Hamburg: Todesfalle an der Kieler Straße

    • Es ist dir auf dem Radweg aufgrund der tatsächlichen Breite nicht möglich, den stets geforderten ausreichenden Sicherheitsabstand von je nach Situation wenigstens 70 bis 100 cm zu Fußgängern und parkenden Fahrzeugen (Türöffnen/Dooring auf Beifahrerseite) einzuhalten. Dadurch würdest du eine Ordnungswidrigkeit begehen (TBNR 103708) und zudem dich und andere stark gefährden - auf der Fahrbahn ist der Abstand dagegen problemlos einhaltbar.

    Kann man denn z.Zt. nicht auch mit dem geforderten Mindestabstand wegen Corona argumentieren?

  • Würde ich selbstverständlich machen, bzw. klar. Abstand ist Vorschrift, frage ist, welches Recht bricht welches.

    Aber ich fahre keine Wege mehr wenn zu eng und eine Alternative mit genügend Platz (also Fahrbahn) vorhanden.

    Mach ich ja mit dem Radlhänger auch nicht,.


    Ein Autofahrer wird Dir sicher erklären: Lieber Radfahrer krank als auf der Fahrbahn.

    Von Gesprächen mit älteren Fußgängern weiß ich, dass diese sich durch Nah vorbeischnaufende Jogger und Radler gestört bzw. gefährdet fühlen.

  • Hallo Liebe Mitradfahrende,


    erstmal vielen Dank für all die umfangreichen Hinweise und auch die persönlichem PMs! Ich habe, wie empfohlen, ein Antrag auf Nichtigkeit der Angeordneten Radwegbenutzungspflicht bei der anordnenden Behörde gestellt. Der Antrag soll jetzt im schriftlichen Verfahren vom Justiziariat der Polizei beschieden werden.


    Zwischenzeitlich habe ich eine beglaubigte Abschrift des Beschlusses des Amtsgerichtes bekommen, das Verfahren wurde nach §47 Abs. 2 OWiG eingestellt und die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse.


    Die Polizei hat sich, mir, der Bußgeldstelle, der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht also einen Haufen Arbeit ohne erkennbaren Mehrwert geschaffen. Auf das Ergebnis der Bescheidung und die Argumentation der Polizei bzgl. meines Antrags auf Nichtigkeit bin ich noch gespannt … I keep you updated ...


    Cheers

    Radwegbenutzer

  • Ich war vor ein paar Tagen bei meinem Zahnarzt am Eidelstedter Platz und habe bei der Gelegenheit die Arbeitsstelle überprüft. Anstatt abertausender Fotos schmeiße ich hier einfach mal ein Video rein:


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  • ohman, mir reichen schon die ersten 3 minuten, um wieder schreikrämpfe zu bekommen...

    Irre, diese handtuchschmalen rotzwege mit B-Pflicht!!!


    und dann beginnt er eigentliche irrsin ja erst! diese Gelbmalerei. krank!

    VZ-Unterkanten zu niedrig, Autos aufm "Radweg"


    40cm zum Gegenverkehr mit LKW! das ist sowas, da bin ich froh, dass ich da nicht langmusste, das hätte jeden Tag beef gegeben, wenn ich da auf der Fahrbahn unterwegs wäre...

  • Ich war vor ein paar Tagen bei meinem Zahnarzt am Eidelstedter Platz und habe bei der Gelegenheit die Arbeitsstelle überprüft. Anstatt abertausender Fotos schmeiße ich hier einfach mal ein Video rein:

    Wenn ich einmal zusammenfassen darf:

    Radfahrer falsche Richtung:

    0:20

    1:33

    2:23

    2:44

    2:56

    16:41

    17:21

    17:25


    aufgrund der Aufstellposition ein nur drei Meter langer getrennter Geh- und Radweg:

    4:17


    vertauschte Seiten im Blauschild getrennter Geh- und Radweg:

    5:06

    8:22

    16:03


    angeordneter gemeinsamer Geh- und Radweg widerspricht dem Boden:

    19:53


    Gehwegparker:

    10:33

    10:42

    10:44

    10:57

    den Bauarbeiter mit seinem PKW auf dem Gehweg/Radweg will ich mal tolerieren...


    Radweg hat keine Linksfreigabe, daher widersprüchliche Bodenbeschriftung:

    11:27


    kein Signalgeber:

    11:33

    16:47

    (Linksabbiegen ohne Signalgeber ist ja bundesweit eigentlich nicht weiter verwerflich, weil dann ja einfach nur der Längsverkehr abgewartet werden braucht.)


    Radfahrer über Rot:

    16:30


    Aufzählung ohne Garantie einer Vollständigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr, weil ich nicht selber vor Ort war. Direkt am Geschehen erfasst man die Dinge ja doch anders bzw. korrekter. Aber es ist wirklich der Hammer, was dort seit Jahren als Radinfrastruktur abgeliefert wird. Es macht anscheinend auch keinen Sinn, mit der Straßenverkehrsbehörde darüber zu reden. Dabei wäre es doch so einfach, dem Kraftverkehr jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung wegzunehmen. Bei der vorherrschenden Verkehrspolitik und der vorhandenen Einstellung der Straßenverkehrsbehörde wird dies natürlich ein Traum bleiben. Ich würde mir wünschen, 50 Jahre in die Zukunft blicken zu können, um vielleicht von nachfolgenden Generationen zu lernen...

  • Aufzählung ohne Garantie einer Vollständigkeit.

    Was bei mir auf dem Video zu kurz gekommen ist und in deiner Aufzählung auf jeden Fall enthalten sein sollte, ist der Taststreifen für Seheingeschränkte, der immer noch als Bestandteil der Radverkehrsführung genutzt wird. Das ist echt ein Unding, das der Behörde viel kräftiger um die Ohren gehauen wird. Seit bald vier Jahren sind diese Taststreifen nicht nutzbar und irgendwie hätte man es dann auch glatt bleiben lassen können.

    Ach Malte, war der Akku leer oder warum bist Du keine 500 Meter weiter gefahren? Dann hättest Du die todsicherer Kreuzung mit dem Wördemanns Weg und den Brückenpfeiler auf dem Radweg auch noch drauf gehabt ;)

    Tja — ich bin die Schleife ab dort noch ein zweites Mal gefahren, um wenigstens die Highlights noch mal mit der Digitalkamera zu fotografieren.


    An der besagten Kreuzung mit der Bettelampel hat dann sogleich ein Kraftfahrer die rote Ampel „übersehen“, sicherlich aufgrund der tiefstehenden Sonne im Rücken, und ist beinahe mit dem Bus kollidiert. Das Foto ist etwas unscharf, so schnell konnte die Kamera wohl nicht fokussieren, aber so spare ich mir immerhin das Anonymisieren des Kraftfahrers:



    Hier ist dann die schöne Brücke. Ich bin dort aus Protest immer abgestiegen, damit mir niemals jemand ans Bein pinkeln kann, ich wäre ordnungswidrig auf dem Gehweg gefahren:


  • Die nächste Katastrophe wird dort gerade fertig gestellt, beruhend auf einer Planung von 2015.

    Radweg mit 1, 25 m Breite war damals ja vielleicht in HH noch OK, rechte Winkel im Radweg aber nicht. Trotzdem wird sowas da jetzt gerade fertig gestellt.


    Ort: Kieler Straße, A7 Brücke, Zu-/Abfahrt Richtung Süden


    Autofahrer auf der Kieler Straße aus Richtung Norden bekommen einen neuen freien Rechtsabbieger auf die Autobahn (in Höhe Bauhaus).




    Für den Radverkehr bedeutet das einmal scharf links, dann einmal scharf rechts.

    Hier in der Planzeichnung rot dargestellt.



    Es sind aber in diesem Verlauf keine LSA (neudeutsch: Ampeln) eingezeichnet. Also kommt dort wahrscheinlich ein Zebrastreifen hin. Bei geschmeidig geformten Kurvenradius für Tempo 80 ideal geeignet zur Verringerung der Anzahl der Radfahrenden.



    Nach Aussage der DEGES bestand die Absicht, die Situation für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern. Daran hatte die damalige BWVI mit Senator Horch aber kein Interesse.


    Möge ich mit meinen Aussagen und Vermutungen falsch liegen!

  • Nach Aussage der DEGES bestand die Absicht, die Situation für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern. Daran hatte die damalige BWVI mit Senator Horch aber kein Interesse.

    Mittlerweile sieht es dort so aus. Ich finde es ja interessant, dass diese „Linksverkehr-Pfeile“ sogar auf dem roten Überweg appliziert wurden.


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  • Aber um den nicht unberechtigten Begriff "Todesfalle an der Kieler Straße" mit Leben zu erfüllen, hier Beispiele:



    Damit es bald schnell wieder ungehindert für den Kfz Verkehr voran geht und die Baustelle eh aufgelöst wird, können Auf- und Abfahrt für den Rad- und Fußverkehr schon mal entfernt werden.

    Zweirichtungsradverkehr ohnehin unwichtig.