Neues aus Stade

  • Ging auch nicht gegen dich, sondern auf diese allgemeine Erwartungshaltung, dass alles so bleibt wie es ist. Scheint ja in Sachen Verkehr seit Jahrtzehnten das Einfachste zu sein, wenn einer vom anderen abschreibt, Hauptsache die Kohle fließt regelmäßig.


    Mein aggressiver Post ist wohl darauf zurückzuführen, dass ich mich grade zum wiederholten Male frage, warum ich mir den Sch..ß jeden Tag antue. Sollte wohl nach dem Radeln immer ein paar Stunden abwarten, sorry.

  • "Der Bund will die Einrichtung von Tempo-30-Zonen erleichtern. In Hannovers Stadtgebiet könnten die ersten sehr bald entstehen. Denn die rot-grüne Ratsmehrheit fordert schon seit knapp vier Jahren ein generelles Tempo 30 vor Schulen und Kindergärten."

    HAZ vom 20.2.2016, https://www.haz.de/Hannover/Au…nnte-bald-Tempo-30-gelten

    "Aktuell gibt es in Hannover rund 500 Einrichtungen, wie Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen sowie Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser, die in Tempo 30-Zonen liegen. An 130 weiteren Einrichtungen (66 Kitas, 32 Schulen, 27 Alten- und Pflegeeinrichtungen, fünf Krankenhäusern) können künftig ebenfalls Temporeduzierungen angeordnet werden."

    hannover.de vom 20.9.2017 https://www.hannover.de/Servic…tzliche-Tempo-30-Bereiche

    "Auf mehr als 250 Straßenabschnitten in Hannover könnte bald Tempo 30 gelten, an 27 Stellen allein in der Innenstadt. Die FDP befürchtet, dass damit durch die Hintertür flächendeckend Tempo 30 eingeführt wird - eine alte Forderung der Grünen." HAZ vom 31.3.2017 https://www.haz.de/Hannover/Au…rall-Tempo-30-in-Hannover

    "Die Hannoveraner müssen künftig auf vielen neuen Straßenabschnitten vom Gas gehen. An 130 Standorten von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen richtet die Stadtverwaltung Tempo-30-Zonen ein. 750 Einrichtungen hat die Stadt insgesamt überprüft. Auch auf Hauptstraßen wie Podbielskistraße, Wunstorfer Straße und Walderseestraße werden Autofahrer abschnittsweise Tempo 30 fahren müssen. Die ersten Schilder sind schon montiert." ADFC vom 23.9.2017 https://adfc-hannover.de/gepla…mpo-30-zonen-in-hannover/

    "Im Herbst hat die Stadt Hannover vor Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen Tempo-30-Zonen eingerichtet. Sowohl Verwaltung als auch Polizei berichten, Autofahrer halten sich ans neue Limit. Überprüft wird in den Bereichen allerdings nicht." HAZ vom 3.3.2018 https://www.haz.de/Hannover/Au…vor-kurzen-Tempo-30-Zonen

    Fast eine Erfolgsstory könnte man sagen. Bis auf den letzten Punkt, denn ich habe nicht den Eindruck, dass sich Autofahrer sonderlich groß drum scheren, ob auf einem Streckenabschnitt Tempo 30 angeordnet ist oder nicht. Aber ich habe auch keine Daten mit denen ich den positiven Eindruck, den die Polizei hat, widerlegen könnte.

    Warum ich das so ausführlich berichte?

    In der Straße gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule, eine Hauptschule, den Hintereingang zu einem Gymnasium und in einer Seitenstraße befindet sich ein Altenheim. Mehr besonders schützenswerter Fußgängerverkehr auf einem Fleck geht kaum noch. Da fehlt eigentlich zusätzlich nur noch eine Behinderteneinrichtung oder ein Krankenhaus. Morgens und Mittags zu Schulbeginn und -Ende ist auf den Gehwegen richtig viel los. Das sind die Zeiten, zu denen auch die meisten Radfahrer unterwegs sind.

    Eigentlich müsste doch das, was in Hannover durchgeführt wurde, auch in Stade durchgeführt worden sein. Könnten nicht die Elternvertretungen der betroffenen Schulen und Kindergärten mal vorsprechen und öffentlichkeitswirksam auf die Versäumnisse der Stadtverwaltung aufmerksam machen? Deshalb die vielen Quellen zu dem Vorgang in Hannover.

    Und das dann noch verknüpft mit der Forderung den Radverkehr nicht auf dem Bürgersteig zuzulassen, verknüpft mit einem Konzept, das zuverlässig verhindert, dass Elterntaxis auf der Fahrbahn halten und so den Radverkehr auf der Fahrbahn unattraktiv machen.

  • Noch was Neues: Die Stadt hat illegale Hindernisse entfernt und durch andere illegale Hindernisse ersetzt. Vermutlich hält man das für einen großen Wurf.



    In Gegenrichtung:

    Mit Lastenrad / Fahrradanhänger ist nach wie vor Rangieren erforderlich, um da durchzukommen. Problematisch ist an dieser Stelle aus meiner Sicht vor allem, dass der Zebrastreifen Radfahrer ermutigt, ohne zu gucken die kreuzende Straße zu überqueren. Dass Radfahrer am FGÜ keinen Vorrang haben, ist hier weitgehend unbekannt (zum Glück auch bei den Autofahrern). Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Umlaufsperren Radfahrer zuvor ausgebremst haben, denn auch nach Passieren der Umlaufsperre ist der Verkehr auf der kreuzenden Straße nicht einsehbar. Anstatt den Radfahrern dort Hindernisse in den Weg zu stellen, sollte vielmehr die Wartepflicht verdeutlicht werden.




    In diesen Fällen hat man Umlaufsperren gegen Poller ausgetauscht. In allen Fällen geht es nur darum, die Durchfahrt mit dem Kfz zu unterbinden. In keinem der drei Fälle hat man es mit einem Verkehrszeichen, z.B. [Zeichen 240] oder [Zeichen 260] versucht. Mit dem Motorrad darf man auf diesen öffentlichen Wegen also fahren und kann das nun auch besser als vorher.


    Diese Umlaufsperre hat man komplett entfernt, hurra!


    Diese stehen noch immer X(

  • ich habe Mitte Juni alle Stadträte, deren E-Mail Adresse veröffentlicht ist (34), angeschrieben mit der Frage, warum die Stadt Stade sich denn, wenn sie fahrradfreundliche Kommune werden will, nicht an der Aktion Stadtradeln beteiligt.

    Bekommen habe ich exakt eine Antwort. Das die Stadt sich daran beteilige und man Nachfragen werde, warum Stade nicht gelistet sei. Dann war Stille. Heute sah ich, dass die Stadt sich beteiligt und habe wieder alle 34 mit der Frage, warum sich die Stadt nicht an der Unteraktion RADar! beteiligt angeschrieben. Ich bin gespannt.


    Meine Meinung zum "Stadtradeln" ist gespalten. Alles nur Show. Aber immer noch besser als nix.

  • Das "Hurra", war selbstverständlich ironisch gemeint. Hätte ich das wirklich dazu schreiben müssen?


    Das Stadtradeln ist eine Möglichkeit, dass die Presse für drei Wochen lang mal was Anderes über das Radfahren schreiben kann als über Unfälle und den "Krieg auf der Straße". Wenn ich zum Spaß mit dem Fahrrad durch die Gegend fahre, vermeide ich natürlich kein einziges Gramm CO2. Jedenfalls nicht, wenn ich nicht stattdessen die selbe Runde mit dem Auto gedreht hätte.


    Warum sich Stade nicht beim RADar! beteiligt: Die Frage hatte ich vor zwei Jahren schon einmal gestellt und man hat mich auf den Mängelmelder verwiesen, den es ja bereits gäbe. https://www.stadt-stade.info/b…/buergertipp_eingabe.html

    Beim Mängelmelder vermisse ich allerdings neben dem Punkt "Schild fehlt" auch die Option "Schild zu viel".

    Da besteht für die Verwaltung auch keine Gefahr, dass die gemeldeten Mängel öffentlich einsehbar sind und dass das Ignorieren der abgegebenen Hinweise deutlich wird. So lange kein ernsthaftes Interesse erkennbar ist, bestehende Mängel tatsächlich zu beheben, braucht sich die Stadt auch nicht an der Meldeplattform RADar! beteiligen. Das ist wenigstens ehrlich.

  • ich habe Mitte Juni alle Stadträte, deren E-Mail Adresse veröffentlicht ist (34), angeschrieben mit der Frage, warum die Stadt Stade sich denn, wenn sie fahrradfreundliche Kommune werden will, nicht an der Aktion Stadtradeln beteiligt.

    Kommunikation mit einem Stadtrat hört sich exakt so an wie bei uns in Fürstenfeldbruck. Man muss erst mal seine Privat-Email-Adresse rausfinden. Gar nicht so einfach.


    Vor ca. 10 Jahren hab ich auf Anregung von abgeordnetenwatch.de mal versucht, ob nicht wenigstens die Fraktionen oder Parteien eine einheitliche email-Adresse für den geneigten Bürger einrichten könnten. Ganz zu Schweigen von xyz@Stadtrat-FFB.de, wie es eigentlich in jeder Firma usus ist. Fehlanzeige. Auch eine ganze Legislaturperiode mit einem "Beauftragten für Bürgerkommunikation" hat nichts geändert. Immer noch Neuland (=unerwünscht).

  • Die Stadträte in FFB haben tatsächlich genau diese einheitliche Adresse: vorname.nachname@stadtrat-ffb.de


    Und manchmal antworten sie auch.

    Erfreulich. Dann hab ich das wohl nicht mitgekriegt. Kann aber eigentlich nicht so lange her sein, denn der Bürgerbeauftragte hatte sich noch dafür entschuldigt, dass da so gar nix vorwärtsgeht, als ich ihn vor maximal einem Jahr fragte, ob seine offizielle email-adresse krux@dingelbums.com oder so ähnlich tatsächlich zu ihm persönlich führt, oder ob ich da gemütlich mit irgendwem in Australien plaudere.


    Toll fand ich auch die email-adresse Familie@Bahner.de oder so ähnlich. Weil ich mich bei einem Anliegen an einen Stadtrat ja gerne an seine ganze Familie wende, die dann alle zusammen abstimmen, ob das in den Papierkorb kommt.


    Kaum wartet man 10 Jahre... @Stade: Es gibt Hoffnung

  • Warum sich Stade nicht beim RADar! beteiligt: Die Frage hatte ich vor zwei Jahren schon einmal gestellt und man hat mich auf den Mängelmelder verwiesen, den es ja bereits gäbe. https://www.stadt-stade.info/b…/buergertipp_eingabe.html

    Im Mängelmelder von FFB und Umgebung stehen seit ein paar Jahren die gleichen Einträge auf "in Bearbeitung". Merkt man aber nur, wenn man das Ganze einige Jahre verfolgt, denn ein Eintragsdatum gibt es nicht. Bis vor kurzem war der Mängelmelder auch immer nur für ein paar Wochen pro Jahr "freigeschaltet". WTF?


    Als mich ein lokaler Abgeordneter auf den Mängelmelder hinwies und ich ihn darauf hinwies, dass man da nix eintragen kann, hat er sich beim LRA-FFB beschwert, woraufhin der Mängelmelder bis 2022 (?) freigeschaltet wurde. Witzig, wie dilettantisch das Ganze verläuft. Für mich keine ernstzunehmenden Gesprächspartner.

  • Auch das ist nicht ganz richtig. Es wurde/wird einiges zur Kenntnis genommen, Alf hat viele Meldungen gemacht und einiges wurde umgesetzt.

    Manches natürlich auch, na ja, wohl nicht richtig.

    ch habe gerade nachgesehen, 66 Meldungen gemacht, davon sind wenige bearbeitet, ~5 haben zumindest zu Reaktion und Email-Diskussion geführt. "In Bearbeitung" heißt die Meldung wurde (immerhin) zur Kenntnis genommen.

    Problem sind mehr die "unbearbeitet", da ist nicht ganz klar ob die wirklich nicht angesehen werden, oder nur nicht weitergeschoben in den Stapel unbearbeitet.

    Jetzt bräuchte ich das Portal nicht, ich weiß, wen ich anschreiben müsste.


    PS: die Familie Bahner gehört sich zu den letzten, die ich wegen Radlproblemen anschreiben würde.

  • ... Alf hat viele Meldungen gemacht und einiges wurde umgesetzt.

    Manches natürlich auch, na ja, wohl nicht richtig..

    Für den Landkreis Fürstenfeldbruck, zu welchem auch die Große Kreisstadt selber zählt, habe ich bis heute insgesamt 134 Meldungen abgegeben. Davon sind 34 rot (unbearbeitet), 99 gelb (in Bearbeitung) und 8 grün (erledigt).Warum diese Summe die Zahl meiner Meldungen übersteigt, müsste ich erst recherchieren. Aber auf jeden Fall ist es so, dass der Bearbeitungsstand auf https://www.radar-online.net/ rein gar nichts über den tatsächlichen Status der Meldung bzw. deren Abarbeitung aussagt. Es gibt im System rote Meldungen, die längst zur vollsten Zufriedenheit erledigt worden sind. Und dann gibt es tatsächlich grüne Meldungen, die aber tatsächlich weiterhin ignoriert werden, weil man mit einem Vorwand erklärt, warum das nicht umsetzbar sein soll oder dass bestimmte Straßenzüge erst in 20 bis 50 Jahren neu gestaltet werden und daher auch für Radfahrer bis dahin nichts getan werden soll.


    Ich weiß nicht, wie das System genau funktioniert, aber ich denke, dass der zuständige Ansprechpartner, dessen E-Mail-Adresse bei https://www.radar-online.net/ eingetragen ist, nach jeder Meldung und nach jedem Kommentar (das ist ein Unterschied!) eine E-Mail erhält. Da ist dann wohl der Text der Meldung/des Kommentars enthalten aber wohl keine Fotos. Die muss sich der zuständige Bearbeiter selber im Portal https://www.radar-online.net/ anschauen. Hat er keine Zugangsdaten und/oder keine Ahnung, dann gibt's auch keine Fotos. So fragt die Gemeinde Grafrath bei mir nach fast jeder Meldung per E-Mail nach, wo genau die gemeldete Örtlichkeit liegen soll und was genau gemeint ist. Ich muss dann meine Fotos, die ich sowieso schon in https://www.radar-online.net/ hochgeladen habe, nochmal manuell an den Ansprechpartner schicken.


    Mich würde es aber nicht verwundern, wenn die einzelnen Landkreisgemeinden gar keine Kenntnis von https://www.radar-online.net/ haben und einfach nur die Melde-E-Mails erhalten. Die wundern sich dann natürlich, wenn bei denen dann zuständigerweise etwas aufschlägt. Die Anmeldung für den gesamten Landkreis macht ja wohl das Landratsamt.

  • Entschuldigung Yeti, aber interessant ist es ja vielleicht auch für Stade.


    Gut zu wissen Alf, das auch Dinge ankommen, die ungelesen sind. Ich glaube/vermute übrigens, dass die Meldungen alle über das Landratsamt gehen, also an den Radlbeauftragten. Dieser verteilt die dann an die jeweiligen Gemeinden. Und trägt die Dinge dann auch als erledigt ein. Meine Vermutung kommt unter anderem daher, dass Meldungen, die den Landkreis betreffen und wo ich direkten Kontakt/Diskussion hatte, sehr viel schneller "erledigt" waren. Bei anderen brauchts ewig, obwohl schnell erledigt.

    Meine neueren Meldungen sind alle noch ungelesen, ich nehme an der junge Mann bekommt schon Plaque, wenn er den User sieht

  • Ich hatte den Mängelmelder der Stadt Stade schon ein paar Mal ausprobiert. Außer einer automatisch generierten Antwort gab es keine Reaktion: Weder eine Antwort eines Sachbearbeiters, dass man sich um den Fall kümmern werde, noch in der Form, dass der Mangel behoben wurde.


    Ich habe es Anfang des Jahres ausprobiert, indem ich auf ein verdrehtes [Zeichen 241-30] hingewiesen habe.


    Das ist in der Tat nicht so beabsichtigt und stand vorher auch in der richtigen Richtung. Dass die Voraussetzungen, dass es dort überhaupt steht, nicht gegeben sind, steht auf einem anderen Blatt.


    Fast drei Monate lang gab es keine Reaktion und dann habe ich den Mängelmelder noch einmal bemüht und auf ein anderes verdrehtes Verkehrszeichen in der selben Straße hingewiesen.


    Dieses Mal erhielt ich auch erst die automatische Antwort und zwei Tage später auch eine persönliche Antwort, in der man sich für den Hinweis bedankt hat. Einen Tag später war das Zeichen 215 wieder richtig gedreht, aber das [Zeichen 241-30] hing immer noch falsch herum.


    Ich habe dann noch einmal an meinen Hinweis vom Januar erinnert und eine Woche später war dann auch das [Zeichen 241-30] korrigiert.


    Für mich war das einfach nur die Bestätigung, dass man sich Hinweise, die den Radverkehr betreffen, direkt sparen kann. Egal, ob Scherben wochenlang auf "Radwegen" liegen oder die Restflächen, auf die man Radfahrer zwingen will, komplett zugewuchert sind: Es interessiert hier einfach niemanden.


    Aber es gibt auch tatsächlich wieder etwas Neues in Stade: Im Gewerbegebiet Stade-Süd wurde bereits im Januar 2019 die Benutzungspflicht komplett aufgehoben. Dort gab es entweder sowieso keinen "Radweg" oder aber einseitige gemeinsame Geh- und "Radwege", die dann immer in beiden Fahrtrichtungen benutzungspflichtig waren.


    Dass dort ein paar [Zeichen 240] entfernt wurden, haben außer mir nur sehr wenige mitbekommen und so wurde fleißig weiter auf den Gehwegen Fahrrad gefahren. Ich selbst bin auf der Fahrbahn nur zwei Mal bedrängt worden, beide Male vom selben schwarzen BMW (was sonst?).


    Nun hat man dort auf den Fahrbahnen Piktogramme aufgebracht. Ich hoffe, dass nun mehr Radfahrer begreifen, dass sie dort auf der Fahrbahn fahren und dass auch der Herr im schwarzen BMW von dem dort ansässigen Dachdeckerbetrieb nun begreift, dass man mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn ("mitten auf der Straße!") fahren darf und soll. :)


  • Hier in Jena funktioniert der Mängelmelder.

    mit der Konsequenz, dass jeder Kleinschei.... gemeldet wird.

    "Glasscherben auf dem Fußweg"

    "in der X-Straße wird wiederholt falsch geparkt"

    "in der Y-Straße ist Sand auf dem Radweg. das ist gefährlich"


    und das Muster ist in den Meldungen - wie in Strafanzeigen vermutlich auch - zu erkennen:

    wenn keine Abhilfe geschaffen wird, bleibt es gefährlich, es werden unter Garantie Unfälle passieren und morgen stirbt dort jemand.


    Weil von vielen die Erfahrung gemacht wurde, dass unter dem Level der Erregung und Darstellung von "fürchterbar gefährlich" einfach nichts passiert.

    Und ich nehme mich da nicht aus. Weder bei Formulierung von Strafanzeigen noch bei Schriftwechsel zu RWBP.

    Eigentlich doof, so eine "Gefährdungseskalationsspirale"

  • Eigentlich doof, so eine "Gefährdungseskalationsspirale"

    Das stimmt. Andersrum ist es aber genauso: Die Stader Verwaltung preist jede Selbstverständlichkeit als große Tat an: Das war dann sogar eine Erwähnung im "Arbeitsgespräch Radverkehr" wert, dass man meinem Hinweis nach drei Monaten nachgegangen ist und das Schild wieder umgedreht hat. Es soll ja niemand denken, dass die Verwaltung nicht auf meine Hinweise reagieren würde.


    Im Falles des verdrehten [Zeichen 241-30] hatte ich extra nicht darauf hingewiesen, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite keine Benutzungspflicht besteht, denn meine Sorge war, dass dieser Hinweis eher zum Anlass genommen würde, gegenüber das "vergessene" [Zeichen 241-30] aufzustellen. Diese Stelle gehört zu den wenigen Hauptstraßen, wo es einen getrennten Geh- und "Radweg" ohne Benutzungspflicht gibt. Der Kfz-Verkehr ist dort wegen zu vieler Radfahrer auf der Fahrbahn trotzdem noch nicht zum Erliegen gekommen. :)

  • Eigentlich doof, so eine "Gefährdungseskalationsspirale"

    Das Problem ist allerdings nicht neu:

    Schon im alten Venedig gab es vor mehreren hundert Jahren so genannte Beschwerdebriefkästen. Hier ein Wikipedia-Artikel dazu:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bocca_di_Leone

    Ich habe darüber mal gelesen (habe leider vergessen wo), dass es Zeiten gab, in denen man mit der Auswertung der Beschwerden nicht mehr nachkam. Und es ebenfalls zu dieser "Gefährdungseskalationsspirale" gekommen ist.

    Ich benutze allerdings trotzdem gerne manchmal das Beschwerde- und Anregungenformular der Stadt Hannover: Und häufig auch erfolgreich.

    https://e-government.hannover-stadt.de/impulsweb.nsf

  • Weil von vielen die Erfahrung gemacht wurde, dass unter dem Level der Erregung und Darstellung von "fürchterbar gefährlich" einfach nichts passiert.

    Und ich nehme mich da nicht aus. Weder bei Formulierung von Strafanzeigen noch bei Schriftwechsel zu RWBP.

    Eigentlich doof, so eine "Gefährdungseskalationsspirale"

    Mit dem Verweis auf Gefahr im Verzug triggerst Du beim zuständigen Sachbearbeiter den "cover my ass mode". Der wird dann schauen, dass er das entweder wem anders auf den Tisch legen kann, rechtssicher begründen kann warum er weiterhin nix tut, oder aber tatsächlich Abhilfe schaffen.