Neues aus Stade

  • So ein Schachsinn ist mir bspw. in Ellerbek bei HH aufgefallen. Aber besser sagt man nichts, denn sonst wird ganz einfach nur das Schaubild der Ampel mit einem Fußgänger gegen eines mit einem Fahrrad zusätzlich ausgetauscht.

    Immerhin gibt es noch ein paar vergessene Ampeln, wo das Fußgänger Symbol nicht ausgetauscht wurde.

  • Zitat

    Diese Situation gibt es hier immer noch (Januar 2020, über 3 Jahre nachdem die Übergangsregelung ausgelaufen ist): Geradeausverkehr grün, Linksabbieger Grünpfeil. Radfahrer auf linksseitigem "Radweg" dürfen fahren.

    Gibts in Bargteheide auch. Besonders "nett" weil von links die Rechtsabbieger auch grün bekommen können, während man...

    Habs aber reklamiert, mal sehen wann es geändert wird.

    Zusätzliches Thema hier: Radfahrer die dort von links kommen dürfen sich zusätzlich über nicht reagierende Kontaktschleifen "freuen" - nur: was anderes als die Fahrbahn ist dort gar nicht zulässig...

  • Das hat nun alles eher wenig mit Stade zu tun. Wäre es möglich, die Beiträge auszulagern?

    Ich habe Beiträge ausgelagert. Die Trennung ist natürlich schwierig, weil alles in einander übergeht. Yeti : Da wäre es hilfreich, wenn du sagst, was du als zu weit ab vom Thema empfindest. Ich konnte dem Wunsch von Alf nach Verschiebung in "München und Umgebung" nicht nachkommen, weil ich nur die Möglichkeit hatte, ein neues Thema aufzumachen. Generell wäre es gut, wenn sowas direkt in dem entsprechenden Thema landet und dann hier nur ein Querverweis darauf gemacht wird.


    Hier die verschobenen Beiträgen:

    Lichtsignalanlangen und Fürstenfeldbruck am Beispiel der Kreuzung Oskar-von-Miller-Straße/Münchner Straße/Tulpenstraße

  • Zur Frage der Baulasten:

    Mein Bruder wohnt in Niedersachsen (Verden) an der Bundesstraße 215, die gerade innerorts neu gemacht wird. Dabei wird neben der Fahrbahn neu ein gemeinsamer Geh- und Radweg angelegt. Ich hab gefragt, ob mit Benutzungspflicht oder ohne. Natürlich mit (da ist Verden nicht besser als z.B. Stade), und da ist mein Bruder auch froh drum. Ein reiner Gehweg müsste nämlich von den Anliegern bezahlt werden, ein Geh- und Radweg nicht.

    Das wird natürlich spannend, wenn man die BNP dann umgehend wegklagt...

  • Aus meiner Sicht ist das eine klar rechtswidrige Verquickung von Straßenrecht, Straßenverkehrsrecht und Finanzfragen. Die StVO kann nicht für Zahlungsverpflichtungen herhalten. Einschlägig für die Anordnung der Benutzungspflicht ist die StVO (§ 39 und § 45 im Besonderen). Alles andere spielt keine Rolle. Wenn die Gemeinde (oder auch die Eigentümer) dann mit Rückforderungen konfrontiert werden: tja, da haben sie dann halt schlicht Pech.

  • Im Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999 wurde bereits vorgeschlagen, die Neubourgstraße zur Fahrradstraße zu erklären. Wie viele andere sinnvolle Maßnehmen, wurde das aber bis heute nicht umgesetzt. Im Gegenteil: Man hat ganz bewusst daran festgehalten, Radfahrer in dieser Nebenstraße, in der Tempo 30 gilt (extra nicht als 30er Zone), auf einen benutzungspflichtigen Zweirichtungs-"Radweg" zu zwingen, der zwischen parkenden Autos und Laternenmasten gerade einmal 1,30m breit ist.




    Nun gibt es aber neue Töne und es fällt sogar das Wort "Fahrradstraße".

    https://www.kreiszeitung-woche…-taxis-vergraemen_a160460


    Den Vorschlag haben wir auch bereits gemacht und zwar im vorderen Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Gründelstraße nur für Anlieger frei und im Bereich vor der Grundschule komplett ohne Kfz-Freigabe. Für Besucher des Restaurants Al Porto könnte man die Verbindung zwischen der Wallstraße und dem Restaurant freigeben und in dem Zuge dort auch die Einbahnstraßenregelung aufheben. Wenn außer den Restaurantbesuchern dort niemand mehr fahren darf, sollte das keine Probleme geben.


    Im Abschnitt zwischen der Bahnhofstraße und der Gründelstraße müsste das Parken auf die andere Seite verlegt werden. Zum Einen reduziert sich die Zahl der Parkplätze dann von ganz alleine und es entstehen Lücken zum Ausweichen an den Grundstückszufahrten. Radfahrer, die entgegen der Einbahnstraßenrichtung fahren, sollten dies nicht auf der Seite tun müssen, wo die Autos parken.


    Es muss ohnehin geprüft werden, wie viele Parkplätze dort wirklich benötigt werden. Es gibt dort Arztpraxen und Anwaltskanzleien und das Geschrei wird sicherlich große sein, wenn man vorschlägt, dass die Besucher auch im 200m entfernten Parkhaus an der Wallstraße einen freien Platz finden.


    Hier: https://goo.gl/maps/bZWEkksEekgMFJfj7

  • So lange lebe ich nicht, dass man das alles gerichtlich klären kann. Ihr könnt mich meinetwegen für völlig naiv halten, aber wir starten gerade noch eine konstruktive Großoffensive. Am kommenden Montag stelle ich dem Stadtrat unser Radverkehrskonzept vor, in dem wir auf 85 Seiten beschrieben haben, wie es ist, warum es so nicht gut ist und wie man es besser machen kann.

    Danach lassen wir uns einen Termin beim Bürgermeister geben und erzählen ihm, dass er mit seiner Verwaltung ein Problem hat. Der ist seit September 2019 neu im Amt und muss sich davon nicht persönlich angegriffen fühlen. Vielleicht hilft das.

    Das Problem ist ja auch, dass die Maßnahmen, die die Stadt versucht hat, umzusetzen, an Dilettantismus kaum zu überbieten sind. Was nutzt es, wenn ich die verklage und hinterher wird es noch schlimmer?

  • Am Samstag ist ein 57-jährige Fußgängerin an den Folgen eines Unfalls verstorben, der sich bereits am Mittwochmorgen ereignete. Zunächst war nur von leichten Verletzungen die Rede.

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4518477


    Update heute: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4522031


    Die Unfallstelle war hier schon mehrfach Thema, unter anderem wegen des originellen Standortes des Ampelmastes mitten auf dem "Radweg".


    Das Bild zeigt die Harburger Straße stadtauswärts. Nach rechts geht es zum Betriebshof der KVG in der Sachsenstraße. Die Polizeimeldung interpretiere ich so, dass die Fußgängerin hier von rechts nach links über die Fahrbahn der Harburger Straße gehen wollte.

    https://goo.gl/maps/AyU6cxMRV7Ut5Lkr7


    Beim Wortlaut der Polizeimeldung könnte ich k***** ("vermutlich aus Unachtsamkeit", "dunkel gekleidet", "ohne auf den Verkehr zu achten", ...). Ob sich die Polizei auch die Frage gestellt hat, wie schnell der Bus an dieser Stelle noch gefahren ist und wie aufmerksam der Busfahrer war? Warum war die Ampel nicht in Betrieb? Vermutlich nicht, weil man den Fußgängern morgens um 5:30 Uhr nicht zumuten möchte, ohne Grund an einer roten Fußgängerampel warten zu müssen, obwohl kein Auto kommt.


    :(

  • In der Polizeimeldung heißt es, die Frau sei von einem Linienbus tödlich verletzt worden. Und auf deinem Foto ist eine Bushaltestelle zu sehen.

    Hätte der Bus nicht an der Bushaltestelle halten müssen?

    Und wenn er aus der Gegenrichtung kam, dann hätte er doch ebenfalls haltebereit die Bushaltestelle anfahren müssen. Wo befindet sich denn die Bushaltestelle für die Gegenfahrrichtung? Auf dem von dir verlinkten Googlemaps-Bild ziemlich genau direkt gegenüber. Ist das noch aktuell?


    Ein Ausbau der Bushaltestelle als Kap, so dass der Bus nicht in eine Bucht einfahren müsste, um zu halten, würde den zu überquerenden Straßenraum deutlich verkleinern. Warum ist die Bushaltestelle nicht als Kap ausgebaut?

  • Hätte der Bus nicht an der Bushaltestelle halten müssen?

    Der Bus war auf dem Weg zum Betriebshof, der sich in der Sachsenstraße befindet.

    Warum ist die Bushaltestelle nicht als Kap ausgebaut?

    Weil man hier alles dafür tut, dass der Kfz-Verkehr ungehinderte Fahrt hat. Warum sonst war wohl die Ampel ausgeschaltet?


    Die gegenüberliegende Haltestelle ist noch dort, wo sie bei Google Maps zu sehen ist. Für Radfahrer sieht es dort so aus:

  • Nein, wenn an einer Bushaltestelle niemand wartet und im Bus auch keiner den Knopf gedrückt hat, dann hält der Bus nicht an der Haltestelle.

    Also so eine Art "Bedarfshaltestelle", das wäre doch ein Grund mehr, die Haltestellenbucht zu einem Kap umzubauen. Und für Radfahrer könnte der Radweg dann so umgebaut werden, dass er hinter dem Wartehäuschen lang geführt wird. Falls überhaupt ein Hochbord-Radweg benötigt wird.

  • Und für Radfahrer könnte der Radweg dann so umgebaut werden, dass er hinter dem Wartehäuschen lang geführt wird. Falls überhaupt ein Hochbord-Radweg benötigt wird.

    Ich sehe das eher so, dass dort ein Gehweg benötigt wird, auf dem keine Radfahrer zwischen den Fußgängern herumkurven.


    Kurz vorher, stadteinwärts:


    Natürlich alles mit [Zeichen 240]

  • Die Polizeidirektion Lüneburg macht in der Presseerklärung zur Verkehrsunfallstatistik 2019 Helmwerbung. Das hat bei mir einige Fragen aufgeworfen.