Fahrradmitnahme im Metronom in Niedersachsen

  • Im Metronom gibt es einen Fahrradwagen, der auf der gesamten unteren Ebene viel Platz für Fahrräder bietet. Das Niedersachsen-Ticket kostet 23,- EUR für den ganzen Tag und die Fahrrad-Tageskarte noch einmal 5,- EUR.


    Man kann wahlweise das Vorderrad in die Bügel einhängen oder das Rad an den seitlichen Halterungen festschnallen. Ein Gurt ist dafür leider nicht angebracht, so dass man selbst etwas dabei haben muss (geht z.B. auch mit dem Fahrradschloss).

  • Zwei Anmerkungen noch:


    In den Wintermonaten werden im Fahrradabteil mittig vier Vierer-Sitzgruppen eingebaut. Es ist dann etwas enger, aber immer noch über der Kapazität, die beispielsweise bei der Regionalbahn Schleswig-Holstein im Sommer angeboten wird.




    Und das Fahrradabteil befindet sich auf allen Metronom-Linien in der Regel im zweiten Wagen von Norden aus gesehen.

  • Danke für die Ergänzung! Ich hatte mich schon gewundert, warum es teilweise in den Fahrradwagen auch Sitze gibt. Dass es an der Jahreszeit liegt, kam mir nicht in den Sinn ;)


    Mein Bild oben entstand am Montagabend nach 21 Uhr auf der Strecke von Uelzen nach Hamburg. Da war der Zug leer, aber es gibt natürlich auch Unmut von Berufspendlern, die morgens und nach Feierabend nur noch Stehplätze finden, während die Kapazitäten im Fahrradwagen meistens nicht voll ausgenutzt werden. Ich habe aber auch schon erlebt, dass der Fahrradwagen voll mit Fahrrädern ist, wenn z.B. eine größere Gruppe mit dem Rad unterwegs ist. Man kann es halt nicht immer allen rechtmachen.

  • Der Metronom wirbt jetzt mit „Unterwegs mit Freunden“. Das ist ein Sinnspruch, der mir beim Bahnfahren abseits von Gruppenfahrkarten nicht unbedingt in den Sinn gekommen wäre, aber gut.


    Mit den Aufklebern an den einzelnen Wagen ist leider noch mehr passiert — die sind nun gar nicht mein Geschmack und sehen eher aus wie das, was ich als Software-Entwickler im Browser sehe, wenn ich auf einer Seite irgendeine Symbol-Schriftart wie Font Awesome nicht ordentlich eingebunden habe. Also… ist jetzt echt nicht so mein Fall und passt meines Erachtens auch nicht so ganz zum restlichen Design, auch wenn die hinter der Tür hervorstehende Lasche natürlich schon ein bisschen witzig ist:




    Noch mal als Vergleich zum alten Design auf der anderen Seite des Bahnsteiges:




    Von innen — ich durfte den Wagen leider nicht betreten, mich haben zwei Mal die Angestellten des Metronom rausgeworfen — wurden die mittleren Fenster beklebt, dort darf man sich „so gut wie zu Hause“ fühlen. Zu Hause kann man aber rausgucken, im Metronom nicht mehr:




    Das gleich noch mal mit dem Mehrzweckabteil und dem Snack-Automaten, der nach meiner Kenntnis auch beim Metronom abgeschafft wird, darüber die erste Klasse:




    Der Ruhe-Wagen mit erster Klasse vorne:




    146-04 muss auch diesen Sinnspruch herumfahren:




    Der RE 5 wird seit dem Fahrplanwechsel von der „Start Unterelbe“ betrieben, die mit das alte Rollmaterial vom Metronom übernimmt und auf die blau-gelb-weißen Wagen einfach ihren Namen geklebt hat. Das soll nach meiner Kenntnis auch so bleiben:




    Momentan ist man allerdings noch nicht an allen Wagen fertig und fährt größtenteils ohne Logo durch die Gegend:



  • Kurz mal dieses Unternehmen gegoogelt... 100% DB-Regio-Tochter als Billigheimer. Also sowas wie Germanwings und Eurowings für die Lufthansa. Schon toll, diese Liberalisierung.


    /Das rollende Material gehörte eh schon dem Staat und ist nur gemietet.

  • Am 1.1. jährt sich übrigens die »Bahnreform« zum 25. Mal ... die Protagonisten:

    Dürr - Autozulieferer

    Wissmann - Autolobbyist

    später:

    Mehdorn/Grube - Daimler / Airbus

    dazu noch einige Fuzzis, die aus Kanzleien kommen, die bei Unternehmenszukäufen Honorare kassiert haben

    und nicht zu vergessen Birgit Bohle von McKinsey, die jahrelang den Fernverkehr zu verantworten hatte und jetzt die Telekom beglückt

  • Im Metronom fuhren wenigsten Ende Mai immer noch viele Fahrradabteile mit eingebauten Sitzengruppen herum; von den theoretisch vorgesehenen 32 Stellplätzen für Fahrräder wurden die Hälfte gegen 16 Sitzplätze in vier Sitzgruppen ausgetauscht.



    Dem Bedarf im Sommer ist das insbesondere im Sommer natürlich überhaupt nicht angemessen, nur abends geht’s:



    Das Zugpersonal erklärte, das Land Niedersachsen habe in diesem Jahr nur die Hälfte der Kapazitäten im Fahrradabteil bestellt, um mehr Platz für Ausflügler im Sommer bereitzustellen. Dafür leistet man sich nun regelmäßig die Lautsprecherdurchsage, dass für Radfahrer an den Unterwegsbahnhöfen kein Zustieg mehr möglich wäre, beziehungsweise komplimentiert die radfahrenden Fahrgäste offenbar noch vor der Abfahrt aus dem Zug, wie mir Kollegen berichteten.


    „Fahrradland Niedersachsen“ ist offenbar genau wie „Fahrradland Schleswig-Holstein“ eher so zu verstehen, dass radfahrende Touristen die Anfahrt mit dem Auto zurücklegen, um dann eine kleine Runde im Kreis zu drehen und mit dem Auto zurückzufahren. Schade eigentlich.

  • Wie ist denn so die Fahrradabteil-Auslastung auf der Strecke Hamburg-Lüneburg und vice versa am Samstag/Sonntag?


    Hat schon jemand eine HVV-Fahrradkarte für 3,50 € gekauft und weiß, wo man die erhält?


    Und wie gut kommt man nach dem Einstieg mit einem Long-John um die Ecke und die vier Stufen runter/hoch oder gibt es eine Rampe?

  • Wie ist denn so die Fahrradabteil-Auslastung auf der Strecke Hamburg-Lüneburg und vice versa am Samstag/Sonntag?

    Tjoa — kommt drauf an. Wenn es im Herbst noch mal warm wird, dann kann das Fahrradabteil sowohl in Hamburg als auch in Lüneburg bereits überfüllt sein. Es kommt auch drauf an, welchen Zug du nehmen möchtest — von Lüneburg nach Hamburg nähme ich lieber die Regionalbahn 31, die erst in Lüneburg beginnt, dort kann man dann rechtzeitig in ein leeres Fahrradabteil einsteigen.


    Tendenziell ginge ich davon aus, dass es vormittags und im Laufe des späteren Nachmittags voller ist als mittags und abends. Aber wie gesagt: Das hängt von der Jahreszeit und vom Wetter ab.


    Vielleicht können Klapprad_Junkie und Patrick die Auslastung besser einschätzen.

    Hat schon jemand eine HVV-Fahrradkarte für 3,50 € gekauft und weiß, wo man die erhält?

    Die Karten gibt’s beispielsweise im HVV-Onlineshop und in der HVV-App. Ich nehme an, die Automaten am Bahnhof werden dir auch eine verkaufen.

    Und wie gut kommt man nach dem Einstieg mit einem Long-John um die Ecke und die vier Stufen runter/hoch oder gibt es eine Rampe?

    Im Metronom befindet sich das Fahrradabteil im theoretisch ebenerdigen Unterdeck eines Doppelstockwagens. Du musst je nach Höhe des Bahnsteiges in Hamburg und Lüneburg etwa die Höhe einer Treppenstufe heruntersteigen. Um die Ecke solltest du anschließend auch mit einem Long-John kommen.


    Das Problem dürfte eher sein, dass gemäß der Beförderungsbedingungen der Bahn die Mitnahme von Lastenrädern seit einem Jahr verboten ist. Ich habe allerdings schon mehrmals Lastenräder im Nah- und Fernverkehr gesehen, insofern, naja, musst du selbst entscheiden, ob du das Risiko eingehen willst. Andererseits wäre das Schlimmste wohl eine unfreundliche Ansprache, ich habe bislang noch nicht davon gehört, dass Lastenräder mitsamt deren Fahrern vor die Tür gesetzt worden wären.


    Das Verbot der Mitnahme von Lastenrädern steht auch noch mal explizit beim HVV:


    Kann ich auch ein Tandem mitnehmen?

    Tandems, Dreiräder, Lasträder und ähnliches sowie Krafträder können nicht mitgenommen werden.

  • Ah, das ist ja wirklich quasi auf einer Ebene mit dem Bahnsteig (bei der Anzeige). Ich hatte zunächst gedacht, dass die Türen erst hinter den vier Stufen liegen.

    Das Problem dürfte eher sein, dass gemäß der Beförderungsbedingungen der Bahn die Mitnahme von Lastenrädern seit einem Jahr verboten ist

    Hmm, ich würde mich an den Beförderungsbedingungen vom Metronom orientieren. "Zweirädrige einsitzige Fahrräder" dürfen demnach mitgenommen werden. Lastenräder sind nicht explizit verboten. Wenn ich nun allerdings mit einem HVV-Ticket fahren möchte, gelten die HVV-Beförderungsbedingungen, wonach "Tandems, Dreiräder, Lasträder und dergleichen sowie Krafträder" nicht befördert werden. Ich darf also keine HVV-Fahrradkarte kaufen, sondern muss eine Metronom-Fahrradkarte per App "FahrPlaner" oder am Metronom-Fahrkartenutomaten kaufen. Ich selber darf gemäß HVV Beförderungsbedingungen mit einem HVV-Ticket reisen:

    Im ein-und ausbrechenden Verkehr werden Fahrradtageskarten und Fahrradeinzelkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs, des Niedersachsentarifs und des DB-Tarifs (Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG) auf der in der Fahrradkarte angegebenen Strecke auch zu HVV-Fahrkarten anerkannt. Ist in der Fahrradkarte keine Strecke angegeben, so gilt diese Fahrradkarte wie eine HVV-Fahrradkarte, wenn ihr Preis mindestens dem der HVV-Fahrradkarte entspricht.

    Aber was ist ein- und ausbrechender Verkehr? Ganz schön kompliziert so eine Bahnfahrt. Gibt es immer noch die Sitze mitten im Fahrradabteil?

  • Aber was ist ein- und ausbrechender Verkehr? Ganz schön kompliziert so eine Bahnfahrt.

    Damit ist die Fahrt von einem Verkehrsverbund in den nächsten gemeint. Von Hamburg nach Lüneburg bewegst du dich innerhalb des HVV, von Hamburg bis Uelzen seit der Erweiterung des HVV im letzten Jahr ebenfalls. Wenn du aber mit dem Metronom von Hamburg nach Hannover fahren möchtest, brauchst du eine Fahrkarte, beziehungsweise Fahrradkarte des Niedersachsen-Tarifs, die dann auch innerhalb des HVV gilt.

    Ganz schön kompliziert so eine Bahnfahrt.

    Ach, du machst dir kein Bild… :whistling: Du hast aber vollkommen recht: Dieser Wildwuchs an Verkehrsverbünden und unterschiedlichen Betreibern ist für normalsterbliche Fahrgäste mitunter kaum zu durchschauen. Ich habe vor ein paar Monaten mal einen Fahrgast getroffen, der in Uelzen einen Fahrkartenautomaten von erixx gesucht hat, weil er nach Munster fahren wollte. Am Bahnhof standen aber nur Automaten von der Deutschen Bahn und vom Metronom, die zwar den gleichen Kram verkaufen, aber unterschiedlich angemalt sind — und an beiden hätte er seine Fahrkarte nach Munster bekommen.


    In solchen Fällen hat die Regionalisierung der Bahnreform ein bisschen zu Zuständen wie damals zu Kaisers Zeiten geführt, als beispielsweise Züge der örtlichen Kreisbahngesellschaft nicht in den Bahnhof der Reichsbahn einfahren durften, sich also die Kreisbahn einen eigenen Bahnhof in der Nähe des Reichsbahnhofs baute — man musste zum Umsteigen nicht nur ein paar hundert Meter laufen, sondern natürlich auch noch eine neue Fahrkarte kaufen. Heutzutage fährt gefühlsmäßig auf jeder Linie ein anderer Betreiber, der seine eigenen Fahrkartenautomaten aufstellt, die aber eigentlich den gleichen Kram verkaufen, und für manche Verbindungen kann man Fahrkarten im DB-Navigator auf dem Handy kaufen, für manche Verbindungen nicht, weil man in einen Verkehrsverbund reinfährt, der von der App nicht unterstützt wird, vom Automaten aber schon… naja.

  • Eine Fahrradtageskarte für den Geltungsbereich des Niedersachsentarifs (dazu gehört auch Hamburg) kostet in der FahrPlaner-App 4,60 €. Ich würde jetzt einfach mal argumentieren, dass ich ja zu einem späteren Zeitpunkt am selben Tag aus dem Verkehrsverbund HVV "ausbrechen" könnte und deshalb die Niedersachsen-Fahrradkarte auch auf einer Strecke innerhalb des HVV gültig sein sollte.


    Der HVV sollte seine Beförderungsbedingungen unbedingt anpassen. Wieso schließt der HVV die Lastenradmitnahme im Regionalverkehr aus, wenn die angrenzenden Verkehrsverbünde diese erlauben?

  • Ich würde jetzt einfach mal argumentieren, dass ich ja zu einem späteren Zeitpunkt am selben Tag aus dem Verkehrsverbund HVV "ausbrechen" könnte und deshalb die Niedersachsen-Fahrradkarte auch auf einer Strecke innerhalb des HVV gültig sein sollte.

    Ja, die Fahrradkarte des Niedersachsen-Tarifs gilt auch im HVV, aber ich bin mir nicht ganz sicher, wie weit im HVV — auf der schleswig-holsteinischen Seite könnte schon hinter Elmshorn Schluss sein.

    Der HVV sollte seine Beförderungsbedingungen unbedingt anpassen. Wieso schließt der HVV die Lastenradmitnahme im Regionalverkehr aus, wenn die angrenzenden Verkehrsverbünde diese erlauben?

    Tja: Regionalisierung.


    Abellio Mitteldeutschland erlaubt zum Beispiel Lastenräder und das Laden von E-Bikes während der Fahrt, Abellio Baden-Württemberg nach meiner Kenntnis allerdings nicht. Und was der angrenzende Verkehrsverbund erlaubt oder nicht, ist ja auch nicht so ganz klar. In Schleswig-Holstein verweist nah.sh auf die Bedingungen des jeweiligen Betreibers, die wiederum an die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn weiterleiten.


    Sobald man mit der Bahn mehr machen möchte als nur den einfachen Personentransport von A nach B wird es echt kompliziert.

  • Nach so vielen Fachleuten gebe ich auch noch meine Meinung hinzu. Fahrradmitnahme im Metronom HH-LG ist grundsätzlich möglich. Der Fahrradwagen befindet sich in Fahrtrichtung Lüneburg an vorletzer Stelle. Letzter Wagen ist der Steuerwagen, dort sind Fahrräder in der Regel nicht erwünscht, da der Platz für Rollis und Kinderwagen freibleiben soll. Sitze gibt es meines Erachtens nach aktuell weder im RB31 noch im RE3 im Fahrradabteil. Die Umbauten werden aber bald wieder losgehen, da im Winter mehr Sitzplätze vorgesehen sind (4 x 4er). Wegen Corona fordert das ME-Zugpersonal eh auf, nur die Fensterplätze zu benutzen. Da fühle ich mich im Fahrradwagen gut aufgehoben. Als Sitzplatz empfehle ich entweder die Klappsitze über den Fahrgestellen oder die großen Bügel im Fahrradwagen (wenn er nicht zu voll ist). Als Fahrkarte reicht die HVV Fahrradkarte aus. Nach meinem Kenntnisstand ist im HVV nur bei U- und S-Bahn die Mitnahme von Lastenräder nicht erlaubt. Im Metronom sollte dies kein Problem sein, solange du nicht Fluchtwege versperrst . Falls du dein Rad nicht Treppe rauf oder Treppe runter tragen können solltest, erkundige dich am besten nach der größe der Fahrstühle. Könnte mit einem Long John knapp werden. Auf die Rolltreppe darfst du offiziell mit einem Rad ja nicht. Im Metronom gibt es nach dem Einstieg eine bereits erwähnte kurze Trennwand. Die sollte bei einem einspurigen Rad keine Schwierigkeit darstellen. Je nach Wetterlage und Tageszeit wird der Metronom mitunter voll mit Fahrrädern sein. Besonders am Wochenende bei gutem Wetter kann es eng werden. Der Tipp mit dem RB31 ist ja schon gefallen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten länger, allerdings wird es im Fahrradabteil ruhiger zugehen. Besser noch sind die Verstärker-Züge. Von Hamburg fährt der Metronom RE3 meistens um xx:57. Der RB31 um xx:33. Als Verstärker werden samstags z.B. noch RE3-Züge um 09:28 (Ankunft LG 10:02) und 10:20 eingesetzt (Ankunft LG 11:04). Erfahrenungsgemäß geht es in den Zügen sehr ruhig zu. Von Lüneburg nach Hamburg empfiehlt sich dann wieder ein Verstärker-Zug oder der RB31, da der ab Lüneburg eingesetzt wird. Wie viele Räder aus Richtung Uelzen nach Hamburg unterwegs sind lässt sich wie immer schlecht kalkulieren. Fahrplan vom Metronom https://www.der-metronom.de/do…-me-2020-web-RE3-RB31.pdf . Die besonders vollen Züge sind durch Sardinen gekennzeichnet.

  • Danke für die Tipps!


    Die metronom Eisenbahngesellschaft hat gerade bestätigt, dass HVV-Fahrradkarten auch für Lastenräder gelten.

    Zitat von metronom Eisenbahngesellschaft mbH

    Bei uns im metronom benötigen sie für das Lastenrad im HVV nur die Fahrradkarte für 3,50€.

    Aktuell ist keine Verkleinerung vom Fahrradwagen geplant. Steckdosen wird es in naher Zukunft in unseren renovierten Wagen geben.

  • Angesichts der dumpfen Vorahnung, dass ich von Juni bis August mit meinem „großen Fahrrad“ wohl nicht so viel Freude in der Bahn haben werde, nehme ich es momentan jeden Tag mit ins Bureau nach Hamburg und fahre anschließend aus Harburg noch ein paar Kilometer durch den Sonnenuntergang.


    Die Fahrradmitnahme gestaltet sich derweil eher schwierig, weil mittlerweile ganz schön viele Leute ihr Rad mitnehmen, die offenbar zum ersten Mal Bahn fahren und die Handhabung der Fahrradhalterungen nicht verstehen, beziehungsweise die dicken Reifen ihres E-Fahrrades auch gar nicht in diese Halterungen reinbekommen. Und so werden dann locker 16 Stellplätze von drei Fahrrädern und ein bisschen Gepäck blockiert.


    Natürlich kann man die Leute auch darauf ansprechen, aber die werden dann umgehend dem Image des renitenten Radfahrers gerecht: „Ja, lass gut sein“, meinte ein älterer Herr großväterlich zu mir und war sogar im Begriff, mir die Hand auf die Schulter zu legen, während ich mir heute morgen immerhin nur „kümmere dich um deinen Scheiß“ anhörte.



    Und wenn kein Fahrrad im Weg ist, dann ein zusammengerollter Teppich, der um Gottes Willen nicht schmutzig werden darf. Was weiß ich schon von Teppichen, aber ich hätte ihn ja mit der Unterseite nach außen zusammengerollt:



    Ja, lol, und passend zu dem 9-Euro-Ticket hat man mir eine Großbaustelle vor die Haustür gesetzt:

    Aufgrund von umfangreichen Bauarbeiten an Gleisen und Weichen zur Erhaltung der Infrastruktur kommt es ab dem 11. Juni bis zum 23. September 2022 jeweils ganztägig zu (Teil-)Ausfällen von Verbindungen auf den Linien RE3 und RB31 auf der Strecke Uelzen - Hamburg Hbf. Zwischen Lüneburg und Hamburg Hbf kommt es so zu massiven Beeinträchtigungen, sodass bei metronom, insbesondere während der Hauptverkehrszeit statt vier nur eine Verbindung je Richtung angeboten werden kann. Für die entfallenden Zugverbindungen wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

    Mit dem Hinblick auf das zusätzlich erwartete Fahrgastaufkommen im Zusammenhang mit dem 9-Euro-Ticket empfehlen wir euch, sich bereits frühzeitig Fahrt in den elektronischen Fahrplanauskünften auf dieser Website oder in der metronom App über mögliche Alternativen zu informieren.

    Hier fallen nicht nur drei Viertel der Nahverkehrszüge aus, sondern auch einiges an Fernverkehrszügen, unter anderem die Verbindung, die wir nach London gebucht haben. Mal gucken, wie sehr wir diesen Sommer in vollen Zügen genießen werden.