Woche 31 vom 31. Juli bis zum 6. August 2017

  • Das Problem wird ja gar nicht richtig gelöst. Statt durchschnittlich dem 5,x-fachen stoßen sie im Realbetrieb dann noch das 4,x-fache aus (oder so).


    Ich glaube tatsächlich, dass es saubere Diesel geben kann. Bestimmte neue Autos zeigen ja auch im Realbetrieb und bei Messungen, die von Unabhängigen durchgeführt werden, sehr gute Abgaswerte. Das bringt nur leider nicht (mehr) so viel, weil es etwa 5-10 Jahre zu spät kommt. Die (deutsche) Autoindustrie hat sich entschieden richtig saubere Diesel soweit wie möglich durch Tricksereien nach hinten hinauszuzögern um (noch) mehr Gewinn zu machen.


    Der saubere Diesel ist durch die ganzen Komponenten noch aufwändiger herzustellen und noch teurer. Das mag sich bei großen Autos noch lohnen, bei kleineren Autos soll das angeblich nicht mehr rentabel sein.


    Im Moment ist die Bestandsflotte das große Problem.

  • Ich frage mich auch, was sich in der Software-Entwicklung in den letzten Jahres groß getan hat. Vor ein paar Jahren musste man noch einen riesigen Betrug begehen und jetzt "ist die Technik endlich soweit", dass man mit einem Update das Problem richtig löst.


    Schon erschreckend, dass so viele das glauben. Die Physik/Chemie ist noch genau so wie sie schon immer war. Es wird ohne unangenehme Folgen für die Bürger nicht gehen:


    Leistungsverlust: Da würde man kaum, etwas mit raus holen, da die maximale Leistung so gut wie nie genutzt wird. Schon ehr wäre ein Verlust an Drehmoment möglich, das würde aber wohl massive Gegenwehr der Kunden mit sich bringen. Das merken die Kunden ja sofort.


    Höherer Verbrauch: Ja, es gibt eine Wechselwirkung, mit mehr Verbrauch (für die gleiche mechanische Arbeit) sinkt der wirkungsgrad was bedeutet, die Verbrennung läuft heißer ab. Besser für die Umwelt, solange man nicht an CO2 denkt. Auch das werden die Kunden schnell merken und es wäre massive Gegenwehr zu erwarten.


    Bei SCR Systemen: Hier müsste nur die Dosierung des AdBlue angepasst werden. Doof nur, das die Tanks durch ein Softwareupdate nicht größer werden. Die Kiste müsste dann viel öfter zur Inspektion um die wieder auf zu füllen. Auch das merken Kunden recht schnell und es würde wohl Ärger mit denen geben.


    Jetzt mal die Optionen, welche ich für realistisch halte:


    Das Update Betrügt auf eine andere Art und weise, damit es wieder viele Jahre dauert, bis zum nächsten Skandal. Die fetten Boni für die Manager sind in dieser Zeit aber gesichert.


    Man gibt zu, dass das Update nicht viel bringt und die Autos getauscht werden müssen. Damit die armen Kunden das nicht ausbaden müssen, müssen es alle Bürger ausbaden indem wieder ein Prämie gezahlt wird. Das dabei die Firmen fürs Betrügen noch subventioniert werden spielt keine Rolle, man muss dem armen Autokäufer helfen, der ja dachte sein SUV wäre umweltfreundlich. Die Boni für Manager sind bei diser Variante gesichert. So nebenbei, es werden ja viele Autos betroffen sein, die bereits subventioniert wurden, mit der Abwrackprämie, die auch Umweltprämie genannt wurde. Warum wird diese jetzt nicht zurück verlangt?


    Das Softwareupdate funktioniert: Der Motor wird danach andere Emissionen erzeugen ,die nicht weniger schädlich sind, aber worauf es die Messverfahrern nicht abgesehen haben. Es könnte auch sein, dass der Verschleiß (ARG Rate hoch setzen, dies führt zu höherer thermischer Belastung des Materials und zum Verkoken der Ventile) massiv ansteigt. Ist egal, bis die Kunden das zu spüren bekommen ist die Garantie ja ab gelaufen und man kann früher neue Autos verkaufen. Die Boni an die Manager fließen weiter.

  • @APF
    Du wünschst dir sowas.
    Ja, diese Art der Abgasreinigung sieht nach einer tollen Lösung aus, es wird aber lange dauern, bis sie erhältlich ist.


    Ich habe mich per Mail bei der Firma erkundigt, ihre Antwort gestern:
    "derzeit gibt es noch kein Lieferprogramm.
    Wenn die blaue Plakette eingeführt wird, wird im entsprechenden Gesetz geregelt, welche Fahrzeuge (z.B. Euro 5) umgerüstet werden können.
    Ob wir in Zukunft auch Euro 4 und ältere Fahrzeuge umrüsten dürfen ist derzeit ungewiss.
    Erst nachdem der Gesetzgeber die Umrüstkriterien klar definiert hat werden wir unser Lieferprogramm ausgerichtet nach Zulassungszahlen und Wirtschaftlichkeit planen und entwickeln."


    Für den Flottenbestand wird das also auf länge Zeit keine Lösung sein.



  • Mich würden hier wirklich mal unabhängige Zeugenaussagen oder gar eine Gegendarstellung des beschuldigten Radfahrers interessieren.


    Klar, es gibt dumme Menschen, die ohne jeglichen Grund Gewalttaten verüben. Aber es gibt auch andere Menschen, die aus welchen Gründen auch immer Straftaten vortäuschen oder sich Falschaussagen leisten.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ich find's besonders seltsam, dass sie erst nach zwei Tagen Anzeige erstattet, und dass sie trotz des Tathergangs eine recht genaue Täterbeschreibung abgeben konnte.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ja, und das zu Boden bringen. Ich bin im Auto angeschnallt. So schnell zerrt mich da niemand aus dem Auto auf den Boden.


    Das mit den zwei Tagen ist mir auch mal passiert, als ich von einem Autofahrer gewürgt wurde. Der erste Polizist meinte, ich hatte zwar Schmerzen, sei offensichtlich aber nicht verletzt -> keine Körperverletzung -> keine Straftat. Bis ich zur nächsten Wache ausserhalb Kölns kam, hat es dann gedauert.

  • Was? Militär? Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass in Deutschland (zu meinen Lebzeiten) das Militär irgendwas zu melden hat.

    Dann ist es ja gut gelungen, diesen Anschein zu wahren... Deutschland ist dabei auch nur Nebenschauplatz. Sorry, aber in diesem Punkt finde ich Dich naiv.


    Und prinzipiell leben wir in einer Demokratie. Ich bilde mir ein, dass die Wahlen nicht (bzw. unwesentlich) manipuliert werden, jeder Bürger sich frei entscheiden kann.
    Dass unsere Mitmenschen das Kreuz an der falschen Stelle machen, bedeutet nicht, dass wir nicht in einer Demokratie leben.

    Auch in diesem Punkt sehe ich noch eine Bildungslücke. Vielleicht hast Du Lust, dieses Interview zu lesen - so als Einstieg in die Thematik...


    Prinzipiell kann sich jeder Bürger frei entscheiden - aber wo holt er sich sein Wissen her, aufgrund dessen er seine "freie" Entscheidung trifft? Zum allergrößten Teil durch unsere "Leitmedien". Und was die Schreiben oder senden ist alles andere als frei und neutral!


    Dass die Abschaffung des Bargelds "Deines Wissens" nicht geplant ist, bedeutet nicht, dass es mächtige Interessengruppen gibt, die genau das vorantreiben. Siehe z.B. hier.

    "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
    Peter Ustinov

  • Ich bin dafür, dass wir diese polarisierenden politischen Diskussionen nicht hier fortführen.


    "Bildungslücken" = zu wenig/falsch herum indoktriniert?

    wo holt er sich sein Wissen her, aufgrund dessen er seine "freie" Entscheidung trifft? Zum allergrößten Teil durch unsere "Leitmedien".

    Leitmedien in Anführungszeichen zu setzen hat für mich ein deutliches Geschmäckle. Da kann man auch gleich Lügenpresse schreiben.

  • Segnungen des Nahverkehrs in Wuppertal



    Philipp trägt ein schief aufgesetztes Baseballcap und einen Zehntagebart. Manchmal, wenn ihn die Stadt zu sehr nervt, träumt der 32-Jährige von einem Haus auf dem Land. Und die Stadt nervt vor allem morgens, wenn er einmal quer durch sie hindurchmuss. Ohne Auto, sagt er, sei das schwierig. Radwege gebe es auf der Strecke kaum, "und wenn, dann enden sie oft im Nichts". Die Busse seien oft stark verspätet. "Manchmal kommt eine halbe Stunde lang gar keiner, und dann kommen gleich drei." Und ein Monatsticket würde ihn mehr als sein Auto kosten. Dann lieber Stau am Morgen und bis zu 45 Minuten Parkplatzsuche am Abend.
    Von der Regierung wünscht sich Philipp, dass sie den öffentlichen Nahverkehr reformiert. Man sollte das Ganze per Steuer finanzieren, sagt er, und dann die Preise deutlich senken, am besten auf null. Gleichzeitig sollten endlich sinnvolle Radwege gebaut werden. "Aber das ist in einem Autoland wie unserem, dazu noch mit einer CDU-Regierung, wohl utopisch."
    Das letzte Mal, als er regelmäßig Bus fuhr, versuchte sich Philipp gerade erfolglos als Student. Zumindest damals hatte die Warterei etwas Gutes: An seiner Haltestelle stand fast jeden Morgen dieselbe Frau. Eines Tages fragte sie ihn nach Feuer. Später fragte sie ihn, ob sie mal zusammen was trinken wollen. Heute ist Philipp mit dieser Frau verheiratet.

  • Leitmedien in Anführungszeichen zu setzen hat für mich ein deutliches Geschmäckle. Da kann man auch gleich Lügenpresse schreiben.

    Lügenpresse wäre unangemessen. "Lückenpresse" würde hingegen zutreffen. Vieles, was die Leserschaft unbedingt wissen müsste, um ein politisches Geschehen beurteilen zu können, wird ihr vorenthalten (z.B. wie die USA den Regime-Change in der Ukraine vorbereitet und durchgeführt haben oder dass es keinerlei Beweise für die vermeintliche Manipulation der US-Wahl durch "die Russen" gibt und folglich auch keine Basis für die beschlossenen Sanktionen). Lügen wäre zu plump und leicht angreifbar, weglassen ist weitaus schlauer und wird ständig praktiziert. Allerdings werden Lügen zuweilen auch ohne Prüfung an die Leser weitergereicht, z.B. die Lüge von den angeblichen Massenvernichtungsmittel des Irak, die es niemals gegeben hat, wie inzwischen allgemein bekannt ist. Wozu diese Lüge gedient hat, ist ja ebenfalls bekannt...


    Konnte man in den Leitmedien irgendwo lesen, dass - welch Zufall - die BMW-Großaktionärsfamilie Quandt in 2017 100.000,- Euro zu gleichen Teilen an die CDU und die FDP "gespendet" hat, Daimler 200.000,- Euro an die SPD und die CDU. Das gehört für mich zum Gesamtbild des Abgas-Verbrechens der "Diesel-Affäre" einfach dazu.


    Off Topic gibt es immer mal wieder. Warum auch nicht, so lange es nicht zum Hauptthema wird...

    "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
    Peter Ustinov