Beiträge von Johann

    Danke für die Antworten. Ich wollte den Thread mit der Zwischenfrage eigentlich nicht zu einem Bremsendiskussionsthread entführen, vielleicht ist das eher einen eigenen Thread wert.
    Malte braucht schließlich ein ganzes Fahrrad.

    Und hydraulische Scheibenbremsen sind denen mit Zug mittlerweile vorzuzuiehen.

    Das habe ich mittlerweile schon öfter gelesen. Nur äußert sich niemand zum "warum". Ich schaffe es auch mit denen mit Zug die Räder zum Blockieren zu bringen, kann mir aber mangels Praxis nicht vorstellen, wo hydraulische Bremsen besser sein sollen. Welchen Vorteil übersehe ich?

    Die Zeit, den Falschparker zu suchen und aufzuschreiben ist da anscheinend noch nicht drin.

    Doch. Die Zahlen sind zwar etwas älter, aber in etwa kommtt das immer noch hin:


    Auch ein finanzielles: Als der frühere Finanzsenator Ulrich Nußbaum die Aufwendungen untersuchen ließ, wurden die Verwaltungskosten eines „Knöllchens“ auf durchschnittlich 9,39 Euro beziffert. Davon entfielen 3,79 Euro auf die Mitarbeiter, die auf den Straßen im Einsatz sind, und 5,60 Euro auf die Bußgeldstelle.

    Das mach also nur für den 10€-Billig-Strafzettel ein Minus von 0,56 €. Bei allen anderen demzufolge ein sattes Plus.


    Wenn ich als Berliner Bezirk vom Senat zum Sparen und Abbau von Schulden genötigt wäre, ich hätte da eine Idee. Zusätzlich so tolle Sachen wie "Arbeitsplätze geschaffen", "Personalabbau in der Verwaltung gestoppt", "für Sicherheit und Ordnung gesorgt".

    Gegenwärtig sind Kontrollen aufgrund der niedrigen Bußgelder fast immer ein Zuschußgeschäft.

    Hast du irgendwelche Zahlen, die das belegen? Das wird ja gern u.a. von den Ordnungsämtern vorgeschoben, um nichts gegen Falschparker tun zu müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Minusgeschäft ist, wenn man das konsequent durchziehen würde.

    Und die "Behinderten" bestehen auch auf diese Kante.

    Vielleicht kenn sich ja hier jemand mit dem Thema besser aus und kann mich aufklären. Ich dachte immer, dass diese weißen geriffelten Steine eine Orientierungshilfe für Sehbehinderte sind. Wozu man dann noch Kanten braucht ist mir nicht ersichtlich, schaffen sie doch für viele andere überhaupt erst Probleme, für den Rollstuhlfahrer, die Oma mit Rollator, die Mutter mit Kinderwagen, ...
    Hier in Berlin wird an Furten auch gern beides verbaut. Ca. 3cm hohe Kanten (die nicht abgerundeten) und die weißen Steine, die Kante auch über den Radweg.

    Fahrradstadt Hamburg:


    Besonders schön, dass viele Fotos von meiner täglichen Strecke entlang der Kieler Straße aufgenommen wurden.

    Aus dem Artikel:
    „Die Nebenflächen der Kieler Straße werden voraussichtlich in den nächsten Jahren erneuert. Dabei werden selbstverständlich die nach Stand der Technik erforderlichen Anforderungen an Ausgestaltung und Ausstattung berücksichtigt.“


    Glaub ich sofort :D

    Wisst ihr wo die Vorschriften zur Ladung stehen? Aus der StVZO kann ich nur lesen, dass >40cm überstehende Ladung evtl. kenntlich gemacht werden muss, dass dabei die Maximalbreite überschritten werden darf jedoch nicht.

    Ich vermute mal, dass eine so angebrachte Poolnudel gar nicht zulässig ist.


    (9) Abweichend von den Absätzen 1 bis 8 dürfen Kraftfahrzeuge nach § 30a Absatz 3 folgende Maße nicht überschreiten:
    1.Breite:
    a)bei Krafträdern sowie dreirädrigen und vierrädrigen Kraftfahrzeugen 2,00 m,
    b)bei zweirädrigen Kleinkrafträdern und Fahrrädern mit Hilfsmotor jedoch 1,00 m,

    §32 für sich greift ja für Fahrräder nicht, aber es gibt ja noch

    Die Vorschriften über Abmessungen, Achslast, Gesamtgewicht und Bereifung von Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern (§§ 32, 34, 36 Absatz 1) gelten für andere Straßenfahrzeuge entsprechend.

    spätestens §30c sorgt dann wohl dafür, dass die so angebrachte Poolnudel nicht geht.


    (1) Am Umriss der Fahrzeuge dürfen keine Teile so hervorragen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden.


    Ich könnt mir aber vorstellen, dass eine 1m breite Poolnudel mittig auf dem Gepäckträger auch schon eine Verbesserung bringt.

    Wie verhält es sich eigentlich bei einer abbiegenden Vorfahrtstraße, wenn das Fahrzeug dieser folgt (z.B. Z. 1002-10)?
    Nach §9(3) wäre das Fahrzeug wartepflichtig, nach dem neuen §25(3) nicht.

    Das ist auch heute schon so. Dafür braucht man keine Änderung der StVO.

    Ich weiß, nur steht das nur sehr allgemein in:

    Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen; wenn nötig, ist zu warten.

    In §25 (3) werden nun aber (neuerdings) die Situationen aufgezählt, wann Fußgänger bei Queren von Fahrbahnen an Kreuzungen und Einmündungen Vorrang haben. Da gehört das der Vollständigkeit halber (auch) rein.
    Dass allerdings tatsächlich Vorrang vor Fahrzeugen auf der Vorfahrtsstraße beim Überqueren der Vorfahrtsstraße gemeint sein soll, kann ich mir nicht vorstellen.

    Ja, und vor allem auch gegenüber abbiegenden Fahrzeugen auf einer Vorfahrtstraße - beim Queren dieser.

    Ich denke hier ist die Formulierung nicht ganz genau. Geschrieben ist:


    Zitat


    An Kreuzungen und Einmündun-
    gen haben zu Fuß Gehende beim Queren der Fahrbahn Vorrang gegenüber
    Fahrzeugen, die in eine wartepflichtige Straße abbiegen,

    gemeint ist wahrscheinlich:


    Zitat


    An Kreuzungen und Einmündun-
    gen haben zu Fuß Gehende beim Queren der Fahrbahn einer wartepflichtige Straße Vorrang gegenüber
    Fahrzeugen, die in eine wartepflichtige Straße abbiegen,

    Und das ist auch ganz gut so, weil sonst berechtigterweise Autofahrer das Selbe unternehmen.

    Das geht zum Glück ja nicht so einfach, da das jedesmal beantragt werden müsste:

    (2) Veranstaltungen, für die Straßen mehr als verkehrsüblich in Anspruch genommen werden, bedürfen der Erlaubnis. Das ist der Fall, wenn die Benutzung der Straße für den Verkehr wegen der Zahl oder des Verhaltens der Teilnehmenden oder der Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge eingeschränkt wird; Kraftfahrzeuge in geschlossenem Verband nehmen die Straße stets mehr als verkehrsüblich in Anspruch. Veranstaltende haben dafür zu sorgen, dass die Verkehrsvorschriften sowie etwaige Bedingungen und Auflagen befolgt werden.

    Allerdings könnte man der ersten Teil von Satz 2 ja auch auf Radfahrer anwenden. Kennt jemand dazu Urteile?