Woche 29 vom 13. bis 19. Juli 2026

  • Glaube? Bei jemanden, der vorgibt, sich mit dem Thema zu befassen? Bei Problemen, die man mit offenen Augen sehen kann? Trotz „Physische Trennung, wo immer möglich.“? Bei „Bauliche Trennung“, die hier ja nun lange Zeit ausschließliche Machart war? Trotz „Kreuzungen sind so gebaut, das Konflikte strukturell ausgeschlossen sind.“? Trotz „hängt die Sicherheit dagegen oft davon ab, ob der Radfahrer im toten Winkel gerade hinsieht“? Trotz verwerfens des Unfallrisikos zugunsten von „Wie viele Menschen trauen sich überhaupt aufs Rad“?

    Nix mit Glaube. Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorrüber. Der macht seinen Schein nicht in Verkehrsklimbim, sondern in Apologetik.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Der macht seinen Schein nicht in Verkehrsklimbim, sondern in Apologetik.

    Der war gut.:P

    "Schluss mit den vielen Verletzungen durch Stürze auf den Boden! Wir fordern, dass die Politik endlich das Ziel 'Vision Zero G-Force' in die StVO schreibt und umgehend Mittel für mehr Radwege bereitstellt, die den schrittweisen Ausstieg aus der Schwerkaft bis 2036 einleiten sollen"

  • So auf diesem Niveau macht der das ja. Wie ich an den Kommentaren sehe, fällt das niemandem auf. Und wer vom Thema unbelastet dort zufällig drüber stolpert, glaubt den Müll. Ist ja kurz genug, damit man sowas auch bei Desinteresse mal eben laufen läßt — Mission erfüllt. Dazu paßt, das er mit „Stadt Land Rad“ einen nicht passenden aber viel verwendeten Titel wählte.

    Wäre Google keine Datenkrake, würde ich dort mal eben 2 Sätze reinhämmern.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Ursache für dieses Missverständnis ist wohl der Glaube, das man als Radfahrer auf Radwegen objektiv sicherer unterwegs sei wie auf der Fahrbahn.

    Denke ich nicht. Wie ich schon schrieb, in seinen anderen Videos hat er immer explizit von „subjektiver Sicherheit“ evtl.auch von „gefühlter Sicherheit" gesprochen, nie einfach nur von Sicherheit. Er weiß es also ganz genau, Genau deswegen regt mich dieses Video ja so auf!.

    Ja, ich bin Kampfradler! Nein, ich fahre nicht aggressiv!
    Denn ich kämpfe mit den Waffen des Wortes, des Papiers und des Toners, meine Verbündeten sind die Regeln und Normen der StVO und VwV-StVO.

    Radfahren ist nicht gefährlich, Radwege schon!

  • Wäre Google keine Datenkrake, würde ich dort mal eben 2 Sätze reinhämmern.

    Vielleicht kannst Du zumindest meine(n) Kommentar(e) (Olokunolokun) liken, damit er weiter nach oben kommt?

    Hätte gern mehr geschrieben, aber muss ja

    - Hand und Fuß haben

    - schnell gehen, sonst liest es keiner mehr.

    Und das beißt sich halt.

    Ja, ich bin Kampfradler! Nein, ich fahre nicht aggressiv!
    Denn ich kämpfe mit den Waffen des Wortes, des Papiers und des Toners, meine Verbündeten sind die Regeln und Normen der StVO und VwV-StVO.

    Radfahren ist nicht gefährlich, Radwege schon!

  • in seinen anderen Videos hat er immer explizit von „subjektiver Sicherheit“ evtl.auch von „gefühlter Sicherheit" gesprochen, nie einfach nur von Sicherheit. Er weiß es also ganz genau,

    Ich glaube nicht, dass so viele Menschen so zynische Demagogen sind. Meist handelt es sich wohl um Personen, die sich selber wider besseres Wissen betrügen wollen. IOW: der Typ hat einen heftigen Radfahrerminderwertigkeitskomplex und sublimiert diesen, indem er sich selber einredet, es bestünde in Wahrheit doch eine geheime Kongruenz zwischen gefühlter und realer Verkehrssicherheit.

  • enke ich nicht. Wie ich schon schrieb, in seinen anderen Videos hat er immer explizit von „subjektiver Sicherheit“ evtl.auch von „gefühlter Sicherheit" gesprochen, nie einfach nur von Sicherheit. Er weiß es also ganz genau, Genau deswegen regt mich dieses Video ja so auf!.


    Wäre Stadt Land Rad nicht in Karlsruhe zuhause, konnte man fast meinen, er käme aus Darmstadt, bei so viel posaunen um nicht belegte Dinge.

  • Ohne Registrierung ist keinerlei Reaktion möglich. Eine Einmaladresse reicht Google auch nicht, nein, eine Handynummer muß es sein.

    Ich glaube nicht, dass so viele Menschen so zynische Demagogen sind. …indem er sich selber einredet, es bestünde in Wahrheit doch eine geheime Kongruenz zwischen gefühlter und realer Verkehrssicherheit.

    = Die übliche Rationalisierung. Angesichts der aufgeführten Punkte, bestimmt gibt es noch eine Reihe mehr, ich hatte nur 2 Minuten des Videos genommen, bezweifle ich, das diese unbewußt stattfindet. Und selbst wenn: Wer was verbreitet, hat gefälligst drüber nachzudenken, erst recht, wenn er meint, andere damit widerlegen zu können. Selbst ein 5jähriger würde einige Erklärungen prompt verstehen, was Radwege angeht — weil sie offensichtlich sind. Wenn keinerlei Reflexion stattfindet, kann das nur Absicht sein.

    Also ja, zynischer Demagoge. Andere Erklärung.

    Vielleicht könnte ihm per KI ein 5jähriger Feuer unterm Arsch machen. (natürlich als Erklärbär, nicht als Bediener einer KI). Hmmm, vielleicht ist ja der Typ künstlich.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

    Einmal editiert, zuletzt von udoline (21. Juli 2026 um 22:27) aus folgendem Grund: Link.

  • Hand und Fuß haben

    schnell gehen, sonst liest es keiner mehr.

    Für Hand und Fuß gibt es Webseiten. Werbung: Thomas' und meine. Aber ich meine, es ist sinnvoller, einfach auf 2 grundlegende(!) Widersprüche hinzuweisen, ich hatte mehrere genannt, eben solche, die auch ein 5jähriger versteht. Und dann eventuell die Werbung. Der wichtigste nicht aufgeführte Widerspruch: Auf dem Fahrrad kommen so wenig wie bei keiner anderen Tätigkeit ums Leben, eine Priorität in Sachen Sicherheit ist nicht nötig.

    Und schnell? Warum nicht langsam. Dann kommentiert niemand mehr und dein Dingt bleibt oben. Oder nicht? Die ersten frühen 666 Anseher sind dann vielleicht verschenkt, aber die Nachzügler…
    Oh, „Danke, da arbeiten wir dran“, der macht das noch nichtmal alleine.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • „Ob Verkehrsplaner:in, Radfahrende:r oder einfach an nachhaltiger Stadtplanung interessiert“

    Ohne Sprachzerstörung läuft nichts mehr.

    Ein Nicht-Verkehrsplaner will also Verkehrsplanern ihren Beruf erklären. Der sollte mal Feuerwehrmännern deren Beruf erklären für einen richtigen Einlauf.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Warum wird hier in mehreren Beiträgen so scharf dieser Film kritisiert? (Und dann auch noch mit so martialichen Sprüchen wie "Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber")?

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    Der Autor kritisiert Verkehrsplaner, die behaupten, die deutschen Radwege seien sicherer als die niederländischen, oder zumindest so sicher, dass es keinen Grund gäbe, sie zu verbessern und die Radwegeinfrastruktur weiter auszubauen.

    Diese Aussage ist ganz am Anfang bei Minute 0:15.

    Im weiteren beschäftigt sich der Film unter anderem damit, dass der Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden hinkt, weil der Vergleich nicht berücksichtigt, dass die Radnutzung in beiden Ländern jeweils eine andere ist, was dazu führt, dass die längeren Strecken, die in den Niederlanden auf dem Rad zurückgelegt werden, nicht in der Statistik berücksichtigt sind, die belegen soll, dass in den Niederlanden mehr Radfahrtote pro Kilometer zu beklagen sind.

    Ein seriöser Vergleich zwischen den beiden Ländern ist vermutlich nur sehr schwer herzustellen, da zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssten. Eine Frage ist auch, wie man die Pedelec-Nutzung dabei berwertet. "Politische Entscheidung mit Signalwirkung: Ab 2027 sollen Jugendliche bis 18 Jahre in den Niederlanden beim Fahren von E-Bikes und Fatbikes eine Helm tragen müssen. Das demissionäre Kabinett arbeitet an der gesetzlichen Grundlage, die im Herbst 2026 in die Tweede Kamer eingebracht werden soll. Hintergrund ist eine lange Debatte über die Sicherheit im Straßenverkehr und den Umgang mit dem stark wachsenden Anteil von jungen Fahrern auf elektrischen Fahrrädern."

    Dachist 26.8.25 https://www.dachist.org/de/niederlande…ugendliche.html

    Mit der Helmpflicht soll für die Jugendlichen dass Fahrradfahren auf sogenannten Fatbikes, die oft für das Fahren weit über 25 km/h manipuliert sind, unattraktiv gemacht werden.

    Schauen wir mal, ob es hilft. Möglicherweise sinken ja dadurch die Fahrradtoten-Zahlen in den Niederlanden?

    3 Mal editiert, zuletzt von Ullie (22. Juli 2026 um 09:50) aus folgendem Grund: Quellenangabe nachgereicht

  • Wäre Stadt Land Rad nicht in Karlsruhe zuhause, konnte man fast meinen, er käme aus Darmstadt, bei so viel posaunen um nicht belegte Dinge.

    In dem Video "Deutschlands Radwege sicherer als die Niederländischen?" geht es nicht darum, zu belegen, dass Radwege sicherer sicnd als keine Radwege. So wird der Film aber anscheinend von mehreren Beitragsschreibern hier aufgefasst.

    In dem Video geht es darum, die Behauptung zu widerlegen, dass die deutschen Radwege sicherer seien als die niederländischen Radwege und deshalb in Deutschland alles so bleiben könne wie es ist beim Radwegebau. Zumindest könne alles so lange so bleiben, bis in den Niederlanden die Zahl der Radverkehrstoten sinkt im Vergleich zu Deutschland. Das wird in dem Film kritisiert!

    Bei der teils harschen Kritik in manchen Beiträgen habe ich den Eindruck, der Film wird so aufgefasst, dass der Film diejenigen kritisiert, die gar keinen Radwegebau wollen oder sich für einen Rückbau der Radverkehrsinfrastruktur aussprechen.

  • In dem Video geht es darum, die Behauptung zu widerlegen, dass die deutschen Radwege sicherer seien als die niederländischen Radwege

    Wer hat diese Behauptung aufgestellt, die mit dem Video angeblich widerlegt werden soll?

  • Der Autor kritisiert Verkehrsplaner, die behaupten, die deutschen Radwege seien sicherer als die niederländischen, oder zumindest so sicher, dass es keinen Grund gäbe, sie zu verbessern und die Radwegeinfrastruktur weiter auszubauen.

    Diese Verkehrsplaner gibt es gar nicht, das ist lediglich ein Strohmann des Bloggers.

    Im weiteren beschäftigt sich der Film unter anderem damit, dass der Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden hinkt, weil der Vergleich nicht berücksichtigt, dass die Radnutzung in beiden Ländern jeweils eine andere ist, was dazu führt, dass die längeren Strecken, die in den Niederlanden auf dem Rad zurückgelegt werden, nicht in der Statistik berücksichtigt sind, die belegen soll, dass in den Niederlanden mehr Radfahrtote pro Kilometer zu beklagen sind.

    Entgegen dieser Darstellung beträgt die mittlere Länge einer Radfahrt gemäß den nationalen Erhebungen tatsächlich in NL nur gut die Hälfte einer Radfahrt in Deutschland. Das liegt wohl daran, dass in Deutschland ein höherer Teil der Radverkehrsleistung auf längeren Pendelstrecken, Radreisen und -touren erbracht wird als in NL, während man in NL eher in der verkehrsberuhigten Innenstadt zum Nahversorger radelt. Damit geht einher, dass in Deutschland wohl auch ein größerer Teil der Radfahrten außerorts absoviert wird, wo das Risiko eines tödlichen Vorfahrtfehlers gegenüber schnell fahrenden KFZ ungleich höher ist als innerorts. Leider lässt sich diese Theorie nicht endgültig statistisch belegen, weil in den Niederlanden Unfallhergänge bzw Örtlichkeiten nicht systematisch erfasst werden.

    Und dann wäre da ja auch noch "Safety in Numbers" (SiN). Die stärkere Präsenz von Radfahrern im Straßenbild soll angeblich die Unfallgefahr senken, indem andere Verkehrsteilnehmer stärker sensibilisiert werden, dass mit Radverkehr zu rechnen ist. Darüber hinaus beruht SiN gerade beim Führen eines kippeligen Balance-Fahrzeuges auch wesentlich auf mehr Sicherheit durch Fahrpraxis und bessere Fahrzeugbeherrschung. Beides zusammen weckt die Erwartung, dass bei nominell gleicher baulicher Qualität die Niederlande deutlich im Vorteil sein müssten, bei den vermeintlich schlechteren Radwegen in Deutschland müsste der Effekt sogar noch deutlicher ausfallen. Oder anders herum: wenn die NL bei vermeintlich besseren Radwegen trotz SiN im Hintertreffen sind, dann sind selbst ausgesucht gute Radwege als Sicherheitskonzept grandios gescheitert.

  • Radwege sind Ausfluß einer Ideologie. Wer sie verteidigt, ist der Ideologie verdächtig.

    Den Titeln des Kanals nach bedient sich der Herr derselben Methoden wie alle anderen Verteidiger auch, noch dazu in recht plumper Form (jetzt gerade, hab doch noch ein Video angeklickt, innerhalb von Sekunden Vermischung von Fakt und Gefühl, 30 Sekunden später Falschdarstellungen und unterschiedliche Maßstäbe aneinandergereiht, nächstes Video, dasselbe…). Das ist also kein Versehen, sondern Vorsatz.

    Wie lautet seine Mailadresse, versucht er sich in Anonymität?

    Ich kritisiere auch nicht den Film, sondern den Typen dahinter, seine infamen Methoden, die mir längst zum Hals raushängen, die Propaganda für anscheinend schändliche Absichten, vernebelt mit scheinbarer Wissenschaftlichkeit. Das ist das genaue Gegenteil des zu erwartenden Inhaltes eines Studium „Verkehrsplanung“, Der Typ lügt also permanent.

    Nebenbei bestätigt sich immer wieder, das Sprachzerstörung immer auch mit anderer Ideolgie einhergeht, ich wurde noch nie überrascht.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Ich kritisiere auch nicht den Film, sondern den Typen dahinter, seine infamen Methoden, die mir längst zum Hals raushängen, die Propaganda für anscheinend schändliche Absichten, vernebelt mit scheinbarer Wissenschaftlichkeit. Das ist das genaue Gegenteil des zu erwartenden Inhaltes eines Studium „Verkehrsplanung“, Der Typ lügt also permanent.

    puh, eine halbe Nummer kleiner ging es nicht? Wenn ich da gedanklich das Thema durch "Corona" ersetze, wirds komisch. aber gut.

    was die "Theorie" bei der Ausbildung Verkehrsplanung beinhaltet, kann man sich ja mal bei der TU Dresden angucken:

    Is halt auch geil, dass es da Modul "Flugverkehr" incl Physik dahinter gibt. :S

  • Nur mal ein paar Fakten, die man berücksichtigen sollte, wenn man D und NL beim Verkehr vergleicht.

    NL / D

    Fläche: 41.500 km² / 357.000 km² = 1 : 8,6

    Einwohner: 18.100.00 / 83.500.000 = 1 : 4,6

    Bevölkerungsdichte: 432 E/km² / 232 E/km²

    Wohnen in einer Großstadt: 93 % / 73 %

    Jahresfahrleistung KFz (Inland) 12.300 / 12.500 km

    KFz Fahrzeuge pro 1000 Einwohner: 522 / 586

    KFz Fahrzeugdichte pro km²: 226 / 136


    Die NL fahren also ähnlich viel Auto, in einem kleinern Land und deutlich mehr Bevölkerung, die im Städtischen Bereich wohnt.

    Gut, könnte man argumentieren, da sind mehr Unfälle in NL klar, weil der Verkehr hauptsächlich auf Kurzstrecke im Ort stattfindet. Aber die Infrastruktur sollte das ja dann ausgleichen.

    Aber man könnte auch mal fragen: wohin fahren denn die ganzen NL in der Stadt mit dem Auto, und wann fahren sie denn so viel Rad?

  • Einen tiefergehenden Vergleich der Radunfälle in D, DK und NL fände ich schon sehr interessant, also hinsichtlich Unfalltypen / Unfallarten und der Verkehrsführung / Infrastruktur am Unfallort.

  • was die "Theorie" bei der Ausbildung Verkehrsplanung beinhaltet, kann man sich ja mal bei der TU Dresden angucken:

    https://tu-dresden.de/bu/verkehr/stu…-sonst/was/move

    Dort verlinkt ist ein Clip zum Lehrgegenstand Radverkehr. Die darin getätigten Aussagen klingen definitiv nicht danach, dass die Studierenden mit irgendwas à la "deutsche Radwege sind Champions League" indoktriniert würden. Im Gegenteil, da wird sehr unverblümt das ADFC-Credo vom Guten Radweg à la Fietsparadijs nachgebetet.