Hohenwedeler Weg

  • Nachdem der "Neues aus Stade"-Thread vom Umfang her etwas aus dem Ruder gelaufen ist, hat Malte eine neue Rubrik eingerichtet. Für neue Themen aus Stade werde ich daher künftig einen neuen Thread eröffnen und auch dann, wenn es zu Themen, die in dem langen Thread schonmal begonnen wurden, etwas Neues gibt, dieses in einem neuen Thread fortsetzen.


    Los geht's mit dem Hohenwedeler Weg. Darüber berichtete kürzlich das Wochenblatt: Verbesserung gewünscht: Verkehr im Hohenwedeler Weg in Stade macht Probleme - Stade (kreiszeitung-wochenblatt.de)

    Hier: https://goo.gl/maps/p5n76T4sv1D3khnB6


    Situation: Schmale Fahrbahn (5,50m), DTV ca. 5000 Kfz/Tag, Linienbus, Schulweg zur IGS und zur Grundschule im Bockhorster Weg. In Richtung Südwesten / Süden [Zeichen 240] und in Gegenrichtung der selbe Weg dann linksseitig [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10]. Es gibt Kreuzungen mit katastrophalen Sichtbeziehungen und der Weg ist größtenteils nur 1,80 - 2,00 m breit, in Richtung Südwesten / Süden, wo er benutzungspflichtig ist, ansteigend. In Gegenrichtung ist der rechtsseitige Gehweg noch schmaler (sieht man im Wochenblatt-Artikel auf dem unteren Bild).


    Die Lage ist eigentlich sonnenklar: Radverkehr auf die Fahrbahn und Tempo 30, aber damit tun sich die Herrschaften wieder einmal schwer. Nun scheint aber auch die Politik auf den Trichter gekommen zu sein, dass das nicht so bleiben kann und ich habe die CDU- und FDP-Fraktion im Stadtrat mit einigen Hintergrundinformationen zur rechtlichen Lage versorgt.


    Sehr ärgerlich finde ich die im Wochenblatt-Artikel zitierte Meinung des Fachbereichsleiters Herrn Beckmann, dass die Unfallstatistik keinen Grund liefere, dort etwas zu ändern. In meiner Mail an CDU und FDP habe ich daher darauf hingewiesen, dass Verkehrsregeln nicht erst gelten, wenn sich Unfälle häufen, sondern dass die Verkehrsregeln dazu da sind, Unfälle zu vermeiden. Die Mail habe ich dann zur Information vorsorglich in Kopie auch an die Verkehrsbehörde und den Landkreis als zuständige Fachaufsichtsbehörde geschickt :saint:


    Bin mal gespannt, wie es da weitergeht. Wenn es um Schulwege geht, scheint man ja oftmals erst recht an gefährlichen Anordnungen festhalten zu wollen, die dem angeblichen Schutz "unsicherer Radfahrer" dienen.


    Hier noch einige Impressionen. Der Herr mit dem E-Scooter ist auf meine freundliche Ansprache auch auf die Fahrbahn gekommen. Der Radfahrer mit dem roten Pullover ist in die nächste Straße links abgebogen, aber Schrittgeschwindigkeit ist der auch bei freundlicher Auslegung nicht gefahren (Gefälle).




  • Zitat

    Allerdings sehe die Stadt keine Notwendigkeit für einen weiteren Überweg, da die Entfernung zwischen den bestehenden überschaubar sei.

    Klar, man kann die Entfernung zwischen den Überwegen ja bequem mit dem Auto überbrücken, jeder weitere Überweg würde diese Bequemlichkeit vermutlich stören.


    Und wer genau ist die "Stadt"? Ein Supercomputer-Gehirn?

  • Die Frage stellt sich natürlich, ob man bei ca. max. 500 Kfz/h (10% der DTV) und 5,50 m Fahrbahnbreite zwingend einen Fußgängerüberweg braucht, zumal es am Bockhorster Weg (der heißt wirklich so) auch noch eine Fußgängerampel gibt. Allerdings verwundert es schon, dass "die Stadt" die Regeln immer genau dann gut kennt, wenn sie dem ungebremsten Kfz-Verkehr dienen.


    An Fußgängerüberwegen sieht man ja auch regelmäßig abenteuerliche Szenen mit Radfahrern, insbesondere auch an dem im Hohenwedeler Weg, wo die linksseitige Gehwegfreigabe endet und rechts wieder ein [Zeichen 240] steht. Warum es ausgerechnet hier einen FGÜ gibt, weiß ich auch nicht. Der ist ja wirklich gerade einmal 75m vom nächsten FGÜ am Kreisverkehr weg.



    https://goo.gl/maps/Zb8aVNSvURZJwBqA6

  • Frage: Warum gibts eigentlich keine Fußgängerüberwege auf Geh/Radwegen? Antwort: Weil schon ein einziger Streifen des Zebrastreifens breiter als der Radweg ist.


    Frage: Dürfen Fußgänger einfach so über den Radweg kreuzen? Antwort: Natürlich nicht, nur alle 750 Meter. Alles andere würde den Radverkehr stören.


    :)

  • Das habe ich der CDU auch geschrieben, dass man damals die Anordnung der Benutzungspflicht hätte sorgfältig prüfen müssen, aber nicht deren Aufhebung. Ich habe denen empfohlen, sich von der VB mal die entsprechende Anordnung zeigen zu lassen. Wenn das Datum vor 1998 liegt, ist die sowieso hinfällig. Aber ich schätze eher, dass es gar keine Anordnung gibt. :)

  • ...die Anordnung der Benutzungspflicht hätte sorgfältig prüfen müssen, aber nicht deren Aufhebung.

    Der Brüller. Das fasst das ganze Elend wirklich gut zusammen. Verstehen werden sie es aber vermutlich nicht, weil sie damals noch in der jungen Union waren und von Mutti in die Schule gefahren wurden.

  • Das wissen deine CSU-Schergen in FFB vermutlich auch nicht besser. Nutze doch einfach mal die nächste Gelegenheit, es ihnen schonend beizubringen :)


    Ich hatte auch einen netten Mailwechsel mit dem in dem Artikel erwähnten Herrn Ehlers von der FDP, der sich auch recht interessiert zeigte. In zwei Wochen habe ich ein Date mit den Grünen.


    Nur die Stader SPD-Fraktion hat sich bislang aktiv dagegen gewehrt, sich mit mir zu unterhalten. Die müssen das dann auf anderem Wege lernen.