Beiträge von maradler

    Die Frage, auf die du mit deiner erfrischend-ironischen "Mopped"-Bemerkung anspielst, ist meines Erachtens, wie sollte man ein Pedelec sinnvoll nutzen. Und da sehe ich das Pedelec in erster Linie als ein Fahrzeug für Menschen mit Handycaps, also mit angeborenen Behinderungen oder solchen, die Folgen einer Erkrankung sind, oder durch einen Unfall verursacht sind.

    Kein Wunder, dass die Krankenkassen kein Geld mehr haben bei so vielen Gehandycapten, Verletzten, Verunfallten.... ;). das werden wohl die allerwenigsten e-Biker sein...

    Vielleicht bekommste von verkehrslenkung@stadt-oldenburg.de eine Antwort. Nadorster Straße, sieht so ähnlich aus, ist aber nur Nachts leer. Dafür mit Haltelinie, ich mußte mal bezahlen. Ich fand damals keinen Anhaltspunkt, die ungefähr 120€ zu vermeiden.

    Die Einschränkung Haltelinie habe ich ja gemacht. Einpaar wenige Kilo Farbe klären das Problem ganz einfach.

    Aber wenn die "Experten" sich nicht einig sind, wie soll man das vom Verkehrsteilnehmer erwarten?
    Die Position der Ampel ist wohl eher zufällig - ob links, rechts oder gar hängend - und hängt wohl eher zu 100% von irgendwelchen lokalen Begebenheiten ab als von irgendwelchen Intentionen ab, wer wann halten soll.

    Vielleicht muss ja sonst auch noch den Winkel der Lichter auswerten, also auf wen die Ampeln ausgerichtet sind: Fahrbahn, Radweg oder beide....

    Und eine doppelte Ampel - erst die Fahrbahnampel dann noch wenige Meterweiter die für die Furt - kann ja auch nicht ernst gemeint sein.

    Warum soll man hier als Radfahrer auch anhalten ? Mit der Einmündung auf der linken Seite hat der Radfahrer in Fahrrichtung des Fotos, der hier vorbei möchte, nichts zu tun.

    Oder hier ein Beispiel aus Elmshorn: Vor der Einmündung die Ampel, danach geht es nur knapp 50m zur Furt, die durch eine eigene Ampel gesichert ist und von der anderen nur schwer einsehbar ist. Beachtet man/frau diese erste Ampel und hält an wartet auf Grün, wird es knapp, die eigentliche Ampel an der Furt noch gesetzeskonform zu überqueren. Also wird es hier dann auch so gedacht sein, dass die erste Ampel für die Fahrbahn aber nicht den Radweg gilt. Ansonsten hätte eine weiße Haltelinie wohl das Gebot des Anhaltens bekräftigt und den Sachverhalt klar geregelt

    Wenn dann das Argument der Sicherung des Überweges kommt: Warum haben dann die Radfahrer in der Gegenrichtung keine Ampel, um diesen Überweg zu sichern ?

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    maps.app.goo.gl

    Zum ersten Bild: da wird wohl kein Radfahrer anhalten, wenn das Ampellicht rot ist. Vorsichtig ranfahren, Vorfahrt gewähren und weiterfahren, zumal ja an solchen Stellen ja üblicherweise sich sehr oft eine Lücke ergibt bzw. eher wenig bis kein querender Verkehr während der Ampelrotphase herrscht.

    Eine weiße Haltelinie würde da schon eine klare Ansage sein.

    Ärzte und Statistik😈

    Die Ärzte übersehen, dass die Helmquote ihrer Unfallopfer nicht groß anders ist als die Helmquote der exponierten Grundgesamtheit auf der Straße - was nicht sein darf, wenn der Helm tut was er angeblich soll. Ebenso ist den Ärzten entgangen, dass die Quote der Todesursache „Kopfverletzung“ an allen Todesursachen bei Radfahrern heute trotz 45% Helmquote noch exakt so ist wie zu Beginn der 90er Jahre, als noch niemand Helm trug. Auch das dürfte nicht sein, wenn man von einem Netto-Nutzen der Helme ausgeht.

    Dass es aber bereits an der für besondere Schutzmaßnahmen erforderlichen besonderen Gefährdung für Radfahrerköpfe mangelt, hatte ich oben ja schon gesagt.

    Vorweg; Ich selber bin auch keiner, der ausserhalb des Rennradeinsatzes einen Helm trägt.
    Aber: Mir ist auch klar, dass der Helm grundsätzlich schützt. Komme aber nicht damit, dass der Helm vor dem Tode schützt, das ist die falsche Statistik: Denn so schnell stirbt man auch bei Fahrradunfällen nicht: Sprich die Verletzungen sind dann schon so erheblich, dass der Helm dann auch nicht mehr viel rettet. Im Duell mit dem LKW gibt es nun einmal wenig Chancen.


    Sicher reduziert der Helm im statistischen Mittel den Schweregrad von Kopfverletzungen und deren Folgen, bei Unfällen, wo der Verunglückte überlebt.

    Ich persönlich habe schon mehrere Situationen erlebt, wo ich froh war, nichts auf dem Kopf zu tragen, aber eben nicht im Rennradeinsatz. Und bei allen Fahrradstürzen konnte ich mich bisher eben auf meine Reflexe und Erfahrungen verlassen. Ich mir alles schon alles mögliche aufgeschlagen habe, aber der Kopf stets ausserhalb der Gefahrenzone blieb. Und ja: entscheidend für die Sicherheit sind nicht die 5 cm oberhalb der Schädeldecke, sondern die 5 cm darunter...

    Ich fordere in erster Linie den Ausstieg aus dem Angstkampaigning.

    Radfahren ist als aktive Tätigkeit viel zu gesund, als dass man Menschen mit dem zur Helmwerbung zwingend erforderlichen Grusel-Kopfkino-Theater vergraulen dürfte. Es ist außerdem als Tätigkeit für den Kopf (und nebenbei gesagt: auch für die restlichen Verkehrsteilnehmer!) viel zu ungefährlich, als dass man Radfahrern ein lästiges Utensil überhelfen sollte, das man bei anderen Alltagstätigkeiten gleichen Risikos auch nicht zu brauchen glaubt. Zumal dessen Nettowirkung nach Verrechnung von Schutzeffekt und Risikokompensation so dünne ist, dass am Ende auf der Bevölkerungsebene nicht mehr als ein Nulleffekt verbleibt.

    Es ist übrigens eindeutig erwiesen, dass -seit Motorradfahrer Helmpflicht haben- die tödlichen Fahrradunfälle deutlich zurückgegangen sind. Vorsicht mit Korrelation und Kausalität.:evil:

    Selbstverständlich kann ein getragener Helm im Falle eines Unfalls Kopfverletzungen verhindern oder reduzieren, da haben die Unfallärzte natürlich Recht. Nur wenn es eine Helmpflicht geben würde, wieviele Fahrradfahrten und damit ein Alltagstraining entfallen dann ? Bekommen wir dann von den Kardiologen zu hören, dass immer mehr Herzinfarkte / Behandlungen mangels Bewegung auftreten?
    Und ja: Auf dem Rennrad trage ich immer einen Helm, auf den anderen Rädern eher nie, es sei denn ich fahre als Flachlandtiroler in die Berge.

    Für den Impact auf den Kopf ist die horizontale Komponente des Kräfteparallelogramms unerheblich. Der Effekt auf den Kopf resultiert aus der vertikalen Komponente, die wiederum bei langsamer Fahrt nicht anders ist als bei Rennradtempo oder bei einem MotoGP-Rennmotorrad. Wenn überhaupt, haben Rennradfahrer aufgrund ihrer gebückten Position bessere Karten beim Sturz, weil die Erdbeschleunigung auch nur entsprechend kürzer auf den Körper einwirken kann.

    Dann hoffe ich mal, dass ich auf dem Weg zur Küche zu fuß gehend nicht stürze. Das ist dann ja nach der Rechnung viel gefährlicher als der Sturz beim Rennradfahren mit Tempo 40, wo ich windschnittig gebückt bin.... Also doch besser mit Helm zur Küche ?:/

    „keinen echten Verkehrswert"

    Was soll diese philosophische Verkehrswertdiskussion? Ein Fahrzeug deckt Transportbedürfnisse. Welche Verkehrswert hat denn so betrachtet ein Gelenkbis, in dem 10 Leute sitzen, der in der Regel eher leer ist und nur auf Teilstrecken und zu bestimmten Zeiten wirklich voll ist? Das ist der eScooter dann vielleicht einfach effektiver!

    Und das Fahrrad wurde auch nur unter der Prämisse erfunden, schneller als zu Fuß zu sein und weitere Strecken als der Gehende zurückzulegen. Mehr nicht!!

    Manche laufen einen Marathon, aber nutzen diese Laufschuhe nicht für den Weg zur Arbeit. Das klassische Fahrrad wird auch immer mehr zum Sportgerät:

    Die alten Kisten werden zwar noch aufgefahren, aber der Ersatz wird üblicherweise einen E-Motor haben.
    Der Besuch eines Fahrradhändlers zeigt dieses, wo „Fahrräder“ immer weniger werden und „e-Bikes“ einen dominanten Anteil haben.

    Genauso verliert das Fahrrad gegenüber den motorisierten Alternativen ( pedelec, e-Scooter), die dieselbe Inftastruktur nutzen darf: am Stau vorbei, ohne große Parkplatzsuche.

    Und die Suchtfrage ist ja wohl auch bei den Zweirädern gegeben: das Höher-Schneller-Größer-Teurer-Prinzip greift hier genauso.

    Unnötig, weil diese E-Tretroller ohnehin nur eine Art Trend-Spielzeug sind und keinen echten Verkehrswert haben im Sinne einer Verbesserung des Mobilitätsgeschehens hin zu mehr Klimaneutralität und Umweltschutz.

    Ist man in Gebieten ohne Leihsysteme unterwegs, sieht man, dass E-Scooter immer mehr auch besessen werden und ganz klar in Konkurrenz zum Fahrrad/Bus stehen, um einfach nur von A nach B und zurück zu fahren.
    Und das auch immer öfter mit Geschwindigkeiten, die jenseits der Legalität sind. Pfingsten sah ich so einen, da musste ich schon hart an die 30 km/h gehen, um überhaupt mitzuhalten. Und das werden immer mehr, vielleicht nicht 30, aber das offizielle Limit wird bei diesen privaten Rollern wohl eher selten eingehalten.

    Nein: Der Roller ist keine Mode und kein Spielzeug, sondern ist gekommen, um zu bleiben. Zumindest solange wie es keine Helmpflicht etc. gibt. Da es eh niemanden interessiert, wieviele Personen auf einem Roller unterwegs sind, wird auch die Geschwindigkeitsfrage entsprechend interpretiert. Und damit ist der Roller auch schneller als ein Pedelec , aber ohne dass man treten muss.


    Denn am Ende gewinnt nämlich in der Breite das Fahrzeug, dass die wenigsten Mühen bereitet:

    Zu Fuß -> Fahrrad ->( Pedelec -> ) e-Scooter -> Auto

    Solange dieser Asssistent nur sagt „dadada du böser Autofahrer“ ist das System Quatsch. Nur wenn der Assistent aktiv eingreift und die Geschwindigkeit aktiv limitiert, wird (gibt?) es für die Raserklientel recht bald die entsprechenden Angebote der Zubehörindustrie geben.

    Zumal ja diese Angaben ja nicht zuverlässig sind( siehe meine CarPlay-Erfahrungen, auch wenn die Geschwindigkeitsangaben dort nur Spielerei sind)

    Von Kameralösungen noch einmal geschwiegen, die ohne lokale KI im Auto nicht zielführend sind, um Schilder wirklich erkennen und interpretieren zu erkennen sind.

    Vielleicht muss man einfach bei hohen Überschreitungen viel eher das Fahrzeug einkassieren und schnell verschrotten: es muss doch ein schöner Anblick sein, wenn der Käufer oder Mieter eines 100.000 Euro AMG dann das Video zugesandt bekommt , wie dieses neuwertige und 100% funktionsfähige Auto in der Schrottpresse landet. Verkaufen eines solches Autos ist nicht die Lösung, da dann der nächste so eine Waffe in der Hand hat.

    Randnotiz: Jogger haben keine Vorfahrt, weil sie nicht fahren und hätten in der Situation warten müssen. Eine Regel, die wenige kennen und noch weniger verstehen, die aber -wie ich gehört habe- geändert werden soll? Auch da gilt natürlich, dass man trotzdem damit rechnen muss

    Wenn ich von der Fahrbahn seitlich in eine Nebenstraße oder Grundstück abbiegen möchte , muss ich den Verkehr , ob pedalierend, Gehend, laufend Fahrend mit Motor,… passieren lassen. Egal, ob es nun Vorfahrt, Vorgang oder wie auch immer im Gesetz heißt.

    Und sollte das nicht schon Argument genug sein, unterliege ich als Kraftfahrzeugführer der Gefährdungshaftung und bin dann etwa beim Jogger zumindest mithaftend.

    Ein ganz anders Thema sind die Geisterfahrer bei Radfahrern untereinander. Hier reden wir darüber, dass auf engen Wegen einer illegal ausweichen muss.

    Und ja, es gibt Situationen der sagt der normale Menschenverstand, dass es ohne so einen Verstoß eigentlich nicht geht. Nur dann erwarte ich vom Falschfahrer ein extrem defensives ausweichendes Verhalten.


    Beim Unfall in Stellingen im Bereich der A7 habe ich keinerlei Verständnis, da der Weg dort unübersichtlich, eng und mit Gefälle ist. Eng ist der Weg dort vor und hinter der Unfallstelle. Geisterfahren ist hier nicht mehr fahrlässig sondern schon kriminell.

    durch Übersehen. reine Spekulation: LKW rechts ab, Blick nach links. Radfahrer als Geisterradler unterwegs, kommt für LKW von rechts. losgefahren im falschen Moment.

    Was soll immer diese Geisterradlerargumentation in solch einer Situation? Da das „Geisterradeln“ je nach Ort seitens der verantwortlichen Behörden sogar vorgeschrieben sein kann, MUSS jeder Abbiegende stets mit solch einem Querverkehr von beiden Seiten rechnen, will dieser nicht permanent aufmerksam die gerade gültige Wegsituation für Radfahrer verfolgen. Ganz nebenbei gibt es dann auch die Jogger, die dann mit 10 und mehr km/h in beiden Richtungen unterwegs sein können..

    Funfact: Hamburg hat heute seit 130 Tagen Fahrrad-VisionZero. Wegen gut doppeltem Fahrrad-Modalsplit und dreifacher Bevölkerung entspricht dies über zwei Helsinki-Jahren.

    Genau: Man werfe Schneeberge (im Sommer dann Sandberge) auf Radwege, dann kommt fast niemand mehr auf die "blöde" Idee, das Fahrrad zu nutzen. Nun fehlt nur noch eine Idee, das Wetter für das Radfahren ungemütlich zu machen: Hitze oder Dauerregen im Sommer, besser schon im Frühjahr, dann schaffen wir auch die 365-Zero-Tage....

    Was ist denn "freiklingeln"? Meinst du, dass jedes Klingeln immer bedeutet "Platz da, hier komme ich!"?

    Wie kann ich mich denn bemerkbar machen, wenn ich einfach nur möchte, dass sich andere (Fußgänger, Radfahrer) nicht erschrecken, wenn ich an ihnen vorbeifahre?

    Gestern wurde ich von einer Radfahrerin angeraunzt, warum ich nicht geklingelt hätte. Dabei habe ich geklingelt, 2 mal sogar. Beide Male in ausreichendem Abstand, weil ich sie nicht erschrecken wollte. Als das keine Reaktion zeigte, habe ich gebremst und nett "Vorsicht!" gerufen, bevor ich überholt habe. Aber das war dann wohl auch nicht recht.

    Stattdessen hat sie mir noch hinterhergerufen, dass ich sie rechts über den Gehweg überholen müsste. Wollte ich aber nicht. :)

    Es gibt eben zwei Arten von Menschen: Die einen wollen eben, dass man vorher klingelt, die anderen, dass man einfach vorbei fährt. Da man es den Leuten eben nicht ansehen kann, macht man es eben zu einem hohen Prozentsatz verkehrt...