Beiträge von 2und4zig

    ich habe Mitte Juni alle Stadträte, deren E-Mail Adresse veröffentlicht ist (34), angeschrieben mit der Frage, warum die Stadt Stade sich denn, wenn sie fahrradfreundliche Kommune werden will, nicht an der Aktion Stadtradeln beteiligt.

    Bekommen habe ich exakt eine Antwort. Das die Stadt sich daran beteilige und man Nachfragen werde, warum Stade nicht gelistet sei. Dann war Stille. Heute sah ich, dass die Stadt sich beteiligt und habe wieder alle 34 mit der Frage, warum sich die Stadt nicht an der Unteraktion RADar! beteiligt angeschrieben. Ich bin gespannt.


    Meine Meinung zum "Stadtradeln" ist gespalten. Alles nur Show. Aber immer noch besser als nix.

    Ich stelle mir es ziemlich lustig vor, dort ein Video zu drehen, wie es aussieht, wenn bei nennenswertem Radverkehrsaufkommen die nach halbrechts fahrenden Radler die rote Generalampel respektieren...

    Das sollte in die Planung für die nächste CM in Stade rein :-) Und dann oben auf der Hansebrücke umentscheiden und doch weiter Richtung Salztor. :-)

    Wie würdest du an einer so markierten Stelle mit dem Rad fahren.

    Ich frage mich, da zum Beispiel: Ist es ein sicherer Ort neben einem Omnibus vor einer Haltelinie zu warten?

    Könnte es passieren, dass der Bus gleichzeitig mit mir losfährt, mich nicht sieht, aber nach links abbiegen will.

    Für welchen Fall ist eigentlich das rot gefärbte Stück Fahrradstreifen da aufgebracht worden? Muss ich das benutzen? Oder kann ich auch einfach rechts auf der Busspur bleiben? (Die ja für den Radverkehr freigegeben ist.) Muss ich mich gleich auf das Stück Fahrradstreifen begeben, wenn ich gerade aus fahren oder links abbiegen will? Oder geht das auch noch später?

    Jedenfalls glaube ich nicht, dass eine solche Radverkehrsführung in Stade zu finden ist. Und vermutlich auch nicht in vielen anderen Städten in Norddeutschland. Und es gibt in norddeutschen Städten auch nicht so viel Einbahnstraßen wie in Wiesbaden. Ich vermute, dass die vielen Einbahnstraßen in Wiesbaden etwas damit zu tun haben, dass dort möglichst überall möglichst schneller Autoverkehr stattfinden kann.

    Ich würde auf dem roten Streifen links neben dem Bus halten und ggf. mit Klopfzeichen auf mich aufmerksam machen.

    Es könnte nicht sein, dass der Bus gleichzeitig mit mir losfahren und linksabbiegen will - denn ich gehe davon aus, dass ich eh besser beschleunige, er mich wegen der Klopfzeichen bereits bemerkt hat und ich unverfrorenerweise tatsächlich von einem Busfahrer einen Schulterblick beim *anfahrenden* *links*abbiegen erwarte.

    Du MUSST das rote Stück nicht benutzen: Steht da ein blauer Lolli?

    Ich finde die "Lösung" gar nicht so schlecht, es ist eine Kompromisslösung an einer unübersichtlichen Stelle, die mir als Radfahrer das Recht einräumt, mich sichtbar und prominent in den (Fahrbahn-)Verkehr zu integrieren.

    In Stade gibt es so etwas nicht: Da werden die vorher auf den Gehweg verwiesenen Radfahrer direkt vor den Bus eingeschleust. Von rechts. Aus dem toten Winkel heraus. Das besser zu finden fordert mir zu viele kognitive Dissonanzen.

    Um nur mal ein Beispiel zu zeigen, dass wirklich Fragezeichen aufwirft. Hier zwei Fotos aus der Oranienstraße, aufgenommen in Höhe Herderstraße in Fahrtrichtung der Einbahnstraße. (Diese ist nicht für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben.)

    Ich finde die Fragezeichen nicht. Hat die jemand weg- statt aufgeworfen?

    Und wie bewegen sich nach Auffassung von "Stade Marketing und Tourismus" die Touristen während ihres übrigen Aufenthaltes durch Stade? Im SUV?

    Ich kann nach bestem Wissen, Gewissen und Dialogrezeption sagen: Ja, natürlich. Wie denn sonst?.

    By the way: Wusstet ihr, dass die erste Tempo 30 -Zone Deutschlands 1983 in Buxtehude eingerichtet wurde?

    https://www.welt.de/print/die_…Tempo-30-Zone-erfand.html

    Der Stadtbaurat hieß Wicht. Deshalb wurden die Bremshoppelschwellen auch Wichtelgebirge genannt. Anekdote ohne Fakeprüfung: Ein Ferrarifahrer ist etwas zu flott über das Wichtelgebirge gefahren, hat sich die komplette tiefergelegte Karosserie angehoben und im anschließenden Schadenersatzklageverfahren gegen die Stadt Buxtehude verloren.

    Ist zwar nicht Hamburg, passt aber in den aktuellen Fred hinein. Die Radfahrer werden immer Rücksichtsloser:

    "Eine Radfahrerin war mit einem Lastwagen zusammengestoßen."

    Die den KfZFührer entlastende Formulierung "Offenbar hatte der tote Winkel dem Lkw-Fahrer die Sicht auf die Seniorin genommen." war mir bis dato auch unbekannt.

    Da kann man ja nix machen, wenn einem plötzlich so ein bösartiger toter Winkel vor die Nase hüpft.

    Die Unfallgegnerin war nicht minder heimtückisch: Sie "verkeilte sich mit ihrem Fahrrad" am LKW.


    https://www.mopo.de/im-norden/…---lebensgefahr--33538678

    [Bürgermeisterwort]: Wir brauchen Radwege, die hinsichtlich der Breite die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.

    Es tut mir leid, dass ich unke: Radwege, die den gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Breite entsprechen, gibt es sogar in Stade. Wenn dann noch die virtuellen Breitenwerweiterungen ins Spiel kommen, die von STVB gerne vorgebracht werden (Luftraum! Kurze Einschränkung! ...), sogar noch mehr.

    Jedenfalls, wenn sie aus der Gartenstraße (im Bild vor dem gelben Haus) kommen und zum Bahnhof wollen (20m hinter mir). In diesem Zustand ist der "Radweg" aber keinesfalls für Gegenverkehr geeignet und der Fußweg ist ebenfalls stark frequentiert.

    Hat jemand eine Idee, wie man das lösen könnte? Um dort mehr Platz zu schaffen, müsste man an das Grundstück ran (Landesbehörde).

    Ich oute mich mal als penetranter Geisterradler: Das ist mein täglicher Arbeitsweg und ich fahre immer. Langsam und vorsichtig, bei Gegenverkehr auf dem Gehweg. Notfalls steige ich auch ab oder rollere.

    Die Lösung hast Du ja schon geschrieben.

    Aber die Hoffnungstemperatur, dass man an einem Regierungsgebäude Parkplätze gegen Radverkehrsinfrastruktur austauscht, ist bei 1°K.


    Jan