Woche 41 vom 8. bis 14. Oktober 2018

  • Harte Kost am frühen Morgen im Tagesspiegel: Was vom Leben übrig blieb


    Man beachte, sie fuhr 12.000km pro Jahr mit dem Rad. Also Erfahrung hat die Frau wohl was Radfahren angeht. Trotzdem wurde sie von dem LKW überrascht.

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

  • Harte Kost am frühen Morgen im Tagesspiegel: Was vom Leben übrig blieb

    Puh. Wirklich harter Tobak. Ihren Gedanken, der erst gegen Ende des Artikels gedruckt wurde, hatte ich schon früher beim Lesen: Würde ich so überhaupt überleben wollen?

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Heute wird in der EU beraten, um wie viel Prozent der CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2030 sinken soll. Und Deutschland, ehemaliger Klima- und Umweltschutzweltmeister, bremst im Interesse der Automobilindustrie ganz gewaltig: Berlin will lieber Diesel als Klima schützen


    Wenn man den Artikel liest erkennt man schon wieder, dass es Schauprozesse sind, am Ende soll mit dem E-Auto gemogelt werden. Würde man wirklich CO2 einsparen wollen, dann würde man sich auf ein Begrenzung der Masse von PKW einigen und auf einen maximales CO2 Ausstoß durch Produktion und Betrieb (dabei die nötige Energie zur Produktion des Stromes oder auch der Förderung und des Transportes des Kraftstoffes mit berücksichtigen) eines PKW.


    Statt dessen aber wird eine Show ab gezogen wo sich über eine minimale Reduzierung des Ausstoßes im Betrieb gestritten wird. Da wird die Produktion völlig ignoriert. Die bisherigen Umweltaktionen der Regierung haben auch nichts anderes gemacht als den Verkauf von Neuwaagen an angekurbelt, noch gute PKW wurden verschrottet. Der CO2 Ausstoß durch PKW würde sich auch ohne Neuproduktion leicht per Gesetz verringern lassen:


    • Tempo 30 innerorts, Tempo 60 außerorts, Tempo 120 auf Autobahnen: Dies würde massiv den Reiz stark motorisierter PKW verringern.
    • Subventionierung der öffentlichen Verkehrsmittel: Dauertickets müssten für jeden günstig zu haben sein, die Taktung so häufig, dass man auch damit in den Städten gut mobil ist
    • Den Preis für Kraftstoff über Steuern weiter anheben: Hier trifft man den realen Verbrauch und damit den CO2 Ausstoß.
    • Keine Subventionierung mehr von fetten Firmenwaagen
    • Per Gesetz Firmen dazu zwingen Fahrgemeinschaften ihrer Arbeitnehmer zu unterstützen (Arbeitszeiten)
    • Die zumutbare Entfernung für das Annehmen müssten von Jobs verringern, dabei auch die Erreichbarkeit per Bus/Bahn mit ein beziehen

    Alles dies würde langfristig zu weniger Ausstoß von CO2 führen ohne zum sparen von CO2 viel CO2 zu erzeugen um neue PKW her zu stellen.

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

  • Irgendwie vermute ich, dass es anders abgelaufen ist und dort einige Details verschwiegen worden sind:

    https://remszeitung.de/2018/10…ssiver-radfahrer-gesucht/


    Wie bitte ist der Radfahrer nach einem Sturz an an das Auto von jemandem herangekommen, der vorbeifahren wollte? Entweder der ist extrem nah an dem Radfahrer vorbeigefahren oder eben nicht sofort vorbeigefahren.


    Update: unnötige Leerzeichen entfernt

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

    3 Mal editiert, zuletzt von KleverRadfahrer ()

  • Sorry, ich muss mal kurz OT auf meine Signatur verweisen. ;)


    abgelaufen, herangekommen, vorbeifahren, vorbeigefahren, vorbeigefahren.


    Faustregel: Überall da, wo man das Wort in einem Rutsch, ohne Pause ausspricht, kommt auch kein Leerzeichen hin. Auch wenn selbst die Polizei in ihren Berichten diesem fragwürdigen "Trend" in Sachen Rechtschreibung immer mehr hinterherzulaufen scheint!


    Zur verlinkten Meldung fällt mir nicht mehr als "Realsatire" ein.

  • Und der hat sich in einer demokratischen Wahl durchgesetzt. Auwei.

    Das Blöde an der Demokratie ist, dass man sie mit 26 zu 25 Prozent der Wähler (bei 49 Prozent Enthaltung) abschaffen kann. Ohne Teilnahmequorum oder bei Sonderbonus für den Wahlsieger (wie in Italien) reichen auch weniger als 26 %.


    Und da haben wir noch gar nicht über die »marktkonforme Demokratie« (also die Diktatur des Kapitals und des »TINA«-Prinzips) und die auf Falschinformationen von Brexiteers bis AfD und Trump/Fox beruhenden »Entscheidungen« geredet ...

  • Welcher Vollhorst hat denn da in Landau mal wieder sein Unwesen getrieben?


    Man hat dort mal eben die Horstbrücke, eine der beiden Möglichkeiten, die die Stadt in zwei Hälften zerschneidende Bahnstrecke zu überqueren, auf eine äußerst amateurhafte Art und Weise für Radfahrer gesperrt. Eine Umleitung gibt es natürlich keine; nur die allseits beliebte Aufforderung, abzusteigen!


    Die Nutzung der Fahrbahn scheidet natürlich kategorisch aus. Trotz angeordneten max. 30 km/h. Die Umfahrung wäre mind. 2,2 km lang.


    Die StVB von Landau verharrt in Sachen Radwege noch auf dem finstersten Mittelalter-Niveau. Ich meide diese Stadt daher wie der Teufel das Weihwasser.


    Zur "Demokratie" - es gab niemals eine Solche...! Denn die setzt einen mündigen Souverän voraus.

  • Lief gestern nicht so gut für Bundesregierung und Automobilindustrie:


    • In Brüssel konnte sich die Bundesregierung nicht damit durchsetzen, den CO2-Ausstoß für Neuwagen bis 2030 auf maximal -30 Prozent reduzieren zu müssen: EU-Staaten stimmen für schärfere CO2-Standards für Autos
    • Und in Berlin gab’s noch eine dicke Klatsche, weil trotz der ganzen Diesel-Fahrverbot-Vermeidungsbemühungen vorige Woche das Berliner Verwaltungsgericht der Ansicht ist, dass letztlich nur Fahrverbote zur wirksamen Reduzierung der Schadstoffe helfen: Das kommt auf Autofahrer zu
  • Das Urteil in Berlin ist mMn äußerst milde. Nach den bisherigen Urteilen waren Fahrverbote zu erwarten. Mit diesen 11 Straßenstückchen sind sie aber extrem gering ausgefallen. Und diese Teilsperrungen von ein paar kurzen Abschnitten kann man ja kaum "Fahrverbot" nennen.

    Außerdem hat die Stadt sehr großzügige 9 Monate Zeit zr Umsetzung bekommen. Keine Ahnung, warum eine Stadt 9 Monate Zeit bekommen muss, um vielleicht 150 Schilder aufzustellen.

    Insgesamt ist das kaum mehr als ein symbolisches Urteil. Besser als nichts, aber auch nicht mehr.

  • Man hat dort mal eben die Horstbrücke, eine der beiden Möglichkeiten, die die Stadt in zwei Hälften zerschneidende Bahnstrecke zu überqueren, auf eine äußerst amateurhafte Art und Weise für Radfahrer gesperrt. Eine Umleitung gibt es natürlich keine; nur die allseits beliebte Aufforderung, abzusteigen!


    Ich hoffe doch mal, dass in der dortigen Situation Radfahrer die absteigen auch den §25 Abs. 2 der STVO beachten. :evil:

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.