• Sieben Jahre lang habe ich mehr oder minder initiativ die Umgestaltung einer Nebenstraße, der Ossietzkystraße, in Pankow zur Fahrradstraße mitbetrieben. Das war mein Arbeitsweg. Morgens sind dort Schwärme von Schulkindern auf Rädern unterwegs. Gleichzeitig ist die Straße eine beliebter Schleichweg, um den Dauerstau auf der Grabbeallee zum umfahren. Wie bei einer Insektenlupe konnte man das ganze Elend der Autodominanz dort im Konzentrat erleben. Hupen, Drängeln, Pöbeln, Falschparken, Schneiden, Spucken, Scheibenwasser, Nahüberholen, zu schnell Fahren und

    Nach etlichen Unfällen, Demos, Eingaben, undsoweiter war es dann dieses Jahr endlich soweit. Ossietzkystraße ist Fahrradstaße.


    Dumm nur: ich hab ein neues Büro und fahre da nicht mehr lang.


    Andererseits: die bloße Deklaration hat absehbar wenig geholfen:


    Tagesspiegel


    Morgenpost, hinter Paywall


    Geplant ist jetzt eine Diagonalsperre. Das dauert dann wieder sieben Jahre....

  • Geplant ist jetzt eine Diagonalsperre. Das dauert dann wieder sieben Jahre....

    Viel Erfolg!

    Ich wohne in der Nähe vom Nordkiez F'Hain. Dort gibt es die Diagonalsperren schon. Und der Kiez hat deutlich an Lebensqualität gewonnen.

    Vorher drängelte sich der Durchgangsverkehr durch die dafür viel zu schmalen Straßen. Der ist jetzt auf den laut Planung dafür vorgesehenen Hauptstraßen. Und während der Verkehr vorher im Kiez massiv gestört hat, merke ich den zusätzlichen Verkehr auf den großen Straßen gar nicht.


    Schlag der Politik doch mal einen Besichtigungstermin im Kiez selber vor. Ich wäre zur Unterstützung da.

  • Nordkiez F'Hain

    Rund um die Bänsch und Pettenkofer? Hab ich mir neulich angesehen, das ist wirklich gut gelungen dort.


    Diagonalsperren am Majakowskiring hab ich nicht mehr so im Fokus, weil ich da ja nicht mehr langfahre. Aber in meinem Wohnkiez zwischen Neumannstraße und Berliner Straße ist Ähnliches geplant. Allerdings steht man da noch ganz am Anfang.


    Vinetakiez


    Und ich muss einräumen, dass ich da noch nicht wirklich aktiv war. Über eine Quasselgruppe auf nebenan.de bin ich nicht hinausgekommen.

  • Rund um die Bänsch und Pettenkofer?

    Genau dort. Das Konzept ist wirklich gut. Die Poller sind leider handwerklich sehr schlecht aufgestellt (Beton kleckerte überall herum und sieht nicht gut aus). Und die BSR kann die Poller nicht umlegen. Die müssen die tatsächlich lösen, aus dem Loch heben und daneben legen. Und nach dem Passieren wieder zurück stecken.


    Das kann man besser machen. Vielleicht passt die BSR ja auch irgendwann mal die Routen an.


    Sehr lustig war es vor ein paar Monaten, als die Frankfurter in Richtung Innenstadt gesperrt war. Da wollten viele Autofahrer spontan durch den Kiez umfahren. Muss halt mal sein. Aber in Richtung Innenstadt kann man den Kiez aktuell wegen einer Baustelle gar nicht befahren. Es geht einfach nicht. Die sind alle verzweifelt herumgekurvt und wurden von den Pollern zurück zur Frankfurter geleitet. Aber ungefähr 200 m weiter östlich (also in die falsche Richtung) vom ursprünglichen Abbiegen :-)


    Bei der zweiten Runde sind dann die meisten einfach falschrum durch die Baustelle gefahren. Kann man ihnen wohl nicht verübeln.

  • Da stöber ich noch ein bisschen zum Thema herum und finde noch ein schönes Schmankerl


    CDU Süd Pankow


    Alles klar, danke für den Service, CDU Pankow!

    Ohauaha:


    Zitat

    Wir sprechen uns für eine diskriminierungsfreie und gleichrangige Verkehrsplanung unter Einbeziehung aller Verkehrsteilnehmer aus!


    Jau! MIV, ÖPNV, Fahrradverkehr und Fußverkehr sollten bei der Aufteilung des Straßenquerschnitts von Karl-Marx-Allee, Kaiserdamm und Heerstraße gleichrangig behandelt werden!

    Und dann wären da noch das hier https://www.google.de/maps/@52…bfov%3D100!7i13312!8i6656

    und das hier: https://www.google.de/maps/@52…o7XKZQ!2e0!7i13312!8i6656

  • Karl-Marx-Allee:

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  • Karl-Marx-Allee:

    Meine Fotosammlung dazu sieht etwas weniger eindrucksvoll aus:

    • Freie Fahrt für die Autos auf dem ersten Bild.
    • Mehrere Schikanen für die Radfahrer

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  • Altes Thema: Die Gleimstrasse


    Ich habe ja lange kein SPD-Bashing mehr betrieben, aber manchmal geht es nicht anders. Gleimstrasse und Stargarder Strasse gehören zu meinen täglichen Wegen.


    Gerade die Gleimstraße ist totales Chaos, eng, Zweite-Reihe-Parker, T30 interessiert keine Sau, Hupen, Überholzwang, Zebrastreifen werden ignoriert, rechts eine Kita, links eine Schule, dann noch ein gutbesuchter Park, ein Kino an der Ecke und dutzende Kneipen entlang der Straße usw. usf.


    Da kritisiert dann ein SPD-Hinterbänkler aus dem Nachbarbezirk Pläne für eine Fahrradstraße in Pankow, weil dann sein Hobbyobjekt nicht mehr so gut mit dem Auto erreichbar sein wird. Mit dem ÖNV ist der Jahn-Sportpark übrigens bestens erreichbar.


    Die SPD in Berlin ist auto- und betonfixiert, und daran ändern auch einige Ausnahmen nix. Spandau -Saleh regt sich über Pop-Up-Radwege auf und Tempelhof-Müller bringt es fertig, sich über den Wegfall von 3 (in Worten: drei) Parkplätzen für bessere Sichtbeziehungen öffentlich zu beklagen.


    Hoffentlich bekommt die SPD im September ein richtige Klatsche in Berlin. Was mich hoffen lässt: Giffey arbeitet dran.