Woche 44 vom 26. Oktober bis 1. November 2026

  • Blitzer erwischt Radfahrer mit Kind in Schwäbisch Hall - mit 44 km/h durch die 30er-Zone
    Mit 44 Sachen durch eine Tempo-30-Zone? Ja, und dann auch noch ein Kind an Bord. Ein Blitzer in Schwäbisch Hall hat die wilde Fahrt mit einem Lastenrad…
    www.swr.de

    „Mit über 40 Sachen: Blitzer erwischt Radfahrer mit Kind in Schwäbisch Haller 30er-Zone“

    So muß das sein, was beim Auto nicht erwähnenswert ist, wenn es überhaupt festgehalten wird, machts beim Fahrrad zur „wilden Fahrt“, zum Düser, wird auf Facebook gesetzt, zum Kindergefährder. Überhaupt gilt gefälligst für Radfahrer dasselbe wie für Autofahrer!

    Upsala, wurde hier schon vermeldet. Macht nix, doppelt hält besser.

    Mit Radwegen lernte ich den Menschen kennen.

  • Radfahrer bei Markt Nordheim überholt: 70-Jähriger nach Sturz in Lebensgefahr | FLZ.de
    Der Mann wurde nach den ersten Erkenntnissen der Polizei offenbar von dem Gespann aus Pkw und Anhänger nicht berührt.
    www.flz.de

    Überholvorgang mit Anhänger ohne Berührung aber Sturz

    Was auch immer die "Verbindungsstraße" zwischen Markt Nordheim und Herbolzheim (südlich davon) sein soll.

    btw: StreetView-freie Zone, großflächig 8|

  • Bei dem Unfall am Falkenbergsweg hätte nur ein rechtzeitiges aus den Verkehr nehmen, des Automobilisten, der sicher behauptet, das er seit 60 Jahren unfallfrei ist. 96 ist ein biblisches Alter, wo das Autofahren nicht mehr notwendig sein sollte.

  • ... es ist aber auch nicht untersagt. Und erst recht wird aus der Meldung (und auch nicht aus anderen Meldungen zum Unfall) klar, dass der Fahrer Auffälligkeiten in Bezug auf Reaktion oder Wahrnehmung hatte.

    Gedankenexperiment: der Unfall wurde von einem 25-jährigen verursacht.

    Ich behaupte jetzt sehr frech, dass deine Schlussfolgerung nicht gewesen wäre, dass der Unfall nur durch rechtzeitiges aus dem Verkehr nehmen des Automobilisten verhindert worden wäre, der seinen Führerschein seit 2 Wochen hat, aus einem Kuhkaff bei Munster kommt und das erste Mal mit dem Auto in einer Großstadt unterwegs war. :|

  • ich möchte ergänzen: es mag wirklich sein, dass der Unfallfahrer absolut nicht geeignet war, am Straßenverkehr teilzunehmen. Bewegungseinschränkung, halb blind, versteifte Gelenke usw.

    Das wäre grundsätzlich denkbar. Nur ist die Schlussfolgerung "Alt = unfähig zum (sicheren) Autofahren" eben so nicht korrekt. Da bewegt man sich garantiert auf einer statistischen Normalverteilung, bei der am Ende (ü85) ganz wenige (n) noch fit und fähig sind. Aber hier kann es sich halt um eines dieser fitten und fähigen (n) gehandelt haben. :/

    Darum sollte aus dem Unfallbericht nicht geschlussfolgert werden, dass der Unfall durch Entzug der Fahrerlaubnis verhindert worden wäre. :)

  • Bei dem Unfall am Falkenbergsweg hätte nur ein rechtzeitiges aus den Verkehr nehmen, des Automobilisten, der sicher behauptet, das er seit 60 Jahren unfallfrei ist. 96 ist ein biblisches Alter, wo das Autofahren nicht mehr notwendig sein sollte.

    Da fällt mir Katja Diehl zu ein: “Es ist keine Freiheit, wenn man auf Führerschein und Auto angewiesen ist.”

    Zu Gast bei Moment: “Es ist keine Freiheit, wenn man auf Führerschein und Auto angewiesen ist.” — Katja Diehl
    Das Interview führte Ralf Waldhart. Die deutsche Mobilitätsexpertin Katja Diehl macht sich für eine gerechte Mobilität stark, die den Menschen wieder in den ...
    katja-diehl.de

    "Das Autofahren ist notwendig, der Freiheit wegen." Auch für einen 96-Jährigen. Leider. In einer besser organisierten Welt ohne Autos gäbe es für alle Menschen Freiheit, auch für die ohne Auto.

  • ich möchte ergänzen: es mag wirklich sein, dass der Unfallfahrer absolut nicht geeignet war, am Straßenverkehr teilzunehmen. Bewegungseinschränkung, halb blind, versteifte Gelenke usw.

    Für Menschen mit Behinderungen gab es immer schon zahlreiche Möglichkeiten, das Auto so zu modifizieren, dass es trotz Behinderung gefahren werden kann. Die Anzahl dieser Möglichkeiten hat aufgrund zahlreicher Assistenzsysteme erheblich zugenommen. In manchen Gegenden der Welt fahren bereits Autos autonom. Würde dort jemand einem älteren Auto vorwerfen, dass er aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage sei, Auto zu fahren? "Ein 96 Jahre alter Autofahrer soll laut Polizei an der Kreuzung Cuxhavener Straße/Falkenbergsweg mit seinem Wagen abgebogen und mit der Frau zusammengestoßen sein.", heißt es in dem Unfallbericht. Ein Abbiegeassistent mit Notbremsfunktion hätte möglicherweise den Unfall verhindert. Warum stattdessen über ein "rechtzeitiges aus dem Verkehr nehmen" spekulieren?

  • Nur ist die Schlussfolgerung "Alt = unfähig zum (sicheren) Autofahren" eben so nicht korrekt.

    Die Schlussfolgerung "Unfall = erwiesene Unfähigkeit" ist nie korrekt, egal welche Altersgruppe, welches Geschlecht, welche Nationalität, welche Verkehrsart, welche Automarke, welche Schlüpferfarbe.

    Warum diese triviale Tatsache so wichtig ist? Weil die Antithese "kein Unfall = erwiesene Superkräfte" ebenfalls nicht stimmt. Jeder von uns ist praktisch immer ein Dr. Jekyll, aber das stete Bewusstsein, dass in jedem von uns auch ein Mr. Hyde wohnt, der nur darauf wartet uns zu überraschen, kann dazu beitragen, dass man weiterhin mit der gebotenen Demut am Verkehr teilnimmt und nicht vor lauter Selbstgerechtigkeit triefend sein eigenes Risiko unwillkürlich vergrößert.