Gepäckträger mit Sattelklemmung

  • Nun geht es also bald mit der Bahn nach Kopenhagen. Sowohl die Stadt als auch die Bahn sind die falschen Orte für ein allzu teures Fahrrad, also muss das „alte“ Schneeweißchen mit:



    Nur: Wohin mit dem Gepäck? Einerseits wäre der Monoporter kein Problem, den könnte ich einfach zusammenfalten und hätte in der Bahn vermutlich meine Ruhe. Andererseits wäre ein Gepäckträger, an den ich meine Taschen ranbasteln kann, eigentlich eine schönere Lösung.


    Ich hatte vor vier Jahren schon ergebnislos versucht, einen passenden Gepäckträger für das Rad zu finden. Einerseits hat das Ding keine ordentlichen Bohrungen für die Streben eines Gepäckträgers, andererseits kommen selbst speziell für Scheibenbremsen konstruierte Gepäckträger nicht an den dicken Bremssatteln vorbei. Es passte einfach nichts.


    Ich habe jetzt eine Weile nach einem Gepäckträger mit Sattelklemmung und solcher „Stütze“ an den hinteren Streben des Rahmens gesucht, bin aber nicht richtig fündig geworden. Meine Kriterien sind:

    • Tragfähigkeit: mindestens 30 Kilogramm
    • seitliche Streben, an denen sich Fahrradtaschen befestigen lassen
    • Platz für ein ordentliches Rücklicht, etwa ein Busch & Müller Toplight 2C

    Hat jemand einen Tipp?


    Auf Amazon gibt es beispielsweise diesen Träger, der baugleich von verschiedenen Händlern unter verschiedenen Namen angeboten wird, was mein Vertrauen in diese Konstruktion nicht unbedingt stärkt. Wenn man da allerdings ein ordentliches Rücklicht anbauen könnte, wäre ich vielleicht schon zufrieden. Den Thule Pack’n Pedal Tour Rack gibt’s zwar mit Thule Side Frames, aber nur mit einer Tragfähigkeit von elf Kilogramm. Der Red Cycling Products Travelrack Light hat zwar sogar die Bohrungen für das Rücklicht, trägt aber nur zehn Kilogramm.

  • hat allerdings auch keine 30kg.

    Naja, aber immerhin schon 16 Kilogramm — das ist ja so schlecht nicht.

    Was ist ansonsten mit Apidura oder dem Ortlieb Seatpack für Bikepacking?

    Den Seatpack habe ich schon, der ist schon praktisch, fasst aber leider nicht mein Notebook. Dann muss das im Rucksack auf den Rücken und ich kann meine Kamera mit mitschleppen.

  • Die Alternative, wenn es Packtaschen sein sollen, wäre sonst noch ein low rider an der Vordergabel. Da ist allerdings das Gewicht dann auch beschränkt. Bevor ich es das erste Mal probiert habe, war ich sehr skeptisch bezüglich (negativen) Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Wurde aber angenehm überrascht. Bei unserem Reisetandem hat es meiner Wahrnehmung nach sogar positive Auswirkungen. Das Ding fährt voll bepackt laufruhig wie auf Schienen :love:

  • Da willst du aber nicht unbedingt schwereres reintun. Ein wenig schwingt das immer mit. Unhantliches/Unförmiges (Notebook oder so) bekommt man da eh nicht rein. Für Schuhe oder Klamotten ist das super (habe den von Apidura), das schwere Schloß habe ich aber immer in nähe des Sattels verstaut, um weniger "Schwung" (vor allem beim Wiegetritt) zu generieren.

  • Weil wir eh schon vom Thema abgekommen sind: Statt dem Träger eine Sattelstützentasche? https://www.ortlieb.com/de/seatpack

    Naja, die habe ich ja schon, die hat aber meines Erachtens zu wenig Kapazität für meinen Zweck.

    Leicht offtopic: Brauchst du das wirklich im Urlaub?


    Ich habe es mir schon vor einiger Zeit abgewöhnt zu viel Elektronik mitzuschleppen. Finde ich viel entspannter dann Abends an einem See zu sitzen und nicht online zu sein.

    Leider schon, ja.


    Einerseits kriege ich den totalen Rappel, wenn ich meine Fotos von der Kamera nicht regelmäßig aufs Notebook kopieren kann, weil ansonsten die Erinnerungen eines ganzen Urlaubs aufgrund technischer Probleme oder Diebstahls plötzlich abhanden kommen können, andererseits bin ich in technischer und rechtlicher Hinsicht für eine größere Zahl an Webseiten verantwortlich und muss da hin und wieder mal kurzfristig reagieren können. Wenn Seiten wie das Radverkehrsforum im schlimmsten Fall drei Tage lang nicht erreichbar sind, werden wir das wohl verkraften, aber rechtliche Streitigkeiten aufgrund von Urheberrechts- oder Persönlichkeitsrechten verlangen da eine hinreichend schnelle Antwort.


    Einer der Gepäckträger, die ich mir online und im Laden mal angesehen hatte, ist mir in der Vergangenheit unter anderem in diversen Fahrradabteilen begegnet. Das Fazit der Nutzer war eigentlich ganz positiv, aber man sollte schon nicht unbedingt mehr als zehn Kilogramm raufpacken. Ich habe leider nicht gefragt, wie das Ding bei Überladung reagiert, ob direkt die Sattelstütze bricht oder ob das Fahrverhalten ein bisschen schwammiger wird.


    Insofern bleibe ich wohl einfach bei dem Monoporter, den ich dann im Zug einfach zusammenfalten werde.


  • Insofern bleibe ich wohl einfach bei dem Monoporter, den ich dann im Zug einfach zusammenfalten werde.

    Das hat übrigens bestens geklappt — und das ist wohl auch der große Vorteil des Monoporters gegenüber anderen einspurigen Anhängern: Man kann ihn einfach zusammenklappen und platzsparend in der Gepäckablage der Bahn oder oben auf einem Schrank platzieren. Da nehme ich die etwas geringere Traglast gern in Kauf. Allenfalls bei der Beladung muss ich besser aufpassen; auf der Hinfahrt war der Schwerpunkt der Ladung so weit oben, dass der Anhänger in den Kurven leicht instabil wurde.