Beiträge von Schaumburger

    könnte ich die Ampel auch umgehen, indem ich absteige, mein
    Rad in einer Schleife über den Fußgängerweg schiebe und anschließend wieder auf
    dem Radweg weiterfahre?

    [..]


    Günstiger, aber trotzdem verboten, ist die von der Leserin angedeutete Lösung


    Seht ihr das auchso?

    Es geht ja wohl um eine Ampel auf freier Strecke, ohne Kreuzung. Und ich sehe nach der Beschreibung auch nicht, dass es eine Fußgängerampel in Fahrtrichtung gäbe.

    Zu Zeichen 101 (Gefahrstelle) sagt die Anlage 1 der StVO:

    Zitat

    Ein Zusatzzeichen kann die Gefahr näher bezeichnen.

    Diese Zeichenkombination warnt mich also davor, dass andere Radfahrer dort vielleicht absteigen wollen. Ich werde also lieber nicht selbst auch so eine Gefahr heraufbeschwören wollen.


    Bernd Sluka, Punkt 10

    So wusste ich z.B. nicht, dass "politische Gremien" bei der Entscheidung über außerordentliche Gefahrenlagen mitentscheiden.

    War das ironisch gemeint?
    Das außerorentliche Gefahrenlage eben nicht den Entscheidungen politischer Gremien unterliegen, darüber sind wir uns doch einig?

    Ich weiß nicht, ob der Plan für einen neuen Radschnellweg zwischen Sengelmannstraße und Saarlandstraße hier schon besprochen wurde. Ich fand zufällig einen dicken Aufmacher dazu auf der HP der Mopo.


    Das ist in soweit einen Klick wert, als die Mopo als Appetizer gleich einmal ein Foto aus Kopenhagen mit beigefügt hat, das tatsächlich Lust auf's Radfahren machen könnte.

    „In Kopenhagen gibts schon Radautobahnen“ steht da bei dem Foto aus Kopenhagen. Ich versuche grad mir das vorzustellen...
    Ein Fußgängerüberweg bitten auf der Autobahn... :evil: 
    Für Radfahrer gibts also auch in Kopenhagen nur „Autobahnen” niedrigster Klasse. :thumbdown:

    Hier bitte 10cm schieben, für 5cm das Rad verschwinden lassen und dann Radweg benutzen!


    Wieso denn Rad verschwinden lassen? Auch bei [Zeichen 254] ist es Fußgängern erlaubt, Fahrräder mit sich zu führen. Nur gefahren werden dürfen sie nicht.
    Aber der Text der StVO ist bei [Zeichen 254] sowieso wieder so ein Praktikantending. „Verbot für den Radverkehr“? Was soll das denn sein? Als ob mit Rädern richtiger! Verkehr stattfinden könnte! :)

    Der Fahradhelm schützt vermutlich vor allem bei großen Geschwindigkeiten, die bei Radrennen ja auch häufig erreicht werden, während bei Bergetappen mit steilen Steigungen häufiger zu beobachten ist, dass Radprofis den Helm absetzen.

    Bei Radrennen ist der Helm Pflicht. Wurde nach einer tödlichen Kopfverletzung bei einer Abfahrt eingeführt. Ob ein Helm da was genutzt hätte ist ungeklärt. Abgenommen werden darf er aufgrund einer Sonderregelung nur auf der letzten Steigung bei einer Bergankunft.
    Bei Motorsportrallys sind Helme übringens auch Pflicht. Wird deswegen über eine Helmpflicht im Auto diskutiert?

    Ja, ich hätte auch den Radfahrer angehupt, wenn ich 30 Meter weiter sowieso abgebogen wäre... 8| 

    Aus dem Artikel:

    Zitat

    Ausserdem schlug er ihm noch den Aussenspiegel zurück.

    Hatte er ursprünglich möglicherweise überhaupt nicht vor...



    Aber

    Zitat

    «Ich wollte zeigen, dass man im Strassenverkehr nicht immer gleich überreagieren soll.»

    trifft es natürlich. Überreagiert und gehupt, weil ein Radfahrer die Dooringzone meidet. Und mit dem Mecker dann nicht klarkommen. :thumbdown:


    Dagegen helfen wohl nur noch größere und schwere Fahrzeuge!

    Nö. Es reicht sich so hinzustellen das der von der Seite nicht drankommt. Also quer statt längs. Oder zwischen zwei Bäumen. Oder… Naja, dem deutschen Falschparker wird schon was einfallen.


    Deswegen wird es die wohl auch hierzulande nicht geben. Denn dann müßte der Abschleppunternehmer schon wenn er gerufen wird wissen, ob er mit so einem Fahrzeug kommen kann oder ob es das „klassische Modell“ sein muss.

    Ist die Schrittgeschwindigkeit auf diesen Wegen eigentlich sowas wie die 1,5m Abstand beim Überholen? Sprich basierend auf der Rechtsprechung und nicht der Gesetzgebung?

    Nein, ist Gesetz bzw. Verordnet. Die StVO sagt dazu (Zeichen 239)

    Zitat

    2. Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.


    Gelegentlich kommt Unklarheit auf in der Art, dass einzelne meinen, der fette Teil gelte ja nur, wenn nötig ( 1. Teil des Satzes). Das ist nach meiner Einschätzung aber eine Minderheitenmeinung

    Das ist halt „historisch gewachsen“. Die Radwegebenutzungspflicht wird durch Austausch der [Zeichen 240] durch [Zeichen 239] + [Zusatzzeichen 1022-10] aufgehoben, das geht schnell und kostet wenig. Wollte man jetzt auch alle Furten neu machen und an jeder Einmündung neue [Zeichen 239] hinstellen, kostet das am Ende auch noch Geld, das will auf dem Land doch keiner (für Radfahrer Geld ausgeben). Radfahrer haben dann wenn sie da fahren und was passiert eventuell ein Problem, weil sie ja irgendwie gar nicht da fahren dürften, aber sind ja nur Radfahrer, die halten sich eh nicht an die Verkehrsregeln (wie denn auch bei solch einer Beschilderung). X( 
    Also auf der Fahrbahn fahren und keine Probleme damit mehr haben.

    Andere Leute aufklären wollen aber selber nicht mal wissen, das Verkehrszeichen [Zeichen 241-30][Zeichen 240][Zeichen 237] nur gültig sind, wenn dieses als Blechschild da steht und nicht wenn es auf den Boden gemalt wurde:


    Das halte ich für den verzeihlicheren Fehler, zumal das ja gar nicht so klar gesagt wird.
    Viel schlimmer finde ich, dass gesagt wird, es gebe die Radwegebenutzungspflicht und Ausnahmen davon. Tatsächlich ist es ja aber andersherum: Die Radwegebenutzungspflicht ist die Ausnahme, eigentlich.


    Irgendwer fand das wohl nicht so gut wie ich; der ADFC warnt, dass dieser Teil zurückgenommen werden könnte: "Nach dem jetzt publizierten Vorschlag des Verkehrs- und des Innenausschusses des Bundesrates (S. 7 - 9) für die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung soll Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen weiter die Ausnahme und nicht die Regel sein. An mehrspurigen Straßen wäre Tempo 30 gar nicht zulässig. Auch soll es nicht möglich sein, zwischen zwei nur wenige hundert Meter voneinander entfernten Tempo 30-Zonen ebenfalls Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit anzuordnen."


    Nun wenn es für §45 (9) Satz 4, 6. keinen Automatismus und keine Umkehr des Regel/Ausnahmeverhältnisses geben kann und darf und Satz 1 weiter Anwendung finden soll/muss, dann muss das natürlich auch für §45 (9) Satz 4, 1. bis 5. gelten. Und das ist doch eine gute Nachricht. (damit meine ich natürlich in Bezug auf 1. und 3.) :thumbsup:


    Zitat


    Der ADFC kann ja doch protestieren. <X Stellt sich um so mehr die Frage, warum er das bei der Änderung der StVO nicht gemacht hat. :thumbdown: