Woche 45 vom 02. November bis 08. November 2026

  • Der LSBG Hamburg will endlich (Baubeginn 2028) die Horrorstrecke an der Alster weiter ausbauen:

    Weg: 11136856
    OpenStreetMap ist eine Karte der Welt, erstellt von Menschen wie dir und frei verwendbar unter einer offenen Lizenz.
    www.openstreetmap.org

    An der Alster

    Derzeit passt da u.a. ein Eiscafé zwischen Fahrbahn und Radweg. Weswegen ich es für plausibel halte, dass der Weg überhaupt nicht straßenbegleitend ist, sondern einfach ein Weg durch einen Park darstellt.

    Dort wird (legal) in zwei Richtugen gefahren und gejoggt, teils sehr kurvig und schmal und viele Eng-Überholer. Mir persönlich ist's da zu gefährlich, so dass ich lieber auf der naheliegenden Straße fahre. Vielleicht ändert sich das, wenn die fertig sind?
    Detaillierte Planungen gibt's bisher nicht. Vermutlich wird https://veloroute.hamburg/ das Thema auch noch aufgreifen.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Den Planern wurde leider untersagt, die Anzahl der Fahrbahnen zu reduzieren. Jetzt muss leider etwas Grün weichen.

    Die Wahl der Oberflächen lässt zu wünschen übrig. Der Radweg ist ein wasserdurchlässiges Pflaster, um u.a. hohe Radgeschwindigkeiten zu vermeiden. Der Gehweg bekommt eine wassergebundene Oberfläche.


    https://sitzungsdienst-hamburg-mitte.hamburg.de/bi/___tmp/tmp/45081036/oBevm3zStxqMwndIW4yAXRprojqL52rpE2oMgjlZ/rxMOGehL/94-Anlagen/02/ADA-AusschussProjektstandLph3.pdf

  • Jeden Tag stirbt ein Fahrradfahrer. Neue Technik könnte das verhindern

    https://www.zeit.de/mobilitaet/202…uto-v2x-technik (archive)

    Zitat

    462 Radfahrende sind im vergangenen Jahr im Straßenverkehr gestorben, rund 95.000 wurden verletzt. Die Zahl der Unfälle steigt. Fahrradverbände fordern deshalb seit Jahren sichere Radwege. Doch der Ausbau ist teuer und kommt vielerorts nur schleppend voran.

    ||

    Zitat

    Gerade mit Blick auf die wachsende Zahl leiser Elektroautos sei das aber wichtig, damit Radfahrende frühzeitig Fahrzeuge bemerken, die sich schnell von hinten nähern.

    *stöhn*

    der ganze Artikel ist eine einzige beliebige Aneinanderreihung von Marketing-Bullshit-Versprechen durch "V2X" (Vehicle-to-X-Communication). Unfassbar. Aber andererseits auch wieder nur ein logischer Schritt in der Eskalationsstufe. X/

    Zitat

    Und in der niederländischen Stadt Helmond geben sie Radfahrenden auf einer Hauptverkehrsachse Vorrang. »Wir waren mit einer Delegation der Coalition vor Ort und sind 20 Minuten durch den Berufsverkehr geradelt und mussten an keiner Ampel absteigen«, sagt Cosyns

    Das ist so ... ich mein: denkt da mal jemand auch nur 5min drüber nach? Da fahren dann also irgendwann 100% der Fahrräder mit Sendern durch die Gegend. Auf einer Hauptroute. Und da bekommt man immer grün? Egal, wie schnell man fährt? egal, in welche Richtung? Das geht dann ja nur mit einer Ampel, die auf Dauergrün gestellt ist! Denn wenn Rudi Rennrad mit 35kmh rumdüst, Gustav Gemütlich aber mit 12kmh und Marco Mittel mit dem Pedelec mit 20kmh fährt, dann läuft das nach 300m schon so weit auseinander, dass da keine reale Ampelphase mehr schwaltbar ist. Wem soll damit was vorgemacht werden?

    Oh, oder die berühmten Ampeln für Feuerwehr & Co. DAS ist natürlich ein Anwendungfall, um in alle anderen Autos V2X einzubau... achnee. Wäre ja eher anders herum: wenn alle V2X haben, braucht man die Ampel ja nicht mehr gesondert für BOS schalten, weil dann die Autos einfach so an der grünen Ampel anhalten. Die wissen ja, dass da von rechts der Löschzug ankommt. Der kommuniziert doch mit denen.

    Wo ist der konkrete Anwendungsfall? Ich seh den einfach nicht...

    ach, der erste Kommentar in noch lesbar und ... was soll man sagen:

    Zitat

    Ich verstehe die Technik noch nicht ganz. Die mit Abstand häufigste kritische Gefahrens ist fehlender Seitenabstand (bei oft auch gleichzeitig überhöhter Geschwindigkeit) von entgegenkommenden oder überholenden Autos. (...)

    nee, Kalle Wirsch. Die mit Abstand häufigste Gefahr sind nicht Fahrzeuge, die mit 50cm an dir vorbeiziehen...

    2 Mal editiert, zuletzt von DMHH (6. November 2026 um 10:04)

  • Zitat

    462 Radfahrende sind im vergangenen Jahr im Straßenverkehr gestorben, rund 95.000 wurden verletzt. Die Zahl der Unfälle steigt.

    Wieder sind 536 getötete Kraftradfahrer keine Erwähnung wert. Obwohl bei Krafträdern die Voraussetzungen für V2X deutlich besser sind.

    Übrigens ist es für dieses Jahr zu erwarten das die Zahl der tödlichen Radunfälle deutlich sinkt.

  • Jeden Tag stirbt ein Fahrradfahrer. Neue Technik könnte das verhindern

    Technik könnte bestenfalls den Teil der Opfer verhindern, die mit KFZ-Beteiligung entsteht. Das ist aber nur noch bei knapp der Hälfte der radelnden Verkehrstoten der Fall (im letzten Jahr waren es laut Destatis 214 von 462, also lediglich 46%). Bei Unfällen mit schwerverletzten Radlern liegt der Anteil der Alleinstürze am Gesamtgeschehen sogar nochmal deutlich höher.

    Müßig zu erwähnen, dass sich schnell von hinten nähernde KFZ erst recht kein lösungsbedürftiges Problem darstellen (mal abgesehen davon, dass dieses "sich schnell nähern" bei halbwegs intelligenten Autos ganz ohne Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern durch Eingriffe in die interne Steuerung gelöst werden kann und muss...).

    Bild

    Mittelfristig brauchen wir also vor allem Technik, die verhindert, dass Radfahrer bei Alleiunfällen sterben. Vier statt zwei Reifen, damit niemand mehr umkippen kann, das ganze vielleicht noch ergänzt um einen durchzugsstarken Motor, damit man das mehrspurig-schwerfällige Vehikel nicht mehr selber kurbeln muss - das wäre es doch, oder?:evil:

  • Wieder sind 536 getötete Kraftradfahrer keine Erwähnung wert.

    Ich frage mich auch ständig, warum das so ist. Drei Gründe habe ich gefunden:

    1. keine Kinder betroffen, also uninteressant für paternalistisch veranlagte Safety-Nannies
    2. keine Verkehrswenderelevanz gegeben, die Bekämpfung ist genau wie die Förderung von Krafträdern gleichermaßen politisch uninteressant
    3. Der autofahrende Mainstream fühlte sich durch Krafträder noch nie behindert*, weswegen es bis heute auch keinerlei Ambitionen gibt, Kradfahrer mit dem verlogenen Argument "muss leeeeider sein, wegen Sicherheit und so!" auf Sonderwege zu verdrängen

    *) Ja, ich weiß, das 45er-/Simpson-Dauerthema ist die Ausnahme von dieser Regel, aber auch da läuft die Argumentation ja nicht auf Verdrängung hinaus, sondern es wird nur gefordert, dass man zur Verbesserung der Sicherheit (sic!) die Moped-Geschwindigkeit *anheben* müsste.

  • Punkt 1 und 2 stimmen wohl, Punkt 3 war früher, bevor das KFz wirklich in nahezu jeden Haushalt einzog, nicht so. Nach dem 2. WK bis in die 60er hinein waren motorisierte Zweiräder, und zwar meistens in der Form, die man heute unter Kleinkraftrad versteht, ein recht gängige Art der Alltags-Fortbewegung.

    Der Unterschied ist auch einfach, ein Motorradfahrer entscheidet sich selbst für diese Art der Fortbewegung, und damit auch für ein gewisses Risikio. Beim Rad, wie beim laufen, ist man der Meinung, das muss jeder tun können.


    Generell könnten Motorräder den Verkehr in Ballungsgebieten deutlich entspannen, und, hätte man ein ähnliches Augenmerk auf den Verbrauch gehabt wie beim KFz, dann würden Stadtroller auch nur 1- 1,5l / 100 km brauchen.

  • Nach dem 2. WK bis in die 60er hinein waren motorisierte Zweiräder, und zwar meistens in der Form, die man heute unter Kleinkraftrad versteht, ein recht gängige Art der Alltags-Fortbewegung.

    Mück in lütt: Das war neben ÖV bis 1974 unsere "Familienmobilität", war das so'n Kleinkraftrad? Kenne mich da nicht so aus ... Damit fuhr mein Vater als Eisenbahner zur Arbeit im Hafen.