Angenommen, es wären vier Radfahrer gewesen. Was wäre dann in Presse und Drunterkommentaren los?
Verkehrssicherheit ist unseparierbar.
Angenommen, es wären vier Radfahrer gewesen. Was wäre dann in Presse und Drunterkommentaren los?
Verkehrssicherheit ist unseparierbar.
Unfall in Brandenburg: Auto kracht beim Überholen in Mopeds - vier Tote
Ein Autofahrer will mehrere Fahrzeuge überholen. Im Gegenverkehr kommen ihm mehrere Mopeds entgegen - drei Fahrer und eine Sozia der Kleinkrafträder überleben das Überholmanöver nicht.
Tagesspiegel, 8.10.2026 https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/p…e=outbrain_free
Ich vermute, auch solche Unfallberichte tragen dazu bei, dass viele Fahrradfahrer*innen sich einen eigenen Radweg wünschen. Obwohl hier gar nicht von Fahrrädern berichtet wird.
https://www.focus.de/panorama/welt/…71a742fa32.html
Angenommen, es wären vier Radfahrer gewesen. Was wäre dann in Presse und Drunterkommentaren los?
Verkehrssicherheit ist unseparierbar.
In der Wahrnehmung vieler Menschen sind Mopeds eher geduldet als erwünscht. Fahrradfahrer*innen mögen oft auch keine Mopeds, wegen des Lärms, dem oft zur Schau getragenen Imponiergehabe und weil Fahrradfahrer*innen auf sich selbst stolz sind, sich mit eigener Körperkraft fortzubewegen, anstatt am Gasgriff zu drehen. Mag sein, dass in der Presse mehr los gewesen wäre, wenn vier Fahrradfahrer*innen bei dem Unfall gestorben wären. Ich vermute das Mitleid für Mopedfahrer*innen ist weniger ausgeprägt als für Fahrradfahrer*innen.
Vermutlich wäre auch der Ruf nach Fahrradwegen gekommen. Außerorts dürfen Mofas bis 25 km/h (bauartbedingtes Höchsttempo) den Radweg benutzen. ich vermute auch wenn die Mopeds aus dem Artikel den Radweg hätten benutzen können, wenn es einen gegeben hätte, würde das nicht dazu beitragen, dass jetzt Radwege gefordert werden an der Unfallstrecke.
Warum meinst du im Zusammenhang mit dem Unfall, Verkehrssicherheit sei "unseperierbar"? Es ist doch schon auffällig, dass der Autofahrer, (wenn auch schwer verletzt) überlebte, drei der vier Mopedfahrer*innen aber bei dem Unfall getötet wurden.
Warum meinst du im Zusammenhang mit dem Unfall, Verkehrssicherheit sei "unseparierbar"? Es ist doch schon auffällig, dass der Autofahrer, (wenn auch schwer verletzt) überlebte, drei der vier Mopedfahrer*innen aber bei dem Unfall getötet wurden.
Der Unfall ist halt nur passiert, weil es keine Mopedwege gibt.
Und Motorradwege (für die schnelleren)
Der Unfall ist halt nur passiert, weil es keine Mopedwege gibt.
Möglicherweise passierte es aber auch nur, weil diese Straße ja tatsächlich über einen schicken neuen Radweg Marke Hollandträumchen verfügt, weswegen man da jetzt ohne weiteres Tempolimit durchheizen kann.
In Turin sind die Radfahrer auf den Barrikaden, weil ein Kind angeblich von einem Autofahrer "ermordet" wurde. Die Kernforderung lautet, dass es in dem Viertel, wo der Unfall passierte, wegen der vielen Schulen und Bildungseinrichtungen dort künftig mehr Infrastruktur und mehr Tempo 30 geben müsse. Die Organisatoren der Demo drücken mächtig auf die Tränendrüse und verbreiten auch den Hoax*, wonach in den 1970-Jahren erst die "Stop de Kindermoord"-Proteste in Amsterdam zum Einlenken der Politik geführt und so im Alleingang die vermeintlich vorbildliche Verkehrssicherheit der Niederlande bewirkt hätten. Tote Kinder als Chlorhühnchen der Verkehrswende.
Die Unfallstelle hat jedoch bereits Tempo 30, ist sogar eigens per Verkehrszeichen als "geteilte Straße für KFZ und Fahrrad" gewidmet, und sie verfügt über einen sehr breiten markierten Schutzstreifen incl. ordentlichem Sicherheitsstreifen zu Längsparkern. Ahja.
Das 7-jährige Kind war in Begleitung des Vaters unterwegs, dessen Fahrradgeschäft nur ca. 50 m vor der Unfallstelle liegt (die sich ungefähr da befindet, wo im Streetview-Bild der Geisterradler im Schutzstreifen eiert). Informationen über den genauen Hergang der Tragödie habe ich bisher noch keine gefunden, aber "Mord" kann es wohl kaum gewesen sein.
*) Overlay der Entwicklung für Verkehrstote in NL. Wie aufgrund der absolut parallelen Verläufe in vielen anderen Paarungen nicht anders zu erwarten, war auch in Italien nach dem Maximum 1971 ein rasch einsetzender Rückgang zu verzeichnen. Aber klar, das haben die Italiener sicher auch alles nur der Randale auf "de Pijp" zu verdanken./s
(Italien grüne Linie, NL farbige Balken)
ja gut, wenn man sich den Standort des GhostBikes anschaut, sieht das zumindest nicht nach einer Stelle aus, wo ein Querungsunfall oder Abbiegeunfall passiert ist. Möglicherweise ein "von hinten überfahren" oder ein "aus der Durchfahrt rausgeschossen"-Unfall.
Und nachvollziehbar ist die Argumentation da schon, dass das Fahren und Parken in dieser "Parallelstraße" offensichtlich wichtiger als ein Radweg ist. denn dann wäre dieser Unfall nicht passiert. Klar, womöglich dann ein Unfall an einer der Einmündungen der Querstraßen, aus denen heraus man dann den "Radweg" / Fahrradstraße queren würde.
hm. scheint ja auch schon 2 Wochen zurückzuliegen der Unfall und ganz klar ist die Ursache immer noch nicht?
Unfall! Helm verhindert schlimmeres.
ZitatDer Radfahrer trug einen Fahrradhelm. Dieser hat nach Einschätzung der Polizei wahrscheinlich Verletzungen am Kopf verhindert.
achso, jetzt nur noch Polizeibeamtenbauchgefühlswahrscheinlichkeit. ![]()
Wobei die Schilderung des Unfallhergangs in sich unschlüssig ist:
ZitatDer 52-Jährige [Radfahrer] fuhr aus Richtung Vor dem Neutor in den Kreisverkehr. Zur selben Zeit fuhr ein 31-jähriger Autofahrer ebenfalls in den Kreisverkehr ein. Er bemerkte den Radfahrer zu spät, sodass die beiden zusammenstießen.
Fahrtrichtung Radfahrer (Streetview). Kein Radweg dort. Wie fährt man da "zur selben Zeit" in den KV ein, so dass es zum Unfall kommt? Pressemitteilung der Rennleitung ist auch nicht aufschlussreich. hm. erfahrungsgemäß sind dort 90% der Radfahrer verbotswidrig auf dem Gehweg unterwegs. Ich hielte die Wahrscheinlichkeit, dass der Radfahrer auf dem Fußgängerüberweg angekarrt wurde, für sehr groß. Andererseits stünde das dann bestimmt in der PM drin... ![]()