnachtszeit. Die Strecke ist zudem nicht besonders lang. Was die Überwachung des Tempolimits angeht, bin ich gespannt, was man tun wird. Sei mal dahin gestellt, ob es überhaupt Bedarf für Geschwindigkeitskontrollen geben wird, sind da ja noch ein paar rechtliche Aspekte, die unbeantwortet sind (fehlender Tacho, Toleranzen). Aber das hat die Verwaltung ja geschickt der Polizei übergeholfen.

  • Grundsätzlich gelten doch alle Geschwindigkeitsbegrenzungen auch für Radfahrer oder nicht?

    Für mich ist hier nicht klar, warum Tempo 20 hier nur für Radfahrer gelten soll. Das sollte doch für alle Fahrzeuge gelten, die hier illegal oder mit Ausnahmegenehmigung durch fahren.

    In Hamburg gilt Tempo 25 auf der Mönckebergstraße, zielt aber eher auf die Taxen, Lieferverkehr und Busse.


    Im konkreten Fall (Friedrichsstraße) sehe ich die Geschwindigkeitsbegrenzung aus Rücksicht auf die Fußgänger für gerechtfertigt. Klar, wird eine Übertretung kaum verfolgbar sein.

    .

  • Der neugestaltete Bereich in der Kieler Innenstadt um die ehemalige Holstenbrücke (Holsten Fleet / Kleiner Kiel Kanal) hat ebenfalls eine zHG von 20 km/h. Das befahren ist nur für den Linien- und Radverkehr zugelassen. Da dieser Bereich vor allem Aufenthaltsqualität bieten und den ansässigen Einzelhandel stärken soll ist die Geschwindigkeit vor allem mit Hinblick auf den Fussgängerverkehr angemessen. Auch hier ist die Strecke kurz und kann, von den Radfahrern, die mehr Druck aufs Pedal bringen möchten, umfahren werden.

    Offtopic: Hat es eigentlich schon wirklich Geschwindigkeitskontrollen bei Radfahrenden gegeben? Sinnvoll dürfte doch lediglich das "Lasern" sein #Kennzeichenpflicht für Radfahrer. Nur, wo hält man bei einem Fahrrad das Meßgerät an um ein valides Ergebnis zu erhalten?

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)

  • Trotzdem eine ausgesprochen unglückliche Lösung, weil eben kein Messinstrument vorgeschrieben ist, auch wenn es existiert.


    Bei meinem Haarwuchs ist die 30 km/h Grenze immer recht gut zu erkennen. Etwa da fängt es an so zu ziehen, dass die Haare flattern. Vorher meistens nicht - Gegenwind mal ausgenommen. Danach kann ich es natürlich auch nicht mehr schätzen.


    Für die 30 Zone und die Fahrradstraße reicht das grob aus. Wäre aber eine Geschwindigkeitsüberschreitung um 50%.


    Bei den Abstandregelungen scheint es so zu sein, dass Bußgelder erst ab einer Unterschreitung des Mindest(schätz)abstandes um die Hälfte verhängt werden.


    Randnotiz: Lasern wäre spannend. Würde ich sofort anfechten, weil Lasermessung eigentlich nur für gerade, reflektierende Flächen geeicht ist. Den Frontreflektor am Radl bei normalen Taumelbewegungen trifft der Polizist nie.

  • Randnotiz: Lasern wäre spannend. Würde ich sofort anfechten, weil Lasermessung eigentlich nur für gerade, reflektierende Flächen geeicht ist. Den Frontreflektor am Radl bei normalen Taumelbewegungen trifft der Polizist nie.

    Der Meinug bin ich auch. Bei KFZ wird, glaube ich, meistens das Kennzeichen anvisiert. Bliebe für Radfahrer noch das begleitende Fahren mit einem geeichten Fahrradtacho oder klassische Radarfalle mit Anhalten vor Ort. Funktioniert zumindest technisch.


    https://www.stern.de/panorama/…ern-geblitzt-8191078.html

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)

  • Ich würde mir einfach anschauen, wie das dort zwischen Radfahrern und Fußgängern funktioniert und ob es regelmäßig Konflikte gibt oder nicht und keine Gedanken darüber machen, wie man kontrolliert, ob sich Radfahrer exakt an das Tempolimit halten. *meinjanur*

  • Der Meinug bin ich auch. Bei KFZ wird, glaube ich, meistens das Kennzeichen anvisiert. Bliebe für Radfahrer noch das begleitende Fahren mit einem geeichten Fahrradtacho oder klassische Radarfalle mit Anhalten vor Ort. Funktioniert zumindest technisch.


    https://www.stern.de/panorama/…ern-geblitzt-8191078.html

    Lasern funktioniert auf jeden Fall, wurde ich schon, sowohl mit Mofa, ist auch nicht viel gerade Fläche vorne, schon gar kein Blech, wie auch mit Radl. Und das zur Frühzeit der Geräte, iwird wohl 20-25 Jahre her sein. Am Kesselberg, bergab. Gab aber nur einen feuchten Händedruck und eine Ermahnung wegen nicht vorhandener Schutzkleidung.


    Bei 20km/h wirds wohl nicht viele relevante Überschreitungen geben, noch dazu welche wie es lohnen würde zu ahnden. Respekt für den Kieler Radler.

  • Randnotiz: Lasern wäre spannend. Würde ich sofort anfechten, weil Lasermessung eigentlich nur für gerade, reflektierende Flächen geeicht ist. Den Frontreflektor am Radl bei normalen Taumelbewegungen trifft der Polizist nie.

    Ich wurde mal vor einigen Jahren als Radfahrer von der Polizei mit einem Lasermessgerät (auf Stativ) anvisiert (Tempo 30-Messung vor einer Grundschule). An dem Tag war ich mit einem 16-Zoll-Faltrad ohne Gangschaltung unterwegs und vielleicht 20 km/h schnell. Ich ärgere mich heute noch, dass ich nicht umgedreht bin und den Beamten angesprochen habe, wieviel das Gerät angezeigt hat. Ich denke ernst gemeint war die Messung nicht oder hinter mir tauchte schon das nächste Auto auf.

  • Ich würde mir einfach anschauen, wie das dort zwischen Radfahrern und Fußgängern funktioniert und ob es regelmäßig Konflikte gibt oder nicht und keine Gedanken darüber machen, wie man kontrolliert, ob sich Radfahrer exakt an das Tempolimit halten. *meinjanur*

    Das war auch eher "wissenschaftliches Neugierde" als tatsächliche Sorge vor Geschwingkeitskontrollen.

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)