Gefährliche Radinfrastruktur

  • Hier gibt es auch was Tolles: https://goo.gl/maps/9HpGn47ScN92


    Als Radfahrer soll man in Groß Hehlen bei Celle an der B3 rechts neben den parkenden Autos fahren. Leider habe ich kein Foto, wie knapp dort die Autos an der "Radspur" parken. Und was soll das überhaupt sein? Eigentlich nichts weiter als eine durchgezogene Linie auf einem Seitenstreifen mit Fahrradpiktogrammen daneben.


    Zwischendurch geht es dann immer wieder mal auf das benutzungspflichtige Hochbord und dann führt dieses Konstrukt auf einen freigegebenen Gehweg, bevor es 150m wieder mit einem [Zeichen 240] weiter geht. Da hat wohl jemand bemerkt, dass auf dem ehemals benutzungspflichtigen gemeinsamen Geh- und Radweg die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt werden und hat sich kurzerhand was Neues einfallen lassen. Aber die Bäume wollte er für seine tolle Idee doch nicht fällen lassen...


  • Hast du denn dieses [Zeichen 138-10]Verkehrszeichen entdecken können? Wenn der Fußweg für Radfahrer freigegeben ist, dann ist er ja nicht benutzugspflichtig. Folgerichtig muss doch ein Verkehrsplaner damit rechnen, dass nach einem benutzungspflichtigen Radweg, der endet, die Radfahrer die Fahrbahn benutzen, so dass das Achtung-Radfahrer-Schild [Zeichen 138-10]seine Berechtigung hat.

  • Nein, die ganze Sache ist so angelegt, dass man gar nicht davon ausgeht, dass Radfahrer auf die Fahrbahn wechseln, da spart man sich auch das [Zeichen 138-10]. Es wäre auch Blödsinn, sich für 150m auf der Bundesstraße einzufädeln und dann wieder auf den Radweg zurück zu fahren. Entweder fährt man da komplett auf der Fahrbahn oder gar nicht. Da man davon ausgehen muss, dass auf den Abschnitten, wo [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] steht, sowieso niemand mit Schrittgeschwindigkeit fährt, sind OWis so oder so vorprogrammiert. Aber Hauptsache, man hat die Radfahrer irgendwie von der Fahrbahn weg, denkt man wohl auch im Landkreis Celle.

  • Die Fahrrad-Furt ist wohl der blanke Teil zwischen den beiden Zebrastreifen? Der 'Radweg' reicht kaum ja für einen Fahrradreifen, für eine Markierung des Fußgängerüberwegs hat der Platz mit etwas Phantasie wohl doch gereicht, sogar mit Haltelinie...

  • Weiterhin keine markierte Furt. Typisches Problem bei Radwegen, die im Verlauf einer Vorfahrtstraße einen freien Rechtsabbieger queren und daher vorher von der Fahrbahn abgesetzt sind: Fahren Radfahrer, die dem Verlauf der Vorfahrtstraße fahren, geradeaus und haben gegenüber den Rechtsabbiegern Vorrang gemäß §9 oder queren sie die Rechtsabbiegespur und sind wartepflichtig?


    Falls Ersteres gilt: Warum hat man den Vorrang nicht durch eine Furt verdeutlicht?


    Falls Letzteres gilt: Welcher Radfahrer soll begreifen, dass die Fußgänger links und rechts neben ihm Vorrang haben, er aber nicht, wenn er auf der Lücke zwischen den beiden Zebrastreifen fährt?

  • Die Stelle ist übrigens bereits umgestaltet, wie man sieht, wenn man bei Maps Streetview verlässt.

    Ich habe ein aktuelles Foto von der Stelle, aber keine Lust gehabt, es hochzuladen. Die angesprochene Situation ist, wie Yeti schreibt noch die gleiche. Lediglich die Radwege sind mit roten Steinen erneuert worden. Ja, die sind erneuert worden, aber an den Markierungen und der Beschilderung hat sich nichts geändert. Der Radweg ist übrigens benutzungspflichtig. Hatte ich noch nicht erwähnt.