Woche 34 vom 18. August bis 24. August 2025

  • Wo genau der Unfall passierte bleibt unklar,

    Eben, so richtig schlau wird man aus den bisherigen Veröffentlichungen nicht ...

    Für eine "Zeitreise" wäre Mapillary besser mit hoher Datendichte über diese Brücke. Wenn ich das auf die Schnelle richtig sah, waren die alten Radwege nicht benutzungspflichtig und man konnte damals schon und heute muss man nach der Brücke runter auf einen Weg auf einer ehemaligen Bahntrasse, der aber keine gesicherte Querung über die B39 hat. Wer die will muss einen Schlenker über die Kreuzung machen. Wenn Du die Stelle richtig anhand des Pressebildes identifiziert hast, hat er sich diesen Schlenker wohl Richtung Brücke fahrend gespart ...?

    Nach einer Notiz an einem Weg in openstreetmap soll die zugehängte Ampel vmtl. einer geplanten Fortführung nach Norden dienen.

  • Deshalb hatte ich geschrieben, es sei interessant zu beobachten, wie sich die Zahl der Unfälle (Fahrrad versus Pedelec) auf einer autofreien Insel entwickelten. Optimal wäre natürlich ein Vergleich zwischen einer Insel, auf der Fahrräder und Pedelecs zugelassen sind im Vergleich zu einer Insel, auf der nur Bio-Bikes fahren.

    Der Unfallatlas weist für die vier autofreien Inseln (Baltrum, Juist, Wangerooge, Langeoog, knapp 4.000 Einwohner) zusammen 75 Unfälle in 8 Jahren aus. Die beiden größeren Inseln Borkum und Norderney (gut doppelt so viele Einwohner mit knapp 10.000), wo Autos grundsätzlich zugelassen sind, hatten im Zeitraum 242 Unfälle. Über Pedelecs schweigt sich der Unfallatlas aus. Es gab 3 Todesfälle, alle 3 auf den autofreien Inseln, davon 2x Fahrrad und 1x Pedelec. Bei letzterem Fall überholte das 90-jährige Opfer mit dem E-Bike eine Fußgängergruppe; ich hatte den Fall als Alleinsturz eingetragen, aber der Unfallatlas führt im Gegensatz zu den beiden anderen Alleinstürzen Fußgänger als Gegner.

    Auf den autofreien Inseln ist auch der Anteil der schwerverletzten Radfahrer größer als auf den Auto-Inseln, was wahrscheinlich an der größeren Bereitschaft liegt, Kleinkram nicht anzuzeigen, wenn kein haftpflichtversichertes KFZ beteiligt ist.

    Fahrradunfälle sind ebenso wie Pedelecunfälle nicht nur an der Nordsee überraschend seltene Ereignisse. Insgesamt sind die Fallzahlen daher viel zu gering für eine zuverlässige Trendanalyse, insbesondere bei schweren Verletzungen/Toten.

    Anmerkung: „LKW etc.“ ist alles, was nicht entweder PKW oder Kraftrad ist. Auf den Inseln also vermutlich nicht gerade Sattelschlepper…😛

    2 Mal editiert, zuletzt von Th(oma)s (28. August 2025 um 22:51)

  • Vielen Dank für die Recherche, leider war zu befürchten, dass eine zuverlässige Trendanalyse schwer herleitbar ist. Der tödliche Unfall auf der Nordseeinsel Wangerooge, bei der ein 90-jähriger Pedelecfahrer stürzte, als er an einer Fußgängergruppe vorbeifuhr, lässt allenfalls Raum zu Spekulationen:

    Vielleicht hätte er auf einem Bio-Bike darauf verzichtet, an der Fußgängergruppe vorbeizufahren, sondern wäre hinter der Fußgängergruppe weiter gefahren und hätte sie nicht überholt. Vielleicht stand die Fußgängergruppe aber auch. "Vorbeifahren" bedeutet ja, an einem stehenden Hindernis vorbeizufahren. Vielleicht wäre er mit einem Fahrrad langsamer daran vorbeigefahren?

    Vielleicht hätte sich der Senior aber auch sich gar nicht erst auf den Weg gemacht, sondern hätte stattdessen zu Hause vor dem Fernseher gesessen und wäre deshalb früher oder später an einer Krankheit gestorben, die durch Bewegungsmangel begünstigt wird?