Beiträge von zud_ritt

    Wenn dir die 105er reicht und du auch nicht unbedingt carbon brauchst, kauf dir doch lieber etwas, das weniger Schnäppchen und mehr solide ist. Das die 1200€ Preisnachlass sind ja rein virtuell. Relevant ist es, den aktuellen Preis mit anderen Angeboten zu vergleichen und zu überlegen was besser passt.


    Zum Vergleich: RR von Stevens mit Hydraulikbremsen und Alu-Rahmen&Carbongabel kostet 2k€, mit normalen Bremsen 1.7k€ (und ist leichter als dein angestrebtest Rad!) , mit günstigerem Rahmen 1.3k (wiegt dann ganze 300g mehr als das von Fahrrad-XXL).


    Vorteil: Kann man vor Ort testen, kaufen und bei Bedarf meckern. 100€ mehr und dafür hydraulische Scheibenbremsen klingt für mich ebenso besser wie 600€ weniger und ein realistisch gesehen ebenso ausreichendes Rad. Ich hätte im Zweifel immer lieber einen Alurahmen da mir Carbon zu kompliziert ist.


    Ich will jetzt nicht sagen, dass ich die große RR-Erfahrung hätte, aber ich habe mir Anfang des Jahres ein neues Rad bestellt (bei poison bikes) und mir schon recht gut überlegt, ob ich mir ein Rad zusenden lassen möchte. Bei meinen Anforderungen war es alternativlos (und die Leute da sind gut, kann man anrufen und besprechen). Das Problem ist halt immer, dass an unsichtbaren Stellen gespart werden kann.

    Die Ergebnisse sind:

    • deutlicher Rückgang der hohen Geschwindigkeiten über 50 km/h bei Tempo 30
    • der Rückgang der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit im Vergleich zu Tempo 50 beträgt 4–14 km/h
    • Schallpegelreduzierung um 2,9 -4,5 dB
    • 60% der antwortenden AnwohnerInnen haben eine Verbesserung durch Tempo 30 nachts wahrgenommen, 25% sehr deutlich
    • keine Hinweise auf Verlagerungseffekte auf andere Straße
    • von den befragten Verkehrsteilnehmern fühlen sich 54% durch Tempo 30 nachts sehr beeinträchtigt, weitere 12% eher beeinträchtigt
    • die Auswirkungen auf die Reisezeiten sind bei Tempo 30 nachts nicht erheblich – ausschlaggebend für längere Fahrtzeiten sind erforderliche Halte und Wartezeiten an LSA-Anlagen

    Ich finde es immer noch abgefahren, dass man Tempo 30 anordnen muss, um die T50-Verstöße zu reduzieren. Bei einer 4-14-km/h-Reduzierung fahren die meisten wohl zwischen 40 und 55 und eigentlich niemand 30.

    In der Bibliothekt gefunden: Bachelorarbeit "Erfassung von Lärmbelastung durch Fahrradfahrer mittels Sensorplattformen"


    Zuerst dachte ich, es ginge um die Lärmbelästigung durch Fahrradfahrer. Die Idee ist aber, dezentral mittels Telefonen den Umgebungslärm zu messen und zu kartografieren. Interessante Idee, die leider durch Windgeräusche nicht gut funktioniert. Zumindest in der Arbeit konnte die Überlagerung der Windgeräusche nicht gut genug beseitigt werden:


    • In der Hosentasche hat man weniger Wind, aber auch zu stark gedämpftes (und verfälschtes) Signal
    • Geschicktes Platzieren am Rad funktioniert auch nicht
    • Rausrechnen ist ebenfalls nicht einfach.

    Insgesamt aber ein interessanter Ansatz.

    Geht schon los. Ich bin am "Überholabstand" und versuche Gerichtsurteile zum Thema aufzuführen.

    • Wie verweise ich richtig auf Gerichtsurteile, so dass es eindeutig ist keine Copyright-Verletzung ist o.ä.?
    • Darf ich z.B. den "Leitsatz" und das Aktenzeichen aus der ADFC Rechtsdatenbank (nur für Mitglieder zugänglich) zitieren?

    Du meinst wohl Urheberrechtsverletzung. §5 Abs. 1 UrhG besagt klar, dass Gerichtsurteile keinen Urheberrechtsschutz besitzen. Du kannst sie also frei zitieren.
    Die zweite Frage kann man ebenso bejahen: §87b UrhG verbietet nur das verbreiten wesentlicher Teile einer Datenbank. Nachschlagen und das (urheberrechtlich nicht geschützte) Faktenwissen zusammentragen & veröffentlichen ist also legal.


    Natürlich bin ich kein Jurist etc. pp.

    Antwort nach §153 Stpo ist ziemlich unbefriedigend. Eigentlich möchte man §170 (Einstellung mangels Tatverdachts) haben, kann es aber leider nicht erzwingen, da es keine Rechtsmittel gegen eine Einstellung nach §153 gibt. Das Problem mit §153 ist, dass die Einstellung in Akten bleibt und in manchen Fällen negative Effekte haben kann. Udo Vetter schreibt, dass z.B. ein Flugschein davon abhängen kann.


    Ich hatte mal eine Einstellung nach §170 (Vorwurf: Verstoß gegen §26 VersammlG im Rahmen einer Critical Mass). Mein Anwalt meinte, dass man zusätzlich dazu, dass der Vorwurf offensichtlich unhaltbar ist, noch eine Portion Glück haben muss. Hatte ich offensichtlich.

    In Salzburg hat die Polizei jetzt ein Messgerät am Fahrradlenker um Engüberholer messen zu können:

    Das scheint Dieses Gerät zu sein. Ich glaube, dass ich den Artikel von arstechnica aus dem Jahr 2015 zu dem Gerät schon einmal verlinkt hatte. Damals gab es nur ein einziges, anscheinend sind sie jetzt in (Klein-)Serie gegangen. Schön zu wissen, dass es anscheinend den entsprechenden Bedarf gibt. Beide Seiten haben übrigens noch ein paar technische Details über den Aufbau.

    Gestern auf großer Krankenhaustour. Irgendwie stand ich hier auf dem Schlauch. Die vorhandenen Fahrräder waren auch am Zaun daneben befestigt:

    Das ist ein eventuell partiell kaputter Fahrradständer. Die Funktion ist folgende: Das Vorderrad wird von zwei gebogenen Metallrinnen gehalten, wobei das eine (über das man zuerst schiebt) klappbar ist. Kann man bei den niedrigeren, z.B. ganz links, ganz gut sehen: Du schiebst das Fahrrad rauf und die erste Rinne kippt nach vorne, sodass das Vorderrad auch in die zeite Rinne kippt. Herzlichen Glückwunsch, dein Fahhrad fällt hoffentlich nicht um und du kannst es nirgends anschließen.


    Bei den höheren funktioniert es genauso, nur manche Rinnen sind falsch gekippt. Die vierte von links ist korrekt.

    Interessant ist hier die "V85". Für die erfassten PKW lag V85 bei 40km/h.
    Heißt, dass 85% der erfassten PKW 40km/h oder schneller waren. 15% fuhren langsamer als 40km/h

    Nein, umgekehrt. V85 ist die Geschwindigkeit, die 85% nicht überschritten haben. Das kann man z.B. daran sehen dass der Durchschnitt deutlich kleiner als V85 ist.


    Beispiel Transporter: V85 = 39km/h, Vmax=42km/h, Vd=33km/h. Wenn jetzt 85% >= 39km/h führen, müsste der Rest mit <0 km/h fahren, um zum angegebenen Durchschnitt zu kommen ;)


    Unabhängig davon finde ich es noch immer bemerkenswert, dass die Polizei in T30-Zonen alles bis 40km/h als im Rahmen ansieht. Ist hier in Lokstedt genauso: Grandweg? Fahren alle 40, also kein Handlungsbedarf!

    Anmerkungen zum Video:


    1. Warum denn auf dem Lokstedter Steindamm auf dem sog. Radweg?
    2. Von 0:48 bis 0:56 - verfahren, oder? Hier könnte man 8 Sekunden einsparen :D
    3. Von 0:56 bis 1:00 - warum denn in der Eppendorfer Landstraße auf diesem grottenschlechten "Radweg"? ;(

    1.: Weil wir nicht direkt wussten, bei welcher Straße wir abbiegen wollten. Ist einfacher, dort langsam zu fahren / anzuhalten und nachzuschauen.
    2. Genau. Wollte ich jetzt aber nicht rausschneiden.
    3. Folge von 2.: Unser GPS hatte eine komische Position angezeigt, weswegen wir erstmal langsam weiter sind. Sobald wir wussten wo wir lang wollten, sind wir auf die Fahrbahn gewechselt (Ergebnis: plus 12km/h)


    Das Video sieht auf 1080p deutlich besser aus als auf der standardmäßig eingestellten Auflösung von 360p.

    Wer sehen möchte wie die Strecke aussieht, hier in zehnfacher Geschwindigkeit:


    Leider hat die Qualität durch die Rekodierung durch YouTube etwas gelitten.


    Auf dem Rückweg hat der Akku schlappgemacht, sonst hätte ich noch ein Taxi angezeigt.


    Herzlichen Dank nochmal für den Streckenvorschlag!

    wenn auf seinem Lieblingsradweg am Maschsee ihm Inliner an der flotten Weiterfahrt hindern.

    Auf jeden Fall nervt, dass solche Fahrzeuge mich (als Radfahrer mit geringen sportlichen Ambitionen) möglicherweise häufig überholen werden

    ?( Was denn nun von beidem? Inliner stören, weil sie langsamer als schnelle Räder sind, E-Roller stören, weil sie schneller als langsame Räder sind? Logisch folgt daraus, dass langsame und schnelle Räder ebenfalls stören. Soll man die auch vom Radweg verbannen?


    Ich würde seit langem gerne Inliner fahren, aber mit >15km/h über den Gehweg kann ich mir und anderen nicht antun. Leute die regelmäßig auf Inlinern unterwegs sind haben Geschwindigkeiten, die viel näher an Radfahrern als an Fußgängern sind. Wenn der Weg zu schmal ist, braucht man mehr Weg. Verdrängung auf den Gehweg ist genau das, was sonst Autofahrer gerne mit Radfahrern machen.

    (Hervorhebungen von mir)

    Das Rechtsstaatsprinzip verlangt vielmehr, solche Leute einzukassieren. Und zwar sofort

    Nein:

    Zitat von §112 (3) StPO

    Gegen den Beschuldigten, der einer [schweren Straftat] dringend verdächtig ist, darf die Untersuchungshaft auch angeordnet werden, wenn ein Haftgrund nach Absatz 2 nicht besteht.

    Das BverfG hat sich hierzu ebenfalls geäußert:

    Angesichts der Bedeutung des Grundrechts der persönlichen Freiheit einerseits, der Anforderungen einer wirkungsvollen, aber in rechtsstaatlichen Formen verlaufenden Strafverfolgung andererseits und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit des Eingriffs in Verbindung mit der Unschuldsvermutung zugunsten des Beschuldigten muß auch bei einer Verhaftung auf Grund des § 112 Abs. 4 StPO eine Haftverschonung möglich sein.

    Also: Man muss eine Abwägungsentscheidung treffen: Muss die Freiheit des Beschuldigten für eine wirkungsvolle Strafverfolgung eingeschränkt werden?

    Es läuft etwas grundfalsch in diesem Land. Mörder und Totschläger gehören in den Knast, und zwar sofort. Und wer mir hier (mal wieder) mit irgendeiner angeblichen Fahrlässigkeit kommen will, dem halte ich entgegen, daß mehrere mißachtete Rotlichtampeln mehr als nur ein Hinweis auf mindestens bedingten Vorsatz oder Vollrausch sind. Letzteres war aber nicht der Fall, das stünde sonst im Artikel.
    Ich habe für diese rechtsbeugende Justiz keinerlei Verständnis, und meine Toleranz ihr gegenüber ist aufgebraucht.

    Sobald sie rechtskräftig verurteilt wurden. Das ist er noch nicht. Daher ist die relevante Frage jetzt, ob es eine Fluchtgefahr gibt, um sich einem späterem Gefängnisaufenthalt zu entziehen. Ist dem nicht so, bleibt er erst einmal auf freiem Fuß. Das ist ein grundlegendes Prinzip unseres Rechtsstaates!

    In Jakarta gab es Carpooling-Regelung, welche 2016 aufgehoben wurde.


    Zusammenfassung: In Jakarta durften bestimmte Straßen zu Stoßzeiten nur mit KFZ mit mindestens drei Insassen befahren werden. Jakarta hat diese Regelung 2016 aufgehoben und Forscher haben vorher-nachher-Daten gesammelt. Ergebnis: Alles ist schlimmer geworden, und zwar überall.


    Interessant dabei ist, dass nicht nur einzelne Spuren (wie z.B. in den USA) carpool-only waren, sondern komplette Straßen und dies die Belastung deutlich reduziert und die Geschwindigkeit erhöht hat. Und das auch außerhalb der Sperrzeiten und auf den nicht betroffenen Straßen!

    Unser Rechner hat einige Stunden gerechnet, um aus einem viel zu langem Video eines mit erträglicher Länge zu machen:


    Sternfahrt von Gerhart-Hauptmann-Platz bis zurück zum Rathausmarkt in 25-facher Geschwindigkeit.


    Bei uns gab es keine Probleme mit hereinfahrenden Autos -- die relevanten Kreuzungen wurden von Johannitern und DRK gekorkt. Wir sind allerdings wahrscheinlich auch weiter vorne gefahren. Alles in allem sehr nett.


    Übrigens: Wer ein blaues Velotraum-Tandem fotografiert hat ( Malte?): Bilder gerne an uns!