Beiträge von MichiHH

    Das ist die selbe, nur individuell wahrzunehmende Gefahr, von der ich auch im Ort häufiger höre, sie aber selbst nicht wahrnehmen kann. Das ist viel zu gefährlich da, weil ...

    Traurig so einem Trugschluss im wahrsten Sinne des Wortes "erlegen" zu sein. RIP.

    Jedesmal, wenn ich sowas lese, kocht eine unglaubliche Wut in mir auf, leider auch auf die Radfahrer die diesen Schwachsinn, auf dem Hochbord ist es sicherer, verbreiten.

    Ich stelle mal die kühne These auf, dass sie auf der Fahrbahn noch am Leben wäre.

    Es schließt natürlich nicht aus, dass irgendein komplett blinder Vollidiot dich nicht doch "abschießt" aber die Wahrscheinlichkeit dass das passiert ist nochmal um einiges geringer als auf vielen dieser "Angebotswege" übersehen zu werden ;(

    Adsche, da bin ich aber ganz bei MP Weil, nimm einen Wert der aus x Positionen zusammengerechnet wird und du hast im Handumdrehen x Regionen, die für sich herausrechnen, warum sie gerade trotz massiv steigender Inzidenz, keine Maßnahmen brauchen.

    Ich habe bereits mit der Öffnung der Schulen zum Februarende, meine Ostertour abgehakt. Dass an den Schulen sich Übertragungsherde bilden, war mir klar, aktuell passiert nur womit ich ohnehin rechnete.

    Aber Hauptsache wir konnten mal lockern. Mal gucken wie lang es auf Malle dauert bis Male wieder Risikogebiet ist.

    Ullie, ich lebe seit fast 50 Jahren, davon die ersten 18 in Karlsruhe (für die Ortskundigen Karlsrühe Südstadt) . dann 1 Jahr in FFM in Sachsenhausen, dann in Hamburg, wo ich unter anderem zuerst in der Altonaer Altstadt, dann am Pepermölenbek nahe der Reeperbahn, weiter in der Kieler Straße dann in Barmbek und zuletzt in Sasel wohnte. 2014 bin ich aufs Land gezogen, nicht wegen der Pendlerpauschale sondern der Frau wegen.

    Ich lebe schon immer "no car", habe nie einen Führerschein gemacht, weil ich kein eigenes Auto brauche, ich habe meine Mobilität komplett ohne eigenes Auto gelöst. Es gibt aber durchaus auch Situationen wo ich ein Auto (samt Fahrer) nutze. Meine Möbel schleppe ich auch ich nicht mit dem Handkarren durchs Land. Wir nutzen das Auto um nach Karlsruhe oder Hamburg zu fahren. Auch wenn ich die Strecken auch schon geradelt bin, möchte ich das nicht immer tun.

    Statt deines (sorry) dämlichen Wunsches überall schienengebundene Fahrzeuge und Busse fahren lassen zu wollen. gibt es hier bessere Ideen. Welche die auf dem Land viel mehr Sinn machen.

    Ich könnte mir hier in der Honschaft und eigentlich in allen anderen drum rum auch wie im Nachbarort eine "Mitfahrerbank" vorstellen.

    Das setzt natürlich voraus, dass weiterhin private PKWs fahren dürfen. Ansonsten ist sowas nahe an genial hier. Bei einer Frequenz (nun mal erntshaft) von 10-20 Kfz pro h, kommt oft genug irgendwer vorbei, der oder die an den Stellen immer jemanden mitnehmen würde. Ziele sind immer ähnlich in der einen Richtung fährst du nach St. Hubert (1,5km) und in der anderen Richtung Kempen (5km). Ein Bus wäre eine riesige Limousine mit höchstens 1-2 Fahrgästen, Nahmobilität wird hier tatsächlich von weiten Bevölkerungsteilen jeden Alters mit dem Fahrrad erledigt, klar gibt es auch die Fraktion, die mit dem Auto zum Zigarettenautomat fährt, aber viele radeln ins Dorf zum einkaufen (20-25%). Im Dorf ist der Anteil noch höher (33%) und in Kempen insgesamt ist es mehr als jeder 2. der zu Fuß geht oder das Rad nutzt.

    Im Grunde ist hier umgesetzt was viele Planer sich in den Städten wünschen. Shared space Verkehrsflächen ohne Sonderwege, shared cars (im Famililienverbund ist es schon üblich Autos gemeinsam zu nutzen), ride sharing (Mitfahrerbänke).

    Ja zu T30 in Städten, x Durchfahrtssperren, Parkverboten überall auf den Straßen,, Radstraßen und Fußgängerzonen innerorts. Da bin ich bei "no cars", außer zum Ein-Auszug braucht keiner privat da ein Kfz vor der Haustür. ein Kfz ist aber heute wie vor 100 Jahren eine super Lösung um individuelle Mobilität zu ermöglichen.

    Also; statt "no cars" muss eine intelligente Nutzung des Verkehrsmittels Auto her, da wo es gebraucht wird - für Langstrecke oder schwere Lasten soll es genutzt werden. Da habe ich als Radfahrer auch absolut nichts gegen gute Nebenwege entlang von Bundes oder Landstraßen. Wenn dafür im Gegenzug die Dominanz des PKWs in den Städten und Dörfern absolut heruntergefahren wird. :D Damit wäre meine Vision von "no cars" absolut erfüllt. Raus aus dem Straßenbild als Stadtmobiliar, Schluss mit Blechlawinen durch die Innenstädte. Schluss mit der Gefährdung von Rad und Fußverkehr in Siedlungsgebieten. Dafür im Gegenzug: gute Verbindungen raus und rein in die Stadt oder Siedlung, von mir aus auch mit etwas Benachteiligung für Rad und Fußverkehr an diesen Straßen.

    so er denn im ländlichen Raum liegt. Überschlage mal die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft und vergleiche das mit der Anzahl der Arbeiter und Angestellten in Industrie und Verwaltung, die täglich in die Stadt pendeln. Es sollte mich sehr wundern, wenn die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft 10% überschreitet.

    Leider völlig daneben, da hier nunmal jedes 4te Haus ein Bauernhof ist, würde ich sogar sicher behaupten, dass hier mehr Arbeitnehmer ein- als auspendeln.

    Du drehst dir zurecht wie es dir passt.

    Das ist eine Ho(h)nschaft, die kleinstmögliche Verwaltungseinheit (1-3 Bauernhöfe und ein paar Häuser nebst der Wirtschaftswege dazwischen),

    Die Straße hier ist Bestandteil 3er touristischer Fahrradrouten, so des NRR Niederrheinischer Radwanderweg, der Euroga Route und noch einer weiteren.

    das Haus in dem wir wohnen sowie die allermeisten in der Straße waren irgendwann Mitte letzten Jahrhunderts gebaut. Vieles was hier rundrum wächst, hält den Pott "am Fressen". Vor und hinter dieser Honschaft sowie rechts und links liegen weitere. Nächsten Monat steht eine riesige Schlange Düsseldorfer bis Duisburger hier auf der Straße Schlange um ggü. Sonntags morgens frischen Spargel und oder Erdbeeren zu kaufen. Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Gänse, Hühner in vielen Familienbetrieben, Tempolimit teils 100, teils 50, teils 30 kommt auf den Bereich an. Die Straße zieht sich insgesamt ca 2,5km und inkl der dazugehörenden Nebenwege wohnen hier ca 100 Leute

    • Fahrzeugbelastung in der Spitze bei 20 PKW, 50 Fahrrädern, 20 Traktoren, 30 Pferdegespannen oder ähnlich, dann ist hier aber Maienreiten :)
    • Fahrradfahrer sind hier nur in Gruppen zugelassen mit gelben Westen und ADFC Aufdruck oder in knallbunten hautengen Pellen in stark gebückter Haltung mit aggressivem Gesichtsausdruck. Auch hier ist eine Rudelbildung nach Möglichkeit vorzunehmen.
    • Fußgänger dürfen hier nur in Begleitung von Hunden oder Kinderwagen auf die Straße, Kinder hingegen dürfen immer auf die Straße, so auch deren Personal.
    • Fußwege sind für Weicheier, das hier ist tägliches Survivaltraining im Direktkontakt aller möglichen Verkehrsarten.
    • Ja natürlich wird gegenüber noch gebaut, nächstes Jahr ist Baubeginn und da kommt eine 10-geschossige Siedlung a la Steilshoop rein. Dann hat der Bauer genug Kohle für sein Land gekriegt und kauft sich ne Finca auf Malle.
    • Und wohnen darf man hier nur wenn man täglich 500g Fleisch isst. Ich schaffe diesen Schnitt nicht und werde hier bald wegziehen müssen.

    Wenn ich es nun noch schaffe das Rauchen und den sehr unregelmäßigen Alkoholkonsum aufzugeben beantrage ich beim Papst die Seligsprechung.

    Vielleicht schaffst du es in der Zwischenzeit mit deinem Problem besser umzugehen. ;)

    Nö, lass mal alles wie es ist hier, das ist seit jeher shared space insofern alles entspannt.

    Sollen wir jetzt aus dem günstigen Haus ausziehen, nur weil die Kids raus sind? Ab in eine 3 Zimmer Wohnung mit 70m² im Ortskern?

    Nein, ich hör (noch) nicht auf zu rauchen, trinke gerne noch hin und wieder mit Freunden, wenn man es wieder dürfte und das am liebsten hier oder bei den Nachbarn in geselliger 20-30 Personen Runde beim Grillen vom Spanferkel. :)

    Wie du auf dem Bid siehst, ist da kein Platz für Parkstreifen oder diese müssten in den Acker hineinasphaltiert werden, da hat der Bauer sicher was gegen :D und die Flächenversiegelung wäre die selbe. Da das hier aber kein dichtes Neubaugebiet ist, sondern alles frei stehende EFH, hält sich die Flächenversiegelung in Grenzen.

    Auf dem Land die Autos an die Straße stellen um Flächen zu entsiegeln? Das ist jetzt nicht dein Ernst?

    Unseren Parkplatz auf dem Grundstück haben wir mit ca 3t Kies zugeschüttet. So ist er nicht hochverdichtet (asphaltiert) es kommt auch Wasser durch und da ist recht viel Leben. Diese Fläche misste ca 2,40*8m das sind also ca. 20m². Demgegenüber stehen auf dem Grundstück noch 6, 10-70 Jahre alte Bäume und rundrum Flächen von ca 500m² unversiegelt zur Verfügung.

    Die Straße ist ca 3,50-4m breit. Diesen Platz braucht die Straße auch zwingend. das Bild ist hier 100m weiter. Nun stell da mal 3 Autos hin. Hätte zum Effekt dass man mit dem PKW nur noch vorbeikommt, wenn man ins Bankett ausweicht, was Milch- und Viehtransporter oder die Müllabfuhr machen sollen ist mir dann nicht klar, Landmaschinen wie Mähdrescher und ähnliches kämen nicht mehr durch. Nein, das wäre sinnfrei. Was nicht sein muss sind "Kiesgärten". Aber ansonsten hat es schon einen guten Grund warum hier kein Auto an/auf der Straße steht, wobei es nicht verboten ist. Hier ist nirgends ein Halte oder Parkverbot. Man steht sich nicht im Weg.

    Der Bauer gegenüber, der seinen Nachbarshof nun in ein Wohnhaus umbaute, und insgesamt 10 Parkplätze, davon sogar 6 in Garagen anlegen musste (der hat schön geflucht ;) ) Ansonsten stünden seine Kinder ihm dauernd mit ihren PKWs im Weg :)

    Wenn ich nun den Besitz des eignen PKWs etwas benachteilige und Autos aus "carpools" bevorzuge (Maut, Steuern, Parkplätze?) kämen sicher einige insbesondere auf dem Land "wo man sich kennt" zu einem Pooling. Möglichkeiten zum ridesharing/carpooling wären sicher sofort umsetzbar, muss sich nur keiner Gedanken zu machen weil das Blech vor der Tür zu billig ist.

    Genau. Hättet Ihr die Möglichkeit, mit 95% Verfügbarkeit zu sofort im Radius von z.B. 300m einen adäquaten Mietwagen (Smart für den Wocheneinkauf, Polo für die zu transportierende Waschmaschine und Minivan wenn Eure 3 Enkel dabei sind) zu leihen, würdet Ihr das Auto wahrscheinlich abschaffen. Erst recht, wenn Eure Kosten pro Auto-Km dann geringer als mit Eurem eigenen Wagen wären. (wegen wegfallender Fixkosten)

    Theoretisch, lass mal überlegen. Die Schwester meiner Frau wohnt 300m weit, vor Ihrem Haus stehen permanent 3-4 Autos (Oma wohnt oben im Haus) Sie und ihr Mann und ihre beiden Töchter (die nicht mehr da wohnen) aber häufiger da zu Besuch sind haben alle Autos. Mit den Nachbarn kommen wir auf beiden Seiten super klar, da stünden weitere 2+3 Autos. Ihr Bruder wohnt in 1,5km Entfernung, da steht ein T5 Transporter und ihre Freundin in 1,5km + deren 2 Töchter verfügen ebenfalls über eigene Autos. Zumindest die Autos ihrer Schwester und deren Mannes und der Nachbarn könnte man sicher sofort "poolen". Zusätzlich gibt es in Kempen noch 1 Vermieter. Machbar wäre da sicher einiges, nur, keiner will. Wobei das Home Office da nun eine neue Dynamik reinbringt.

    :)

    Dein Beispiel hätte sogar tatsächlich vor meine Tür geführt, bin ich bestimmt auch so mal gefahren. Zuerst schöne Route dann aber 'ne Masse zu tun wäre im Bereich ab Dulsberg bis kurz vor Sasel. So hatte ich kein Problem in 2013 auf der Haldesdorfer Str. aber würd ich da Kids rüberschicken? Die Krausestr. und die Querungen hinter dem Osterbek-Park sind nicht ohne, von dem weiteren Verlauf über die Berner Chausee und Karlshöhe nicht zu sprechen, nicht unmöglich aber en masse zu tun und einiges mehr an km :( zu radeln.

    Daher bin ich doch meist, wenn ich ankommen wollte im Slalom die Bramfelder und Saseler hoch. Auf der anderen Seite würde ich der Straße durchaus die Funktion einer Magistrale beibehalten. Den Verkehr etwas entschleunigen und auf max 2 Spuren je Richtung verdichten und die dämlich angelegten Radwege verbessern. Kurvenradien der Abbieger aufs techn. Minimum deutlich verschärfen, keine gemeinsamen Grünphasen der Abbieger und des Fuß - Radverkehrs. Die Grundstückszufahrten so gestalten dass man sich nicht vorkommt, wie auf einem Kamel in den Dünen. Den Radweg mit Bordstein vom Gehweg deutlich (spürbar) abtrennen und in einer Richtung 2,50m. Wer diesen Weg kreuzt , sei es nun ein Fußgänger oder PKW muss auf die Vorfahrt des Radverkehrs achten mit Haltelinien etc. Die Bushaltestellen vor den Radweg zur Straße und den Bus auf der Straße halten lassen. So einen Radweg hätte ich gerne benutzt ganz und gar ohne Benutzungspflicht. :) Vielleicht habe ich den ein oder anderen Punkt vergessen. Ist aber schon wieder 3 Monate her dass ich in HH war :(

    Hier auf dem Dorf kannst du Haushalte*2 nehmen. Gegenüber wurde der Bauernhof gerade in ein Wohnhaus umgebaut und zu den 6 Autos in den Garagen stehen regelmäßig 4-5 davor. Unsere Nachbarn nebenan haben2 Familienvans / Firmenwagen. Mindestens die Hälfte der Fahrzeuge steht permanent - aber alle auf ihrem Grundstück herum. Wir haben nur 1 PKW aber da Frau nun auch zu 66% im Home office arbeit und sie zu 50% mit dem Rad zur Arbeit fährt, steht der tatsächlich meist auch nur rum.

    Lol, danke, wenn ich lustig war bin ich Fabricciusstrasse durch, durchn Ohlsdorfer Friedhof ins Alstertal rein um dann hinten beim AEZ wieder ausm Alstertal zu fahren, spätestens da hieß es aber Poppenbüttler Damm und dann von hinten an die Saseler Chausee ran.

    Sehr schöne Route ab Friedhof aber ein riesiger Umweg :)

    Eine Alternative zur Barmbeker Str., Bramfelder Str. Bramfelder und Saseler Chausee um von nahe der Alster nach Sasel zu kommen habe ich fast täglich gesucht, war mir in 5 Jahren nicht möglich. Wie oft kam ich in Rahlstedt aus, oder in Wellingsbüttel, nein, da gibt es leider keine vernünftige Alternative zu. :(

    Ich sehe auch die Unersetzbarkeit von Automobilität. Wie viele Autos bräuchte man tatsächlich, wenn es keine privaten PKWs mehr gäbe sondern in Garagen ein Pool shared cars rumstehen würde aus dem jeder Interessierte sich das richtige für seinen aktuellen Bedarf wählen könnte. Dann käme man mit 10-15% der heutigen Blechmasse wohl hin, erst recht, wenn die Autos in ?10? Jahren vollautomatisiert fahren. Horrorvorstellung? Ich sehe da eher Vorteile. kein automatisch gesteuertes Fahrzeug würde Verkehrsregeln überschreiten. kaum eines unnütz herumstehen. Mobilität via call+ride oder ähnlich :). Wenn ich Geld sparen will erlaube ich dem Auto noch weitere einzusammeln, wenn nicht zahl ich was mehr und hab Ruhe. So kann ich mir das vorstellen.

    Ich sag dazu nur, mit nun 3 Jahren im Führerscheinbesitz, hat er schon 3 Crashs, 2 Auffahrunfälle und einmal rechts vor links missachtet bzw. zu schnell eingefahren. Da stand der Mais recht hoch und er wohl zu schnell um die Ecke gefahren, frei nah dem Motto: Gestern kam da auch keiner.

    Das lag weniger an der fehlenden Schulung sondern mehr an Selbstüberschätzung und Fehleinschätzung.