• Thema Selbstdisziplin:
    Ich bin Dauercamper an der Ostsee. Der letzte Sturm hat Beschädigungen am Vorzelt verursacht, die ich rudimentär geflickt habe.
    Gestern war dann Zeit, mich um den Rest zu kümmern.
    Und was soll ich sagen: Corona existiert bei schönem Wetter nicht mehr. War dort voll wie im Sommer.
    OK, nichts dagegen einzuwenden. Es verläuft sich dort ziemlich gut, man kann sich aus dem Weg gehen.
    Die Betonung liegt auf "kann".
    Was am geöffneten Take-Away-Imbiss los war, kann man sich nicht ausdenken. Große Gruppen in Bierlaune. Nix mit Abstand. Nix mit Masken.
    Tochter und ich haben uns, weil wir daran vorbei mussten, erst mal FFP2 in die Visage geschoben.
    Dauerte keine zwei Sekunden, dann kam schon der erste blöde Spruch von einem Bierdimpfel.
    "Na, Angst vor Schnupfen?"
    "Ne, ich kann die Mischung aus Ungewaschen, Bier und altem Mett nicht ab. Stinkt mir."
    Hat der Typ zum Glück nicht geschnallt, vor Tochter muss es nicht eskalieren.
    Wenn der hochgelobte Kreis Plön nun mit dem Mutanten überrannt wird, wundert es mich überhaupt nicht. Waren vornehmlich Motorradgruppen und vermeintliche Stammtische aus der Umgebung.

  • In meiner Brust schlagen gerade 2 Herzen.

    Zum Einen freue ich mich, dass die Kinder wieder zur Schule können


    zum Anderen Aber kann ich nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

    Wenn ich durchs Dorf laufe oder radle, habe ich das Gefühl, Corona war gestern.

    An der Hundewiese steht man in 3er oder 4er Grüppchen am Plaudern und am Spielplatz war gestern kein Gerät nicht von mindestens 6 Kindern belagert während die Eltern in geselliger Runde beisammenstehen.

    Natürlich hält sich kein Kind an irgendeine Abstandsregel, nach Schulschluss sah man größere Gruppen durchs Dorf laufen und herumalbern.

    Hätte nun auch noch die Marktkneipe auf, wäre das Bild wie gewohnt.


    Leider bestätigen die aktuell steigenden Neuinfektionszahlen meine Befürchtungen und wir marschieren in Lockdown 3 :(

  • Hat wer hier im Forum die Anne Will Sendung gestern Abend auf ARD gesehen?

    Was war euer Eindruck?


    Ich will es mal so zusammenfassen, wie ich es erlebt habe:

    Ein Rapper der von der Moderatorin einfach nur "Smudo" genannt wurde, hat eine App entwickelt, die angeblich verantwortbare weitere Öffnungsschritte ermöglicht, die darüber hinausgehen, die Friseurgeschäfte zu öffnen.


    Es wurde sehr viel von Schnelltests gesprochen, die angeblich viele weitere Öffnungen ermöglichen sollen. Wie das genau funktionieren soll, wurde mir nicht so recht deutlich.


    Bei Besuchen im Altenwohnheim nehme ich derzeit wöchentlich an einem Test teil, bei dem recht unangenehm im Rachenraum und in der Nase rumgestochert wird und dann ca. 10 - 15 Minuten gewartet werden muss, um das Ergebnis zu erfahren. Soll das künftig auch für Baumarktbesuche so gehandhabt werden? Wieviel kosten diese Tests? Wer bezahlt die? Drei wichtige Fragen, die unbeantwortet blieben. (Oder habe ich da nicht alles richtig mitbekommen?)


    Warum einer der Gäste einfach nur "Smudo" genannt wurde, bleibt mir ein Rätsel. Immerhin wurde in der Sendung so getan als verfüge dieser "Smudo" über die Fähigkeiten und Fertigkeiten eine solche App zu entwickeln, die es ermöglicht, dass das Veranstaltungsgewerbe bald wieder wie früher Veranstaltungen durchführen kann. Wie das dann genau geschehen soll, wurde nicht deutlich.


    Bin ich zu bieder veranlagt, wenn ich die Erwartung habe, dass eine solche App von jemandem entwickelt und vorgestellt wird, der nachweisbar ein Experte auf seinem Gebiet ist. Und dass sie von jemand vorgestellt wird, der seriöser wirkt als ein Band-Leader mit dem Künstlernamen "Smudo"?


    Beim Googeln nach Corona-Schnelltests - die Sendung legte diese Idee ja irgendwie nahe - tauchte sehr häufig das Banner auf:

    "Dieser Artikel ist zur Zeit nicht lieferbar".

    War das der "heimliche Lehrplan" der Anne Will - Sendung?

    Die totale Hoffnungslosigkeit vermitteln, um deutlich zu machen:

    Lasst alle Hoffnung fahren, ihr seid am "Ar..." und zwar so was von.


    Was noch hängen geblieben ist:
    Frau Leutheusser-Schnarrenberger (FDP-Politikerin und frühere Bundesjustizministerin) fordert Öffnungen aber nicht einfach so, sondern verbunden mit Maßnahmen:

    Mit diesen Maßnahmen zusammen, und da gehören die Schnelltests dazu. Schnelltests, selbst durchzuführende Tests, muss man sehen, was ist auf dem Markt, was ist zugelassen usw." (ab Minute 5:40)


    Und an einer anderen Stelle, die ich jetzt leider nicht wiederfinde, sagte Frau Leutheusser Schnarrenberger, dass es ihr wichtig sei, eine App (eine App, das betonte sie und nicht fünfzehn oder zwanzig oder dreißig verschiedene Apps) auf ihrem Handy zu haben, die ihr sagen könne, ob sie in dieses oder jene Restaurant, dieses oder jenes Kino, dieses oder jenes Konzert gehen könne oder nicht.


    Apps habe ich bisher immer nur im Plural wahrgenommen, frei nach dem Schema "je mehr desto gut". Was Frau Leutheusser-Schnarrenberger da fordert ist ein Kulturbruch.


    Zum Nachsehen und -hören:

    https://daserste.ndr.de/annewi…ockdown,annewill6902.html


    Nach ca. einer halben Stunde bin ich zum Spätkauf und habe mir ein alkoholfreies Bierchen beim Nachtspaziergang gegönnt. Um den zugetexteten Kopf wieder klar zu kriegen.


    Zum Glück blieben die Alpträume aus, die ich befürchtete: Ich steige in die Stadtbahn und weil ich die falsche App (oder das falsche Handy) dabei hatte, traf mich der Eliminieren-Blitz, so dass ich tot rückwärts wieder rausfiel.


    Sehe ich dass alles zu negativ?

  • Hier, schauen's kurz: https://www.nordbayern.de/regi…s-dem-lockdown-1.10882325


    Da steht noch etwas mehr Kontext zur Einordnung. Ich fordere auch weiterhin ein Minimum an eigenem Einsatz von Ihnen - in diesem Fall die fünf Tastendrücke um "Smudo" kurz durch eine Suchmaschine zu schicken.


    Den Rest des Geschwurbels ignoriere ich zu meiner eigenen Sicherheit.


    Dafür noch eine Dienstleistung: https://www.test.de/Masken-Wel…n-gegen-Corona-5692592-0/


    Die Stiftung Warentest hat FFP2-Masken bewertet. Wie auch dort zu lesen ist meine Maskenempfehlung der 3M 9320 immer noch die richtige. Wenn Sie weiterhin Schwierigkeiten beim Atmen mit Maske haben, kaufen Sie doch bitte einmal eine richtige Maske.

  • "Doch was verspricht die neue Hype-App? Die Idee ist, den Aufwand zur Nachverfolgung von Kontakten bei Freunden und im Büro, aber vor allem bei Restaurant- und Konzertbesuchen sowie beim Einkaufen in Geschäften für die Gesundheitsämter deutlich zu reduzieren."

    Vielen Dank für deinen nordbayern.de-Link Nbgradler, dort habe ich das zitiert.


    An und für sich ja ein ehrenwertes Anliegen, die Gesundheitsämter zu unterstützen. Allein mir fehlt das Vertrauen darin, dass so was wie die vorgestellte App Luca funktioniert. Vielmehr erinnert mich das Ganze an den "Hype", der bei der ersten Welle rund um die Corona-Warn-App gemacht wurde. Bekannte, die sich diese App installierten berichteten mir, dass es ihnen nicht geholfen habe.


    Und einen Musiker zu präsentieren, der eine angeblich "geniale" App vorstellt, mit deren Hilfe angeblich große Konzerte auch bei hohen Corona-Inzidenzwerten wieder möglich seien, das ist ungefähr so als würdest du einen AIDA-Vertreter präsentieren, der ein angeblich "geniales" Lüftungssystem vorstellt, mit deren Hilfe der Voll-Betrieb auf Kreuzfahrtschiffen umgehend wieder aufgenommen werden kann.


    Vielleicht kann "Luca" mehr, als ich das vermute, dann war es meines Erachtens ein Fehler, einen Band-Leader diese App vorstellen zu lassen.


    Dass Anne Will in ihrer Sendung einem Rapper die Möglichkeit zur Eigenwerbung und Selbstdarstellung bietet, weil er etwas über eine Corona-Warn-App zu berichten weiß, naja, vielleicht wegen des Unterhaltungswertes?

  • Bekannte, die sich diese App installierten berichteten mir, dass es ihnen nicht geholfen habe.

    Wie hätte die App ihnen denn helfen sollen?


    Und einen Musiker zu präsentieren, der eine angeblich "geniale" App vorstellt, mit deren Hilfe angeblich große Konzerte auch bei hohen Corona-Inzidenzwerten wieder möglich seien, das ist ungefähr so als würdest du einen AIDA-Vertreter präsentieren, der ein angeblich "geniales" Lüftungssystem vorstellt, mit deren Hilfe der Voll-Betrieb auf Kreuzfahrtschiffen umgehend wieder aufgenommen werden kann.


    Vielleicht kann "Luca" mehr, als ich das vermute, dann war es meines Erachtens ein Fehler, einen Band-Leader diese App vorstellen zu lassen.

    Nur weil er kein Softwareentwickler ist, ist er gleich unglaubwürdig?


    Darf ein Arzt auch nur Krankheiten oder Verletzungen behandeln die er selbst auch hatte um glaubwürdig zu sein?

  • Im Falle eines längeren Kontaktes, der von der App als stark ansteckungsverdächtig eingestuft worden wäre, hätte könnte man sich in Quarantäne begeben und umgehend einen Corona-Test machen können.

    Ist einerseits hilfreich, weil eine Infektion schnell erkannt worden wäre und möglicherweise schon frühzeitig behandelt worden wäre (mit dem wenigen was dafür in Frage kommt).

    Und man würde keine anderen Leute anstecken, wenn man auf Grund der Warnung der App sich selbst als Verdachtsfall isoliert und klärt, ob eine Infektion vorliegt.


    Die problematischen Kontakte, die angezeigt wurden, wurden jedoch als solche mit geringer Ansteckungsgefahr eingestuft. Was dann zur Verunsicherung führte, aber letztlich keine Reaktion auslöste. Außer der, noch stärker auf Kontaktvermeidung zu achten. So gesehen hatte es vielleicht tatsächlich eine positive Funktion, allerdings zu Lasten der ohnehin wenigen sozialen Kontakte.


    Aber vielleicht hast du ja von Leuten gehört, die andere Erfahrungen mit der Corona-Warn-App gemacht haben?

    Nur weil er kein Softwareentwickler ist, ist er gleich unglaubwürdig?

    Ein Musiker, der gerne wieder auf die Bühne möchte, ist nicht frei von Eigeninteresse. Anscheinend ist dieser "Smudo" bei seinen Fans sehr beliebt (vermutlich nicht wegen seiner IT-Kenntnisse). Da kommen zwei ungünstige Faktoren in Sachen "Glaubwürdigkeit" zusammen. Und wenn so einer dann mit kraftvollen Ausdrücken den Eindruck erweckt, hier haben sich Politik und Verwaltung grobe Versäumnisse vorzuwerfen, dann nehme ich das ähnlich wenig ernst, wie wenn der Bayern-Trainer Hansi Flick den SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach anmault, weil der die Reise der Bayern-Mannschaft nach Katar kritisierte. Und es ärgert mich, dass so was an prominenter Stelle gezeigt wird, bzw. darüber berichtet wird.

    Sowohl im Fall Smudo, als auch im Fall Hansi Flick

  • Vielleicht kann "Luca" mehr, als ich das vermute, dann war es meines Erachtens ein Fehler, einen Band-Leader diese App vorstellen zu lassen.


    Dass Anne Will in ihrer Sendung einem Rapper die Möglichkeit zur Eigenwerbung und Selbstdarstellung bietet, weil er etwas über eine Corona-Warn-App zu berichten weiß, naja, vielleicht wegen des Unterhaltungswertes?

    Bei so viel Pessimismus wird mir schlecht. Smudo, Mitglied der Fanta4 nun seit Ü30 Jahren im Musikgeschäft nahm Geld in die Hand und hat ein Team unterstützt, das, so genutzt, eine App entwickelt hat, die durchaus die Kontaktverfolgung erheblich erleichtert. Ohne mir jetzt diesen Beitrag gesehen zu haben oder sehen zu wollen, verstehe ich das System so, dass ich mich mit meinem Handy beim Betreten einer Location identifiziere.

    Das geht deutlich schneller als wenn ich Leute Zettel ausfüllen lasse oder deren Daten mittels Mitarbeitern erhebe.

    Das Smudo damit der Veranstaltungsbranche eine Tür öffnen möchte, ist nur legitim. Während alle anderen Bereiche wenigstens zwischendurch Lockerungen erfuhren, heißt es für die Veranstaltungsbranche seit 1 Jahr durchgehend lockdown. Wer aus der Riege sollte das sonst machen? Ich finde sein Engagement erstmal gut - und kein Anlass zur Kritik.

  • Bei so viel Pessimismus wird mir schlecht. Smudo, Mitglied der Fanta4 nun seit Ü30 Jahren im Musikgeschäft nahm Geld in die Hand und hat ein Team unterstützt, das, so genutzt, eine App entwickelt hat, die durchaus die Kontaktverfolgung erheblich erleichtert. Ohne mir jetzt diesen Beitrag gesehen zu haben oder sehen zu wollen, verstehe ich das System so, dass ich mich mit meinem Handy beim Betreten einer Location identifiziere.

    Das geht deutlich schneller als wenn ich Leute Zettel ausfüllen lasse oder deren Daten mittels Mitarbeitern erhebe.

    Das System funktioniert so, dass jede Person in Deutschland mit einem sogenannten QR-Code ausgestattet wird, der entweder auf dem Handy angezeigt werden kann, oder auch auf einem kleinen Stück Kunststoff, einem Schlüsselanhänger zum Beispiel.

    https://rathaus.rostock.de/de/…t_mit_der_luca_app/318822

    Allerdings frage ich mich, ob dieses Vorgehen nicht genau so scheitern wird, wie auch vielfach das Eintragen in die Listen scheiterte.

    Droht hier nicht dasselbe Versagen?

    Wer im vergangenen Sommer ins Restaurant, gehen wollte, der musste sich in eine Liste eintragen. Stattdessen soll er jetzt seinen persönlichen QR-Code einem Lesegerät vor die Kamera halten.

    Ob das wirklich bessere Ergebnisse liefert als das Eintragen in eine Liste? Kann sein, weil es vielleicht weniger umständlich ist? Aber im Grund genommen ist es alter Wein in neuen Schläuchen und vermutlich nicht mehr als die soundsovielte "Corona-Sau", die durchs Dorf getrieben wird.

    Aber ist ja so schön cool, wenn man der Politik Versagen und Untätigkeit vorwerfen kann, weil sie nicht auch noch auf dieses oder jenes Pferd gesetzt hat.

    Appelle im Land zu bleiben, die Reisetätigkeit zu minimieren und einfach mal die Füße still zu halten, sind dagegen ganz und gar uncool. Die meisten Menschen in Deutschland haben ein lebenswertes Zuhause. Wozu also durch die Welt reisen? Das kann doch auch mal für mehrere Monate minimiert werden. Und diejenigen, die kein so lebenswertes Zuhause haben, die haben oft gar kein Geld zu reisen.

  • Ich sehe da auch keinen Grund zur Kritik, nur weil es ein Musiker ist. Aus anderen Branchen wird keine Initiative kommen wieder Veranstaltungen zu ermöglichen.


    Was die Corona-Warnapp angeht, kenn ich insgesamt nur wenige die sie nutzen. Aber sie tut doch was sie soll. Ich nutze sie nicht, weil ich denke, dass sie bei mir nicht viel Nutzen hat. Da ich 100% im Homeoffice arbeite, einmal die Woche mit dem Fahrrad zum Einkaufe fahre und micht dort an die AHA-Regeln achte.


    Was genau für Informationen hätte die App denn noch liefern sollen? Wann genau (Datum & Uhrzeit) welcher Kontakt (Name) problematisch war? Dann wären wir wieder bei dem Thema Datenschutz.


    Das größte Problem bei der Kontaktverfolgung ist ja wahrscheinlich der hohe Aufwand weil die Daten hauptsächlich analog vorliegen. Mit der Luca-App wird halt das Erheben und das Auswerten der Daten sehr stark vereinfacht. evtl. sogar teilweise automatisiert. Dann kann man auch ganz andere Grenzwerte bei den Inzidenzen nutzen.

  • Ich sehe da auch keinen Grund zur Kritik, nur weil es ein Musiker ist. Aus anderen Branchen wird keine Initiative kommen wieder Veranstaltungen zu ermöglichen.

    Gerne kann jeder Musiker kritisieren, dass die Luca-App immer noch nicht eingeführt ist, obwohl sich vielleicht mit der Luca-App die Möglichkeiten dafür verbesserten, Konzerte mit Besuchern veranstalten zu können.

    Genauso kann auch jeder Fußballtrainer oder Fußballclubchef kritisieren, dass immer noch keine Stadionbesuche stattfinden.

    Aber die Komposition, die Anne Will lieferte, befeuerte in nicht verantwortlicher Weise die Hoffnungen auf Lockerungen und erklärte gleichzeitig die Politik zum Prügelknaben.

  • Verstehe ich es bei der "luca App" richtig, dass die Gesundheitsämter Zugriff auf die gesammelten Daten zwecks Kontaktverfolgung haben sollen?


    Es werden also automatisch Daten gesammelt, übertragen und einer vielzahlan Behörden anvertraut, die noch Faxgeräte nutzen?

    Wo habe ich die Garantie, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Daten nehmen können?

    Wo ist der Sourcecode für die App, damit ich mir das selbst anschauen kann?


    Bei der Corona-App hat man die nachprüfbare Garantie, dass die von meinem Telefon gesendeten Daten nicht ohne meine Mitwirkung genutzt werden können.


    Und wenn man dann noch bessere Kontaktverfolgung haben will, könnten die Betreiber von Locations einen Bluetooth-Beacon installieren, der von der Corona-App empfangen und gespeichert wird. Die Gäste würde so weiterhin anonym bleiben.

    Wenn eine Infektion auftritt würde der Betreiber die Daten freigeben und die Gäste würden das dann angezeigt bekommen. Ob die Gäste daraufhin reagieren ist dann ne andere Frage.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Die Politik bezieht ganz zu Recht Prügel, wenn sie nicht nutzt und umsetzt, was möglich ist. Selbstverständlich hoffen wir alle auf Lockerungen, aber nicht um jeden Preis. Wenn es Möglichkeiten gibt, Kontakte schneller und einfacher nachzuverfolgen, kann das sehr wohl helfen, Lockerungen begründet und unter bestimmten Voraussetzungen umzusetzen.


    Da muss man meines Erachtens auch keine Rücksicht nehmen auf diejenigen, die das nicht mitmachen wollen. Kann dann ja jeder selbst entscheiden, ob er die App nutzen will oder nicht. Es soll dann aber keiner rumheulen, dass er weiter mit den Beschränkungen leben muss.


    Ich sehe das mit Impfungen übrigens genauso. Wenn es Lockerungen für Menschen gibt, die geimpft sind, ist das kein Privileg, sondern die Aufhebung einer Beschränkung, die dann nicht mehr erforderlich ist.

  • Da muss man meines Erachtens auch keine Rücksicht nehmen auf diejenigen, die das nicht mitmachen wollen. Kann dann ja jeder selbst entscheiden, ob er die App nutzen will oder nicht. Es soll dann aber keiner rumheulen, dass er weiter mit den Beschränkungen leben muss.


    Ich sehe das mit Impfungen übrigens genauso. Wenn es Lockerungen für Menschen gibt, die geimpft sind, ist das kein Privileg, sondern die Aufhebung einer Beschränkung, die dann nicht mehr erforderlich ist.

    Bin da komplett bei dir, wenn eine Veranstaltung die Nutzung der App Luca zur Teilnahme zwingen vorschreibt habe ich die Wahl da nicht hinzugehen oder der Nutzung der Daten zuzustimmen, so einfach, so gut. Mit den Impfungen sehe ich das aber anders. Solange noch kein Angebot für jeden da ist, sondern erst 4% geimpft sind und der Schutz vor der Übertragung damit nicht gewährleistet ist, ist eine Freigabe auch für Geimpfte kaum zu vertreten

  • Das mit der Impfung gilt natürlich erst, wenn auch ein entsprechender Impfschutz besteht und auch nur unter der Voraussetzung, dass die Impfung auch vor Übertragungen schützt. Mir ging es aber primär darum, dass eine solche Erleichterung für Geimpfte kein Privileg darstellen würde, sondern die Aufhebung einer dann nicht mehr notwendigen Beschränkung. Es geht ja z.B. auch um Erleichterungen für Besuche in Alten- und Pflegeheimen durch nahe Angehörige.

  • Ich denke das mit den Geimpften muss an einfach differenzieren.


    Wichtig und richtig wäre es auf jeden Fall, das in Einrichtungen die durchgeimpft sind, also momentan hauptsächlich Senioren-Residenzen, aber auch Behinderten-Wohnheime und Werkstätten, wieder normales Leben stattfindet, mit gemeinsamen Veranstaltungen/Essen etc.

    Wohl auch, dass man besser und kontrolliert für die bucklige Verwandtschaft öffnen kann.


    Was anderes ist der Bereich der Nicht-Gemipften. Solange nicht nachgewiesen ist, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend sind, und das Thema ist schon mit den Mutanten durch, können sich Geimpfte eben nicht im Kaffee von Nicht-Geimpften bedienen lassen. Bzw. werden die entweder für alle wieder geöffnet wenn das Risiko tragbar erscheint, oder eben nicht.