Fahrradmitnahme im Bombardier Twindexx Vario, Regionalbahn Schleswig-Holstein, RE 7, RE 70, RB 77

  • Ich hab gestern auch die Warnungen für sämtliche Züge gelesen. "Hälfte der Wagen fehlt. Verspätung von mindestens 20 Minuten. Fahrradmitnahme kann eingeschränkt sein"


    Ich verlasse mich mittlerweile garnicht mehr auf diese Bahn. Mir fehlt die gute alte RB77 sehr. ;(

    Meine Route nach Hamburg sieht momentan so aus: Flixbus vom Kieler Interims-ZOB bis Kaltenkirchen/Dodenhof (Fahrtzeit 50 min, 5€), ab da dann AKN bis Schnelsen (Fahrtzeit 40Min, 3,20€). Alternativ könnte man in Eidelstedt in die S3/S21 umsteigen.


    Geht in die Richtung meist sehr entspannt. Zurück steckt der Flixbus aus Berlin oft im Hamburger Verkehr fest und hat dementsprechend Verspätung in Kaki.



    Hier nochmal alle 12 planmäßigen Störungen der nächsten Wochen auf der Strecke: https://bauinfos.deutschebahn.com/norden,strecke,70

  • Ich verlasse mich mittlerweile garnicht mehr auf diese Bahn. Mir fehlt die gute alte RB77 sehr. ;(

    Meine Route nach Hamburg sieht momentan so aus: Flixbus vom Kieler Interims-ZOB bis Kaltenkirchen/Dodenhof (Fahrtzeit 50 min, 5€), ab da dann AKN bis Schnelsen (Fahrtzeit 40Min, 3,20€). Alternativ könnte man in Eidelstedt in die S3/S21 umsteigen.

    Also auf die Kombination hätte ich noch weniger Bock als das, was sich momentan im RE 7 oder RE 70 abspielt.


    Ich bin bis vor zwei Jahren hin und wieder mal mit dem Flixbus zwischen Kiel und Hamburg gependelt, habe da aber immer größere Verspätungen wegen der Baustellen eingefahren, das war noch schlimmer als in der Bahn, zumal ich da mit meinen langen Beinen meistens irgendwelche undankbaren Plätze hinten rechts abbekommen hatte.

  • Aufgrund von defekten Fahrzeugen läuft der Betrieb auf den Linien RE 7 und RE 70 seit Wochen nicht rund, nun berichtet auch der NDR: Umsteigen bitte: Bahn-Ärger auf der Strecke RE7


    Die grünen Triebwagen wollen sich teilweise nicht kuppeln lassen, kommen in Kiel und Hamburg plötzlich nicht mehr in Fahrt und bleiben stehen, manchmal sind auch randalierende Fahrgäste oder Steine schmeißende Jugendliche an den Ausfällen schuld. Es läuft einfach nicht gut.


    Die Fahrten des RE 70 werden momentan größtenteils mit lokbespannten roten Doppelstockwagen geleistet, der RE 7 fährt so gut er kann — oder eben nicht.

  • Ich glaube, die ET 445 haben vor ein paar Wochen ein Software-Update bekommen, das irgendwas bei den Außenanzeigen komplett zerschossen hat. Zusammen mit den äußerst präzisen Anzeigen am Bahnsteig sieht das beispielsweise so aus:



    1. Die acht Wagen stehen nicht im Abschnitt C und D, sondern G bis I.
    2. Was ist denn der „hintere Zugteil“? Wer, der nicht täglich pendelt, soll das bei einem Durchgangsbahnhof verstehen? Man könnte ja vermuten, dass die hinteren Wagen jene sind, die von dieser Anzeige am weitesten entfernt sind und der Zug in die Richtung fährt, in der schon das Dreilicht-Spitzensignal leuchtet. Stimmt aber nicht, ist nämlich genau andersherum.
    3. Die seitlichen Anzeigen am Zug zeigen in der Regel nur Stuss an, die ersten sieben Wagen wissen überhaupt nicht, wo sie sind und wohin sie fahren, der hinterste zeigt „Pinneberg“, wo dieser Zug noch nicht einmal halten wird. Ist das schon die Übung für die Baustelle nächste Woche, wenn die Züge nachts nur zwischen Kiel und Pinneberg fahren?
    4. Die Ansagen im Zug während der Fahrt sind herzallerliebst: „Wenn auf der Zugzielanzeige im Wagen Kiel steht, fahren Sie nach Kiel, wenn dort nichts oder Hamburg steht, fahren Sie nach Flensburg.“

    Es landen auch regelmäßig Fahrgäste in Kiel, die eigentlich nach Flensburg wollten und das mit dem Umsteigen in den richtigen Zugteil nicht so ganz gerafft haben. Immerhin fährt von Kiel nach Flensburg noch eine Bimmelbahn, die dann aber auch gleich noch mal über eine Stunde länger unterwegs ist.

  • Ui, nach den Bauarbeiten im Oktober und im Dezember droht im April schon der nächste Nervenzusammenbruch:

    Zitat

    Baukorridor 230 Pinneberg — Elmshorn und Neumünster

    Zeitraum: durchgehend vom 22. März ab 23:00 Uhr bis zum 2. Mai 2018 um 5:00 Uhr
    Aufgrund von Arbeiten an der Eisenbahnüberführung „Bahnhofstraße“ in Neumünster, Gleiserneuerungen zwischen Pinneberg und Tornesch sowie Weichenerneuerungen in Pinneberg muss der Verkehr zwischen Hamburg und Neumünster erheblich eingeschränkt werden. Zwischen Pinneberg und Tornesch dürfen nur noch zwei Nahverkehrszüge pro Richtung und Stunde verkehren. Damit müssen bis zu vier Nahverkehrszüge pro Richtung und Stunde in diesem Abschnitt ausfallen.


    DB Netz, DB Regio, Nordbahn und NAH.SH haben vereinbart, stündlich jeweils ein Zugpaar von DB Regio und Nordbahn fahren zu lassen. Das ist in der Regel die Linie RE70, die tagsüber mit maximaler Kapazität (2 x ET445, 700 Sitzplätze) fahren wird. Die Züge dieser Linie müssen zwischen Hamburg und Neumünster zusätzlich die Fahrgäste des RE7 aufnehmen sowie zwischen Hamburg und Elmshorn die Fahrgäste der Linie RE6. Dreimal täglich fährt die Linie RE6 im Bauzeitraum ab/bis Hamburg-Altona. In diesen Stunden fällt stattdessen die Linie RE70 südlich von Elmshorn aus

    Das wird ja kuschelig. Da kann ich mich echt nur freuen, morgens in Kiel in den hoffentlich noch leeren RE 70 einzusteigen. Und zur Rückfahrt finde ich mich dann am besten schon auf Minute 35 im Hamburger Hauptbahnhof ein, um direkt in den einfahrenden RE 70 nach Kiel zu steigen, der 47 Minuten später losdüst.


    Ich bin aber mal gespannt, welche Fahrten des RE 70 man gegen den RE 6 eintauschen möchte. Das wird bestimmt super, wenn knappe eintausend Fahrgäste aus dem RE 70 in die sechs gut gefüllten Wagen des RE 6 steigen sollen.


    Ansonsten fährt ja der RE 84 zwei Mal pro Tag von Kiel über Lübeck nach Hamburg und zurück, das wäre ja eine ganz nette Alternative, wenn es denn Steckdosen im Zug gäbe.

  • ich habe mir im letzten Jahr diverse Fahrten zwischen Hamburg und Jena gegönnt.

    Standardverbindung:

    HH-Hannover-Göttingen mit ICE

    Göttingen-Jena mit so einem geschwurbelten Schaukeldiesellokomotiv-RE, dessen Heizung immer auf "max" steht und Steckdosen nur in der 1.Kl vorhält. Strecke ist teilw. eingleisig und führt über Gotha und Erfurt...

    und das ganze Geschaukel und Gestampfe des Dieselaggregates muss ich mir dann auch mehr als 2h lang antun!


    Mittlerweile bin ich bereit, 5EUR mehr auszugeben und stattdessen die Verbindung

    HH-Berlin-Halle mit ICE nonstop

    Halle-Jena mit RE

    zu nehmen. dauert ein paar Minuten länger, aber der RE ab Halle verfügt über Steckdosen & wifi, braucht nur 1h. Total geiles Reisen.


    Ich bin immernoch begeisterter Bahnfahrer. Aber auch nur, weil ich gewisse Alternativen habe. Und ich nicht täglich einsteigen muss. :-o

  • Ich habe mich ja schon gewundert, wann das mal passieren wird. Wegen einer Streckensperrung zwischen Neumünster und Flensburg saß ich gerade 23 Minuten lang im RE 7 von Kiel nach Hamburg fest, weil der zweite Zugteil aus Flensburg verspätet anrollte. Drüben steht noch der Flensburger Zugteil des RE 7 aus Hamburg.


    Dazwischen steht der RE 70, der aus Kiel um 8:27 Uhr losgefahren ist und uns gerne überholen möchte, aber nicht vorbei darf, weil er zwischen Neumünster und Elmshorn noch in Wrist und Brokstedt hält, also meinen RE 7 aufhielte, der ja aber sowieso nicht fahren kann, weil… naja.


  • Ich habe mich ja schon gewundert, wann das mal passieren wird. Wegen einer Streckensperrung zwischen Neumünster und Flensburg saß ich gerade 23 Minuten lang im RE 7 von Kiel nach Hamburg fest, weil der zweite Zugteil aus Flensburg verspätet anrollte. Drüben steht noch der Flensburger Zugteil des RE 7 aus Hamburg.


    Dazwischen steht der RE 70, der aus Kiel um 8:27 Uhr losgefahren ist und uns gerne überholen möchte, aber nicht vorbei darf, weil er zwischen Neumünster und Elmshorn noch in Wrist und Brokstedt hält, also meinen RE 7 aufhielte, der ja aber sowieso nicht fahren kann, weil… naja.


    Moin allerseits, ich habe das mal an meine Kollegen bei »Bürgerbahn statt Börsenbahn« weitergeleitet. Zu diesen gehört der ehemalige Bundesbahndirektor Dipl.-Ing. Eberhard Happe (er war Leiter der Zugförderung in Hamburg). Dieser antwortet:

    Zitat von Eberhard Happe

    »Vor 40 Jahren haben wir mit VT 12/13 in Neumünster geflügelt; das funktionierte ganz gut. Später haben wir es mit Wendezügen noch einmal versucht und ganz schnell wieder aufgegeben. Das Land Nordrhein-Westfalen verlangt inzwischen einen Halbstundentakt zwischen Köln und Berlin und verlangt ausdrücklich den Verzicht auf Flügeln. Flügeln führt nachweislich zu Reisezeit- Verlängerung. Warum wird denn überhaupt geflügelt? Weil man vorgibt, Trassen (und Personalkosten) einzusparen; in Wirklichkeit um Trassengebühren zu sparen. Den Gleisen, Weichen und Signalen ist es aber völlig schnurz ob 56 'Achsen' innerhalb einer Minute oder innerhalb dreier Minuten durchrollen.«

    Ich hatte bei meiner Anfrage auch die Prioritätensetzung des Fahrdienstleiters (Fdl) angesprochen. Dazu meldet sich ein weiterer »Insider«:

    (BZ = Betriebszentrum; EVU = Eisenbahnverkehrsunternehmen)

    Zitat

    Du hast den Nagel fast auf den Kopf getroffen. Der Fdl sitzt in Hannover, das ist richtig. Vergessen hast Du, dass er einen viel größeren Bereich im Auge haben muss, als alle Fdl vor der Bildung der BZ. Damit hat man auch das Dilemma schon in der Hand. Um seine Arbeit zu unterstützen, hat man die automatische Zuglenkung eingeführt. Die arbeitet exakt so, wie die Zugreihung (Zugnummern) eingegeben wurde. Die Züge werden der Reihe nach abgearbeitet, wie sie im Regelfall fahren sollen, egal ob verspätet oder nicht. Um den vorher beschriebenen Fall bearbeiten zu können, muss der Fdl den Fall auf seinen vielen Bildschirmen gesehen haben und evtl. händisch in das Gefüge eingreifen. Nun kommt die Frage, hat er die Situation erkannt, hat er die Folgen seines evtl. Eingriffes bzw. Nichteingriffes voll übersehen, wollte er nicht eingreifen oder durfte er nicht eingreifen (EVU-Interessen und Problem Pünktlichkeit). Das ist der Fluch der Divisionalisierung und der Bestellertätigkeit der Nahverkehrsverbünde und Abhängigkeiten der EVU. Früher hat der Disponent und Fdl die Zugfolge geregelt. Heute machen das die Auftraggeber, wenn auch indirekt. Du kannst das Szenario noch auswalzen. Ja, es hat auch etwas mit Trassen zu tun. Die Nahverkehrsverbünde wollen Geld sparen und lassen flügeln. Auch sind auf manchen Strecken schlichtweg keine Trassen mehr da, weil auf Teufel komm raus bestellt wurde bzw. Kapazitäten abgebaut wurden bzw. diese überhaupt fehlen und man nun zu diesem Notnagel greift, um der Misere Herr zu werden.

    Auch mal hier gucken: https://inside.bahn.de/fahrdienstleiter-arbeitsplatz/


    »Bürgerbahn statt Börsenbahn« tagt zufällig nächsten Montag in Fulda und wird das Thema auf die Tagesordnung nehmen. Ich bin leider nicht dabei, leite aber gerne die Einschätzungen weiter.

    Malte, gib gerne (nochmal?) durch: wie häufig kommt es da zu Kupplungsstörungen, wie häufig sind solche Wartezeiten auf den anderen Flügelzug?

  • Malte, gib gerne (nochmal?) durch: wie häufig kommt es da zu Kupplungsstörungen, wie häufig sind solche Wartezeiten auf den anderen Flügelzug?

    Das kann ich dir leider nicht so richtig sagen, ich bin im letzten Herbst nach Möglichkeit immer mit dem RE 70 gefahren, weil der RE 7 so unzuverlässig fährt. Im neuen Jahr nehme ich momentan immer den RE 7 um 8:02 Uhr von Kiel nach Hamburg und das läuft halt irgendwie so.


    Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Problemen beim Kuppeln: Verspätungen oder Probleme mit dem Rollmaterial.


    Verspätungen liegen quasi auf der Hand: Der RE 7 von Kiel nach Neumünster fährt 24 Minuten, der von Flensburg nach Neumünster über eine Stunde. Der kam im letzten Jahr regelmäßig zu spät und wenn er zu spät kommt, dann auch gleich zehn bis 15 Minuten.


    Der andere Problemkomplex sind Probleme mit der BR 445. Ich weiß nicht genau, wie viele grüne Triebzüge die Regionalbahn Schleswig-Holstein insgesamt besitzt, aber es sind meistens zu wenige, um einen Betrieb von RE 7 und RE 70 damit zu gewährleisten. Beim RE 70, der ja von Kiel nach Hamburg ohne Flügelung fährt, kommen dann häufig rote Doppelstockwagen im Sandwich-Betrieb zum Einsatz, um den auf die schnelle BR 445 ausgelegten Fahrplan überhaupt einhalten zu können.


    Sobald noch mehr kaputt geht, wird die Flügelung beim RE 7 aufgegeben. Dann fahren vier Wagen zwischen Kiel und Hamburg und vier Wagen von Flensburg über Neumünster nach Kiel und zurück, je nachdem, was man sich da in der Leitstelle überlegt hat. Das tolle ist aber auch dann: Wenn der Flensburger Zugteil mit Verspätung in Neumünster ankommt, wartet der Kieler Zugteil artig seine Viertelstunde am Bahnsteig auf seinen Kumpel, anstatt dass man die Flensburger Fahrgäste auf den zwanzig Minuten späteren RE 70 vertröstet, der dann ja insgesamt nur noch fünf Minuten später in Neumünster ankommt — oder uns beinahe überholt, so wie auf dem Foto oben.


    Probleme beim Betrieb als Doppeltraktion gibt es bei der BR 445 nach wie vor. Die von dir angesprochenen technischen Probleme beim Kuppeln sind allerdings mittlerweile seltener geworden. Im letzten Herbst ist es mehrfach passiert, dass dann der hintere Zugteil in Neumünster geblieben ist, weil man die Sache einfach nicht in Gang bekommen hat, das klappt mittlerweile besser. Das habe ich ein paar Mal mitgemacht, danach bin ich wie gesagt auf den RE 70 umgestiegen. Genaue Zahlen kann ich dir da aber leider nicht nennen, obwohl ich mir das eigentlich alles notiert habe.


    Was aber immer noch passiert: Direkt nach dem Kuppeln weiß der Zug nicht mehr, wer er ist und wohin er fahren möchte. Dann gehen draußen und drinnen die Anzeigen aus, manchmal sogar das Licht, dann funktioniert teilweise die Lautsprecheranlage nicht mehr ordentlich, so dass Ansagen aus dem vorderen Zugteil hinten nicht ankommen oder umgekehrt und so weiter und so fort. Oder, wie gerade eben: Wir kommen pünktlich an, die Züge sind beide da, aber das Kuppeln dauert nicht die veranschlagten drei Minuten, sondern fünf oder acht.


    Gerade die Sache mit den Anzeigen am Zug ist immer lästig, sobald der RE 7 im Hamburger Hauptbahnhof steht und sich die Zugteile nicht zu erkennen geben. Der Fahrgast darf dann raten, wo im Hamburger Hauptbahnhof der „vordere Zugteil nach Kiel“ steht. Und gerade solche Lautsprecherdurchsagen wie „Wenn auf den Anzeigen Kiel steht, fahren Sie nach Kiel, wenn dort nichts oder Hamburg steht, fahren Sie nach Flensburg“ sind ja der Hit.


    Naja. Und gerade gestern sind die beiden Zugteile überhaupt nicht miteinander klargekommen, so dass mein Triebwagen ständig Alarm ausgelöst hat. Wir sind dann irgendwie noch gerade so bis Elmshorn gerollt. Dort durften dann mehrere hundert Fahrgäste aus acht Doppelstockwagen des RE 7, der zuvor schon die Fahrgäste des ausgefallenen ICE 77 aufgenommen hat, in die vier Wagen des nachfolgenden, aber ebenfalls schon gut gefüllten RE 70 einsteigen.