Im Idealfall ist eine Fahrradzone ebenso wie eine Fahrradstraße vom Autoverkehr befreit. In der Realität aber wird in vielen Fällen Autoverkehr zugelassen. So auch in Kassel-Wehlheiden und Kassel-Wahlershausen, wo die Stadt Kassel Fahrradzonen eingerichtet hat.
"Wolfgang Kühn, ADFC-Mitglied und Anwohner der von der Fahrradzone betroffenen Sternbergstraße, ist skeptisch, was den Erfolg der Maßnahme angeht. „Ich habe das Gefühl, dass Autofahrer etwas mehr Rücksicht auf Fahrradfahrer nehmen, aber am starken Durchgangsverkehr hat sich nichts verändert“, sagt Kühn. Ein großes Problem sieht er darin, dass die wenigsten überhaupt verstünden, welche Verkehrsregeln mit einer Fahrradzone verbunden seien. „Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradzonen, Fahrradstraßen – da blicken viele nicht mehr durch.“"
Zitat aus: Hessisch/Niedersächsische Allgemeine HNA vom 4.9.25: Was bringt die Wehlheider Fahrradzone?
Dem Statement des ADFC-Vertreters zufolge gab es die Hoffnung, mit der Fahrradzone die Anwohner vor Durchgangsverkehr zu bewahren. Das ist natürlich eine guter Ansatz, um auch diejenigen Anwohner*innen, die mehr oder weniger starke Aversionen gegen Fahrradfahrende pflegen, mit ins Boot zu holen, wenn es darum geht, die notwendigen politischen Beschlüsse zu fassen und umzusetzen.
Man darf gespannt sein, wie sich die Fahrradzone in Kassel weiter eintwickelt. Kann jemand Erfahrungsberichte aus anderen Städten und Kommunen beisteuern?