Neues aus Stade

  • Oops ... Dein Problem gibt es ja schon ....

    Man kann ja Radwege für "E-Bikes" freigeben, das sind laut § 39 bzw. Zz "Einsitzige zweirädrige Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb, der sich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h selbsttätig abschaltet – E-Bikes –"

    In § 9 (3) "Wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen, Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Fahrräder auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Dies gilt auch gegenüber Linienomnibussen und sonstigen Fahrzeugen, die gekennzeichnete Sonderfahrstreifen benutzen. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen; wenn nötig, ist zu warten." tauchen die E-Bikes aber nicht auf und auch keine Mofas, denn durch treten als "Fahrrad mit Hilfsmotor" kriegt mn die ja schon lange nicht mehr vorwärts ...

    Hmmm ...


    Gemeinsame G+R sind halt beides im Sinne der StVO: G und R ... Das ist da noch das geringere Problem ...

  • Was meinste wohl, warum an seiner "Lieblingsstelle" die B10 scheibchenweise zur gelben Autobahn ausgebaut wird?! :whistling:

    Auf der darf ich ja aber eh nicht fahren. Außer (Dank der StVB des Kreises Südliche Weinstraße) auf einem einzigen Abschnitt (vom Knoten Wellbachtal nach Wilgartswiesen). ;) Die hin und wieder Staus verursachende Ampel in Hinterweidenthal ist ja inzw. auch weggefallen.


    Aber sonst sind Außerort-Staus hier halt auch extrem selten. Es gibt ja auch fast keine ampelgeregelten Kreuzungen agO. Und wenn es sich wirklich mal staut, fahr ich halt rechts oder links dran vorbei; da brauch ich keine Wegelchen für... 8)

    Warum überhaupt erst durch Radwege solche gefährlichen Stellen schaffen ?

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

  • Für mich zeigt das eher genau das Gegenteil. Warum in den Stau stellen, wenn man auch entspannt nebenher radeln kann? Gerade an Stellen, wo es sich häufig staut, bin ich durchaus dankbar, wenn rechts eine Möglichkeit besteht, daran vorbei zu fahren.

    An gezeigter Straße würde ich auch aufgrund der Kfz-Dichte und Geschwindigkeit (also wenn kein Stau ist...) nicht freiwillig auf der Fahrbahn fahren wollen. Aber dass es da unterschiedliche Meinungen gibt verstehe ich durchaus.

    Warum nicht den Autoverkehr auf ein sehr sehr kleines Mindestmaß zurückdrängen? Der Arbeitstättzenzubringerverkehr, der Einkaufsstättenzubringerverkehr, der Freizeitstättenzubringerverkehr und noch viele andere Verkehre die heute mit dem privaten Auto abgewickelt werden, sind mindestens ebenso komfortabel und für alle gewinnbringender und dazu auch noch umweltschonender zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV abzuwickeln. Dann sind die Straßen nicht mehr verstopft mit Autos und es gibt keinen Grund, neben der Fahrbahn einen Radweg zu bauen.

    Und wo es bislang noch nicht geht, da können Geschwindigkeitsreduktionen helfen und geschützte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn entstehen.

    Viele loben das holländische Modell getrennter Radwege. Ich sehe des eher skeptisch. Und die Radwege, die ich einmal auf der Ferieninsel Terschelling erlebt habe, fand ich wenig überzeugend.

  • Warum nicht den Autoverkehr auf ein sehr sehr kleines Mindestmaß zurückdrängen? Der Arbeitstättzenzubringerverkehr, der Einkaufsstättenzubringerverkehr, der Freizeitstättenzubringerverkehr und noch viele andere Verkehre die heute mit dem privaten Auto abgewickelt werden, sind mindestens ebenso komfortabel und für alle gewinnbringender und dazu auch noch umweltschonender zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV abzuwickeln.

    Da sind wir bei einer Grundsatzdiskussion.

    Du hast natürlich Recht. Das weißt Du, ich, viele andere sicher auch.


    Aber sorry, leider wird das nichts. Vielleicht bin ich da einfach zu pessimistisch oder realistisch, keine Ahnung.

    Die Menschen sind leider grundsätzlich faul, dumm und egoistisch. Und noch nichtmal das: Ein eigenes Auto ist - gerade für Familien auf dem Land - einfach oft verdammt praktisch und fast alternativlos. Flexibel und schnell bei jedem Wetter. Hat man Job, Freunde, Termine im Umkreis von 20, 30, 40 Kilometern wäre das mit dem Rad einfach eine Halb-Tagesaktion und so nur eine halbe Stunde Weg je Richtung. Gut, ich zähle mich selber dazu mit 2 Autos die auf meinen Namen zugelassen sind. Eins davon habe ich gerade das 2. Mal dieses Jahr betankt, aber irgendwie ganz darauf verzichten fiele schon schwer.


    Sicherlich wird es in den nächsten Jahren einen Umschwung geben. Der Umweltverbund wird Anteile gewinnen, das Auto verlieren. Wir bekommen mehr autofreie Innenstädte in Großstädten, Radschnellwege, flächendeckendes Carsharing, MOIAs und alles drum und dran. Aber in der Fläche wird immer noch das Auto dominieren. Da bin ich mir ganz sicher! Dafür ist das einfach noch zu lange zu tief verankert.

    Und ja, wir werden den Klimawandel erleben! Es wird sicher noch viel gemacht werden, Lösungen, Innovationen. Doch all das wird nur wenig helfen!


    Irgendwann hat man festgestellt, dass Kriege doch eigentlich scheiße sind. Und? Gibt's immer noch!


    Das ist einfach die Schwarmdummheit der Menschen. Sorry wenn ich das so sage.


    Warum den Autoverkehr durch Radverkehr ausbremsen? Bringt das die beiden "Lager" nicht noch mehr gegeneinander auf?

  • Warum den Autoverkehr durch Radverkehr ausbremsen? Bringt das die beiden "Lager" nicht noch mehr gegeneinander auf?

    Es geht nicht darum, den Autoverkehr durch den Radverkehr auszubremsen. Das ist eine polemische Behauptung, die von denjenigen benutzt wird, die eine verkehrspolitische Wende unterlaufen wollen. Und darauf hoffen, mit Populismus Wählerstimmen zu erheischen. Du hast das "Landleben" erwähnt. Auf vielen Landstraßen im Großraum Hannover und in den ländlichen Gebieten in den Nachbarkreisen sind zahlreiche Abschnitte mit Tempo 70. Oft nur für wenige hundert Meter wird dann das Tempo 70-Gebot wieder aufgehoben und man darf für wenige Hundert Meter Tempo 100 fahren, bevor der nächste Tempo 70 Abschnitt kommt.

    Warum nicht alle Landstraßen und Bundesstraßen auf Tempo 60 beschränken. Gerade auf den gut ausgebauten Abschnitten, auf denen 100 erlaubt sind, sind die Fahrbahnen sehr breit. Da ist genug Platz für Fahrradstreifen. Oder sofern bereits ein seperater Radweg vorhanden, kann dieser verbreitert werden und dafür die Straße schmaler gemacht werden.

    Wer unbedingt weiter Auto fahren will, oder aus Bequemlichkeit Auto fahren will, der kann das auch mit Tempo 60 tun. Es gibt kein Recht auf Rasen!

    Auf viele Streckenabschnitten darf ohnehin nur 70 gefahren werden. Wenn grundsätzlich Tempo 60 gilt ist der Unterschied nur gering und dann wird das Fahren auch viel entspannter, und es müssen nicht dauernd Schilder am Wegrand stehen.

  • Moin,

    was meinst Du denn sonst mit "den Autoverkehr auf ein sehr sehr kleines Mindestmaß zurückdrängen"?

    Und wenn ich Radverkehr auf die Fahrbahnen von viel befahrenen Bundesstraßen schicke, dann bremse ich den Autoverkehr aus.

    Egal ob Tempo 60 oder 100, es muss gebremst werden, gewartet werden bis eine Lücke im Gegenverkehr ist und dann überholt werden. Und da glaube ich persönlich auch nicht mehr daran, dass das bei den Fahrkünsten einiger Spezialisten in Summe sicherer ist als ein gut geführter Radweg neben der Fahrbahn. Wir reden hier von fast kreuzungsfreien Strecken außerorts, nicht von Straßen quer durch die Stadt.

    Und aufs Rad bekommst Du dann auch kaum jemanden, die "gefühlte" Sicherheit ist den Menschen halt wichtiger.

    Und meine ganz persönliche Psychologie sagt zu extra als solche gekennzeichnete gute Radinfrastruktur: "Extra für mich! Ich bin privilegiert! Werde Ernst genommen, es wurde investiert, dass ich hier fahren darf!" Und ich muss gerade NICHT die vollen, verstopften Fahrbahnen nutzen.

    Gibt es dazu Verkehrspsychologische Studien?


    Ob nun geschützte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn oder nen Asphaltstreifen wie in Yetis Video ist im Endeffekt auch egal. Im Kreuzungsbereich kann der Radfahrstreifen sicher Vorteile haben.


    Tempo 60 macht sicher Sinn. Nur solange es dafür keine Mehrheit gibt (Demokratie ist Fluch und Segen zugleich...), wird es schwierig. Wir bekommen ja nicht mal Tempo 130 auf Autobahnen hin. Tempo 80 ist da eher realistisch. Nur solange sich sowieso niemand an Tempolimits hält...


    Sorry fürs OT.

  • Wir haben die amtierende Bürgermeisterin und die drei Herausforderer gefragt, wie sie sich zum Radverkehr positionieren.


    Hier gibt es die Antworten: https://fahrradfreundlichessta…-buergermeisterwahl-2019/


    Die Bürgermeisterin sieht sich indes auf einem guten Weg und kann die Kritik gar nicht nachvollziehen. Eine Arbeitsgruppe sei schließlich dabei zu klären, welche Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes aus dem Jahre 1999 bereits umgesetzt sind. Dringliche Maßnahmen seien aber alle erledigt, ist sie sich sicher.

    https://www.kreiszeitung-woche…radfreundlichkeit_a139886


    Nun ja...


  • Dein langer Atem ist bewundernswert!

    Ich wähnte mich an deiner Stelle, in Stade (ohne Windmühlen?), sicher längst als Don Quijote.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Eher nach Janis Joplin: Freedom's just another word for nothing left to lose. :)


    Ich frage mich immer noch, ob die Bürgermeisterin wirklich nicht begreift, was hier nicht stimmt oder ob sie bewusst die Unwahrheit sagt, um nicht noch dümmer dazustehen. Und ich weiß nicht, welche der beiden Varianten mir lieber ist.


    Heute Morgen hatte ich aber auch ein sehr schönes Erlebnis: Als ich in den Kreisverkehr Harburger Straße einfahren wollte, musste ich erst einen Radfahrer durchlassen, der dort zügig auf der Fahrbahn unterwegs war. Als ich gebremst habe, hat er mir noch im Vorbeifahren freundlich zugerufen "das hätte auch so gepasst". Ich bin also nicht der Einzige.

  • Tolle Arbeit. Diese Gegenüberstellung würde ich von einem Journalisten erwarten und nicht so einen unangenehm widerspruchslosen Rechtfertigungsartikel wie in der Kreiszeitung.


    Ich würd' Herrn Klaus wählen. Ich gehe zwar nicht mit allem, was er sagt, konform. Aber alleine das erfrischend ehrliche und trockene "Nein!" bei der ersten Frage finde ich überzeugend. Der Rest seiner Äußerungen hat mich dann umso mehr angenehm überrascht.

  • Richard Klaus hat uns als Letzter seine Antworten geschickt und dafür offenbar recherchiert. Er hatte mich auch mal nach einer Ausschusssitzung angesprochen, in der es unter anderem um die typischen Gefahrenstellen ging, die hier seit Jahren für Radfahrer völlig unnötig in Kreisverkehre eingebaut werden. Auch da hat er gut aufgepasst.


    Am Ende wird das Rennen hier aber zwischen Nieber und Hartlef entschieden. Die beiden Außenseiter können vermutlich allenfalls dazu beitragen, dass es zur Stichwahl kommt, wenn nicht einer der Favoriten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.


    Die bisherige Amtsinhaberin Nieber setzt in ihrem Wahlkampf voll auf die Karte, dass sie als erfahrene Verwaltungschefin alleine die Kompetenz besitzt, das Rathaus mit seinen knapp 700 Mitarbeitern zu führen. Ihr Wahlslogan ist "Zukunft braucht Kompetenz", wobei man als Radfahrer bislang von dieser Kompetenz nichts gemerkt hat. Das Thema hat sie bisher genauso verschlafen wie zuvor ihr Amtsvorgänger Andreas Rieckhoff, der jetzt als Hamburger Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation im Zuständigkeitsbereich Verkehr tätig ist. Die angestrebte Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen wird Stade alleine jedenfalls nicht fahrradfreundlich machen und eine Zertifizierung halte ich derzeit für völlig ausgeschlossen.


    Ihr aussichtsreichster Herausforderer Hartlef ist seit Jahren der stellvertretende Bürgermeister von Stade und Ortsbürgermeister des Ortsteils Bützfleth. Ich habe ihn als interessiert an den Radverkehrsthemen wahrgenommen, unter anderem als er an der von mir geführten Tour in den Stadtteil Riensförde teilgenommen hat. Dennoch kann ich mir aber auch nicht wirklich vorstellen, mit einem CDU-Bürgermeister in Fragen der Radverkehrsinfrastruktur auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Falls er die Wahl gewinnen sollte, werde ich ihn auf jeden Fall auf diese Aussage festnageln:

    Zitat

    Schilder und Hindernisse an bzw. auf Radwegen, die nicht diesen Vorgaben entsprechen, müssen endlich abgebaut werden.

    Vermutlich ist er sich der Tragweite dieser Aussage nicht ganz im Klaren, aber wenn er das ernst meint, können hier alle blauen Schilder abgebaut werden.


    Die neuen Radwege in Bützfleth, die er als positives Beispiel nennt, gefallen mir überhaupt nicht. Denn es sind -wie überall, wo hier in letzter Zeit neu gebaut wurde- keine Radwege sondern Gehwege mit Benutzungspflicht und allen gefährlichen Schikanen, die man nunmal von solchen Radwegen kennt: Dicht an Hauseingängen und schlecht einsehbaren Grundstücksausfahrten vorbei, mit unnötigen Verschwenkungen an Kreuzungen und Kreisverkehren. Das gab auf diesen neuen "tollen" Wegen 2017 bereits einen Unfall mit einer schwer verletzten Radfahrerin, die sich dort offensichtlich als Geisterradlerin betätigt hat: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/3741982


    Wenn das die Zukunft der Stader Radverkehrsinfrastruktur ist, dann gute Nacht. Da ändert es auch nichts, dass es vorher noch viel schlimmer war. So sieht es in Bützfleth derzeit immer noch am Ortseingang aus Richtung Stade aus: Eine 1,60m schmale Holperpiste soll von Fußgängern und Radfahrern in beiden Fahrtrichtungen benutzt werden. Irgendwann ist dann der Gehweg auf der anderen Straßenseite benutzungspflichtig. Querungshilfe = Fehlanzeige.

    (*edit: Die Benutzungspflicht auf der linken Seite besteht auch noch hinter der im Bild zu sehenden Mittelinsel)



    Und das ist das Ergebnis nach dem Umbau im weiteren Verlauf (die Bilder hatte ich kurz nach der Fertigstellung gemacht, inzwischen ist das alles auch in regelmäßigen Abständen mit [Zeichen 240] verziert):


    In der ERA 2010 steht, dass in Kreisverkehren eine Führung des Radverkehrs auf der Kreisfahrbahn in jedem Fall einer nicht nutzungsgerechten Führung des Radverkehrs mit starken Verschwenkungen an den Kreiszufahrten vorzuziehen ist. Was ist daran nicht zu verstehen?

    Dass die Radwege an Kreuzungen von der Fahrbahn extra noch abgerückt werden, wurde schon im Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999 bemängelt, aber das baut man heute noch so, auch wenn ohnehin schon Hindernisse die Sichtbeziehungen einschränken. Dass Längsfugen bei der Pflasterung von "Radwegen" keine gute Idee sind, muss man offenbar auch immer wieder nach ein paar Jahren neu lernen.

  • Da wird also ein Zwei-Richtungsradweg genau dort entlanggeführt wo die Fahrgäste aus dem Omnibus steigen. Die Omnibushaltestelle ist als Haltebucht angelegt. Dadurch reduziert sich der Seitenraum noch mal ganz erheblich genau an der Engstelle, an der die Fahrgäste ein- und aussteigen. So werden der Radverkehr plus der Fußverkehr auf engstem Raum zusammengedrängt und Konflikte heraufbeschworen.

    Man könnte jetzt natürlich einwenden: Der Bus hält ja dort nur höchstens zwei- dreimal am Tag. Tatsächlich gibt es viele solche Haltestellen auf dem Land, die nur selten bedient werden. Aber genau das könnte doch auch als Grund gelten, den Bus auf der Fahrbahn halten zu lassen, anstatt ihn in eine solche Bucht hineinzuleiten.

  • Steht da ein grauer PKW auf dem Fußweg? Vor der Giebelseite von dem Haus mit dem Krüppelwalmdach?

    Der Gehweg ist das rote Pflaster. Ich bin mir nicht sicher, ob das Auto schon auf dem privaten Grundstück steht.

    Man könnte jetzt natürlich einwenden: Der Bus hält ja dort nur höchstens zwei- dreimal am Tag.

    Und außerdem fährt unter den Bedingungen sowieso niemand mit dem Fahrrad. Also alles in Butter :)

  • A propos "Radweg" und Bushaltestelle: In der neu umgebauten Schölischer Straße ist der "Radweg" ausgerechnet an einer Haltestelle am schmalsten. Derzeit noch ohne [Zeichen 240] und daher darf man dort nicht fahren, aber in den Planungsunterlagen steht überall "Radweg" und es sollte mich sehr wundern, wenn man in diesem Fall davon absieht, die Gehwege anschließend auch für Radfahrer benutzungspflichtig zu machen.



    Das wird bestimmt lustig, wenn man direkt nach Aufhängen des ersten VZ240 Klage einreichen würde, zumal sich am Umbau dieser Straße eine große Diskussion um die Straßenausbaubeiträge entzündet hat, die es bis in die überregionale Presse geschafft hat.

    https://www.spiegel.de/panoram…droht-ruin-a-1157500.html


    Oder auch einen Hinweis an den Bund der Steuerzahler, wie hier Geld für gefährlichen Unfug versenkt wird.

  • Inzwischen wollen alle Fraktionen im Stadtrat die "Strabs" abschaffen. Darüber, wie die Alternative aussehen soll, gibt es aber noch keine Einigung. Für die Anwohner der Schölischer Straße kommt eine Änderung aber sicherlich zu spät und sie werden zahlen müssen.


    Brisantes Detail: Wenige Jahre vor der Planung des Umbaus wurde die Schölischer Straße in ihrer Verkehrsbedeutung heruntergestuft, woraus sich eine höhere Anwohnerbeteiligung ergab.


    *edit: Die SPD war für die Strabs, ist aber mittlerweile auch dagegen.


    Mai 2018: https://www.kreiszeitung-woche…i-stader-spd-chef_a110401

    Zitat

    Holm hat bei der jüngsten Kandidatennominierung für die anstehende Bürgermeisterwahl die Arbeit Silvia Niebers in den höchsten Tönen gelobt. Und Nieber prägt den Satz: "Mit mir wird es eine Abschaffung der Satzung nicht geben."

    Kai Holm bestätigt auf WOCHENBLATT-Nachfrage: "Nein, einen Sinneswandel gibt es bei mir nicht. Ich mache mir das Schild ja nicht zu eigen, nur weil ich auf dem Foto bin. Meine Position ist klar: Ich bin nicht für eine Abschaffung der Strabs.

    Hier klingt es so, als wäre es die Idee der SPD gewesen, die Ausbaubeiträge abzuschaffen

    https://www.spdstade.de/2019/0…on-februar-2019%ef%bb%bf/

    Zitat

    Nachdem sich durch nochmalige intensive Recherche herausstellte, dass die Erhebung von wiederkehrenden Beiträgen als Kompensation für den beschlossenen Wegfall von Straßenausbaubeiträgen keinen Sinn macht, haben wir als Fraktion zum zweiten Male dazu aufgerufen, entsprechende Planungen umgehend einzustellen. Diesem Vorschlag sind nun doch alle im Rat vertretenen Fraktionen gefolgt. Damit setzt sich konsequent der Weg fort, welchen wir bereits mit unserem Antrag zur Abschaffung der STRABS in der Ratssitzung vom September 2018 beschritten haben.

  • Für die Anwohner der Schölischer Straße kommt eine Änderung aber sicherlich zu spät und sie werden zahlen müssen.

    Da habe ich mich wohl geirrt: https://www.weser-kurier.de/re…ausbau-_arid,1771230.html

    Zitat

    „Alle Straßen, die derzeit in der Sanierung stecken und noch nicht abgeschlossen sind, werden nicht mehr nach dieser Straßenausbaubeitragssatzung abgerechnet“, bestätigte Stadtbaurat Lars Kolk im Gespräch mit dem WESER-KURIER die Folgen des Ratsbeschlusses. Das betreffe neben fünf anderen Straßen auch die Schölischer Straße.

  • Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge finde ich gut. Das hat einfach in vielen Orten nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun, wenn die Gemeinde auf Kosten der Anwohner Prachtstraßen anlegen kann.


    Die wiederkehrenden Beiträge könnte man dann auch direkt an der Art der Gartennutzung (Ziergarten oder Nutzgarten), der versiegelten Grundstücksfläche Terassen und Steingärten), der Heizart ("gemütliche" Holzöfen) und der angemeldeten Kraftfahrzeuge bemessen. So könnte man eine ganze Menge derzeit problematischer Faktoren steuern.

  • Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge finde ich gut. Das hat einfach in vielen Orten nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun, wenn die Gemeinde auf Kosten der Anwohner Prachtstraßen anlegen kann.


    Die wiederkehrenden Beiträge könnte man dann auch direkt an der Art der Gartennutzung (Ziergarten oder Nutzgarten), der versiegelten Grundstücksfläche Terassen und Steingärten), der Heizart ("gemütliche" Holzöfen) und der angemeldeten Kraftfahrzeuge bemessen. So könnte man eine ganze Menge derzeit problematischer Faktoren steuern.

    Dem möchte ich entgegensetzen, dass die Straßenausbaubeitragssatzung dazu beiträgt, das viele Menschen auf kleinen Grundstücken mit wenig Autos bevorteilt werden im Vergleich zu wenigen Menschen in großen Häusern auf großen Grundstücken. Letztlich trägt die Straßenausbaubeitragssatzung so mit dazu bei, dass der Zersiedelung der Landschaft verhindert und die Lösung von Verkehrsproblemen verbessert wird.