LKW-Unfälle, soziale Marktwirtschaft und Kapitalismus (aus: Medienhinweise)

  • Schuld an den Unfällen sind nicht die LKW-Fahrer. Wo Menschen handeln, passieren auch Fehler. Mit dem §9 wird die Schuld nur dem LKW-Fahrer aufgedrückt, aber das hilft dem toten Radfahrer auch nicht mehr. Drakonische Strafen für Unfälle zu verlangen bringt auch niemandem was.


    Wenn man solche Abbiegeunfälle verhindern will, muss man dafür sorgen, dass diese Situationen gar nicht erst entstehen.

    Z. B. den Radverkehr nicht rechts von Rechtsabbiegern führen. Oder per Ampeln trennen. Oder Kreisverkehre bauen.

    Alternativ kann man den §9 in Technik gießen, d.h. Abbiegeassistenzen.


    Als Radfahrer kann man sich selbst schützen, indem man nicht auf Radwegen fährt, nicht rechts überholt und auch nicht rechts neben KFZ rumsteht. Um das Fahrbahnradeln für Radfahrer angenehmer zu machen würde T30 innerorts helfen und elektrische Autos statt stinkende und lärmende Verbrenner. Und generell die KFZ-Menge drastisch verringern.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Es gibt kaum etwas, was mich allgemein so sehr aufregt, wie die willkürliche Behandlung der Begriffe "schnell" und "langsam", wenn es um Radfahrer geht. Das treibt dann oft die absurdesten Blüten.


    Allerdings (und völlig unabhängig von diesem Unfall!): Es würde im Rahmen des Pedelec-Booms nicht schaden, Leuten, die seit Jahrzehnten nicht auf einem Rad gesessen und mit einem Solchen am Verkehr teilgenommen hätten, sowas wie "Kurse" zu empfehlen. Denn es lässt sich nicht leugnen, dass es statistisch schon auffällig ist, dass der Anteil der Pedelecunfälle (und da vor allem bei Älteren) stark zunehmen. Wohl stärker als es die anteilige Zunahme des Verkehrsmittels erklären würde... Und das betrifft sehr oft auch Alleinunfälle. Leider erschöpfen sich die Sicherheitshinweise dann immer auf dem "Helm"...

    Schuld an den Unfällen sind nicht die LKW-Fahrer. Wo Menschen handeln, passieren auch Fehler.

    Ich stimme dir grundsätzlich zu. "Schuld" an solchen Unfällen ist für mich ein Milliardenschweres Transportgewerbe, in welchem vor allem die Fahrer am Ende den Kopf für systemische Missstände hinhalten dürfen. Ist ein LKW nicht sicher zu bedienen, müssen halt grundsätzlich Beifahrer mitfahren. Das schließt natürlich Unfälle immer noch nicht aus, wäre aber meines Erachtens besser, als irgendwelche Konzerne auch noch Milliarden mit verpflichtenden technischen Systemen verdienen zu lassen. Die ja ebenfalls fehleranfällig sind.


    Auch "Schuld" ist auch ein krankes Wirtschaftssystem, welches von der Mehrheit weiterhin nicht infrage gestellt werden will. Ein Großteil dessen, was jeden Tag durch die Republik gekarrt wird, ist im Grunde überflüssiger Konsumschrott, den die Leute dann in ihren Konsum-Tempeln kaufen. Man könnte die Anzahl der LKW also auch drastisch reduzieren, wenn man nicht wirklich alles dem "unfehlbaren" Markt überließe...!


    Und natürlich liegt auch eine Hauptschuld bei jenen, die Radwege fordern, bauen und mit Benutzungspflichten versehen. Es widert mich bei derartigen Unfällen allgemein am meisten an, dass das Thema Radweg hingegen NIE als Unfallursache infrage gestellt wird!

    Als Radfahrer kann man sich selbst schützen, indem man nicht auf Radwegen fährt, nicht rechts überholt und auch nicht rechts neben KFZ rumsteht.

    Das Letztere sehe ich allerdings nicht so, weil es schon wieder victim-blaming beinhaltet. Man sollte die Vorzüge des (weniger Platz beanspruchenden) Rades auch einfordern und nutzen dürfen. Deshalb wäre ich auch für eine Legalisierung des "Filterings", wie es bspw. in GB ganz normal ist.

  • Ein Großteil dessen, was jeden Tag durch die Republik gekarrt wird, ist im Grunde überflüssiger Konsumschrott, den die Leute dann in ihren Konsum-Tempeln kaufen. Man könnte die Anzahl der LKW also auch drastisch reduzieren, wenn man nicht wirklich alles dem "unfehlbaren" Markt überließe...!

    Man kann den Leuten aber nicht verbieten, Mist herzustellen, zu verkaufen, zu kaufen oder wegzuschmeißen. Was man tun könnte: Energie, Erdöl, Müll, KFZ, usw. deutlich höher besteuern. Viele Produkte werden dann teurer. Transport über lange Wege wird auch teurer. Der Markt dürfte sich an die Umstände anpassen, so dass eher regionale Lebensmittel gekauft werden und weniger Konsum-Schrott. Letztlich muss alles besteuert werden was die Umwelt kaputtmacht. Damit sich die Schäden in einem akzeptablen Rahmen bewegen.


    Das Letztere sehe ich allerdings nicht so, weil es schon wieder victim-blaming beinhaltet. Man sollte die Vorzüge des (weniger Platz beanspruchenden) Rades auch einfordern und nutzen dürfen.


    Radfahrer können durch ihr Verhalten die Gefahr beeinflussen, unterm LKW zu landen. Du magst das Victim-Blaming nennen, aber es ist nunmal so.

    Ich nutze selbst ausgiebig, dass ich ein schmales wendiges Fahrzeug fahre. Aber eben nicht auf Radwegen ;-)


    Deshalb wäre ich auch für eine Legalisierung des "Filterings", wie es bspw. in GB ganz normal ist.


    Was'n das?

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Man kann den Leuten aber nicht verbieten, Mist herzustellen, zu verkaufen, zu kaufen oder wegzuschmeißen. Was man tun könnte: Energie, Erdöl, Müll, KFZ, usw. deutlich höher besteuern. Viele Produkte werden dann teurer.

    Natürlich könnte man das! Wobei - man müsse es nicht einmal, wenn man den Leuten etwas mehr Vernunft beibringen würde. Die sozial ungerechte Variante über einen durch Steuern hochgetrieben Preis zu wählen und es "den Markt" erledigen zu lassen, mag sich "freier" anfühlen, ist es aber im Ergebnis nicht! Aber so funktioniert Kapitalismus halt: Man muss Leuten nicht den Erwerb einer Yacht und einer Eigentumswohnung verbieten - es reicht, wenn sie sich keine leisten können.

    Radfahrer können durch ihr Verhalten die Gefahr beeinflussen, unterm LKW zu landen. Du magst das Victim-Blaming nennen, aber es ist nunmal so.

    Sicherlich, in Extremfällen... Ist "nunmal so" entbindet die Verantwortlichen dafür, dass gehetzte ausgebeutete LKW-Fahrer Radfahrer auf überflüssigen Radwegen über den Haufen fahren, trotzdem nicht von ihrer Verantwortung. Das sind alles keine Naturgesetze - sondern in letzter Linie Konsequenzen eines auf Egoismus und Gier basierenden Gesellschaftssystems.

    Was'n das?

    Nennt sich auch "Lane splitting". ;) Ich habe eine Weile lang Videos von Alltagsradfahrern bei Youtube geschaut - und da fiel auf, dass Radfahrer in GB nicht nur keine Radwege benutzen dürfen müssen, sondern sich auch auf allen Fahrstreifen an Autofahrern "vorbeimogeln" dürfen.

  • Natürlich könnte man das!

    Können? Ja. Sollte? Nein.

    Es mangelt einfach an der übergeordneten Instanz, die zuverlässig "Konsumschrott" von "sinnvollen" Dingen unterscheiden kann.


    Jede einzelne Person hat individuelle Präferenzen, die sie selbst am besten kennt. Deshalb ist der Weg über die Besteuerung von Umweltschäden genau richtig. Denn dann kann jeder selber entscheiden, welcher Konsummix nun der beste ist.


    Wie soll eine übergeordnete Instanz entscheiden, ob ich mein "Umweltbudget" lieber für einige Tüten Gummibärchen oder für den Weg mit dem Auto zum Bäcker verbrauche?


    Aber so funktioniert Kapitalismus halt: Man muss Leuten nicht den Erwerb einer Yacht und einer Eigentumswohnung verbieten - es reicht, wenn sie sich keine leisten können.

    Das Problem bei Deinem Ansatz ist immer die übergeordnete Instanz, die für die Menschen entscheiden soll, wie viel "genug Konsum" ist. Das funktioniert einfach nicht.


    Ich würde mich übrigens freuen, wenn Du die Seitenhiebe gegen die Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung aus einem Fahrradforum heraushalten würdest. Ich finde es anstrengend. Wenn Du alternative Systeme diskutieren möchtest, gibt es bestimmt auch ein passendes Forum dafür.

  • Zitat

    Sicherlich, in Extremfällen... Ist "nunmal so" entbindet die Verantwortlichen dafür, dass gehetzte ausgebeutete LKW-Fahrer Radfahrer auf überflüssigen Radwegen über den Haufen fahren, trotzdem nicht von ihrer Verantwortung. Das sind alles keine Naturgesetze - sondern in letzter Linie Konsequenzen eines auf Egoismus und Gier basierenden Gesellschaftssystems.

    Ich halte deine Schlussfolgerung über die Ursache für .. hmm .. schlecht belegt. Wichtiger scheint mir, dass die Wahrnehmung so wie sie nötig ist beim parallel geführten Radweg nicht möglich ist.


    Solange die Ampel rot zeigt kann der LKW-Fahrer im Spiegel alle möglichen toten Winkel beobachten. Sobald aber die "Abbiegeschlange" nach rechts will und (geradeaus) Radfahrer schneller fahren können als die rechts abbiegenden geht das nicht mehr. Der Fahrer muss ja zu recht davon ausgehen, dass der vor ihm Abbiegende halten muss um einen Radler durch zu lassen. Gleichzeitig muss er aber den von hinten kommenden Radler im "toten Winkel" (also zwei bis drei Spiegeln) verfolgen. So schnell kann er nicht umfokusieren, vermute ich. Ist schon bei nur einem Spiegel mehr als fragwürdig umzusetzen.


    Die Führung der "Radwege" muss halt anders werden. Oder eben nur noch Rechtsabbiegen mit Ampel. Dann ist die Lösung wenigstens eindeutig.

  • Mir hat mal ein Elektriker gesagt: Vorschriften sind nur dafür da, damit man weiß, wer im Schadensfall zahlt.

    Im Straßenverkehr kommt mir das auch so vor. Wenn laut UDV-Studie 20% der Autofahrer keinen Schulterblick machen, könnte man das bestrafen und durchsetzen. Tut man aber nicht. Man wartet bis ein Unfall passiert und dann muss der mit dem fehlenden Schulterblick bezahlen.

  • Ich würde mich übrigens freuen, wenn Du die Seitenhiebe gegen die Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung aus einem Fahrradforum heraushalten würdest. Ich finde es anstrengend. Wenn Du alternative Systeme diskutieren möchtest, gibt es bestimmt auch ein passendes Forum dafür.

    Ich melde mal Widerspruch an. Es geht hier ganz wesentlich auch um Radverkehrspolitik, also einem mehr oder weniger speziellen Bereich aus der Politik allgemein. Details zu diskutieren, ohne deren Grundlagen diskutieren zu können (die nun mal auch die Wirtschaftsordnung umfassen), läuft auf einen Maulkorb hinaus. Das erinnert mich an frühere Debatten mit Stabü-Lehrern und ähnlichen meist Genossen: Meinungsfreiheit ja, aber nur im Rahmen des Sozialismus und der sozialistischen Moral.


    So funktioniert das nicht. Diese Seitenhiebe muß man nicht mögen, aber doch aushalten. Auch hier.


    Anders sehe ich das erst, wenn Threads zweckentfremdend völlig gekapert werden, wenn es folglich keine Seitenhiebe mehr sind.

  • Anders sehe ich das erst, wenn Threads zweckentfremdend völlig gekapert werden, wenn es folglich keine Seitenhiebe mehr sind.

    Man kann nicht "mal nebenher" diskutieren, ob die aktuelle soziale Marktwirtschaft durch ein grundlegend anderes System ersetzt werden soll. Das werden fast immer ausgiebige Grundsatzdiskussionen. Und durch die die Verteilung auf die verschiedenen Threads verlaufen sie dann auch noch unbefriedigend und fruchtlos.


    Auf der Basis kann man mMn auch kaum sinnvoll über Radverkehrspolitik diskutieren. Es ist einfach nicht zielführend, bei einem LKW erstmal die Systemfrage zu stellen, ob er überhaupt sinnvolle Güter geladen hatte.


    Einfach stehen lassen möchte ich solche Behauptungen dann aber auch nicht. Denn es gibt mMn schon jetzt viel zu viele Anhänger von Systemen, die sich sowohl in Theorie als auch Praxis von vorne bis hinten und vorbehaltlos als um Größenordnungen schlechter als die soziale Marktwirtschaft erwiesen haben.


    Also würde es mich freuen, wenn wir sowas hier rauslassen könnten. Es führt einfach zu nichts.

  • Man kann nicht "mal nebenher" diskutieren, ob die aktuelle soziale Marktwirtschaft durch ein grundlegend anderes System ersetzt werden soll. Das werden fast immer ausgiebige Grundsatzdiskussionen. Und durch die die Verteilung auf die verschiedenen Threads verlaufen sie dann auch noch unbefriedigend und fruchtlos.

    Wir waren bei Seitenhieben. Ob daraus Grundsatzdiskussionen werden, liegt auch an der Reaktion der Empfänger. Gelegentlich kommen ja auch Seitenhiebe von Dir, die ich aber nicht als Problem sehe.

    Auf der Basis kann man mMn auch kaum sinnvoll über Radverkehrspolitik diskutieren. Es ist einfach nicht zielführend, bei einem LKW erstmal die Systemfrage zu stellen, ob er überhaupt sinnvolle Güter geladen hatte.

    Was ist denn zielführend? Definiere das mal, das wird schwierig, denn das ist immer eine Frage der Sichtweise. Natürlich kann man hier in diesem Forum kontextbezogen auch die Grundsatzfrage stellen, nur vielleicht nicht in einem Medien-Thread. Hat Pirminator aber auch nicht. Das hängst Du zu hoch, glaube ich. Es war ein Seitenhieb - treffende Bezeichnung von Dir übrigens -, nicht mehr.

    Einfach stehen lassen möchte ich solche Behauptungen dann aber auch nicht. Denn es gibt mMn schon jetzt viel zu viele Anhänger von Systemen, die sich sowohl in Theorie als auch Praxis von vorne bis hinten und vorbehaltlos als um Größenordnungen schlechter als die soziale Marktwirtschaft erwiesen haben.

    Das sehe ich grundsätzlich auch so. Und niemand verlangt, das einfach so stehen zu lassen. Aber daraus mehr zu machen, als es ist, nämlich eine eindeutig ganz persönlich intonierte Randbemerkung, ist eine Entscheidung des Empfängers, in dem Fall also Deine.

  • So eine Diskussion könnte man prima in Dies und Das verlagern und fortführen. Mit einem kleinen Hinweis im Ursprungsthread, für die, die es interessiert.

    Übrigens haben wir keine soziale Marktwirtschaft mehr, es ist mittlerweile eine neoliberale Marktwirtschaft mit wenigen Gewinnlern und vielen Verlierern. Sozial ist fast gar nix mehr. Nur mal so als Seitenhieb.


    Und ja, es ist sicher klug, sich nicht unbedingt neben dicke KFZ zu stellen oder sich generell dort aufzuhalten. Man muss als Radler alles im Blick behalten, vor allem neben und hinter einem. Was man als Autofahrer gar nicht so gewohnt ist.

    Und je älter man wird, um so weniger Dinge kann man gleichzeitig im Blick behalten und auch wirklich verarbeiten. Das trägt, neben mangelnder Erfahrung und ungewohnt hohem Tempo, ebenfalls dazu bei, dass ältere Radler verhältnismäßig oft verunfallen.

  • Ich würde mich übrigens freuen, wenn Du die Seitenhiebe gegen die Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung aus einem Fahrradforum heraushalten würdest. Ich finde es anstrengend. Wenn Du alternative Systeme diskutieren möchtest, gibt es bestimmt auch ein passendes Forum dafür.

    Jedes Mal, wenn der Autoverkehr gegenüber dem Radverkehr privilegiert wird; jedes Mal, wenn für sichere Radfahrführungen kein Geld da ist, aber für eine Umgehungsstraße; jedes Mal, wenn öffentliche Verkehrsmittel nicht gebaut oder wieder abgebaut werden, weil angeblich kein Geld da ist; jedes Mal, wenn eine Fahrradstaffel der Polizei jedes Fitzelchen beim Radfahrer sanktioniert, aber bei Autofahrern nicht hinguckt; jedes Mal, wenn die Presse von der großen ZEIT bis zum kleinen Dimpfelhofener Tageblatt den unfallverursachenden Autofahrer entschuldigt, aber dem Radfahrer das Orientieren an der grünen Ampel auf seinem Radweg vorhält - jedes Mal landet man bei der Ursachenforschung, sobald man nicht nur an der Oberfläche bleibt, bei den »Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung«.

  • Jedes Mal, wenn der Autoverkehr gegenüber dem Radverkehr privilegiert wird; jedes Mal, wenn für sichere Radfahrführungen kein Geld da ist, aber für eine Umgehungsstraße; jedes Mal, wenn öffentliche Verkehrsmittel nicht gebaut oder wieder abgebaut werden, weil angeblich kein Geld da ist; jedes Mal, wenn eine Fahrradstaffel der Polizei jedes Fitzelchen beim Radfahrer sanktioniert, aber bei Autofahrern nicht hinguckt; jedes Mal, wenn die Presse von der großen ZEIT bis zum kleinen Dimpfelhofener Tageblatt den unfallverursachenden Autofahrer entschuldigt, aber dem Radfahrer das Orientieren an der grünen Ampel auf seinem Radweg vorhält - jedes Mal landet man bei der Ursachenforschung, sobald man nicht nur an der Oberfläche bleibt, bei den »Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung«.

    Das halte ich für ein Gerücht.

  • So eine Diskussion könnte man prima in Dies und Das verlagern und fortführen. Mit einem kleinen Hinweis im Ursprungsthread, für die, die es interessiert.

    Ich denke, wir sind vorerst damit durch. Das war ein kleiner Seitenschlenker, der halt auch mal sein muß.

  • Wo gibt es denn eine soziale Marktwirtschaft? Oder auch: wo und wann gab es sie jemals?

    Absolut jeder Mensch in Deutschland hat Anspruch auf:

    • Eine beheizte und möblierte Wohnung
    • Ernährung
    • Behandlung von Krankheiten
    • Diverse andere Annehmlichkeiten des Alltags
    • Eine kostenlose Ausbildung bis zum Abschluss eines Hochschulstudiums
    • Allerlei sonstige Vergünstigungen

    Das geht in einzelnen Fällen so weit, dass Menschen sich überhaupt nicht mehr an der Wertschöpfung beteiligen möchten, weil sie auch ohne gut durchkommen.

    In der freien Marktwirtschaft würden diejenigen einfach verhungern. Also ja: Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft.


    Die Diskussion, ob sie "sozial genug" oder "zu sozial" ist, wird sich immer stellen. Die Behauptung "Das ist keine soziale Marktwirtschaft" geht aber völlig am Thema vorbei.


    Außerdem ist bei der Verteilung von Wohltaten zu beachten, dass irgendjemand die ganzen Sozialleistungen (immerhin inzwischen 40% des Bundeshaushalts) auch erwirtschaften muss (z.B. https://www.epochtimes.de/geni…rt-mit-bier-a1998186.html).