Beiträge von Schaumburger

    Man lernt nicht aus: alle nicht aufgerufenen Ziffern wurden scheinbar angenommen.

    Antwort auf meine entsprechende Frage in d.r.f:

    Zitat von Heydenbluth

    Unmittelbar vor der Abstimmung, ob der BR überhaupt die Novelle (also nach Berücksichtigung der eigenen Empfehlungen) haben will, gab es noch eine Frage nach den bisher nicht zur Abstimmung aufgerufenen Ausschußempfehlungen. Diese wurden angenommen.

    Zitat von Bokelmann

    Das macht man nur mit den Punkten, denen alle Ausschüsse, die sich zum Thema äußern, einstimmig (alle 16 Länder) zugestimmt haben. Wenn die Strichdrucksache mit den Ausschussempfehlungen nur einen in diesem radikelen Sinn unumstrittenen Punkt haben oder alle Ausschüsse sich jeweils (einstimmig) einig sind, wird der ganze TOP auf die "Grüne Liste" geschoben und der ganze Grüne Liste mit einem Aufruf zugestimmt. Oft umfasst die "Grüne Liste" bis zu zwei Dutzend TOPs. Letzten Freitag waren es 20 TOPs. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Nicht jedes Thema wird im Bundesrat parteipolitisch durchgehechelt. Der Bundesrat ist ein Organ, in dem oft die Meinung der Landesbeamten nach oben durchschlägt. Und die sicnd sich verdammt oft einig.

    Früher war da mal ein getrennter Fuß und Radweg mit blauem Schild gekennzeichnet. [Zeichen 241-30]

    Damals gab es aber auch einen hellgrauen und einen rot geplasterten Streifen.

    Bist Du Dir da sicher? Oder wann war damals? Ich bin mir sehr sicher, dass dort vor der Umwandlung in [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] sämtliche Hochborde mit [Zeichen 240] beschildert waren. Die waren bzw. sind aber auch nicht in einem Zustand, der eine Sanierung nötig gemacht hätte, also wenn „damals“ länger 10 Jahre her ist dann vielleicht. Bin ja nur zugezogener Schaumburger. Ist eine der Stellen bei denen ich daran dachte tätig zu werden. ;)

    Ziffer 8 (Ablehnung Parkverbot für Fahrräder auf Fahrbahnen) wurde z.B. nicht aufgerufen.

    Das fänd ich den Hammer wenn das drinbleibt. War schon am überlegen, ob ich gegen diese Radfahrerbenachteilgung klagen könnte.

    Hintergrund: Mein Haus liegt an einer kleinen Kreisstraße, die nur einseitig einen Gehweg hat. Vor meinem Haus hat es nur einen (nicht asphaltierten) Seitenstreifen. Wer mich besucht, könnte mit einem Auto also weiterhin direkt vor meinem Haus parken. Mit einem Fahrrad nicht, da wär jeweils eine Fahrbahnquerung nötig. Allerdings habe ich auch eine riesige Einfahrt, in der locker ..zig Fahrräder Platz finden.

    Schaumburger

    Mir gefällt nicht, dass Fußwege einfach nur mit einem Radfahrer frei gekennzeichnet werden. [Zusatzzeichen 1022-10]

    Dadurch wird meines Erachtens eine neue Kathegoerie "Radweg" eingeführt.

    Welche neue Kategorie soll das sein?

    Vorher war es ein benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh-/Radweg.

    Jetzt ist es ein nicht benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh-/Radweg.


    Besser wäre es wenn es ein reiner Gehweg wäre, da gebe ich Dir recht. Aber besser als vorher ist es allemal.

    Wo ist denn dieser "Niedersächsische Leitfaden" nachzulesen, den du erwähnt hast?

    Es sieht ganz so aus, dass es da länderspezifische Unterschiede gibt. Das finde ich einmal mehr nervig. Wenn es um den Radverkehr geht, macht mal wieder jeder, was er will, so scheint es.

    Den Niedersächsischen Leitfaden hatte ich ja ins Spiel gebracht, ich erinnere an Bild 18b auf Seite 11/Seite 15 der pdf.

    Es unterscheidet sich weniger nach Ländern als nach Straßenverkehrsbehörden. Wie geschrieben, im Landkreis HI sind mir viele rechtsseitige [Zusatzzeichen 1022-10] begegnet, im Landkreis SHG (Schaumburg) überwiegt ganz klar [Zeichen 239] + [Zusatzzeichen 1022-10]. Ich kenne nur ein einziges rechtsseitiges alleinstehedes [Zusatzzeichen 1022-10] im Landkreis SHG, dieses hier:

    Wird Zeit das ich mich hier auch mal zu Wort melde. :)

    Im Spätsommer/Herbst wurde ein neuer Radweg gebaut, an der K65 von Rolfshagen bis zum Abzweig der K69. Richtig ist, das die Fahrbahn in einem so schlechten Zustand war, dass Radfahren dort keinen Spaß machte. Insoforn machte eine Fahrbahnsanierung Sinn. Warum es dort an dieser verkehrsarmen Kreisstraße einen Radweg braucht wird mir allerdings wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.


    Hintergrund: In der Ortsdurchfahrt durch Borstel (K69) wurden vor ein paar Jahren die Kanäle erneuert, das nutzte man um neue Gehwege anzulegen und als benutzungspflichtige Radwege auszuweisen. Meine erste Klage, heute also nur noch Gehwege Radfahrer frei. Im Westen in der Ortsdurchfahrt (K65) geschah dies schon wenige Jahre vorher, ich ärgerte mich lange dort nicht innerhalb der Jahresfrist tätig geworden zu sein.


    So sah der Ortsausgang Rolfshagen während der Bauarbeiten aus.

    Und so sah er am Wochende aus. Man sieht die Buckel des Radwegs mit seinen Betonplatten, die Fahrbahn hat jetzt allerdings neuen, guten Asphalt. Ein Radwegschild sieht man dagegen nicht. Beim Radwegendeschild brauchte man ja bloß das [Zusatzzeichen 1012-31] abnehmen. So ist es aber nicht passiert.

    Gucken wir uns das doch mal weiter im ortsinneren an. Hier im August...

    Und hier dieselbe Stelle im Februar. Man erkennt die Hecke links und den Wegweiser zur Kirche rechts.

    Aber das Blauschild ist weg! :)

    In der Gegenrichtung sieht das Ganze nun so aus:

    (Ja, das ist eine andere Stelle)

    Hier die Einmündung „Auf der Hude“. Man sieht auch hier: kein Blauschild. Ein alleinstehendes [Zusatzzeichen 1022-10] kann man von der Seite erkennen.


    Man hat also einen Radweg gebaut, ohne ihm benutzungpflichtig zu machen sondern hat im Gegenteil die Benutzungsplicht der Gehwege im Zulauf aufgehoben. Mir sind am Samstag dort 2 Radfahrer entgegengekommen. Beide haben die Fahrbahn benutzt.


    Das hier ist die Einmündung der L454 in die L444 zwischen Reinsdorf und Reinsen. Da ist deutlich mehr Verkehr als bei der vorher gezeigten Kreisstraße. Auch hier hat man vor wenigen Jahren die Fahrbahn erneuert und einen Radweg angelegt. Auch der ist, wie man sieht, nicht benutzungspflichtig.


    Die Aufhebung der Benutzungspflicht im Altbestand geht freilich nur schleppend voran. Erstaunlicherweise kriegen die das hin genau dort tätig zu werden, wo ich daran denke tätig zu werden.^^ Bevor ich tätig werde.

    Das lustige ist, dass der Mast noch vor dem Abzweig steht. Also kann sich der Radverkehr immer aussuchen, ob er nicht doch lieber die sicherere Fahrbahn benutzen möchte, egal, ob er nun in die Buchenau möchte oder ins Zentrum von Fürstenfeldbruck.

    Das kann der Radfahrer bei einem [Zusatzzeichen 1022-10] doch sowieso?

    Ganz was anderes, zur neuen StVO. Ich bemerke, das sehr viele Autofahrer deutlich mehr Platz lassen beim überholen seit Jahresbeginn.

    Mein Eindruck (der natürlich täuschen kann) ist eher, dass das an der Jahreszeit liegt:

    „Wow der fährt bei dem Mistwettter/bei der Kälte Fahrrad? Respekt!“

    Was dann auch an einem respektvollerem Abstand resultiert.

    Im Frühjahr dagegen ist es genau andersrum. „Jetzt fahren sie wieder diese Sch... Radfahrer.“

    Vielleicht zum Hintergrund:

    Die Stadt Hildesheim möchte gerne vielerorts den Radverkehr auf den Gehweg locken. Allerdings wird dabei fälschlicherweise, dafür aber sehr konsequent nur das Zusatzzeichen zusatzzeichen-1022-10.png ohne das Zeichen zeichen-239.png aufgestellt.

    Fälschlicherweise? Es ist dann halt kein reiner Gehweg mehr, sondern ein nicht benutzugspflichtiger, gemeinsamer Geh-/Radweg. Der Radverkehr ist nicht mehr gezwungen in Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Auf Fußgänger Rücksicht nehmen muß er natürlich weiterhin.

    Aber wie ist nun diese Schilderkombination zu deuten?

    Heißt das, dass für Radfahrer das absolute Halteverbot nicht gilt? Darf ich also mein Fahrrad einfach auf der Fahrbahn abstellen?

    Sehe eigentlich keine Möglichkeit das anders zu interpretieren. Aber ob das so gedacht ist? :/


    Was mir im Landkreis Hildesheim aufgefallen war: Die reichliche Verwendung von alleinstehenden [Zusatzzeichen 1022-10] auch an Radwegen in Fahrtrichtung rechts, wie es der Leitfaden Radverkehr der Niedersächischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für nichtbenutzungflichtige Radwege vorsieht. (Bild 18b, Seite 11 /Seite 15 der pdf) Und die reichliche Verwendung des Zeichens [Zeichen 254] selbst an nicht besonders ausgebauten Straßen und natürlich ohne eine entsprechende Umleitung für den Radverkehr vernünftig auszuschildern.

    Ich sehe auch nicht, dass die Hälfte der Bevölkerung eine AfD-Regierung anstrebt, oder wie hast du das gemeint mit dem Satz: "Etwa die Hälfte der Bevölkerung wird sich nicht kampflos von Entscheidungen ausschließen lassen."?

    Es geht ja nicht nur um die AfD. Es soll auch Parteien geben, die weder mit Afd noch mit der Linken zusammenarbeiten wollen. Und Linke und AfD haben in Thüringen zusammen 54,4% der Stimmen erhalten. Also sogar deutlich mehr als die Hälfte.

    Zitat von Stadt Puchheim (Hervorhebung von mir)



    ich wiederhole mich gerne noch einmal, wer die Erläuterungen des § 26 StVO liest, der weiß, dass er absteigen muss, um einen Zebrastreifen zu überqueren.

    Zitat
    Zitat von Stadt Puchheim

    ich wiederhole mich gerne noch einmal, wer die Erläuterungen des § 26 StVO liest, der weiß, dass er absteigen muss, um einen Zebrastreifen zu überqueren.

    Es dürften die Erläuterungen zu §26 StVO vom Schurig in seinem StVO Kommentar gemeint sein. Ich hatte mal eine ähnliche Diskussion wo ich mir dessen Blödsinn anhören mußte. Aber auch da wurde nicht weiter mit mir diskutiert, da hat Puchheim Dir vergleichsweise ausgiebig Gehör geschenkt.

    Puh, habe lange gebraucht zu verstehen was Du wohl meinst.

    - Der alte Brucker Weg hatte nach der Freigabe der Südumgehung weiter das 250er? Oder wieso war da kein Radverkehr erlaubt?

    - Es geht wohl um den Abschnitt nach der Zufahrt zur Umgehung?

    - Du meinst 240er statt 244er (Fahrradstraße)?

    - Mofa ist bei 251 doch ohnehin frei? oder 260/250?


    Dann bleibt letztlich die Unterschiedliche Beschilderung der beiden Enden. Einmal Geh-/Radweg und auf der anderen Seite Verbot für Kraftwagen, in den mittleren Abschnitten dagegen nichts.

    Sowas kenne ich hierzugegend zu hauf.

    Auf der einen Seite Zeichen 250, auf der anderen Zeichen 260, auf dem Weg zum nächsten Discounter. Frag mich jedesmal, wie weit ich mein Rad hinter dem 250er nun schieben muss. ;)

    Oder auf der einen Seite 250er, auf der anderen nichts.


    Oder habe ich den anderen Witz übersehen?


    PS: Ist hier in der Kategorie Medienhinweise leider falsch. Vielleicht kann jemand das verschieben?

    Auf dem Platten Land in den neuen Bundesländern gibts sogar massig Leerstand, aber da will keiner hin. Willst du den Leuten jetzt vorschreiben, wo sie wohnen dürfen? Würde das nicht sogar zu noch mehr Pendlern führen und damit die Verkehswende noch erschweren?

    Es geht nicht um Vorschriften, sondern um die Frage, wie man den ländlichen Raum wieder attraktiver machen kann. Für die Menschen als Lebensmittelpunkt, aber natürlich auch für die Ansiedelung von Arbeitsplätzen.

    Aktuelles Beispiel aus dem hiesigen Raum:

    https://www.sn-online.de/Nachr…-Hannover-ist-beschlossen

    Da werden also zwei Betriebsstellen im weiteren Umfeld einer Großstadt zu einer zusammengelegt - in die Großstadt. Das führt natürlich zu einer Verschärfung des Wohnraumungleichgewichts zwischen Stadt und Land und zu mehr Pendelverkehr.

    Man könnte auch die Meinung vertreten, dass ich als Radfahrer bei grün geradeaus fahre und damit über die komplette Kreuzung hinweg Vorrang habe.

    Dennoch, solche gefährlichen Kreuzungen will Köln wegen zuvielen Unfällen gerade umbauen. Köln! Ich verstehe nicht, wie woanders dann sowas gebaut werden kann.

    Ware doch erstmal ab was in Köln dann dabei rauskommt. Und ob das tatsächlich besser wird.

    Gibt es schon konkrete Pläne, die man sich schonmal ansehen kann?

    Im Artikel ist zu lesen, dass dort wohl [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] angeordnet wurde.

    Kann ich dem Artikel so nicht entnehmen, aber natürlich möglich. Kennst Du die Stelle?

    Zitat

    nachdem die Stadt den kombinierten Fuß- und Radweg im vergangenen Jahr umgewandelt hatte und Erwachsene dort nur noch zu Fuß unterwegs sein durften.

    Würde schon erfüllt sein, wenn nur die bisherigen 240er entfernt worden wären.

    Zitat

    Das impliziert laut Jenny Laue, Leiterin der Reinbeker Verkehrsaufsicht, das Vorankommen in Schrittgeschwindigkeit – fünf bis sieben Kilometer pro Stunde.



    Laut Text und auch was man auf dem Foto sieht steht da ein alleinstehendes Zusatzzeichen[Zusatzzeichen 1022-10]. Ist da drüber ein [Zeichen 239] wegschnitten oder wie kommt die Verkehrsaufsicht auf die Idee, da gelte Schrittgeschwindigkeit?

    Das ist ein Zeichen 274 („zulässige Höchstgeschwindigkeit") mit der Angabe Schrittgeschwindigkeit als Höchstgeschwindigkeit. Oder steht in der StVO irgendwas davon, dass die Angabe numerisch sein muss? ;)

    Und schieben dafst Du da natürlich nicht, steht doch da: fahren.

    Nur was das „Achtung" da zu suchen hat?

    eine Ausschilderung von Feldwegen im Landkreis Schaumburg erinnert. Ob die Kommune Bad Nenndorf oder der Landkreis das durchgeführt und genehmigt hat, weiß ich nicht.

    Dann hatte wohl wer den Gedanken, dass Radfahrende zu solch abstrakter Denkungsart nicht in der Lage seien und hat deshalb eine Umgestaltung vorgenommen, sodass jetzt Fotos zum Einsatz kommen, um klarzumachen, dass Fußgänger und Radfahrer nur im Straßengraben erwünscht sind:

    Ich habe zwar keine Ahnung wo genau das ist, aber ich sehe im Hintergrund an diesem „Feldweg" Grundstückszufahrten, die mindestens den Graben überwinden. Für mich ist das damit kein Feldweg, sondern eine öffentliche Straße. Und ich sehe nicht, warum hier nicht derjenige, der das geländegängigere Fahrzeug hat, ausweichen könnte.


    Weißt Du noch wo genau das ist? Mathestraße von Hohnhorst nach Nenndorf?


    Am anderen Ende des Landkreises fahre ich üblicherweise nur auf Straßen, die ich kenne, nicht auf solchen abseitigen Wegen bie denen man nicht weiß, wo man rauskommt.

    Interessant ist aber diese straßenverkehrsrechtliche Definition des Abstellens, also bitte Fahrradleichen nur abseits der Fahrbahn!

    Hat jemand eine Ahnung, wie die Autoren der Wikipedia zu dieser Rechtsauffassung kommen?


    Aus BVerwG, 07.06.1978 - 7 C 6.78

    wird im Vekehrslexikon zitiert:


    Zitat

    Das Benutzen der öffentlichen Straßen zum regelmäßigen längerfristigen Abstellen von Kraftfahrzeugen, die zum Verkehr zugelassen, betriebsbereit und zu diesem Zweck aufgestellt sind, ist Teil des in der Straßenverkehrs-Ordnung bundesrechtlich abschließend geregelten Verkehrsvorgangs des Parkens.


    Und auch in den im Wiki-Artikel verwiesenen Landesgesetzen ist vom verbotswidrigem Abstellen (Bay. Straßen- und Wegegesetz) die Rede oder kommt der Begriff des Abstellens überhaupt nicht vor (Landesstraßengesetz Rheinland-Pfalz). Muß ich die anderen 14 Landesstraßengesetze durchsuchen?


    Einzig in Gablers Verkehrslexikon von 1966 ist unter dem Begriff parken eingetragen:

    Zitat

    Das Abstellen von Fahrzeugen gilt nicht mehr als parken, auch [..]

    aber schon im nachfolgenden Eintrag heißt es:

    Zitat

    parkender Verkehr, kurz- oder langfristig abgestellte Fahrzeuge [..]