München (und Umgebung)

  • War hier an anderer Stelle schon erwähnt, Fürstenfeldbruck bekommt 3 Radlstraßen.


    Eine davon ist der Starenweg -> Mal den Verlauf eingezeichnet


    Der ist eigentlich ein Geh/Radweg, am Kreisel und an der Tankstelle mit [Zeichen 240] [Zusatzzeichen 1020-30] gekennzeichnet.


    Hintergrund, der Starenweg wurde, als Mini-Gewerbegebiet-Erschließung erst vor einigen Jahren gebaut und musste dann der Einfachheit halber als GehRadweg herhalten. In dem Starenweg befindet sich am Ende eine Gastankstelle, eine Austellfläche für Autos, ein Würthladen und am Kreisel eröffnete zu Jahresbeginn ein Fitnessstudio. Selbiges hat am frühen Abend viel Kundschaft aber nur unzureichend Stellplätze. Die Stadt hat dem Studio die Tiefgarage großzügig erlassen, die eigentlich im Bebauungsplan gestanden hat. Deswegen haben die Kunden dann die Straße zugeparkt, als Gehradweg aber nicht zulässig. Da dort eigentlich Radwegpflicht besteht und ich seit Jahren mit der Stadt diskutiere diese aufzuheben, war ich so frei und hab dem Ordnungsamt gesagt, wenn sie auf die Radwegpflicht bestehen sollte der dann auch frei gehalten werden von parkenden Autos.

    Ob das der Auslöser war, keine Ahnung, aber das Ordnungsamt selber hat dem Stadtrad den Starenweg als potentielle Radstraße vorgeschlagen. Und dann auch angekündigt, dort 100m Parkfläche auszuzeichnen mit Haltezeit 18-23:00. Seit vorgestern ist diese Fläche gezeichnet und auch ausgeschildert.

    Auch das [Zeichen 240] ist auf der Ostseite (Tankstelle) abmontiert, ich hätte nicht erwartet, dass dieses Schild entfernt wird. Eine Radstraße ist es auf der Kreisel-Seite noch nicht, kommt aber wohl die nächsten Tage.


    Als ich gestern Abend nach Hause fuhr, was war zu sehen?

  • Hintergrund, der Starenweg wurde, als Mini-Gewerbegebiet-Erschließung erst vor einigen Jahren gebaut und musste dann der Einfachheit halber als GehRadweg herhalten. In dem Starenweg befindet sich am Ende eine Gastankstelle, eine Austellfläche für Autos, ein Würthladen und am Kreisel eröffnete zu Jahresbeginn ein Fitnessstudio. Selbiges hat am frühen Abend viel Kundschaft aber nur unzureichend Stellplätze. Die Stadt hat dem Studio die Tiefgarage großzügig erlassen, die eigentlich im Bebauungsplan gestanden hat. Deswegen haben die Kunden dann die Straße zugeparkt, als Gehradweg aber nicht zulässig. Da dort eigentlich Radwegpflicht besteht und ich seit Jahren mit der Stadt diskutiere diese aufzuheben, war ich so frei und hab dem Ordnungsamt gesagt, wenn sie auf die Radwegpflicht bestehen sollte der dann auch frei gehalten werden von parkenden Autos.

    Ob das der Auslöser war, keine Ahnung, aber das Ordnungsamt selber hat dem Stadtrad den Starenweg als potentielle Radstraße vorgeschlagen. Und dann auch angekündigt, dort 100m Parkfläche auszuzeichnen mit Haltezeit 18-23:00. Seit vorgestern ist diese Fläche gezeichnet und auch ausgeschildert.

    Auch das [Zeichen 240] ist auf der Ostseite (Tankstelle) abmontiert, ich hätte nicht erwartet, dass dieses Schild entfernt wird. Eine Radstraße ist es auf der Kreisel-Seite noch nicht, kommt aber wohl die nächsten Tage.

    Spoiler-Funktion! Was die modernen Methoden der Telekommunikation alles hergeben!:)


    Zur Fahrradstraße fallen mir zwei Dinge ein:


    1) FFB will unbedingt das Siegel "Fahrradfreundliche Stadt" bekommen, hats aber bis jetzt (komischerweise) nicht geschafft. Das Ganze ist eine Feigenblattaktion, um die Siegel-Vergeber doch noch rumzukriegen. Jeder klar denkende Mensch stellt sich m.E. unter einer Fahrradstraße etwas anderes vor als den Parkplatz eines Mini-Gewerbegebiets?


    2) Frage mich grade, ob Kunden eines Fitnessstudios rechtlich gesehen unter "Anlieger" fallen?

  • So, war ja diese Woche schon Thema mit den Streuscheiben für Rad/Fußverkehr , also schreib ich jetzt doch noc was dazu.

    Seit einigen Wochen hat eine, hier auch schon mal vorgestellte Kreuzung eine solche Streuscheibe bekommen.

    Hier die Kreuzung im Bayern-Atlas, theoretisch mit Markierungen von mir

    Schlechtes Bild:


    Nun wollte ich schon, seit ich es bemerkt habe, einen nette Brief an das Ordnungsamt und die Radwegbeauftragte schreiben, aber bin seit einiger Zeit gut im Stress und so wollte der Brief irgendwie nicht so freundlich werden, wie ich es gern hätte. Die Kreuzung ist aus meiner Sicht für Radfahrer ein Totalausfall, von jeder Richtung kommend stimmt was nicht. Mag sein das ich es falsch sehen, deswegen dieser Eintrag. Auf meinem Link müsste man eigentlich auch einen roten Strich sehen, das ist die Radwegführung von Süd nach Nord. Die Schöngeisinger-Straße, die eben von Süd nach Nord geht, hat auf beiden Seiten im nördlichen Teil einen "Radweg". Richtung Norden ist der zwar Hochboard, aber für unsere Verhältnisse ganz ok, ordentliche Trennung zum Fußverkehr mit Grünstreifen, direkt neben der Fahrbahn, der Radler ist also sichtbar. In die andere Richtung, und um die gehts, siehts anders aus. Da ist ein ~2m breiter Gehweg großzügig mittels weißer Farbe in Rad und Fußweg geteilt. Bis etwa 100m vor der Kreuzung, da wird der Radweg mit Beginn des Abbiegestreifens Richtung Westen auf die Fahrbahn geleitet. Super Stelle, aber wir sind in Bruck, es ginge auch schlimmer.


    Wenn man es nicht so gut sieht auf dem Bayern-Atlas hier der Google Link, die Kreuzung hat vier Inseln, auf denen neben den Fußgängern auch die Ampeln stehen. Und nun hat die Stadt in die Ampel auf der Süd-westlichen Insel eine kombinierte Streuscheibe gehängt. Bedeutet für mich wenn ich auf der Fahrbahn südlich radl, ich müsste bei rot stehenbleiben, während die Fahrbahnampel noch lustig grün zeigt. Also in dem Moment, wo aufmerksame KFZ-Lenker eher aufs Gas drücken, weil die Fußgängerampel rot wird, stelle ich mich an die Haltelinie. Mach ich natürlich nicht, ich bin ja nicht Lebensmüde, aber wäre wohl ein qualifizierter Rotlichtverstoß.

    Nun kommt auf den Fußgängerteil, also die Inseln imho ein Radler gar nicht legal. Funfakt, die Streuscheibe war kaum in der Ampel, da wurde angekündigt, auf der südlichen Seite Richtung Süden einen Fahrradstreifen auf die Fahrbahn zu malen, jetzt ist noch der Gehweg für Radler freigeben.


    Fakt ist, entweder ich interpretiere die Regeländerung 2014 für Radfahrer die Ampeln betreffend flasch, oder dieStadt FFB at keine Ahnung von den Konsequenzen dieser Änderung. Das bedeutet, Kreuzungen, die solche Streuscheiben brauchen, haben meistens keine. Und wenn eine kommt, dann bräuchte es an der Kreuzung in der Hälfte der Fälle gar keine.

  • Auf der Fahrbahn gilt für Dich nur die Fahrbahnampel!

    sagt er ja. aber die in Fahrtrichtung parallel aufgehängte kombistreuscheibe zeigt da noch lange grün.

    Jeder von uns kennt das, wenn man bei gelb kurz überlegt, ob man den Anker wirft, oder noch drüber fährt - und nach dem drüberfahren realisiert, dass hinter einem noch mind. 1 KFZ drüber ist und nur 1m Abstand hält.

    Da möchte ich manchmal gar nicht wissen, was passiert, wenn ich doch gebremst hätte.

  • sagt er ja.

    Ähhh, nö!


    ... Bedeutet für mich wenn ich auf der Fahrbahn südlich radl, ich müsste bei rot stehenbleiben, während die Fahrbahnampel noch lustig grün zeigt. ...

    Gemeint ist mit "rot" wohl das Kombi-Fußgänger-Radfahrer-Rot für die Furt.


    ...aber die in Fahrtrichtung parallel aufgehängte kombistreuscheibe zeigt da noch lange grün.

    Nee, umgekehrt!


    ...während die Fahrbahnampel noch lustig grün zeigt. Also in dem Moment, wo aufmerksame KFZ-Lenker eher aufs Gas drücken, weil die Fußgängerampel rot wird, ...

  • Auf der Fahrbahn gilt für Dich nur die Fahrbahnampel!

    Na ja, irgendwo muss sich ja eine Radverkehrsanlage verbergen, sonst gäb es die Streuscheibe nicht.

    Da der Fußgängerübergang eindeutig ein solcher ist, bleibt nur die Fahrbahn dafür.


    Die große Frage ist, warum hängt da jetzt eine Kombischeibe.


    Wo es eine bräuchte bei der Kreuzung., Nämlich von Ost nach West, da ist keine. Ist auch gut so, das spart mir ohne schlechtes Gewissen mehrere 100m Gehwegradln.

  • Seit einigen Wochen hat eine, hier auch schon mal vorgestellte Kreuzung eine solche Streuscheibe bekommen.

    Kann natürlich sein, dass Dir diese Kombi-Streuscheibe erst jetzt aufgefallen ist. Ich habe jedoch bereits im November 2017 dort folgende Fotos gemacht:


    Erst einmal die von Dir sehr gut beschriebene Situation, wo noch vor der Kreuzung aus einem [Zeichen 241-30] ein [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] wird mit der komfortablen, aber nicht selbstverständlichen Option, auf die Fahrbahn abzufahren:



    Die erste Ampel beim freilaufenden Rechtsabbieger ist eine Schlafampel. Wer den Taster betätigt, sah schon damals eine Kombi-Streuscheibe:



    Die Ampel an der nächsten Insel ist ebenfalls seit mindestens 2017 mit einer Kombi-Streuscheibe ausgestattet. Wenn man weiter geradeaus fahren möchte, darf man gerne weiterhin im Kriechgang den freigegebenen Gehweg benutzen:



    Möchte man aber indirekt nach links abbiegen, dann sieht man nur eine Fußgängerampel. Es würde daher eigentlich die Fahrbahnampel gelten, doch die liegt bereits einige Meter hinter dem Rücken. Also vorsichtig vortasten...:



    Auch an dem freilaufenden Rechtsabbieger des Gegenverkehrs gibt es keine für den Radverkehr gültige Signalgeber:



    Und das, obwohl im weiteren Verlauf [Zeichen 241-30] angeordnet ist:



    Ich habe heute Abend noch einen kleinen Umweg gefahren, um mir die aktuelle Situation anzuschauen. Es ist seit 2017 alles unverändert. Der Radverkehrsbeauftragten ist die Situation bekannt. Ich habe sie persönlich in ihrem Büro aufgesucht und ihr eine umfangreiche schriftliche Ausarbeitung von insgesamt vier fragwürdigen Kreuzungen in Fürstenfeldbruck überreicht. Hat sie sich schenken lassen. Ansonsten ist seitdem viel Wasser die Amper hinuntergeflossen.


    Und wer glaubt, man wäre zumindest mit dieser Kreuzung nun fertig, der irrt gewaltig. Denn dort bietet sich dem Radverkehr - wie Autogenix bereits ausgeführt hat - noch weitere gewaltige Unzulänglichkeiten. Auf diese einzugehen fehlt mir heute Abend aber leider die Zeit und Geduld. Aber einen hab' ich noch:


    Das ganze gipfelte im April 2019 sogar in völlig abstruse Situationen, als wegen eines Verkehrsunfalls einer der Ampelmasten umgenietet und bis zur Reparatur der Rad- und Fußverkehr an dieser Stelle ganz einfach und ganz bewusst völlig ignoriert wurde. Es wurde zwar ein temporärer Masten samt Signalgeber aufgestellt, aber eben nur für die Kraftfahrer. Die Furten wurden gezielt abgesperrt und die noch verbliebenen und intakten Signalgeber abgedeckt. Wäre auch zu umständlich gewesen, wenn man nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer in einer solchen Situation auch noch berücksichtigt hätte. Kann man nicht verlangen! Ich weiß gar nicht, ob der Umlauf dann auch gleichzeitig geändert wurde oder ob man einfach nur bestimmte Schaltzeiten unsichtbar "verschenkt" hat:


  • OK, peinlich, Du hast recht. Ausrede: ich fahre da natürlich selten in die Richtung und nie auf dem Gehweg. Normal komme ich die Rotschweiger runter oder eben wieder rauf. Mir ist das tatsächlich nur so nebenbei aufgefallen, weil ich Richtung Schöngeising bin.


    Was ich mich frage, ein freigegebener Gehweg ist imho keine Radanlage, also gehören da auch keine Kombi-Streuscheiben hin, oder liege ich da falsch?