• Ich... 27

    1. kann/möchte/werde mich nicht impfen lassen (1) 4%
    2. habe noch keinen Impftermin (9) 33%
    3. habe einen Termin für die Erstimpfung (0) 0%
    4. bin teilweise geimpft und warte auf meine Zweitimpfung (14) 52%
    5. bin vollständig geimpft (3) 11%

    Mich würde mal interessieren, wie's unter uns Radfahrern aussieht:

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Mir wird im Zuge dieser Impfkampagne jeden Tag vor Augen geführt, dass ich wieder und wieder an etwas scheitere, das alle anderen aus meinem Umfeld offenbar problemlos erreichen.


    Und ich muss dann schon froh sein, wenigstens im August vielleicht mal langsam die Chance auf einen Termin zu haben.

    Am Freitag war u.a. dies Thema in der Sendung Lebenszeit des DLF. Es scheint tatsächlich eine Art Wettrennen um die Impfung zu starten. Es gab vorher für tatsächlich Berechtigte auch Probleme, nun verschärft sich die Lage zu einer Konkurrenz Situation in der Personenen mit ausgeprägter Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, umfassenden Regelkenntnissen und/oder IT-Fertigkeiten schneller ans Ziel kommen. Insbesondere, wenn noch eine gute Portion Anspruchshaltung dazu kommt.

    Wenn ich nicht meines Brötchengebers Diener wäre, würde ich vmtl. auch in @Maltes Situation stecken. Der verständliche Frust und Impfneid darf allerdings nicht davon ablenken, dass das eigentliche Problem in der zu geringen Menge an verfügbarem Impfstoff, verschärft durch das schlechte Image von Astra Zenaca, liegt. Ich glaube, dass Phänomen das du beschreibst, ist bei hoher Nachfrage und knappen Ressourcen erwartbar. Die Besonderheit liegt eher an der jetzigen Beteiligung der gesamten Gesellschaft. Vielleicht mildert es den Frust etwas wenn man sich vor Augen führt, dass es nicht um den Zugang zu Intensivpflege oder gar Sauerstoff (Indien) geht. Sondern um Impfstoff.

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)

    Einmal editiert, zuletzt von krapotke ()

  • Beitrag von Gerhart ()

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  • Beitrag von krapotke ()

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  • KohlConsult (Walter Kohl - Sohn von Helmut Kohl) klagt grade gegen das G-Ministerium wegen eingefädelter aber nichtbezahlter Maskenlieferungen.



    KohlConsult ist eine GmbH, deshalb ist das Impressum ungültig. Pepschmier-Consult läßt sich grade von KohlConsult beraten, wie man daraus am meisten Kohle (Achtung Wortspiel) und anschließend 50:50 machen kann. So geht das.

  • Angst um meine Gesundheit habe ich eigentlich nicht.

    Ich auch nicht. Deswegen war es mir relativ egal, wann ich geimpft worden wäre. Für mich ist der gesellschaftliche Vorteil deutlich wichtiger als der persönliche. Für den ist es aber egal, ob ich oder ein anderer zuerst dran gewesen wäre. Ich hatte mich im Januar schlau gemacht, wann ich in etwas dran gewesen wäre. Ich hätte mich jetzt um einen Termin kümmern können. Doch dann kam ein Angebot aus einer völlig unerwarteten Ecke. Mittwoch war mein zweiter Schuß.


    Mich stört völlig, dass die Vorgehensweise nach politischen Vorteilen entschieden wird (und wurde). Die Priorisierung hätte nicht aufgehoben werden dürfen. Auch, dass geimpfte auf einmal Privilegien erhalten, .... Mein Gedächtnis ist noch gut genug, um mich an bestimmte Politkerreden zu erinnern. Solidarität ist keine Einbahnstraße.

  • Auch, dass geimpfte auf einmal Privilegien erhalten

    Das ist halt eine etwas komplizierte Sache. Einerseits hat man mit den Privilegien (die man ja im offiziellen Politiksprech auch nicht so nennen darf) für Geimpfte einen Ansturm auf die Impfungen ausgelöst, weil sich plötzlich Menschen impfen lassen wollen, die aus gesundheitlichen Gründen eigentlich nicht dringend geimpft werden müssten (weil Covid bei ihnen wahrscheinlich nicht extrem schlimm wäre). Von daher ist es politisch unklug. Andererseits wäre man juristisch auf recht dünnem Eis, wenn man Leuten, von denen kein signifikantes Ansteckungsrisiko ausgeht, die Grundrechte beschränkt (denn das lässt sich ja nur durch das Ansteckungsrisiko begründen).

  • Andererseits wäre man juristisch auf recht dünnem Eis, wenn man Leuten, von denen kein signifikantes Ansteckungsrisiko ausgeht, die Grundrechte beschränkt (denn das lässt sich ja nur durch das Ansteckungsrisiko begründen).

    Grundrechte sind für Individuen. Und das ist das Problem, denn eine Gesellschaft ist mehr als die Summe der Individuen.


    Eine Priorisierung kann ja nicht mit Grundrechten begründet werden, sondern nur über den gesellschaftlichen Nutzen. Grundrechte sprächen gegen eine Priorisierung. Sich als Nutznießer einer in meinen Augen grundrechtswidrigen Priorisierung jetzt auf diese Grundrechte zu berufen, ist unterste Schublade.

  • Eine Priorisierung kann ja nicht mit Grundrechten begründet werden, sondern nur über den gesellschaftlichen Nutzen.

    Selbstverständlich.


    Zitat

    Grundrechte sprächen gegen eine Priorisierung.

    Könntest du das mal etwas ausführen, warum das so ist? Das ist mir so direkt jetzt nicht klar.

    Zitat


    Sich als Nutznießer einer in meinen Augen grundrechtswidrigen Priorisierung jetzt auf diese Grundrechte zu berufen, ist unterste Schublade.

    Andererseits sind, wie du ja selbst geschrieben hast Grundrechte individuelle Recht jedes Einzelnen. Folglich ist deren Einschränkung auch nur zulässig, wenn sie für den jeweiligen Einzelnen zur Abwehr von Gefahren notwendig ist. Oder hast du hier eine andere Auffassung? Wenn ja, welche?

  • Könntest du das mal etwas ausführen, warum das so ist? Das ist mir so direkt jetzt nicht klar.

    Ich subsummiere eine Impfung durchaus unter das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das somit großen Bevölkerungsgruppen verwehrt wurde.

    Andererseits sind, wie du ja selbst geschrieben hast Grundrechte individuelle Recht jedes Einzelnen. Folglich ist deren Einschränkung auch nur zulässig, wenn sie für den jeweiligen Einzelnen zur Abwehr von Gefahren notwendig ist. Oder hast du hier eine andere Auffassung? Wenn ja, welche?

    Nein, nur habe ich vielleicht andere Vorstellungen davon, was in Gefahr geraten könnte. Der gesellschaftliche Frieden beispielsweise.

  • Ich subsummiere eine Impfung durchaus unter das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das somit großen Bevölkerungsgruppen verwehrt wurde.


    Viren in meinem Körper zu produzieren und diese auf andere Leute loszulassen ist Körperverletzung. Von daher sehe ich es als meine Pflicht an, mich impfen zu lassen. Und ich akzeptiere auch Beschränkungen für Leute, die keinen Bock haben, sich impfen zu lassen. Zumindest solange, bis von diesen noch eine relevante Gefahr ausgeht.


    Ein Recht, eine Impfung zu erhalten, kann ich nicht erkennen. Es ist lediglich gesamtgesellschaftlich betrachtet sinnvoll, Impfstoff zur Verfügung zu stellen, um Schaden abzuwenden. Verwehrt wird niemandem die Impfung. Es gibt schlichtweg zu wenig Impfstoff.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ich hab inzwischen nen Termin, Kumpel mit ähnlichen Umständen wie ich (ITler im HomeOffice) auch. Auf der Arbeit haben auch schon viele Termin oder sind schon geimpft.

    Familie ist auch schon gut dabei. Damit dürfte mein näheres Umfeld auch in absehbarer Zeit durchgeimpft sein.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ich habe gestern einen Termin für eine Impfung über den Betriebsarzt bekommen: morgen! Einerseits freue ich mich natürlich, dass das so schnell ging, aber andererseits denke ich auch darüber nach, ob es nicht noch viele Menschen gibt, bei denen eine Impfung wichtiger wäre als bei mir. Nur ist es so, dass das Impfangebot über den Betriebsarzt nicht noch einmal kommen wird.

  • Wenn sich die Möglichkeit bietet, solltest Du sie auch nutzen. Betriebsärzte dürften momentan, da relativ neu im Einsatz, die beste Chance sein, eine Erstimpfung zu bekommen. Bei uns gibts gerade fast nur 2. Impfungen.


    Du schubst ja keine Oma vom Rollator dafür.

  • Ich bin letztes Jahr auch umgezogen und habe bis jetzt noch keinen Hausarzt gebraucht. Anfang Mai habe ich mich dann darum gekümmert und eine Praxis gefunden die auf Ihrer Webseite damit wirbt warb immer neue Patienten aufzunehmen. Zusätzlich war ich von der fortgeschrittenen Digitalisierung der Praxis angetan (Videosprechstunde, online Termine buchen, Dokumente digital austauschen). Also habe ich einen Termin (wohlgemerkt nicht für eine Corona-Impfung!) gemacht der auch bestätigt wurde.


    Jetzt kam am Montag (nach vier Wochen) doch ein Anruf mit der Absage des Termins der nächste Woche sein sollte. Wegen der ganzen Corona-Impfungen könne man zur Zeit keine neuen Patienten aufnehmen und ich könne mich ja im Herbst noch einmal melden.


    Ich habe also immernoch keinen Hausarzt der mich evtl. irgendwann mal gegen Corona impfen könnte.


    Jetzt hoffe ich doch auf eine Chance beim Betriebsarzt, da soll die Terminvergabe nächste Woche starten und die Impfungen selber dann ab Ende Juni.

    Wieviele Termine es geben wird und welcher Impfstoff genutzt wird, weiß ich leider nicht.


    Man wird sehen...

  • Ich hatte wohl das Glück, zu einem der kleineren Standorte meines Arbeitgebers zu gehören. Hier haben die zugeteilten Impfdosen für alle Mitarbeiter an den Standorten HH-Finkenwerder, HH-Harburg und Stade gereicht. An den drei Standorten arbeiten insgesamt etwas mehr als 100 Leute. Die großen Standorte sind in dieser Woche noch leer ausgegangen.

  • Pirminator

    Warum wundert mich das überhaupt nicht?

    Manchmal hasse ich es, wenn die Welt so einfach ist.

    Aber ein weiterer Schwachzo....mat steht hier ja in den Startlöchern.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)