Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern / der Ärger mit den Kurierfahrern

  • Ausgeliefert:

    Kurierdienstfahrer in Schnee und Kälte

    Fußgänger und Kurierdienstfahrer in Fußgängerzone, die für den Radverkehr freigegeben ist.

    "Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern", so heißt der Titel eines rbb-Films, in dem über die ausbeuterischen Praktiken der Rekrutierung von Kurierfahrer*innen z. B. für Essen-Bringdienste berichtet wird.

    Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern
    Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien,…
    www.rbb-online.de

    Ausgeliefert sind aber auch die Fußgängerinnen auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen oder auf Fußwegen und in Fußgängerzonen, die für den Fahrradverkehr freigegeben sind. Auch auf Fußwegen, die direkt neben Fahrradwegen liegen, kommt es oft zu gefährlich schnellen und gefährlich engen Begegnungen.

    Meine Beobachtung ist: Die Fahrradkuriere sind oft auf manipulierten Pedelecs unterwegs, die auch ohne Tretunterstützung fahren und die schneller fahren als 25 km/h. Die prekären Arbeitsverhältnisse der ausgebeuteten Kurierfahrer*innen dürfen aber kein Grund sein, alle Augen zuzudrücken, wenn es um die Pedelecs geht, die sie benutzen oder zu benutzen gezwungen werden.

  • Dieser Zeitungs-Artikel aus dem SauerlandKurier vom 8.3.26 bestätigt meine Befürchtungen:

    Darin heißt es:

    "Zu schnell, rücksichtslos, verkehrswidrig: Der Ärger über so manche Essenslieferanten, die per E-Bike durch Köln flitzen, ist groß.

    (...)

    Kontrolliert wurden zahlreiche E-Bike-Fahrer und -Fahrerinnen, mit Blick auch auf Essenslieferanten. Mit Erfolg. „Mehr als 20 Bikes sind sichergestellt und gegen die Fahrzeugführer Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und/oder die Zulassungsverordnung eingeleitet worden“, erklärte Polizeisprecherin Anja Luxem ...

    Das Problem: Viele Zweiräder, die zum Beispiel von Lieferdiensten oder Kurieren genutzt werden, sehen auf den ersten Blick aus wie normale Fahrräder mit Elektromotor. Tatsächlich sind sie jedoch oft Kraftfahrzeuge – und fahren deutlich schneller als die erlaubten 25 km/h."

    Auch in Hannover wurden schon Kontrollen durchgeführt, wie das Presseportal der Polizei vom 28.2.25 berichtet:

    POL-H: Zoll und Polizeidirektion Hannover kontrollieren E-Bikes im Stadtgebiet
    Hannover (ots) - Am Donnerstag, 27.02.2025, haben Kräfte des Zolls und der Polizeiinspektion Besondere Dienste zwischen 11:00 Uhr und 14:30 Uhr im Stadtgebiet…
    www.presseportal.de

    "In den vergangenen Wochen und Monaten stellte die Polizei vermehrt fest, dass im Stadtgebiet genutzte E-Bikes keine erforderliche Versicherung aufwiesen und die Fahrerinnen und Fahrer nicht im Besitz der notwendigen Fahrerlaubnis waren. Aus diesem Grund wurden am Donnerstag, 27.02.2025, in Zusammenarbeit mit dem Zoll gezielte Kontrollen durchgeführt. Neben allen Privatnutzenden lag der Fokus auch auf Fahrerinnen und Fahrern von Lieferdiensten, die E-Bikes für ihre Auslieferungen nutzen. Rund um die Verkehrsknotenpunkte Aegidientorplatz, Königsworther Platz und Hamburger Allee Ecke Celler Straße kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 28 Fahrzeuge und deren Fahrende."