Woche 04 vom 19.01.2026 bis 25.01.2026

  • Gabelbruch bei Lasten-Pedelecs: Warum komplette Fahrräder geprüft werden müssen – nicht nur Einzelbauteile
    Die aktuelle Safety-Gate-Warnmeldung der Europäischen Kommission (SR/00094/26) zu elektrischen Lastenfahrrädern der Marke AddBike macht erneut deutlich: Die…
    www.velototal.de

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    Peter Viehrig

    "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."
    (Andreas Müller)

  • Da sollte man meinen, das für Preise die vor ein paar Jahren im Bereich Kleinwagen gewesen wären, sinnvolle Tests drin sind. Und - die Branche sollte nach dem Babboe/Carqon//Accel Desaster doch was gelernt haben... Oder sind Addbike da jetzt mit "3000€ Angebot" auf der eher-günstig Schiene, und man hat am falschen Ende gespart? Oder einfach auch ein Problem von "die Stückzahlen sind so gering, da haben wir kein Geld für aufwändigere Tests"?

    Beim Addbike finde ich diesen Tiefeinsteigerrahmen und den Steuerrohrwinkel eher 'wild'. Wenn die Gabel so schräg nach vorn steht, kommt doch bei Unebenheiten richtig Impuls auf das System, gerade bei hoher Beladung, oder?

  • Bissl komisch sieht die Rahmenkonstruktion schon aus. Der Vorlauf dürfte das Radl nicht besonders handlich machen, aber es ist ja auch ein Lastenrad.
    Je nachdem, von welcher Richtung die Kraft einwirkt ist das positiv oder negativ, das lässt sich so pauschal nicht sagen.

    Glaube aber die Profis in Taiwan würden einen Rahmen so eher nicht bauen.

  • Der große Vorlauf stabilisiert das Rad während der Fahrt, genauer, den Geradeauslauf.

    Eine Sache, die mich neben der zu kurzen Rahmenlänge bei nahezu 100 Prozent der neuen Fahrradrahmen nervt, ist der steile Winkel des Lenkrohres bzw. der Gabel fast schon senkrecht zur Fahrbahn. Das macht die Fahrt unkomfortabler und instabiler (neudeutsch "agil"). Ich will nicht ins Gelände oder an den Berghang oder ins Peloton. Ich will von A nach B, täglich, möglicherweise auch noch nach C, zweiwöchentlich, in Alltagsklamotten, mit dem Einkauf auf dem Rückweg, mit ein oder zwei Kindern drauf, ohne sofortige Dusche nachher. Dafür scheint mir die obige Rahmengeometrie grundsätzlich geeignet. Es fehlt eine leichte Vorbiegung der Gabel, um die Federung zu verbessern, was aber auch nur bei Stahlgabeln wirklich Sinn ergibt.

    Voraussetzung ist natürlich, daß der Kram grundsätzlich für solche Belastungen ausgelegt und auf diese getestet ist. Angeblich (Hersteller-Homepage von heute vormittag) waren die Dinger mal um 5.000 und sind nun gesenkt.

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    Peter Viehrig

    "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."
    (Andreas Müller)

    Einmal editiert, zuletzt von Peter Viehrig (20. Januar 2026 um 07:48)

  • Ich bekomme die Krise bei diesem Artikel:

    Hohes Unfallrisiko: Radler kracht im Dunkeln gegen Drängelgitter auf Kölner Severinsbrücke
    Die Fahrradrampen zur Severinsbrücke sind teilweise zu steil und gefährlich. Vor allem in der Dunkelheit kann es zu Unfällen kommen.
    www.ksta.de


    Ich korrigiere mal:

    Zitat

    Radler kracht im Dunkeln gegen Drängelgitter auf Gehweg der Kölner Severinsbrücke


    Nicht irgendein Radler. Ein Rechtsanwalt auf dem Weg zur ksta-Weihnachtsfeier. So ein Zufall!

    Zitat

    Für Carsten Brennecke kommt der Vorschlag der Bezirksvertretung Innenstadt, die Radwege zur Severinsbrücke endlich sicherer zu machen, zu spät.


    Wie gesagt, er verunglückte auf dem Gehweg.

    Zitat

    Brennecke, ein erfahrener und umsichtiger Radfahrer


    Halt ein Gehwegradler.

    Zitat

    Brennecke folgt dem Radweg, der einen Rechtsknick macht


    Auf dem Bild ist ein Links-Knick zu sehen. Links=Fußgänger+steil+Drängelgitter, Rechts=Radweg + flacher + länger

    Zitat

    Das Hindernis vor ihm, ein rechtwinkliges Drängelgitter auf dem unbeleuchteten Weg, das er links umfahren müsste, nimmt er erst im letzten Moment wahr. Es ist völlig verrostet, die Reflektorfarbe ist abgeblättert. „Ich hatte keine Chance, auszuweichen.“


    Keine Ahnung wie Drängelgitter auf Gehwegen mit Reflektoren ausgestattet sein müssen.

    Zitat

    „Ich kann den Sinn dieses Hindernisses nicht erkennen“, sagt er. „Vielleicht glaubt die Stadtverwaltung, das sei eine gefährliche Stelle, an der man langsamer fahren sollte.


    Erwähnte ich schon, dass er Rechtsanwalt ist? Es ist eine Stelle an der Radfahrer gar nicht fahren sollten! An allen Auffahrten bei dieser Brücke sind an den Gehwegen Drängelgitter, um die Radfahrer dazu zu bringen, auf dem Radweg zu fahren! Überall sind die Gehwege deutlich kürzer, dafür steiler und gefährlicher!

    Hier ist das Schild:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    maps.app.goo.gl


    Gegenrichtung:

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    Apropo Gegenrichtung aka Geisterfahrer bzw. Geisterfahrer auf Gehweg:

    Zitat

    Wenn man von oben den Weg mit dem Rad herunterfährt und davor kracht, könnte das tödlich enden.


    Ja, wenn man als Geisterfahrer unterwegs ist und dann eine Abkürzung über einen Gehweg nimmt, dabei bergab ordentlich schnell fährt, kann das tödlich enden. BTW auch ohne Drängelgitter, nämlich wenn ich unten vorschriftsmäßig auf dem Radweg fahre. Radfahrer müssen bei der Brücke immer die rechte Seite nutzen und das ist gut so!
    Am Ende wird wenigstens aufgelöst:

    Zitat

    Das Drängelgitter diene „der Absicherung des Fußverkehrs“, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Der Radweg habe eine eigene Führung. Das wird durch Schilder und eine durchgezogene Linie auf dem Boden verdeutlicht.


    Mimimi geht aber weiter:

    Zitat

    Tagsüber sind die Schilder, teilweise verdreckt oder mit Aufklebern versehen, auch zu erkennen. In der Dunkelheit eben nicht.

  • Überall sind die Gehwege deutlich kürzer, dafür steiler und gefährlicher!

    Noch zwei Sachen:
    - Die steilen Gehwege führen dazu, dass Leute mit Kinderwagen oder Rollstuhl häufig den Radweg nutzen, weil es zu steil ist!
    - Dann will die Stadt das ganze verbreitern: Das ganze wurde von der Stadt verschmälert, um eine zusätzlich Fahrspur für die KFZs zu schaffen. Nachdem ich versucht habe gegen den schmalen Geh/Radweg vorzugehen (per Klage), hat die Stadt das ganze einfach als außerorts deklariert, damit die Mindestmaße nicht so stark unterschritten werden! Vor Gericht tat die Stadt einfach so, als wäre die Breite "Gott gegeben" und nicht änderbar. Das waren iirc 1,4m für einen gemeinsamen Geh/Radweg.

    Deswegen triggert mich der Artikel doch ein bisschen, auch wenn es lang her ist.