Sichtfahrgebot und Warnwesten

  • Verzeih mir, aber was will man in Hannover noch verschandeln? ;)

    Das kann man sich wirklich fragen, denn Hannover ist eine so durch und durch autogerechte Stadt, dass sie ganz und gar mit Autos verschandelt ist. Bloß dass viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner die Autoseuche anscheinend nicht als Verschandelung wahrnehmen. Na zum Glück gibt es auch ein paar schöne Ecken und Leute, die das mit den Autos auch eher kritisch sehen.


    Total spannend finde ich übrigens, dass bei der Einführung der Elektrischen vor rund 120 Jahren die Innenstadtbewohner keine Fahrdrähte wollten, weil sie das als eine Verschandelung ansahen, so dass die Straßenbahnen zunächst im Innenstadtbereich mit Batterien fahren musste. (sic!) Wenn man sich dagegen ansieht, dass Hannover später in den 1950er-Jahren stolz drauf war eine Autovorzeigestadt zu sein, dann kann man nur noch den Kopf schütteln.

  • Der Thread ist mir durch Maltes Verschiebung gerade wieder unter die Nase gerieben worden.

    Wenn man sich dagegen ansieht, dass Hannover später in den 1950er-Jahren stolz drauf war eine Autovorzeigestadt zu sein, dann kann man nur noch den Kopf schütteln.

    In diesem Zusammenhang kann ich nur auf die zweiteilige Filmdoku "Unsere Städte nach 45" hinweisen, die ich dieser Tage in Wiederholung auf einem der ÖR-Spartensender gesehen habe. Es gibt sie auch in Mediatheken. Ich hab, Tränen in den Augen, auf dem Sessel gesessen und hatte hinterher fast Kopfweh vom Schütteln.

  • Das sehe ich anders. Ein Fahrrad sollte nur dann verkauft werden dürfen, wenn es mit einer exzellenten robusten Beleuchtungsanlage ausgestattet ist, die hohen Prüfkriterien genügen muss. Meines Erachtens ist das ein guter Radnabendynamo und Lampen mit LED-Beleuchtung. Getrennte robuste Verkabelung, automatisches Einschalten des Lichts bei Dunkelheit, Standlichtfunktion. Und das alles in einer Qualität, die eine lange Lebenszeit garantiert. Leider gibt es keine entsprechende Vorschriften und so kommen immer wieder Räder in den Handel, die keine oder nur eine schlechte Beleuchtung haben.

    Wer ein spezielles Sportrad kaufen möchte, der muss dafür nachweisen, dass er diesen Sport im Verein betreibt.

  • Leider geht der Trend gerade in die Gegenrichtung. Versucht mal, ein aktuelles Fahrrad mit kompletter Dynamo-Beleuchtung zu bekommen. Nach der Reform der StVZO scheint das überhaupt nicht mehr gefragt zu sein.

    Ich hatte lange Zeit nur Akku-Stecklichter, weil damals die alten Seitenläufer-Dynamos so schlecht waren. Aber seit ich mit Nabendynamo und LED-Beleuchtung fahre, will ich darauf nicht mehr verzichten (auch wenn ich ab und zu am Stecker wackeln muss, damit das Rücklicht wieder geht).

  • Wo und in welcher Preisklasse kaufst du denn ein? :/

    Falsche Frage. Du unterstellst, für die Güte der Beleuchtung sei der Kunde selbst verantwortlich. Und wenn er beim Billiganbieter kauft, dann sei ihm ohnehin nicht mehr zu helfen. Ich will aber, dass auch diejenigen Radfahrer auf "Billigfahrrädern", denen ich manchmal in der Dämmerung begegne, mit eingeschaltetem funktionstüchtigem Licht fahren. Und die Wahrscheinlichkeit dafür ist höher, wenn Mindeststandards von allen Verkäufern von Fahrrädern erfüllt sein müssen. Dann wird's immer noch genug geben, die sich nicht kümmern, wenn z. B. mal was kaputtgeht. Aber das ist immer noch besser als der Verkauf von nagelneuen Fahrrädern ohne Beleuchtung oder mit nur einer ganz notdürftigen Beleuchtung.

  • Aber seit ich mit Nabendynamo und LED-Beleuchtung fahre, will ich darauf nicht mehr verzichten (auch wenn ich ab und zu am Stecker wackeln muss, damit das Rücklicht wieder geht).

    Das ist auch so'n Ding, was ich nicht verstehe. So ein Nabendynamo ist doch an und für sich schon ein technisch relativ hochwertiges und aufwendig hergestelltes Bauteil. Warum wird dann ausgerechnet bei der Verkabelung gespart??? Das ist mir auch schon bei Seitenläuferdynamos aufgefallen, dass die Anschlüsse nicht so recht hinhauen. Gewindestange mit Bohrung, durch die man das Kabel steckt, dickes Kabel (Lautsprecherkabel) und Rändelschraube, die das festhält und die so angebracht ist, dass sie sich nur losschrauben aber nicht ganz abschrauben lässt und so verloren geht. Sieht vielleicht plump aus, aber

    das müsste doch eine überschaubare Konstruktion mit hoher Lebensdauer sein.

  • Naja, da ich für den Rest meiner Familie noch ein Auto vorhalten muss, ist mein Budget auf 500 Euro pro halbes Jahrzehnt eingefroren...

    Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die ganzen interessanten Modelle bei den Internet-Versandhändlern ohne Beleuchtung angeboten werden. Was mich erst mal abgeschreckt hat, mich nach etwas Neuem umzusehen (obwohl es dringend nötig wäre).

  • Ich hab bei meinem (ursprünglich 2k€) Trekkingbike die Kontakte nachgelötet. Besonders jetzt im Winter korrodieren die Steckkontakte, und dann wird es dunkel.

    Ich habe das Originalkabel durch ein Lautsprecherkabel ersetzt. Dazu ein zweites für den Massekontakt. An denen halten auch die Steckschuhe viel besser, die an dem Kabelende befestigt werden müssen.

  • Leider gibt es keine entsprechende Vorschriften und so kommen immer wieder Räder in den Handel, die keine oder nur eine schlechte Beleuchtung haben.


    Wer ein spezielles Sportrad kaufen möchte, der muss dafür nachweisen, dass er diesen Sport im Verein betreibt.

    Ganz im Gegenteil: Zum Glück gibt es solche Vorschriften nicht. Zuverlässige Beleuchtung für alle meine Räder gibt es in Form von LED-Akkuleuchten mit Ladestandsanzeige, wählbarer Beleuchtungsstärke und das Ganze wasserdicht und über USB ladbar. Ohne weitere Teile die kaputt gehen können.


    Und sportliche Betätigung nur noch mit Zwangsmitgliedschaft im Verein? Abstruser geht es kaum.

  • Leider geht der Trend gerade in die Gegenrichtung. Versucht mal, ein aktuelles Fahrrad mit kompletter Dynamo-Beleuchtung zu bekommen. Nach der Reform der StVZO scheint das überhaupt nicht mehr gefragt zu sein.

    Ich hatte lange Zeit nur Akku-Stecklichter, weil damals die alten Seitenläufer-Dynamos so schlecht waren. Aber seit ich mit Nabendynamo und LED-Beleuchtung fahre, will ich darauf nicht mehr verzichten (auch wenn ich ab und zu am Stecker wackeln muss, damit das Rücklicht wieder geht).

    Kann ich so nicht nachvollziehen (feste Beleuchtung).

  • Ganz im Gegenteil: Zum Glück gibt es solche Vorschriften nicht. Zuverlässige Beleuchtung für alle meine Räder gibt es in Form von LED-Akkuleuchten mit Ladestandsanzeige, wählbarer Beleuchtungsstärke und das Ganze wasserdicht und über USB ladbar. Ohne weitere Teile die kaputt gehen können.


    Und sportliche Betätigung nur noch mit Zwangsmitgliedschaft im Verein? Abstruser geht es kaum.

    Das hört sich jetzt ja fast so an, als sei es nicht möglich, sich mit einem Fahrrad mit einer fest installierten Beleuchtungsanlage sportlich zu betätigen?

  • Ist Dir bewusst, dass Fahrräder keine Zulassung brauchen?

    Es gibt für alle möglichen Produkte, die verkauft werden, alle möglichen Vorschriften. Welchen Status diese Vorschriften im einzelnen auch haben mögen. Ich kann zum Beispiel auch keinen Kühlschrank kaufen, der nicht mit einem Stecker mit Schutzleiter-Kontakt (Schutzkontakt-Stecker) ausgestattet ist.

  • Das hört sich jetzt ja fast so an, als sei es nicht möglich, sich mit einem Fahrrad mit einer fest installierten Beleuchtungsanlage sportlich zu betätigen?

    Ich denke du solltest erst einmal darlegen, warum eine zuverlässige Beleuchtung unbedingt fest installiert sein muss. Die ganzen zusätzlichen Teile einer solchen sind erstmal nur zusätzliche Fehlerquellen.

  • Ich denke du solltest erst einmal darlegen, warum eine zuverlässige Beleuchtung unbedingt fest installiert sein muss. Die ganzen zusätzlichen Teile einer solchen sind erstmal nur zusätzliche Fehlerquellen.

    Aber das liegt doch auf der Hand. Eine fest installierte Beleuchtung kann ich nicht zu Hause vergessen oder irgendwo liegen lassen, die ist immer dabei und bei Bedarf schaltet sie sich auch noch selbstständig ein. Selbstverständlich ist diese Beleuchtung so zu bauen, dass sie was aushält. Das sollte doch eigentlich möglich sein.