Woche 42 vom 12. Oktober bis 18. Oktober 2026

  • Aaaaaah - eine durchgezogene weiße Mittellinie auf ganzer Strecke, logisch: es kann doch keinem der 3.500 KfZ zugemutet werden, hinter einem Fahrrad herzuschleichen, weil man nicht legal überholen kann ...


    <X

  • LPI-J: Zusammenstoß am Magdelstieg
    Jena (ots) - Ein 57-jähriger Radfahrer befuhr Mittwochabend den Magdelstieg auf dem Fahrradstreifen. Zeitgleich wollte ein 26-jähriger PKW-Fahrer vom…
    www.presseportal.de

    Radfahrer fährt also auf "Radstreifen", Autofahrer biegt rechts ab. Es kommt zum Unfall.

    das ist hier.

    • es gibt keinen Radstreifen, nur einen Schutzstreifen
    • wer rechts in den Fichteplatz abbiegt, quert aber keinen Schutzstreifen
    • es wäre auch echt ungewöhnlich, auf einem Schutzstreifen bei erlaubter zHg30 von einem rechts abbiegenden Kfz übersehen zu werden.

    nach einigem hin- und her mit der Pressestelle der Polizei kommt dann die Erklärung:

    Zitat

    beide Fahrzeugführer fuhren den Magdelstieg bergauf in Richtung Tatzendpromenade. Dabei fuhr der Radfahrer auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg.

    Als dieser auf Höhe der Einmündung Fichteplatz die Straße überquerte um seine Fahrt in Richtung Tatzendpromenade fortzusetzen, wurde er von dem nach rechts abbiegenden PKW erfasst. Auf der Straße ist in diesem Bereich eine Doppelte Haltelinie angebracht. Möglicherweise haben die Unfallbeteiligten vor Ort im Rahmen einer Befragung diese als Fahrradstreifen bezeichnet als sie den Unfallhergang schilderten.

    Beim Unfalltyp handelt es sich also um einen Abbiegeunfall.

    ach, ach guck... Gehwegradeln, so sicher. Selbst mit Schrittgeschwindigkeit wird man da umgenietet :rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von DMHH (22. Oktober 2026 um 09:38)

  • https://www.zeit.de/2026/46/verkeh…cooter-schulweg (archive)


    Zitat

    Auch die Zahl der Fahrradunfälle mit Kindern stieg zuletzt an. Die meisten der 29.273 Kinder, die 2025 verunglückten, saßen auf einem Fahrrad: 34 Prozent. 13 von ihnen starben, fünf mehr als im Vorjahr.

    Die meisten solcher Unfälle passieren laut Statistischem Bundesamt auf dem Schulweg. Die größte Stellschraube für mehr Verkehrssicherheit, sagt Weiß, liege also in beleuchteten Zebrastreifen, abgetrennten Radwegen, gut einsehbaren Kreuzungen, Schulstraßen. »Mit solchen kleinen Maßnahmen könnten die Kommunen mehr Sicherheit erreichen«, sagt der Verkehrsexperte.

  • Radfahrer fährt also auf "Radstreifen", Autofahrer biegt rechts ab. Es kommt zum Unfall.

    das ist hier.

    (...)

    nach einigem hin- und her mit der Pressestelle der Polizei kommt dann die Erklärung:

    ach, ach guck... Gehwegradeln, so sicher. Selbst mit Schrittgeschwindigkeit wird man da umgenietet :rolleyes:

    Ist das hier die Pressemeldung:

    LPI-J: Zusammenstoß am Magdelstieg
    Jena (ots) - Ein 57-jähriger Radfahrer befuhr Mittwochabend den Magdelstieg auf dem Fahrradstreifen. Zeitgleich wollte ein 26-jähriger PKW-Fahrer vom…
    www.presseportal.de

    Leider steht da drin nichts über die Geschwindigkeit des Fahrradfahrers. Ist er tatsächlich Schrittgeschwindigkeit gefahren? Dann wäre er auch als Fußgänger dort Unfallopfer eines unachtsam abbiegenden Autofahrers geworden.

    Unklar ist auch ob er der Unfall sich an der von dir auf streetviewverlinkten Stelle ereignete oder an der darauf folgenden Zufahrt zum Fichteplatz:

    Das ist hier, ca. 200 m weiter:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.de

    und hier noch etwas näher dran:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.de

    In jedem Fall ist der Unfall eine Mahnung an Fahrradfahrer*innen, die den Gehweg benutzen, dass sie tatsächlich auch Schrittgeschwindigkeit fahren sollten, nicht nur deshalb, um keine Fußgänger*innen zu gefährden, sondern auch deshalb, weil das die Chance erhöht von abbiegenden Autofahrern rechtzeitig erkannt zu werden. Allerdings müsste ein Autofahrer eigentlich auch einen Fahrradfahrer gut erkennen, wenn der mit ca. 12-15 km/h (also etwa das Tempo von einem Jogger) auf dem für den Radverkehr freigegebenen Fußweg fährt.

  • In jedem Fall ist der Unfall eine Mahnung an Fahrradfahrer*innen, die den Gehweg benutzen, dass sie tatsächlich auch Schrittgeschwindigkeit fahren sollten, nicht nur deshalb, um keine Fußgänger*innen zu gefährden, sondern auch deshalb, weil das die Chance erhöht von abbiegenden Autofahrern rechtzeitig erkannt zu werden.

    Warum sollte man das Fahrrad wählen, wenn man sich mit Schrittgeschwindigkeit fortbewegen will?

    Abgesehen davon sollte man auf dem Gehweg nicht mit Schrittgeschwindigkeit fahren, sondern man muss es. Aber gleich kommen Sie sicherlich wieder mit Zahlen, bis zu welchem Tempo man das als Schrittgeschwindigkeit durchgehen lassen kann. Merken Sie eigentlich nicht Ihre eigenen Widersprüche?

  • Warum sollte man das Fahrrad wählen, wenn man sich mit Schrittgeschwindigkeit fortbewegen will?

    Man soll es wählen, um dessen Unbrauchbarkeit zu verdeutlichen.

    Ullie und andere Radwegfans wollen, das Radfahrer auf Gehwegen fahren. Denn Gehweg ist Radweg, der Unterschied nur formaler Art. Das erst im Nachhinein „Schrittgeschwindigkeit“ umgesetzt wird, nämlich vom Richter, kommt ebenso gelegen. Als solcher treten dann auch die Fans zwecks Schein-Empörung auf. Natürlich ist es gleichzeitig so, das Stillstand ebenfalls „die Chance erhöht von abbiegenden Autofahrern rechtzeitig erkannt zu werden.“.

    Mit Radwegen lernte ich den Menschen kennen.

  • Unklar ist auch ob er der Unfall sich an der von dir auf streetviewverlinkten Stelle ereignete oder an der darauf folgenden Zufahrt zum Fichteplatz:

    das ist für den Unfallverlauf und die Ursache unerheblich. In beiden Fällen ist der Gehweg zum Kampfradeln freigegeben. In beiden Fällen gibt es keine baulichen Sichtbehinderungen auf den Gehweg.

    Und aus dem "Bauchgefühl": dort auf dem Gehweg fahren 5% der Radfahrer in Schrittgeschwindigkeit. das sind meist ältere Personen auf "bio-bike". Oder Eltern in Begleitung sehr kleiner Kinder

  • Warum sollte man das Fahrrad wählen, wenn man sich mit Schrittgeschwindigkeit fortbewegen will?

    Abgesehen davon sollte man auf dem Gehweg nicht mit Schrittgeschwindigkeit fahren, sondern man muss es. Aber gleich kommen Sie sicherlich wieder mit Zahlen, bis zu welchem Tempo man das als Schrittgeschwindigkeit durchgehen lassen kann. Merken Sie eigentlich nicht Ihre eigenen Widersprüche?

    Bevor wir uns da Zahlenkolonnen um die Ohren hauen, lieber ein praktisches Beispiel:

    Ich fahre hier in die Fußgängerzone mit Radverkehrfreigabe rein (die Straße heißt an der Lutherkirche).

    Jugendkirche Hannover · An d. Lutherkirche, 30167 Nord
    ★★★★★ · Jugendorganisation
    www.google.com

    Und ich fahre hier aus der Fußgängerzone mit Radverkehrsfreigabe raus, um weiter zum Engelbosteler Damm zu fahren.

    Auf der openstreetmapKarte kann man gut sehen, dass das ein erheblicher Umweg wäre, wenn ich nicht die Möglichkeit nutzen würde durch die Fußgängerzone zu fahren. Wenn dort besonders viel los ist, so dass es besser ist sich sehrn langsam dort hindurch zu bewegen, dann kann ich absteigen und schieben. Meistens ist dort nur wenig Fußverkehr und fahre mit ca. 5-7 km/h. Das ist nämlich ausreichend schnell um mit dem Fahrrad sicher und ohne Schlenker geradeaus zu fahren. Auf der StreetmapKarte ist der Fußgängerbereich rund um die Lutherkirche grau markiert.

    OpenStreetMap Landkarte

    Es macht mir auch gar nichts aus, dort sehr langsam zu fahren, weil ich das quasi zum "Ausruhen" nutzen kann, um dann auf den anschließenenden Fahrbahnstrecken wieder schneller fahren zun können.

  • Umgekehrt: Schutzstreifen sind unsichere Mordstreifen, sieht man doch.

    Das jetzt aber kompletter Unfrug in Bezug auf die von DMHH verlinkte Situation:

    Dort ist ja gar kein Schutzstreifen, zumindest nicht auf der Seite, auf der der Unfall passierte.

    Jeder Fußgänger hätte ebenso Unfallopfer eines PKW sein können, der an der Stelle unachtsam rechts abbiegt, so wie es bei dem Unfall passiert ist.

    Wenn du von "Mordstreifen sprichst", dann müsstest du auch Fußwege als "Mordstreifen" bezeichnen, weil es i.d.R. nicht ausbleibt, dass man bei der Benutzung des Fußwegs im Geradeausverkehr vorrangberechtigt gegenüber abbiegenden Fahrzeugen über querende Straßen geht.

    Man könnte allenfalls spekulieren, dass der Fahrradfahrer schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren ist. Das macht es für den abbiegenden Autofahrer etwas schwerer, rechtzeitig zu erkennen, dass es beim Abbiegen brenzlig werden kann und er ggf. Vorrang gewähren muss. Ebenso wäre es bei einem Jogger. In dem Unfallbericht wird jedoch nichts zu dem Tempo geschrieben, dass der Fahrradfahrer fuhr.

    Man kann bei einem Tempo bis 7 km/h nicht sicher freihändig mit dem Fahrrad fahren (das sollte man übrigens auch mit mehr als 7 km/h nicht tun), aber man kann sehr wohl geradaus fahren, ohne ausladende Schlenker zu machen.

  • Auf der openstreetmapKarte kann man gut sehen, dass das ein erheblicher Umweg wäre, wenn ich nicht die Möglichkeit nutzen würde durch die Fußgängerzone zu fahren.

    Kommt drauf an, wo man herkommt. Aus Richtung der Callinstraße würde ich gleich durch die Rehbockstraße und aus Richtung Süden durch die zur Straße Am Moore parallele Straße Am Kleinen Felde fahren. Da müsste ich nirgends mit Schritttempo fahren oder absteigen.

    Ein Umweg ist das nur, wenn man direkt an der von Ihnen gezeigten Ecke seine Fahrt startet.