Vor dem Neuen Tore

  • Entlang des so genannten Innenstadtrings wird es mitunter ganz schön eng. Beispielsweise Vor dem Neuen Tore, raus aus der Innenstadt Richtung Westen nach Reppenstedt. Dort, zwischen Senkungsgebiet und dem Kalkberg, führt der Innenstadtring mit insgesamt zwei bis drei Fahrstreifen entlang, mitunter kann links und rechts der Fahrbahn noch geparkt werden, Platz für Bäume ist auch noch ein bisschen, aber das war’s dann auch schon. Für den Radverkehr bleibt mitunter nur ein recht enger Sonderweg ganz am Rand übrig, halt das, was so abfällt, nachdem die Verkehrsfläche im Sinne der autogerechten Stadt verteilt wurde.


    Manchmal hat’s dann aber noch nicht einmal für Parkplätze gereicht. Und Rad- und Fußverkehr dürfen sich dann… das hier teilen:



    Was man hier als Ortsunkundiger noch nicht weiß: Der Radverkehr darf hier auch in Gegenrichtung stattfinden. Das ist aber noch nicht einmal das größte Problem, denn sobald hier ein Kraftfahrzeug rückwärts aus der Grundstücksausfahrt rauskommt, ist es sowieso egal:



    Enger geht’s immer noch:



    Und ja: Dieser Weg ist auch für die Gegenrichtung freigegeben. Schaut’s, da steht’s:



    Ich mutmaße mal, weil der Rad- und Fußverkehr aus Reppenstedt kommend ohnehin bereits auf dem nördlichen Sonderweg in beide Fahrtrichtungen geführt wird, wurde das hier unbekümmert einfach weitergeführt. Was zwanzig Meter vorher noch okay war, kann ja jetzt nicht falsch sein, nicht wahr?


    Okay, man kann aber auch über den Bettelknopf eine Grünphase anfordern, um die Straßenseite zu wechseln. Easy. Dann steht man hier in einer Aufstellfläche zum indirekten Linksabbiegen Richtung Innenstadt:



    Zeitgleich mit dem Fahrbahnverkehr bekommt man grünes Licht und das ist natürlich die reine Geilheit, wenn sich gleich auf der anderen Seite der Kreuzung die Fahrbahn verengt:



    Nachdem ich mich an diesem regnerischen Februar-Tag gegen ein paar Kraftfahrer durchgesetzt hatte und meinen Weg auf der Fahrbahn fortsetzte, holte ich mir noch einer Dauerhuuuupe ab. Der Typ hinter mir rastet schier aus, weil ich nicht ordnungswidrig rechts auf dem Gehweg fahre:



    Tjoa. Für eine vernünftige Infrastruktur fehlt hier wohl mal wieder der Platz. Den Fahrstreifen zum Linksabbiegen zu entfernen, dürfte wohl wieder die so genannte Leistungsfähigkeit des Innenstadtringes herabsetzen, also sehe ich auch nicht so richtig viele Möglichkeiten, das jetzt kurzfristig zu verbessern. Klar könnte man das Zeichen 240 entfernen, dann fahren ich und ein paar andere engagierte Radlinge eben auf der Fahrbahn bergauf, lassen sich dort anhupen und stehen dann auch im Stau, aber der Rest wird ja weiter freiwillig auf dem Gehweg pedalieren.


    Aber vielleicht kommt ja irgendwann, wenn tatsächlich mal eine Art Einbahnstraßenregelung auf dem Innenstadtring durchgesetzt werden sollte, die Möglichkeit, hier mehr Platz für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer zu schaffen.

  • [Zeichen 239]

    [Ampel]

    [anderes Glump]

    [Zusatzzeichen 1022-10]

    Ich vermute mal, das war früher ein reiner Gehweg, wobei die Beschilderung schon leicht irreführend ist, wenn man von der einen Seite Zeichen 240 sieht, von der anderen Seite einen reinen Gehweg.


    Vielleicht haben sich genügend Radlinge über die Situation auf der Fahrbahn beschwert, so dass kurzerhand ein [Zusatzzeichen 1022-10] wurde, aber vielleicht hatte man keine lange Leiter oder keine Lust, das [Zeichen 239] höher zu setzen und dann ist es halt das, was dann passiert.

  • Oder das [Zusatzzeichen 1022-10] ist um 90 Grad nach rechts verdreht worden und gilt für die Straße, die im Bild nach links abgeht. Möglicherweise ist der Rad-Querverkehr mit [Zusatzzeichen 1022-10] auch vom Signalgeber der Furt befreit, weil [Zusatzzeichen 1022-10] ja schließlich direkt unter den Signalgebern hängt. Müsste man mal zurückdrehen...

    Einmal editiert, zuletzt von Alf () aus folgendem Grund: links und rechts nicht verwechselt, aber genau falsch herum angewandt.

  • .... Klar könnte man das Zeichen 240 entfernen, dann fahren ich und ein paar andere engagierte Radlinge eben auf der Fahrbahn bergauf, lassen sich dort anhupen und stehen dann auch im Stau, aber der Rest wird ja weiter freiwillig auf dem Gehweg pedalieren.

    Wen interessiert es? Der Hochbordweg hat eine Breite von ca. 2m, und und das geht nun einmal nicht. Da ist das Vz 240 klar rechtswidrig.


    Aber vielleicht kommt ja irgendwann, wenn tatsächlich mal eine Art Einbahnstraßenregelung auf dem Innenstadtring durchgesetzt werden sollte, die Möglichkeit, hier mehr Platz für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer zu schaffen.

    Welche Begründung sollte es für eine Einbahnstraße geben? Nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer haben dort genug Platz. Sie bräuchten nur dort zu fahren, wo Platz ist.