• Samstag war der Metronom, den ich benutzt habe, hatte gar keinen Fahrradabstellwaggon oder Abteil.

    Die 10/15 Radfahrer, die mit mir den Metronom geentert haben. haben sich auf die Fläche zwischen den Türen verteilt.

  • Na gut, dann fahre ich halt anders, vielleicht mit dem ICE bis Karlsruhe, Stuttgart, Mannheim und von dort irgendwie mit der S-Bahn? Ne, auch gar keine Chance, alle Fahrradstellplätze in den ICEs sind längst ausgebucht.

    Ich hatte noch gar nicht die Zeit gefunden zu erwähnen, dass sich doch noch eine Option aufgetan hat, mit dem Rad nach Heilbronn zu kommen. Rückweg, naja, hätte ich mal gucken müssen.

    Das brachte die Bahn natürlich in, hahaha, Zugzwang.

    Weil ich jetzt aber so clever war, meine Verbindung inklusive des Regionalverkehrs zu reservieren, ist ja jetzt erfahrungsgemäß auch meine Reservierung in den vorangehenden ICEs wieder storniert wurden. Da ist jetzt jedenfalls wieder für einen Moment ein Platz frei gewesen.

    Manchmal kann man sich das auch gar nicht anders erklären als dass die einen verarschen wollen.

  • Oh, das habe ich auch erlebt. Gebucht: Neckarsulm - Stuttgart - Hamburg.

    DB meldet sich: "Ihr Zug fällt aus, bitte suchen Sie nach Alternativen".

    Bei der Suche stelle ich fest: Gar nichts fällt aus. Nur: der ICE endet in Harburg statt in Hamburg Hbf. Also kein Problem.

    Allerdings behauptete die Hotline steif und fest, beide Züge würden ausfallen, auch der RE/Mex oder was auch immer (fährt so alle 20 Minuten was Verschiedenes, ist mir egal). Ich möge doch über Würzburg fahren. Ich: "Nein, die Münchner ICEs sind immer voll, und dann mit einem Zf streiten, warum man nicht im gebuchten Zug sitzt ..."

  • In Bergedorf stiegen dann erneut zwei fette Räder ein, deren Reifen kaum in die Halterungen passten und die Lenker fast nicht unter die Gepäckablage, also parkte ich mein Fahrrad auf Platz 101 und zwar wieder falsch herum.

    Ok, so eine Art Rad... Bodymass-Index, ... Rassismus.

    Hab bis jetzt bei der Rad-Fahrkarten-Reservierung noch nie was davon gelesen:

    - Maximal 700 X 30C

    - Länge 189 cm

    - Breite über alles 58 cm

  • dann mit einem Zf streiten, warum man nicht im gebuchten Zug sitzt

    Kann ich als Unwissender daraus ableiten, das man gut beraten ist, sich selbst solche einfachen Sachen schriftlich geben zu lassen? (klar, nicht, das das jemand täte) Und das im digitalen Zeitalter mit Echtzeitdaten und so? Kann ich außerdem daraus ableiten, das trotz der Technik kein Angestellter irgendwas weiß oder sogar falsch informiert ist, wenn es drauf ankommt?

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Beim Buchungen am besten immer die Mailbenachrichtigungen "mitbestellen", dann hat man die Infos auf dem Handy.

    Und ja: Der Informationsstand in den verschiedenen Verästelungen des DB-Konzerns kann durchaus unterschiedlich sein

  • rail blog 411 / Michael Jung
    Wie die DB systematisch die Fahrgäste gegen Radler aufbringt Geplante Fahrt am 19.8.2026 mit ICE 602 von Berlin Hbf nach Hamburg Hbf ohne Zwischenstopp,…
    buergerbahn-denkfabrik.org
    Zitat

    Der Clou der Geschichte war: Es war (mal wieder) ein ICE4 mit einem technischen Defekt ausgefallen. Der als Ersatzzug eingesetzte ICE1 gehörte der auf 9 Wagen verkürzten Baureihe nach der 2. Lifetime-Extension an, hatte also 200 Sitzplätze weniger als der ausgefallene Zug (ICE 4 mit 12 Wagen). Zudem hat der ICE 1 keine Fahrradstellplätze, die hatten aber nun Radler in dem ausgefallenen Zug gebucht. Folglich sperrte das Zugpersonal 4 Abteile in dem Ersatzzug, um dort 8 Fahrräder unterzubringen. Damit fielen weiter 24 Sitzplätze weg, was eine besondere Freude bei den Reisenden auslöste, die in diesen Abteilen Platz genommen hatten. Da die DB bei Fahrradtransporten eine völlig absurde Sicherheitsideologie verfolgt, dass alle Räder entweder eingehängt oder eingeklemmt sein müssen und Räder in den Waggondurchgängen nicht geduldet werden, musste der Zug noch einmal außerplanmäßig in Berlin Spandau halten, bis alle Räder zur Zufriedenheit des Personals verstaut waren. Selbst die Eigentümer der Räder durften – angeblich „aus Sicherheitsgründen“ – nicht in den Abteilen mit ihren Rädern Platz nehmen, sondern mussten die Zufahrt in dem völlig überfüllten Zug auf dem Boden sitzend verbringen. Zudem erhöhte die ganze Aktion mit dem „DB-gerechten“ Verstauen der Räder, einschließlich des dafür notwendigen Zusatzhaltes in Berlin-Spandau die Verspätung enorm, so dass die erstattungsfähige 60-Minuten-Marke geknackt wurde. Das hat sicher manche Passagiere erfreut, aber die meisten, besonders diejenigen mit Kindern, die noch weiter nach Schleswig-Holstein wollten, waren definitiv gefrustet, weil sie ihre Anschlusszüge verpassten und dann wohlmöglich mehr als 2 Stunden später am Zielort ankamen und zudem sich am Hamburger Hauptbahnhof mit ihrem Gepäck noch in übervolle S-Bahnen quetschen durften, um die Anschlusszüge in Hamburg-Altona zu erreichen. Den Frust dieser Passagiere bekommen zuerst das Zugpersonal und dann die Radler ab. Bei intelligenterer Organisation wäre sicher beides vermeidbar.

    Aus dieser Erfahrung stellen sich drei Fragen. Zum einen: Warum wurden bei dem letzten Refurbishment der ICE-1-Züge nicht einfach 2 Abteile herausgenommen, dann hätte man ganz leicht Platz für 8 Räder? Zum zweiten: Warum werden für solche Züge, die erfahrungsgemäß in der Urlaubszeit gut gebucht sind, noch die ultrabilligen Wochenend-Schnäppchenpreis-Tickets verkauft? Überfüllte Züge können einem den Spaß am Bahnreisen nachhaltig verderben. Zum dritten: Warum haben Ersatzzüge – dieser wurde schon in München eingesetzt – nicht annähernd die gleiche Sitzplatzzahl wie die zu ersetzenden Züge?

    Fazit: Radtransport in ICE-Zügen kann vielleicht auf einigen Strecken schneller sein, ist aber nur ein schlechter Kompromiss. Wie war es doch zu Zeiten der Interregiozüge einfach, Räder umsteigefrei in die Urlaubsgebiete mitzunehmen. Dort gab es in den Steuerwagen eine ausreichende Anzahl von Radstellplätzen, das Einladen war einfacher und die Langläufer wie z. B. Flensburg–Konstanz oder Oberstdorf–Dortmund verbanden ideal die Urlaubsregionen und aufkommensstarke Quellgebiete (Hamburg, Hannover, Ruhrgebiet, Frankfurt) miteinander.

  • uff. wenn ich schon "bürgerbahn-denkfabrik" lese, beschleicht mich so ein ungutes Gefühl. Aber was darf nicht fehlen? Richtig:

    Zitat

    Bei intelligenterer Organisation wäre sicher beides vermeidbar

    Merksatz: alle anderen sind immer doof, eigene Vorschläge dagegen immer "intelligenter".

    wie genau die "intelligentere Organisation" aussehen soll, bleibt unklar. Wie so oft, wenn "intelligentere XY" (Verkehrsplanung, Parkplatzverteilung etc) gefordert wird.

    Was mir als Laien bei rhethorischen(?) Fragen wie dieser passiert:

    Zitat

    Warum haben Ersatzzüge – dieser wurde schon in München eingesetzt – nicht annähernd die gleiche Sitzplatzzahl wie die zu ersetzenden Züge?

    ich erwische mich, wie ich stöhnend die Augen schließe... Was ... ich mein: ernsthaft? Ist das wirklich eine ernstgemeinte Frage? Ich kenn mich beim rollenden Material und der Planung absolut nicht aus, aber meine Erwartungshaltung ist nicht, dass man an jedem größeren Bahnknoten einfach mal einen ICE in der längsten Variante irgendwo auf ein Gleis stellt, damit der dann im Falle eines Ausfalls als Ersatzzug dienen kann. Wobei: Bahnknoten. Wenn da mehr als ein Zug ausfällt - vielleicht besser 3 oder 4 Ersatzzüge hinstellen? :rolleyes:

    Und klar darf man über "Sicherheit" im Zug reden. Wirklich, darf man. Sollte man. Dann aber dann das (interne) Regelwerk ändern und nicht die Verantwortung - wie in dem Beitrag auch - auf das Zugpersonal abwälzen. Denn spätestens im Un-falle ist das Geschrei dann wieder groß, wenn der Bremshebel des umfallenden Rades ins Auge geht: "aber der Schaffner hats erlaubt, obwohl er das gar nicht durfte!!!"

    Auch richtig: der Fahrradtransport im Fernverkehr ist manchmal wirklich Glückssache und im Falle von Problemen häufig ein unüberwindbares Hindernis. Die Lösung darf dann meiner Meinung nach gern individueller sein: Transport nach Hause mit Spedition oder aber ggfs. Hotelübernachtung oder oder oder. Mir fällt aber keine Lösung ein, bei der der Fahrradtransport dann noch so wenig Geld kostet :rolleyes:

  • Auch wer nicht kochen kann, darf die Ungenießbarkeit einer Suppe feststellen. So oder so kann man bemerken, das es nichtmal mehr auf Kurzstrecken funktioniert. Soweit ich das sehe, ist das kein vorrübergehendes Hoch, sondern kontinuirliche Verschlechterung in allen Bereichen, trotz entgegengesetzter technischer Entwicklung.

    aber der Schaffner hats erlaubt, obwohl er das gar nicht durfte

    Diese Ausrede von der Schuldumkehr kennen wir von den Verkehrsbehörden. Wenn der Schaffner mal nicht so genau hinkuckt, hat er nicht erlaubt. Wenn er die Tür nicht bewacht, hat er nicht erlaubt. Komischerweise gehts aber sehr wohl beim Vollstopfen, eine starke Bremsung und es brechen Arme und Rippen, weil 3/4 nichts zum festhalten haben, während sie sehr wohl die Tür zur leeren ersten Klasse bewachen. Ob sie wohl haften, wenn bei Bremsung einer von 20 Masseträgheiten durch die geschlossene und bewachte Tür gedrückt wird… Ich sehe es umgekehrt: Der Verschluß der ersten Klasse ist dann völlig unabhängig von internen Vorgaben ein schweres Pflichtversäumnis, Sicherheit vor Arbeitgeber.

    Zu den ganzen Warums der verdächtigen oder unverdächtigen Denkfabrik läßt sich wohl feststellen, weil noch nie ein Zugbegleiter vom wütenden Mob erwürgt wurde.

    Die Lösung darf dann meiner Meinung nach gern individueller sein

    Jo, auf dem Radweg auch, dann muß er halt langsam und vorsichtig fahren. Verträge sind wie Vorschriften einzuhalten, nicht planmäßig außer Kraft zu setzen. Beherrscht man die Technik nicht mehr, dann muß sich die Planung eben daran ausrichten, und nicht jeder einzelne Kunde zufällig in Haftung genommen werden.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Merksatz: alle anderen sind immer doof, eigene Vorschläge dagegen immer "intelligenter".

    Das dürfte auf 90 % aller Beiträge hier im Forum zutreffen, die fehlerhafte Planung, mangelhafte Ausführung oder Unkenntnis der Verkehrsregeln bei Streifenhörnchen thematisieren. Auch bezüglich Jena oder Erlangen oder die brandenburgische Walachei ... :)

  • meine Erwartungshaltung ist nicht, dass man an jedem größeren Bahnknoten einfach mal einen ICE in der längsten Variante irgendwo auf ein Gleis stellt, damit der dann im Falle eines Ausfalls als Ersatzzug dienen kann.

    Hm ...

    Zitat

    Ein Dispositionszug ist ein Reservezug oder -wagenpark einer Eisenbahngesellschaft, der bei unvorhergesehenen Betriebsstörungen im Schienenverkehr unmittelbar eingesetzt werden kann. Die Schweizerischen Bundesbahnen halten diese sogenannten Dispozüge mit Personal besetzt an größeren Bahnhöfen bereit.[1] Ursprünglich für die S-Bahn Zürich eingeführt,[2][3]wurde das Konzept bald netzweit eingeführt. Bei einer Verspätung oder dem technischen Ausfall eines Zuges steht so unmittelbar Ersatz bereit, so dass der Ausfall abgefangen werden kann.[4][5] Dies erhöht die Gesamtpünktlichkeit und ermöglicht, Umsteigeverbindungen zu gewährleisten. Dies gilt als zentrale Maßnahme zur Vorsorge gegen das Aufschaukeln von Verspätungenin eng vertakteten Bahnsystemen, wie bei einem Integralen Taktfahrplan

    Dispositionszug – Wikipedia

    Ich kann ja mal den Kollegen Benedikt Weibel (Ex-Chef der SBB, der ist auch bei "Bürgerbahn") fragen, ob er für den nächsten "Alternativen Geschäftsbericht DB AG" etwas zu den SBB-Dispositionszügen schreibt.

    https://buergerbahn-denkfabrik.org/wp-content/uploads/2026/03/Altgesch_Bericht_2025_final.pdf


    Was die längste Variante angeht: die ICE4 sind die Sardinenbüchsen, die auf maximale Sitzzahl getrimmt wurden: 918 Plätze, 713 in der 2. und 205 in der 1. Klasse.

    Die ICE1, die komfortabelsten Züge, die ich bei der DB je erlebt habe (in Plüschwagen des TEE zu fahren, war mir altersbedingt nie vergönnt), hatten bei 12 Wagen (Normalvariante) 645 Plätze (501 in der 2. und 144 in der 1.Klasse), nach dem 1. Redesign waren es 703 (506; 197) und in der neuen Verkürzung auf 9 Wagen nur noch 503 (393; 110).

    Damit ist klar, dass bei Ausfall einer 918-Personen-Zuggarnitur zwar eine 703er-Garnitur das noch irgendwie hinbekommt, indem die Kurtzstreckenreisenden wie Göttingen-Kassel oder Frankfurt-Mannheim die halbe Stunde stehen - aber bei 503 statt 918 geht das absolut nicht mehr.

    Und ich persönlich was als Zugbegleiter immer der Meinung: "geht nicht, gibt's nicht". Und so fuhren bei mir drei Rennradler, denen am Iséran der Peugeot verreckt war und die deswegen ungeplant keine Großraumlimousine für sich und die Räder zur Rückfahrt hatten, ab Paris im Nachtzug mit. Räder ins Rolli-Abteil, 2 der drei mit da rein, und der 3. irgendwo im Wagen.