Wie gut funktioniert das sogenannte "VeloGleis"?

  • Was ist eure Einschätzung zum Velogleis? Das ist eine Form der Gleissicherung für den Fahrradfahrer*innenschutz bei Rillenschienen? Siehe auch Beitrag unten! 3

    1. Gute Idee, bin ich selbst schon drüber gefahren. (0) 0%
    2. Keine gute Idee, ich habe das selbst ausprobiert. Die Sturzgefahr wird kaum vermindert. (0) 0%
    3. Das System ist zu teuer, der finanzielle Mehraufwand nicht gerechtfertigt. (1) 33%
    4. Das System ist zwar teuer, aber wenn ein Einsatz auf kurze Abschnítte ausreicht, um die Sicherheit zu verbessern, lohnt sich die Anschaffung. (1) 33%
    5. Rillenschienen sollten nur in Form des Velogleises verlegt werden. (0) 0%
    6. Ich würde das gerne mal ausprobieren und vermute einen Sicherheitszugewinn. (2) 67%
    7. Ich würde das gerne mal ausprobieren, bin aber skeptisch, ob das VeloGleis die Sturzgefahr tatsächlich reduziert. (0) 0%
    Ort
    Brandenburg an der Havel, Straßenbahnhaltestelle mit VeloGleis-Abschnitt und andere Städte mit Straßenbahnen und Stadtbahnen mit Beispielen für das VeloGleis

    Umfrage zum Velogleis. Infos im zweiten Beitrag!

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (20. Juni 2026 um 21:59)

  • Infos zur VeloGleis-Umfrage in Beitrag 1:

    Wer mit dem Fahrrad auf Straßen fährt, wo Rillenschienen für die Straßenbahn oder die Stadtbahn verbaut sind, der muss nicht nur wie üblich den Verkehr und die eigene Fahrstrecke beachten. Darüber hinaus gilt es aufmerksam auf den Schienenverlauf zu achten!

    Vermutlich ist es allen Fahrradfahrer*innen schon passiert: Ein Sturz, ausgelöst durch ein "Einfädeln" ins Rillengleis.

    Das muss nicht sein, behauptet der Hersteller von "VeloGleis", das thüringische Unternehmen SEALABLE Solutions GmbH.

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    An dieser Stelle an der Haltestelle Blumenstraße in Brandenburg an der Havel, wird der Radverkehr im Haltestellenbereich zwischen den Haltestellenborden jeweils im Schienenpaar des in Fahrtrichtung rechten Gleises geführt. In das meterspurige Gleis einzufahren und es wieder zu verlassen ist deutlich anspruchsvoller als bei einem 1,435 m breiten Normalspur-Gleis.

    Um die Sturzgefahr zu vermindern wurde jeweils beim Einfahren in das Gleis und beim Wiederausfahren ein wenige Meter langes VeloGleis verlegt. Und zwar jeweils an der rechten Schiene. Piktogramme weisen auf diese Stelle hin, die in besonderer Weise geeignet ist, um ins Gleis hineinzufahren, bzw. wieder herauszufahren:

    Hier die Einfahrt kurz vor der Haltestellenkante vom Hauptbahnhof kommend mit Blickrichtung Jacobstraße:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Und hier die Ausfahrt, ebenfalls mit Blickrichtung Jacobstraße:

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    Hat wer hier im Forum praktische Erfahrungen mit dem Velogleis gemacht und mag davon berichten?

  • Schematische Zeichnung des Velogleises nach einem Artikel aus der Schweiz:

    Zitat aus dem Artikel: Basel testet verbessertes fahrradfreundliches Gleis vom 13.6.2020: "Die Rückmeldungen der Testpersonen zum fahrradfreundlichen Gleis sind durchwegs positiv – unabhängig vom eigenen Fahrkönnen und vom Zweirad, mit welchem sie auf der Teststrecke unterwegs waren. Das Gleissystem erwies sich auch bei Nässe und mit Laub auf der Fahrbahn als gut befahrbar und wurde beim Queren der Schienen als sicherer wahrgenommen als Gleise ohne Gummifüllung. Grundsätzlich fühlten sich die Testpersonen wohler, wenn sie bei der Kaphaltestelle zwischen den beiden Schienen fahren konnten anstatt zwischen äußerer Schiene und Haltekante."
    In dem Artikel steht außerdem, dass durch das Velogleis viele Fahrradfahrer*innen nicht mehr in dem engen Bereich zwischen Haltestellenkante und äußeren Gleis fahren. Dort sind Seitenbahnsteige.

    Basel testet verbessertes fahrradfreundliches Gleis
    (Kanton Basel-Stadt) Die Fahrt entlang der hohen Haltekanten bei Kaphaltestellen soll für Fahrradfahrende einfacher und sicherer werden. Deshalb testet der Kan
    velocityruhr.net
  • wäre doch auch mal schön, Radfahrenden nicht nur die Dooring-Zone zu erklären, sondern auch die "Haltestellenzone", wo man eben wegen Abstand Gleis-Hochbord nicht fahren sollte. Aber gut, wenn man vor und hinter der Haltestelle doch wieder rechts der Gleise fährt, muss man 2x wechseln über eine Schiene.

    das Velogleis ist ein Kostentreiber im ÖPNV, weil die Gummis nicht sehr lange halten. Gleichzeitig ist die schematische Zeichnung, wonach Oberkante Schiene quasi bündig mit Asphaltdecke ist, ein ... Wunschdenken. Zumindest hier in Jena ist das nicht der Fall. Ich würde auch beim Velogleis nicht auf die Idee kommen, Geisquerung in sehr spitzen Winkeln zu vollführen.

  • Wer käme denn auf die Idee, im stumpfen Winkel eine Schiene zu nehmen? Das ist die entscheidende Frage. Frage #2: Suche ich das Gummi, oder verlasse ich mich ohnehin nicht auf dessen Anwesenheit.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.