Beiträge von Klapprad_Junkie

    Lennart Pusch ist leider als Verkehrsplaner Berufsanfänger. "Ausbildung von Lennart Pusch. 2019 - 2021. Integrative Stadtentwicklung – Smart City: Master-Studiengang. FH Technikum Wien" Quelle: Xing.com Ich befürchte, dass er seine Vorstellungen nicht durchsetzen kann. Haben seine beiden Vorgänger leider auch nicht geschafft. Stattdessen wird die vorgesetzte Verwaltung ihre halbherzigen Versuche mit der Annahme mit bunten Steinen tolle Radverkehrsbedingungen schaffen zu können, fortsetzen. Vermutlich wird er in 1-2 Jahren entnervt aufgeben und sein Glück bei einem Planungsbüro versuchen.

    Richtig! Pez schlägt häufig Einbahnstraßen vor. Wir haben in Lüneburg an zwei Stellen Straßen, die fast in wenigen hundert Metern Entfernung parallel laufen - Bleckeder Landstraße/ Dahlenburger Landstraße sowie Uelzener Straße/ Soltauer Straße. Die eine Straße könnte den Kraftfahrzeugverkehr stadteinwärts und die andere Straße stadtauswärts führen, damit wäre jeweils mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr.

    Das ganze hatte Prof. Pez befristet vorgeschlagen, um danach die Ergebnisse auszuwerten und endgültig zu entscheiden. Stattdessen werden von der Verwaltung halbherzige Lösungen umgesetzt (Dahlenburger Landstraße) oder man verzettelt sich in immer neuen Planungen (Uelzener Straße).

    Oder alle sind ratlos, was das Thema angeht. Pez hat neulich bei der Radtour der Grünen ja erzählt, dass 5 von 6 Kandidaten zu ihm gekommen seien. Pez macht übrigens schon seit Jahren gute Vorschläge, die weder die Parteien noch die Verwaltung bisher aufgenommen haben.

    Von der langen Liste der Bewerberinnen sind wohl nur noch vier Namen relevant, soweit ich das einschätzen kann:

    Hinsichtlich den für dieses Forum relevanten Themen mit Verkehrswende und Fahrradinfrastruktur sind sich alle sehr einig, da müsse viel passieren, man ist sich sogar so doll einig, dass drei der vier Kandidatinnen auf ihrer Webseite (Kalisch hat offenbar noch keine) ganz viele Fotos von Fahrrädern und Lastenrädern und nachhaltiger Mobilität zeigen.

    Die Liste ist dahingehend unvollständig, dass Michèl Pauly (Die Linke) fehlt.

    https://www.landeszeitung.de/l…-nominieren-michel-pauly/

    Pia Steinrücke ist nach meinem Kenntnisstand parteilos, kandidiert aber für die SPD.

    Monika Scherf leitet aktuell das Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg und war 2014 erfolglose Landratskandidatin im Landkreis Lüneburg.

    Ich denke, dass alle KandidatInnen erkannt haben, dass ohne Radverkehrsthemen die Bürgermeisterwahl nicht zu gewinnen ist.

    Stellt sich nur die Frage, bei wem es sich um unklare Phrasen und bei wem um ernstgemeinte Vorschläge handelt.

    Spätestens im Rahmen der Wandelwoche im Juli 2021 sollte es konkrete Aussagen zu Lüneburgs Zukunft von allen KandidatInnen geben.

    https://wandelwoche-lueneburg.de/

    Ein geplanter Programmpunkt sind die Wahlprüfsteine. Da auch ADFC und Radentscheid auf der Wandelwoche vertreten sind, erwarte ich aussagekräftige Diskussionen.

    Meinetwegen müssen auch nicht gleich Tempo-30-Bereiche eingerichtet werden, auch wenn das natürlich großartig wäre; mir würde es fürs Erste schon reichen, wenn die Benutzungspflicht auf linken Straßenseiten aufgegeben würde (was natürlich mit Popup-Radfahrstreifen korrespondieren könnte…) und ich nicht ständig an irgendwelchen Bettelampeln warten müsste. Ich habe da gerade relativ geringe Ansprüche.

    Wir haben schon recht viele Tempo-30-Zonen in Lüneburg. Praktisch alle Bereiche abseits von Durchgangsstraßen.

    Es wird nur so gut wie gar nicht kontrolliert.

    Linksseitige Benutzungspflichten bzw. Zweirichtungsradwege sind in Lüneburg tatsächlich sehr häufig und eine seit Jahrzehnten unveränderte schlechte Angewohnheit.

    An die DUH wurde übrigens letztes Jahr der Wunsch nach Pop-Up-Radwegen für Lüneburg bereits geäußert. Nach meinem Kenntnisstand leider ohne Rückmeldung. Die Bettelampel sind tatsächlich nervig, wobei die Ampeln nicht immer im Bettelmodus laufen. Es gibt verschiedene Ampelschaltprogramme, die je nach Tageszeitzeit durchlaufen. Das blöde ist nur, dass man den Ampel nicht ansieht, ob sie gerade im Bettelmodus laufen. Positiv bei den Ampel ist allerdings anzumerken, dass es an mindestens drei Stellen Ampel mit Bewegungssensor statt Kontaktschleife gibt.

    Der Polizist, dem Malte mit dem Rad in Lüneburg begegnet ist, ist übrigens kein Mitglied der Fahrradstaffel, die haben wir nämlich nicht, sondern ein BünaBe (Bürgernaher Beamter). Zu den Abstands-Bannern kann ich anmerken, dass nach weiteren Standorten gesucht wird und gerade auch in Klärung ist, ob größer nicht besser ist. Dann werden die Banner auch woanders hängen. Ich verhalte mich in Lüneburg auch (fast) immer regelkonform und ich fühle mich von der Polizei bzw. vom Ordnungsamt nicht misstrauisch beäugt. Die Fußgängerzone in Lüneburg ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, was allerdings auch der Altstadt geschuldet ist. Als Ortskundiger kann ich anmerken, dass die seit Jahren gültige Regelung, dass einige Abschnitten mit Fahrrädern ganztags befahren werden dürfen, schon Sinn macht, da es sich in der Regel um Abschnitte handelt, an denen ganztags Anliegerverkehr zulässig ist. Es handelt sich hier allerdings nicht um die Haupteinkaufsstrassen. Aber auch hier passieren der Verwaltung bei der Beschilderung Fehler, um deren Behebung sich die Verwaltung auch kümmert. Leider dauerte es manchmal Monate, bis fehlerhafte Beschilderungen korrigiert werden, wobei es manchmal unklar bleibt, ob die Beschilderung immer schon fehlerhaft war oder Schilder einfach verschwinden.

    Am 14.10.2020 findet ab 13:15 im Strafjustizgebäude in Hamburg der Prozess (mit Fortsetzung) gegen den LKW-Fahrer statt, der am 19.03.2019 den tötlichen Fahrradunfall Holstenkamp/ Große Bahnstraße verursachte. Ich werde mir den Prozess wohl nicht anschauen. Die Termine Strafjustizgebäude sind schon ohne Corona ätzend und wegen der zu erwartenden zahlreichen Pressevertreter, kann ich mir vorstellen, dass es schwierig wird, einen Platz zu finden. Aber vielleicht geht ja jemand anderes hin und berichtet hier hinterher. Den Folgetermin sollte es dann innerhalb der nächsten drei Wochen geben.

    Gibt es eigentlich Erfahrungen, wie in der Praxis damit umgegangen wird? Entweder müsste ja eine Behörde das alte Recht komplett anerkennen oder das neue. Scheinbar werden sich aber Rosinen herausgepickt z.B. Geschwindigkeitsverstösse/ Fahrverbote oder wurden irgendwo z.B. E-Scooter verboten?

    Nach so vielen Fachleuten gebe ich auch noch meine Meinung hinzu. Fahrradmitnahme im Metronom HH-LG ist grundsätzlich möglich. Der Fahrradwagen befindet sich in Fahrtrichtung Lüneburg an vorletzer Stelle. Letzter Wagen ist der Steuerwagen, dort sind Fahrräder in der Regel nicht erwünscht, da der Platz für Rollis und Kinderwagen freibleiben soll. Sitze gibt es meines Erachtens nach aktuell weder im RB31 noch im RE3 im Fahrradabteil. Die Umbauten werden aber bald wieder losgehen, da im Winter mehr Sitzplätze vorgesehen sind (4 x 4er). Wegen Corona fordert das ME-Zugpersonal eh auf, nur die Fensterplätze zu benutzen. Da fühle ich mich im Fahrradwagen gut aufgehoben. Als Sitzplatz empfehle ich entweder die Klappsitze über den Fahrgestellen oder die großen Bügel im Fahrradwagen (wenn er nicht zu voll ist). Als Fahrkarte reicht die HVV Fahrradkarte aus. Nach meinem Kenntnisstand ist im HVV nur bei U- und S-Bahn die Mitnahme von Lastenräder nicht erlaubt. Im Metronom sollte dies kein Problem sein, solange du nicht Fluchtwege versperrst . Falls du dein Rad nicht Treppe rauf oder Treppe runter tragen können solltest, erkundige dich am besten nach der größe der Fahrstühle. Könnte mit einem Long John knapp werden. Auf die Rolltreppe darfst du offiziell mit einem Rad ja nicht. Im Metronom gibt es nach dem Einstieg eine bereits erwähnte kurze Trennwand. Die sollte bei einem einspurigen Rad keine Schwierigkeit darstellen. Je nach Wetterlage und Tageszeit wird der Metronom mitunter voll mit Fahrrädern sein. Besonders am Wochenende bei gutem Wetter kann es eng werden. Der Tipp mit dem RB31 ist ja schon gefallen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten länger, allerdings wird es im Fahrradabteil ruhiger zugehen. Besser noch sind die Verstärker-Züge. Von Hamburg fährt der Metronom RE3 meistens um xx:57. Der RB31 um xx:33. Als Verstärker werden samstags z.B. noch RE3-Züge um 09:28 (Ankunft LG 10:02) und 10:20 eingesetzt (Ankunft LG 11:04). Erfahrenungsgemäß geht es in den Zügen sehr ruhig zu. Von Lüneburg nach Hamburg empfiehlt sich dann wieder ein Verstärker-Zug oder der RB31, da der ab Lüneburg eingesetzt wird. Wie viele Räder aus Richtung Uelzen nach Hamburg unterwegs sind lässt sich wie immer schlecht kalkulieren. Fahrplan vom Metronom https://www.der-metronom.de/do…-me-2020-web-RE3-RB31.pdf . Die besonders vollen Züge sind durch Sardinen gekennzeichnet.

    Kommt drauf an, zu welchem Ergebnis die Polizei kommt:

    Verband liegt nicht vor

    • keine besonderen Rechte der Teilnehmer

    • jeder für sich ist Verkehrsteilnehmer mit allen Rechten und Pflichten

    • Verbotene Ansammlung nach § 113 OWiG; Ordnungswidrigkeit nach § 29 StVO

    • Maßnahmen der Polizei in Abhängigkeit der Beurteilung der Lage (Gefahrenprognose) einschließlich der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten • ohne polizeiliche Maßnahmen tolerieren oder ignorieren

    • Kompromissfindung mit den Teilnehmern hinsichtlich Verband nach § 27 StVO – Ver-bandsstatus begründen (Beachte § 29 StVO)

    • ggf. Begleitung zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung mit Sonder- und Wegerechten

    polizeiliche Maßnahmen zur Unterbindung oder Beendigung als Ultima Ratio (taktische Möglichkeiten und Umsetzbarkeit beachten – oft nur mit größeren Planungsaufwand)

    Massen-IDF

    Platzverweise

    und mein Lieblingspunkt:

    • Beschlagnahme Ventile/Fahrrad etc.

    Momentan häufen sich die Unfälle, so dass man kaum noch hinterher kommt:


    Zum tödlichen Verkehrsunfall in Kisdorf (21.10.2019) wird am 04.12.2020 ab 09:00 der Prozess gegen den mittlerweile 86-jährigen Fahrer des SUVs im Amtsgericht Bad Segeberg vor dem Schöffengericht stattfinden (Quelle: Kieler Nachrichten vom 25.08.2020). Interessant ist, dass üblicherweise fahrlässige Tötungen im Strassenverkehr nicht vor dem Schöffengericht ( ein Berufsrichter plus 2 Schöffen) verhandelt werden, sondern nur vor einem Richter. Das Schöffengericht verhandelt nur Strafverfahren mit einer im Falle der Verurteilung zu erwartenen maximalen Haftstrafe von 2 bis 4 Jahren. Ich werde versuchen hinzufahren, wer kommt mit?

    Randnotiz: Lasern wäre spannend. Würde ich sofort anfechten, weil Lasermessung eigentlich nur für gerade, reflektierende Flächen geeicht ist. Den Frontreflektor am Radl bei normalen Taumelbewegungen trifft der Polizist nie.

    Ich wurde mal vor einigen Jahren als Radfahrer von der Polizei mit einem Lasermessgerät (auf Stativ) anvisiert (Tempo 30-Messung vor einer Grundschule). An dem Tag war ich mit einem 16-Zoll-Faltrad ohne Gangschaltung unterwegs und vielleicht 20 km/h schnell. Ich ärgere mich heute noch, dass ich nicht umgedreht bin und den Beamten angesprochen habe, wieviel das Gerät angezeigt hat. Ich denke ernst gemeint war die Messung nicht oder hinter mir tauchte schon das nächste Auto auf.

    Auf den OHE-Bahnstrecke Winsen-Hützel bzw. Winsen-Soltau findet ja Museumsverkehr statt - http://www.heide-express.de/ . Grundsätzlich könnte ein Ausbau des Sommerfahrplans Richtung Heidepark möglich sein. Stellt sich nur die Frage, wer das Risiko trägt, falls die Fahrten nicht ausgelastet wären. Der HVV hätte hier keine Gültigkeit. Die Fahrten wären also gesondert zu zahlen. Die AVL ist auch regelmäßig bei Reaktivierungsdiskussionen zur Strecke Lüneburg-Amelinghausen und Lüneburg-Bleckede dabei.

    Für alle die den Corona Podcast noch nicht kennen: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

    Die Folge vom 13.03.2020 kann ich nur empfehlen.

    Nein, wir müssen nicht alle zu Hause bleiben. Wir dürfen uns mit Freunden treffen und uns an der frischen Luft bewegen.

    Laut Prof. Drosten sollten wir individuell bewerten, welche Risiken für uns oder andere bestehen.

    Malte: Joggen und radfahren ist beides ok.

    Geschlossene Räume mit vielen täglich Leuten eher nicht ok.

    Auch wenn es sich hier um einen Sternfahrt Zubringer handelt, ist es immer noch eine Sternfahrt und kein Radrennen. Leipzig - Werder sind ca. 145 km in 8 Stunden inkl. Pannen und Pausen. Bei etwa 6 Stunden reiner Fahrtzeit kommt man im Durchschnitt auf 24,x km/h. Man fährt aber nicht allein, sondern in einer Gruppe, wobei Windschatten und Gruppendynamik ihr übrigens tun. 2019 bin ich auf der Sternfahrt-Route Stettin-Eberswalde-Berlin mit einem 16 Zoll Faltrad ohne Gangschaltung mit einem Übersetzungverhältnis 48/15 gefahren. Das war gut zu schaffen. Die Strecke war etwa gleich lang, wir sind allerdings in Stettin schon um 21:30 los und nicht nur Asphalt gefahren, sondern auch Singletrack im Wald und am Kanal. Trotz mindestens drei Platten in der Gruppe und einer fast einstündigen zusätzlichen Pausen am Oderdeich waren wir um kurz vor 07:00 in Eberswalde. Abfahrt dort war dann um 07:30. Die jüngsten Radfahrenden waren übrigens ca 13-14 Jahre alt.Die Nacht durchzufahren war auch nicht so schlimm. Der Sekundenschlaf kam bei mir erst kurz vor Biesenthal. Nach dem Frühstück in Biesenthal fühlte ich mich dann auch wieder besser. Ich kann Nachtfahrten in größeren Gruppen in moderatem Tempo nur empfehlen. Macht einen Riesenspaß!